Arbeiten als Werkstudent Voraussetzungen, Aufgaben und Gehalt

Handschlag im Büro

Arbeiten als Werkstudent

Das Arbeiten als Werkstudent wird in der Regel assoziiert mit der Übernahme einer anspruchsvollen Tätigkeit mit hohem Studienbezug. Per Definition handelt es sich dabei allerdings lediglich um einen Student, der neben dem Studium arbeitet. Wir widmen uns beiden Assoziationen und stellen von den Voraussetzungen über die Aufgaben bis hin zum Verdienst die wichtigen Regelungen vor.

Grundvoraussetzung: Eingeschrieben sein

Für eine werkstudentische Tätigkeit musst du als Vollzeitstudent eingeschrieben sein. Deine Studienbescheinigung legst du deinem Arbeitgeber in regelmäßigen Abständen vor. Im Umkehrschluss kannst du während eines Urlaubssemesters oder unmittelbar nach Studienabschluss nicht als Werksstudent arbeiten.Ausfüllen eines Formulars

In Ausnahmefällen, z. B. wenn bei einem Universitäts- oder Fachhochschulwechsel zwischen Semesterbeginn und -ende ein Zeitraum liegt, in welchem du nicht eingeschrieben bist, kann dein Werkstudentenstatus auch unabhängig vom Studentenstatus erhalten bleiben.

Die Beschäftigung als Werkstudent ist sowohl im Rahmen eines 450-Jobseiner kurzfristigen Beschäftigung als auch eines Midijobs möglich. Die jeweiligen Grenzen zur Sozialversicherungs- sowie Lohnsteuerbefreiung sind bei den jeweiligen Beschäftigungsformen zu beachten, um im individuellen Fall finanzielle Nachteile zu vermeiden.

Arbeitszeit im Semester auf 20 Std. begrenzt

Die Arbeitszeit ist während des Semesters auf 20 Stunden in der Woche begrenzt. Und zwar aus dem Grund, dass dein Studium nachweislich im Vordergrund stehen muss und dir noch genug Zeit für die Vorlesungen und zum Lernen bleibt. Das sollte bei der Arbeit in Teilzeit der Fall sein.

In den Semesterferien kannst du auch als Werkstudent in Vollzeit arbeiten, im Zuge eines klassischen Ferienjobs, die in der Regel auf drei Monate befristet sind. In dieser Zeit kannst du dir ein kleines finanzielles Polster für die kommende Vorlesungszeit zulegen.

Wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, greift das Werkstudentenprivileg. Du bist von Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung-Beiträgen befreit – und hast somit kaum Abgaben. Rentenversicherungspflicht besteht weiterhin.Vortrag bei Meeting

Job mit komplexem Aufgabenspektrum

Werkstudenten-Jobs werden oftmals von größeren Firmen angeboten, z. B. in den Bereichen der Naturwissenschaften, Technik oder auch Jura und Betriebswirtschaftslehre. Sie sind durch die Verzahnung von Theorie und Praxis und den hohen Bezug zu späteren Arbeitsfeldern traditionell sehr beliebt.

Als Werkstudent bekommst du häufig deinen eigenen Aufgabebereich zugewiesen und arbeitest fest in einer Abteilung oder einem Team. Fachliche Vorkenntnisse und ein spezifisches Studienfach gehören nicht selten zum Anforderungsprofil.

Eine Tätigkeit als Werkstudent bietet dir die Möglichkeit ein Unternehmen und dessen Branche intensiv kennenzulernen und dir eine Orientierungshilfe für deinen Karriere-Einstieg und der Ausrichtung deines Studiums. Darüber hinaus lernst du die Abläufe und Strukturen in diesem Unternehmen in der täglichen Arbeit kennen.

Verdienst als Werkstudent abhängig von Studienrichtung und Qualifikation

Wie auch bei allen anderen Nebenjobs gilt auch für Werkstudenten der Mindestlohn. Damit stehen dir auf jeden Fall mindestens 8,50 Euro pro Stunde zu (Stand 2016; ab dem 01.01.2017 8,84 Euro). Je nach Studienrichtung und Qualifikation fällt der Gehalt als Werkstudent aber wesentlich höher aus.

Falls du eine Berufsausbildung oder bereits einen Bachelor-Abschluss vorweisen kannst, solltest einen Stundenlohn von mindestens 12 Euro erhalten. Ein Informatik-Student z. B. kann, entsprechende Qualifikationen und Vorkenntnisse vorausgesetzt, bis zu 25 Euro die Stunde verdienen – keine schlechtes Einkommen im Studium!

Von Zusatzleistungen und Urlaubstagen profitieren

Student vor LaptopDie Regelungen zum Urlaubsgeld hängen vom jeweiligen Arbeitgeber ab. Du hast als Arbeitnehmer grundsätzlich keinen Anspruch auf zusätzliche Zahlungen. Einige Unternehmen haben sich allerdings entschlossen, Ihren Werkstudenten Urlaubsgeld auszuzahlen. Eine Nachfrage in der Personalabteilung lohnt sich immer.

Die Anzahl der Urlaubstage ist ebenso abhängig von den innerbetrieblichen Regelungen. Sie ergeben sich anteilig aus den geleisteten Arbeitstagen innerhalb eines Kalenderjahres. Weitere Informationen findest du bei der Minijob-Zentrale.

Werkstudentenjob als Karrieresprungbrett

Viele Unternehmen bieten die zusätzlich Möglichkeit an, deine Abschlussarbeit thematisch auf das Unternehmen zu beziehen. Meist betreut dich ein Vorgesetzter im gesamten Prozess. Deine Arbeit hat damit einen praktischen Nutzen und verschafft dir weitere Erfahrungswerte.

Für eine spätere Festanstellung im Unternehmen kann deine Werkstudententätigkeit ebenfalls nützlich sein. Entweder im entsprechenden Unternehmen, da dich die Vorgesetzten bereits kennen und wissen, wie weit du bereits in bestimmte Prozesse und Strukturen eingearbeitet bist, oder als Referenz bei einer Bewerbung woanders.

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