Loci-Methode Lerntechnik für das Studium einfach erklärt

Loci-Methode

Loci-MethodeAuch in deinem Studiengang gibt es sicher Klausuren, in denen du mehr oder minder interessanten Lernstoff einfach nur auswendig lernen musst. Die Loci-Methode hilft dir, auch trockene Inhalte einfach zu lernen, indem du unbekannte Sachverhalte mit dir bekannten Konzepten verknüpfst, diese visualisierst und in eine fiktive Struktur einbettest. Dadurch wird der Lernstoff besser zugängig gemacht. Wir geben in drei einfachen Schritten eine Anleitung für die Anwendung der Loci-Technik und zeigen, für welche Lerninhalte sich die Methode im Studium empfiehlt.

1. Schritt: Route ausdenken

Lege im ersten Schritt eine Route fest, die du gut kennst, z. B. innerhalb deiner Wohnung, dem eigenen Wohnort oder – wenn du das Lernen mit etwas angenehmen verbinden möchtest – der Pfad im Urlaub zum Strand. Alternativ kannst du dir auch eine Route am eigenen Körper merken, beispielsweise vom Fuß über das Knie und den Bauch zum Gesicht.

Entlang dieser Route bestimmst du dann feste Wegpunkte, an denen du quasi „innehältst“ – je markanter diese Routenpunkte sind, desto leichter merkst du dir im Endeffekt den Lernstoff.

Beispiel:
Als Route wählst du den Fußweg zur Uni. Dieser führt von der „Haustür“ vorbei an einem „Kiosk“ und einem „Bahnübergang“ direkt zum „Rathaus“ und von dort vorbei an der „Kirche“ zum Eingang deiner „Hochschule“. Diese markanten Wegpunkte merkst du dir als Anker.

2. Schritt: Lerninhalte aufarbeiten und auf Wegpunkten ablegen

Als Nächstes arbeitest du die Lerninhalte so auf, dass du sie kurz und knapp zusammenfassen kannst. Hierzu isolierst du die wichtigsten Stichworte des Lernthemas. Diese legst du dann an den jeweiligen Ankerpunkten der Route ab.

Die Ablage geschieht mit Hilfe von besonders einprägsamen Bildern, die das Stichwort mit dem Routenpunkt fest verknüpfen. Angenommen du möchtest dir die Worte „Schlüssel“, „Zeitung“, „Taschenlampe“, „Holz“, „Glocke“ und „Eisen“ in dieser Reihenfolge durch die Anwendung der Loci-Methode merken. Deine Route könnte zum Beispiel so aussehen:

Beispiel:
Zuerst ziehst du den „Schlüssel“ ab, der – wie immer – noch in der „Haustür“ steckt. Anschließend kaufst du dir noch schnell am „Kiosk“ eine neue „Zeitung“. Während du am „Bahnübergang“ vorbeihetzt, kündigt die Warnleuchte, die du dir als große „Taschenlampe“ vorstellst, die Einfahrt deines Zuges an. Genervt von der Verzögerung kann dich am „Rathaus“ die wunderschöne Tür aus „Holz“ auch nicht mehr aufheitern. Spätestens als die „Glocke“ am Turm der „Kirche“ zehn schlägt, weißt du, dass du zu spät zu Klausur kommen wirst – und reißt die große Tür aus „Eisen“ an der „Hochschule“ panisch auf.

3. Schritt: Weg abgehen und Lerninhalt mit Loci-Technik wiedergeben

Nachdem den Ankerpunkten nun Stichworte zugeordnet sind, ist es wichtig, dass du die Route wiederholt „abläufst“ – und somit das Gelernte festigst. Denn je öfter du dir den Weg vor Augen führst, desto besser bleiben dir die Inhalte, die du verknüpft hast, im Gedächtnis. Ohne Wiederholung werden die gemerkten Bilder im Kopf und mit ihnen das gelernte Wissen immer unschärfer, bis du sie irgendwann ganz vergisst.

Loci-Technik zum Lernen im StudiumÜbrigens kannst du den Weg oder das Zimmer immer wieder benutzen, quasi neu „beschreiben“, wenn du das alte Wissen vergessen hast. So musst du dir für zukünftige Klausuren nicht immer wieder eine neue Route ausdenken.

Loci-Methode im Studium: Vor- und Nachteile

Die Loci-Methode im Studium zum Einsatz kommt, ist abhängig vom Lernstoff. Für manche Inhalte eignet die Lerntechnik sich besser, für andere schlechter. So kannst du Prozessabfolgen und Kreisläufe besonders gut mithilfe einer Route erlernen. Im BWL-Studium sind das u. a. Wirtschaftskreisläufe, im Medizinstudium Fachtermini (die Halsschlagader Carotis lässt sich z. B. bestens mit einer Karotte gedanklich verbinden) und im Jurastudium Gesetzestexte.

Weniger geeignet ist diese Methode dann, wenn der Lernstoff besonders abstrakt ist oder die einzelnen Lernfelder für sich bereits sehr viele Informationen enthalten, die du vor dem Ablegen extrem kürzen musst – komplexe physikalische Formeln lassen sich etwa schlecht zu Assoziationsbild abstrahieren. Die Loci-Technik gerät hier an ihre Grenzen. Auch Vokabeln merkst du dir am besten mit einer anderen Lernstrategie – z. B. der Schlüsselwortmethode.

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