Schlüs­sel­wort­me­tho­de

SchlüsselwortmethodeDie Schlüs­sel­wort­me­tho­de ist ei­ne Mne­mo­tech­nik, mit der du mög­lichst ef­fi­zi­ent und lang­fris­tig Vo­ka­beln ler­nen kannst. Die Tech­nik ver­bin­det neu ge­lern­te mit be­reits be­kann­ten Wör­tern und bringt sie in ei­nen Zu­sam­men­hang. Die abs­trak­te neue Vo­ka­bel wird zu­sam­men mit ei­nem ein­fa­chen be­reits be­kann­ten Wort – et­wa aus der Mut­ter­spra­che – zu ei­nem an­schau­li­chen Bild trans­for­miert. Durch die geis­ti­ge Ver­ar­bei­tung setzt du dich so in­ten­siv mit dem neu­en Wis­sen aus­ein­an­der.

Im Fol­gen­den er­klä­ren wir in zwei ein­fa­chen Schrit­ten, wie die Schlüs­sel­wort­tech­nik funk­tio­niert. Dar­über hin­aus er­fährst du, in wel­chen Be­rei­chen dei­nes Stu­di­ums du sie an­wen­den kannst (und wann nicht).

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Akus­tisch ver­wand­tes Schlüs­sel­wort su­chen (1)

Vo­ka­bel mit Schlüs­sel­wort ver­bin­den (2)

Vor- und Nach­tei­le

Stu­den­ten­jobs bei JOB­RUF

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1. Schritt: Akus­tisch ver­wand­tes Schlüs­sel­wort su­chen

Die Er­satz­wort­me­tho­de er­for­dert ein we­nig Übung. Brin­ge zu­nächst die un­be­kann­te Vo­ka­bel mit ei­nem Be­griff aus dei­ner Mut­ter­spra­che laut­lich in Ver­bin­dung.

Wich­tig ist hier­bei, dass die akus­ti­sche Ähn­lich­keit ge­ge­ben ist. Es ge­nügt auch, wenn das Wort in der Mut­ter­spra­che nur wie ein Teil des fremd­spra­chi­gen Wor­tes klingt. Ver­knüpfst du es mit ei­nem be­reits be­kann­ten Wort aus ei­ner an­de­ren Fremd­spra­che, funk­tio­niert die As­so­zia­ti­on eben­falls. Die ein­zi­ge Vor­aus­set­zung ist, dass das Schlüs­sel­wort und sei­ne Be­deu­tung dir be­reits sehr gut be­kannt sind.

Bei­spiel:
Du möch­test das eng­li­sche Wort ‚ho­se‘ ler­nen, das ‚Schlauch‘ be­deu­tet. Laut­lich er­in­nert das Wort je­doch eher an das deut­sche Wort ‚Ho­se‘ – du wählst ‚Ho­se‘ als Schlüs­sel­wort.

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2. Schritt: Vo­ka­bel mit Schlüs­sel­wort ver­bin­den

In ei­nem zwei­ten Schritt suchst du dir nun ein ge­eig­ne­tes Bild, das dir das Er­lern­te ver­deut­licht, den In­halt qua­si auf­ar­bei­tet. Die Vor­stel­lung des be­kann­ten Be­grif­fes wird mit ei­nem Bild des über­setz­ten fremd­spra­chi­gen Be­griffs ver­bun­den.

Wich­tig bei der An­wen­dung ist, dass das Er­satz­wort nur mit ei­ner ein­zi­gen Über­set­zung ver­knüpft wird. Mehr­deu­ti­ge Wör­ter müs­sen des­halb mit meh­re­ren Bil­dern ge­dank­lich er­fasst wer­den.

Bei­spiel:
Du stellst dir ei­ne lan­ge und sehr schlan­ke Jeans­ho­se vor, die wie ein Schlauch sehr eng am Kör­per sitzt. Dein Schlüs­sel­wort ‚Ho­se‘ ver­bin­dest du in ei­nem Satz mit dem Wort ‚Schlauch‘, das auf Eng­lisch ‚ho­se‘ heißt.

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Vor- und Nach­tei­le der Schlüs­sel­wort­me­tho­de im Stu­di­um

Die Schlüs­sel­wort­me­tho­de eig­net sich als Lern­tech­nik nur für be­stimm­te Lern­in­hal­te. Ih­re Ef­fek­ti­vi­tät ist um­so hö­her, je ähn­li­cher die zu ler­nen­de Spra­che der Mut­ter­spra­che ist – kann durch die Kom­bi­na­ti­on mit Stra­te­gi­en des Zeit­ma­nage­ments, z. B. der AL­PEN-Me­tho­de, so­gar noch er­höht wer­den. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Fak­tor für den Er­folg der Me­tho­de ist, dass du die bild­haf­te Vor­stel­lung selbst ent­wi­ckelst – denn nur, wenn du dich vor­ab mit dem Bild be­schäf­tigt, zeigt die­ses auch ei­nen Er­folg bei der Ver­knüp­fung.Schlüsselworttechnik im Studium

Be­son­ders hilf­reich ist die Key­word­me­tho­de im Stu­di­um zum Ler­nen von Vo­ka­beln oder Fremd­wör­tern – be­son­ders als Stu­dent der Phi­lo­lo­gie, Sprach­wis­sen­schaf­ten oder Geis­tes­wis­sen­schaf­ten pro­fi­tierst du von die­ser As­so­zia­ti­ons­tech­nik. Auch Fak­ten – et­wa his­to­ri­sche Er­eig­nis­se – kannst du dir gut an­eig­nen.

We­ni­ger ge­eig­net ist die Tech­nik, wenn du dir Ab­läu­fe, Kreis­läu­fe oder De­fi­ni­tio­nen mer­ken möch­test – hier bie­tet sich als Al­ter­na­ti­ve die Lo­ci-Me­tho­de an. Der Fo­kus rich­tet sich ein­zig und al­lein auf das Er­ler­nen der di­rek­ten Über­set­zung. Dem­zu­fol­ge kannst du auch abs­trak­te Sach­ver­hal­te wie ma­the­ma­ti­sche For­meln, phy­si­ka­li­sche Ge­set­ze o. ä. nicht gut aus­wen­dig ler­nen.

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In Lern­pau­sen kannst du nicht nur fau­len­zen, son­dern auch et­was für die Stu­di­en­fi­nan­zie­rung tun, z. B. mit ei­nem Stu­den­ten­job von JOB­RUF. Mel­de dich noch heu­te auf un­se­rem Por­tal an, und fin­de ei­ne span­nen­de Tä­tig­keit in dei­ner Nä­he. Die An­mel­dung, Be­wer­bung und Über­nah­me ei­nes Jobs ist für dich selbst­ver­ständ­lich voll­kom­men kos­ten­los.
 

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