Wer sich das Stu­di­um als Fre­e­lan­cer fi­nan­ziert, hat vie­le Vor­tei­le. Oft­mals las­sen sich die Jobs fle­xi­bel pla­nen und sind da­her be­son­ders gut mit dem Stu­di­um ver­ein­bar. Ob frei­be­ruf­lich oder mit Ge­wer­be­schein: Die Band­brei­te ist groß und reicht von klas­si­schen Stu­den­ten­jobs wie Nach­hil­fe, Mu­sik­leh­rer:in, Mu­si­ker:in oder De­si­gner:in bis hin zu Pro­mo­ti­on, Mar­ke­ting, Con­sul­ting oder Jobs im IT-Be­reich. Auch Ein­sät­ze als Coach oder Übungs­lei­ter:in fal­len oft in die­se Ka­te­go­rie. 

Hast du dich in dei­nem Tä­tig­keits­be­reich erst ein­mal eta­bliert, kannst du je nach Bran­che mit sehr gu­ten Ein­nah­men rech­nen. Am An­fang steht selbst­ver­ständ­lich die Auf­ga­be, dir ei­nen fes­ten Kun­den­stamm auf­zu­bau­en. Zu­sätz­lich wol­len gu­te Be­zie­hun­gen zu dei­nen Kund:in­nen auch ge­pflegt wer­den und es kann nütz­lich sein, dich ab und zu wie­der bei frü­he­ren Auf­trag­ge­ber:in­nen in Er­in­ne­rung zu ru­fen. Des­halb ha­ben wir für dich als Stu­dent und Fre­e­lan­cer fünf Tipps für die krea­ti­ve Selbst­ver­mark­tung.

Aus­sa­ge­kräf­ti­ge be­ruf­li­che So­ci­al-Me­dia-Prä­senz

Smartphone mit Social Media Icons

Das In­ter­net spielt bei der Job­su­che ei­ne grund­le­gen­de Rol­le. Mehr und mehr Un­ter­neh­men sind da­bei auch in den So­zia­len Me­di­en un­ter­wegs, um sich ein Bild von Be­wer­ber:in­nen und auch von frei­en Mit­ar­bei­ter:in­nen zu ma­chen.

Möch­test du als Fre­e­lan­cer ei­ne Fir­ma oder Agen­tur auf dich auf­merk­sam ma­chen, soll­test du die­se Ent­wick­lung aus­nut­zen und dir ei­nen Busi­ness-Ka­nal auf­bau­en. An­ders als dei­ne pri­va­ten Ac­counts bei Face­book, Ins­ta­gram und Co. soll­ten die­se sich aus­schließ­lich mit dei­ner Ar­beit be­fas­sen.

Möch­test du bei­spiels­wei­se als freie:r Mit­ar­bei­ter:in in ei­ner Wer­be­agen­tur an­fan­gen, la­de bei Ins­ta­gram krea­ti­ve Ide­en für neue Pro­dukt­wer­bun­gen hoch. Ob du da­bei be­reits vor­han­de­ne Mar­ken be­wirbst oder Con­tent für ima­gi­nä­re Kund:in­nen pro­du­zierst, bleibt dir über­las­sen. Wich­tig ist, dass du zu­künf­ti­gen Auf­trag­ge­ber:in­nen die Mög­lich­keit gibst, sich von dei­nen Ide­en und dei­ner be­ruf­li­chen Lei­den­schaft zu über­zeu­gen.

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Mit pro­fes­sio­nell ge­stal­te­ten Post­kar­ten auf dich auf­merk­sam ma­chen

Die Zei­ten, in de­nen Post­kar­ten ge­schickt wur­den, ge­hö­ren längst der Ver­gan­gen­heit an? Nicht für dich – wenn du dich auf über­ra­schen­de Art bei Auf­trag­ge­ber:in­nen ins Ge­spräch brin­gen willst. In Zei­ten, in de­nen oft­mals der ge­sam­te Be­wer­bungs­pro­zess di­gi­ta­li­siert ist, kann es re­gel­recht er­fri­schend sein, ein ganz klas­si­sches Me­di­um wie die Post­kar­te zu nut­zen. Student sitzt auf Sitzsack und arbeitet am LaptopAuch wenn sich zu­künf­ti­ge freie Mit­ar­bei­ter:in­nen noch nicht in ei­nem Un­ter­neh­men be­wor­ben ha­ben, kön­nen sie sich mit krea­ti­ven Post­kar­ten vor­stel­len.  

Bei der Ge­stal­tung die­ser Selbst­ver­mark­tungs-Post­kar­ten gibt es ei­ni­ges zu be­ach­ten: Ne­ben ei­nem pfif­fi­gen Text – in dem du dich, dei­ne Stär­ken und Er­war­tun­gen an den Job vor­stellst – ist das Mo­tiv ent­schei­dend. Die­ses soll­test du an das Un­ter­neh­men an­pas­sen – an­dern­falls kann die Kar­te schnell will­kür­lich wir­ken.

Ob Ver­si­che­rung, Web­de­sign-Agen­tur oder Nach­hil­fein­sti­tut: In den ver­schie­de­nen Bran­chen gibt es ver­schie­de­ne Kon­ven­tio­nen bei der Ge­stal­tung von Kom­mu­ni­ka­ti­on. Bei al­ler Krea­ti­vi­tät kann es hel­fen, gleich­zei­tig zu zei­gen, dass du dir die­ser Kon­ven­tio­nen be­wusst bist. Zu­sätz­lich soll­te die Wir­kung von Far­ben be­rück­sich­tigt wer­den.

Ein QR-Code oder ein an­de­rer Ver­weis auf dei­ne Web­site macht es dei­nen Adres­sat:in­nen leicht, sich nach Er­halt der Post­kar­te wei­ter über dich und dei­ne Ar­beit zu in­for­mie­ren. 

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Klei­ne, krea­ti­ve Wer­be­ge­schen­ke kön­nen bei der Ak­qui­se hel­fen

Klei­ne Ge­schen­ke kön­nen bei der Su­che nach neu­en Auf­trag­ge­ber:in­nen hel­fen. Hier­bei geht es nicht um den Wert der Ge­schen­ke. Die Krea­ti­vi­tät steht bei den Prä­sen­ten im Mit­tel­punkt. Ku­gel­schrei­ber und Kaf­fee­be­cher kom­men eher un­in­spi­riert rü­ber. Sinn­vol­ler ist es, das Ge­schenk mit ei­nem flot­ten Spruch und ei­ner kur­zen Vor­stel­lung dei­ner Per­son zu ver­bin­den.

Bei­spiel:
Möch­test du dich als Fre­e­lan­cer in ei­ner Mar­ke­ting­agen­tur be­wer­ben, schickst du an die Per­so­na­ler:in­nen bei­spiels­wei­se ein Päck­chen Wal­nüs­se. Dar­an be­fes­tigst du ei­nen Zet­tel mit der Auf­schrift „Bei Wer­be­fra­gen kna­cke ich für Sie die har­ten Nüs­se“.

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Ge­stal­te ei­nen Vi­deo-Le­bens­lauf

Möch­test du als Fre­e­lan­cer ar­bei­ten, musst du dich dei­nem zu­künf­ti­gen Auf­trag­ge­ber vor­stel­len. Ne­ben ei­nem per­sön­li­chen An­schrei­ben machst du das ty­pi­scher­wei­se mit ei­nem Le­bens­lauf – und der muss nicht im­mer in Pa­pier­form vor­lie­gen. Statt­des­sen kannst du dich mit ei­nem kur­zen und aus­sa­ge­kräf­ti­gen Vi­deo vor­stel­len.

Ein Be­wer­bungs­vi­deo kann sich gut eig­nen, um dei­nen zu­künf­ti­gen Ar­beit­ge­ber:in­nen ei­nen Ein­blick in dei­ne Per­sön­lich­keit ge­ben. Ge­ra­de in Me­di­en­be­ru­fen kannst du hier­bei mit cle­ve­rer Ge­stal­tung gleich auch dein Kön­nen un­ter Be­weis stel­len.

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Schrei­be on­line und off­line krea­ti­ve Stel­len­ge­su­che

Ne­ben dem Sich­ten von Stel­len­an­zei­gen und Aus­schrei­bun­gen sind auch Stel­len­ge­su­che ein gu­ter Weg, um neue Auf­trä­ge zu ge­ne­rie­ren. Je­doch gilt es auch hier, sich von der Kon­kur­renz ab­zu­he­ben und den in­di­vi­du­el­len Stil un­ter Be­weis zu stel­len. Der ers­te Schritt ist mit ei­ner grif­fi­gen Head­line ge­schafft. Statt „Su­che Auf­trä­ge als Dol­met­scher“ zu schrei­ben, kommt Fol­gen­des in­fra­ge: „Für Sie dol­met­sche ich al­les – auch Klingo­nisch“.

Die Über­schrift dient als Blick­fang, der Lust auf mehr ma­chen soll. Ob du im Fließ­text eben­falls ein biss­chen Hu­mor ein­flie­ßen lässt, bleibt dir über­las­sen. Je­doch gilt das Mot­to: Wer Er­folg ha­ben möch­te, soll­te auch Ri­si­ken ein­ge­hen kön­nen. Ein krea­ti­ves Stel­len­ge­such wird ei­ni­gen Auf­trag­ge­ber:in­nen be­son­ders po­si­tiv auf­fal­len - und an­de­ren mög­li­cher­wei­se nicht ganz so gut ge­fal­len. Doch auf die­se Wei­se kannst du die Auf­trag­ge­ber:in­nen fin­den, die ge­nau zu dir pas­sen. 

Hast du dich für die Ge­stal­tung ei­nes Stel­len­ge­suchs ent­schie­den, kannst du die­ses on­line in Job­bör­sen so­wie in klas­si­schen Print­me­di­en ver­öf­fent­li­chen.

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Zu­sam­men­fas­sung

  • Willst du ne­ben dem Stu­di­um als Fre­e­lan­cer ar­bei­ten, kann dir krea­ti­ve Selbst­ver­mark­tung hel­fen, ei­nen Kun­den­stamm auf­zu­bau­en und zu pfle­gen
  • Stell dich und dei­ne Ta­len­te auf So­ci­al-Me­dia-Ka­nä­len vor
  • He­be dich durch krea­ti­ve Post­kar­ten oder klei­ne Prä­sen­te von der Mas­se an Be­wer­ber:in­nen ab
  • Sei krea­tiv bei An­schrei­ben und Le­bens­lauf: Statt auf Pa­pier kannst du dich zu­künf­ti­gen Kund:in­nen mit ei­nem Vi­deo vor­stel­len
  • Auch un­kon­ven­tio­nel­le Stel­len­ge­su­che sind ei­ne wei­te­re gu­te Mög­lich­keit, auf dich auf­merk­sam zu ma­chen

Bild­quel­len (v.o.n.u.): 
© An­na Sh­vetsPe­xels
© Can­va Stu­dio / Pe­xels
© Tra­cy Le Blanc / Pe­xels

Ver­öf­fent­licht am: 16.02.2023
Über­ar­bei­tet am: 21.02.2023