Erster Tag im Büro 6 Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest

Erster Tag im BüroErster Tag im Büro

Das feine, saubere Büro, in dem alle in schicker Kleidung herumlaufen, sich freundlich und in gesittetem Ton miteinander unterhalten und wo es immer höflich zugeht? Von wegen! Büros, ob groß oder klein, sind in den meisten Fällen ein echter Dschungel mit einigen Raubtieren und noch mehr Wurzeln, über die du stolpern, Treibsandtümpeln, in denen du versinken, Spinnennetzen, in denen du dich verfangen kannst.

Egal ob bei einem Werkstudentenjob oder dem Berufseinstieg: Du unterliegst größten Risiken, die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze des Dschungels zu verletzen. Das soll dir nicht passieren? Überleg dir vorher, wie dein erster Tag im Büro verlaufen soll. Vermeide unsichere Passwörter, wähle das Outfit mit Bedacht aus, überleg dir was du alles mitnehmen willst. Vermeide beim Mittagessen Pizza, Döner und co.. Versuche nicht den Schlaumeier raushängen zu lassen.

Unsicheres Passwort gewählt

Frau mit BrilleErster Arbeitstag im neuen Büro. Du bekommst einen Computer-Arbeitsplatz zugewiesen. „Das voreingestellte Passwort ist „Schneeflocke“, bitte sofort ändern“ sagt der IT-Mensch noch, bevor er dich alleine zurücklässt. Und weil du gerade von neuen Sinneseindrücken vollkommen überwältigt bist und nicht morgen früh schon wieder bei der IT anrufen möchtest, weil du dein „neues, neues“ Passwort vergessen hast, gibst du fix dein Geburtsdatum ein; 23091995, acht Stellen, sollte sicher sein …

… denkst du. In Wahrheit ist ein solches Passwort weder wegen der Anzahl einer Stellen und erst recht nicht seiner Art in irgendeiner Form sicher. Deinen Geburtstag werden über kurz oder lang sämtliche Kollegen kennen und es liegt bereits jetzt auf den Festplatten der Personalabteilung. Und ein achtstelliges Ziffernpasswort knackt heute jeder Hacker binnen Sekunden.
So hart es klingt, aber das mit den Ziffern, Buchstaben und Sonderzeichen, das Webseiten von dir verlangen, ist der einzige Weg für sichere Passwörter. Damit du dir das trotzdem merken kannst, gehe folgendermaßen vor:

  1. Nimm den Titel deines Lieblingsliedes
  2. Falls der Titel aus mehreren Wörtern besteht, trenne die Wörter durch Unterstriche
  3. Ersetze die Vokale mit den entsprechenden Buchstabenwerten. Der steht für die Position des Buchstabens im Alphabet (a=1,b=2,...,ä=27,ö=28,ü=29,ß=30). 

Und schon hast du ein Passwort, das wirklich sicher ist, du dir aber trotzdem noch relativ gut merken kannst.

Falsches Outfit angezogen

Nachdem es am der Uni niemanden wirklich interessiert hat, wie du rumgelaufen bist und du auch in Trainingshose und dreckigen T-Shirt zur Vorlesung kommen konntest, ändert sich das mit dem Einstieg ins Arbeitsleben und du stehst vor der Frage: „Was soll ich anziehen?“. Dein Outfit am ersten Arbeitstag im Büro ist der erste Eindruck, der bei deinen Kollegen hängen bleibt. In der Regel gibt es zwei Hauptgruppen von Kleiderträgern geben. Die erste Gruppe würde nie-nie-niemals ohne etwas anderes als Anzug/Kostüm, Krawatte und Accessoires kommen. Für diese Gruppe ist der Casual Friday nichtexistent. Für die andere Gruppe ist hingegen ständig Casual Friday: Jeans, T-Shirt, Kapuzenjacke, passt.

Egal zu welcher Gruppe du dich zählst: Die Auswahl deiner Kleidung für den ersten Arbeitstag im Büro beginnt damit, dass du schon vorher herausfindest, was die Mehrzahl der Angestellten deines neuen Arbeitgebers im Büroalltag anziehen wird. Passe dich diesem Stil erst einmal an!

Schaue dich schon beim Vorstellungsgespräch ein wenig um. Falls das nicht möglich war, checke die Fotos der Mitarbeiter auf der Homepage des Unternehmens. Oft ist die Arbeitskleidung auch branchenabhängig: In einer Anwaltskanzleien und Wirtschaftsberatungen wirst du in der Regel im Anzug erscheinen müssen, in einer hippen Werbeagentur wirkt genau das stattdessen overdressed.

Deftiges Mittagsessen verdrückt

Auch schon in der Uni wurde der meiste Klatsch und Tratsch in der Mensa ausgetauscht. Wenn du schnell mit den neuen Kollegen bekannt werden willst. Sagst du natürlich nicht nein, wenn sie in der Mittagspause zum Italiener, Türken, Griechen oder Chinesen gehen und dich mitnehmen möchten. Die Essen ist ja schließlich gesellig und man kann ein bisschen mehr über die Kollegen und die Firma erfahren.Zwei Personen beim Mittagessen

Weniger gesellig ist jedoch, was du damit deinem Körper antust. Der wird nach der Pause und einem so üppigen Schlemmermenü nur noch eins tun können: Alle zur Verfügung stehenden Energiereserven in deinen Bauch leiten.

Du möchtest auch am Nachmittag produktiv arbeiten (oder zumindest so wirken?). Das kannst du vergessen. Das Blut, das dein Gehirn dafür bräuchte, befindet sich zwei Stockwerke tiefer und hilft dem Magen, mit „Ente extrascharf“ fertigzuwerden. Nichts gegen mittägliche Restaurantbesuche. Aber belasse es bei etwas Leichtem, Fettarmen, hervorragend eignet sich spezielles Brainfood – und gehe danach ein paar Schritte spazieren.

Zu viel mitnehmen

Schon in der Uni hattest du eigentlich immer alles dabei. In deiner Tasche hast du immer alles griffbereit von Taschentüchern über Stifte, Laptop und Desinfektionstücher. Doch im Job wird vieles auch von der Firma gestellt.

Denn als Arbeitnehmer in Deutschland hast du je nach Branche und Tarifvertrag sehr viel, das dir zusteht – ohne dass es daran etwas zu rütteln gäbe. Das beginnt schon bei den Arbeitsmitteln: Natürlich, auf einen PC samt sämtlicher Programme, die du für die Arbeit brauchst, hast du definitiv einen Anspruch. Aber wie sieht es mit einer anständigen Beleuchtung aus? Ja, auch darauf hast du einen Rechtsanspruch. Du brauchst dir also nicht schon vorher zu viele Gedanken zu machen, was du am ersten Tag im Büro mitnehmen solltest. Vieles ist schon da!

Unser Tipp:
Erspare dir den Durchblick-Fail in Meetings und Konferenzen, geh zum Optiker und teste deine Sehstärke. Eine Sichthilfe für die Arbeit am Monitor gehört oft zu den berufsnotwendigen Leistungen und du bekommst einen Teil von der Krankenkasse oder deinem Arbeitgeber erstattet. Du hast in der Regel einen jährlichen Anspruch auf Gesundheitsförderung im Wert von 500 Euro.

Früh Feinde machen

Von allen Untiefen im Bürodschungel ist dieser diejenige, in die du besonders schnell tappst und die besonders lange Nachwirkungen haben kann. Deine Premiere am Arbeitsplatz entscheidet oft schon darüber, in welcher bestimmten Gruppe du landest. Das kann schon großmaßstäblich einfach die Abteilung innerhalb des Unternehmens sein, etwa der Einkauf. Und auch innerhalb dieser Abteilungen existieren weitere Gruppen-Abstufungen bis hinab zu dem Büro, in dem du mit Kollegen sitzt.

Und natürlich wirst du dich mit denen, mit denen du tagtäglich zu tun hast, nach einiger Zeit besser verstehen als denjenigen, die du nur beim Meeting siehst. Völlig normal. Brandgefährlich ist es genau deshalb aber, wenn du dazu tendierst, „die anderen“ weniger freundlich zu behandeln.Gutgelauntes Team

Natürlich kann keiner von dir erwarten, mit diesen Kollegen ebenso jovial umzugehen wie mit denen aus deinem Büro. Aber darum geht es auch nicht, sondern um dieses „wir gegen die“-Gefühl, das sich oft breitmacht und bei dem es sehr verführerisch ist, einfach mitzumachen, wenn Kollegen damit anfangen. Sei einfach zu jedem gleich „mindest-freundlich“ und beteilige dich nie an Lästereien. Dann machst du schon alles richtig. Und bedenke auch immer: Jeder andere könnte irgendwann dein Vorgesetzter sein.

Schlaumeier raushängen lassen

Als Neuling in einer Büro-Abteilung hast du naturgemäß eine völlig andere Sicht auf die Dinge, als die Alteingesessenen es tun. Das ist gut, denn tatsächlich ist kaum jemand vor sogenannter Betriebsblindheit gefeit – man steht jeden Tag im Wald und sieht die Stolperwurzeln am Boden nicht mehr, weil man schon automatisch über sie klettert.

Dein Fehler wäre es jedoch, alles, was dir negativ auffällt, sofort à la eiserner Besen ändern zu wollen – selbst wenn das wirklich gute und berechtigte Verbesserungen wären. Bedenke immer: Es ist dein erster Tag im Büro und du bist das neue Zahnrad in einer ansonsten gut funktionierenden Maschine. Wenn du gleich zu Anfang versuchst, alles umzuwerfen, bedeutet das, dass du:

  1. Den Kollegen (und Vorgesetzten) so gesehen vorwirfst, es bisher falsch gemacht zu haben.
  2. Alleine aus Unkenntnis der Unternehmensinterna Fehler siehst, wo keine sind.
  3. Als Ehrgeizling gesehen wirst, der nur Unordnung in den Betrieb bringt.

Egal wie du es drehst, du trittst mit diesem Verbesserungseifer jedem vom Inhaber bis zur Putzkolonne auf die Füße. Mach es besser: Beobachte, lerne kennen. Und wen du dich nach einigen Monaten eingelebt hast, können echte Fehler immer noch dem Chef erklärt werden – aber niemals ohne brauchbaren Verbesserungsvorschlag.

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