Soft-Skills für den Be­rufs­ein­stieg

Ne­ben der fach­li­chen Ex­per­ti­se und den Me­tho­den, die du dir im Stu­di­um an­ge­eig­net hast, er­war­ten Ar­beit­ge­ber heu­te noch wei­te­re Fä­hig­kei­ten. Die so­ge­nann­ten Soft-Skills er­hal­ten ei­ne im­mer wich­ti­ge­re Rol­le in ei­nem sich wan­deln­den Ar­beits­markt. Du hast si­cher­lich be­reits von die­sen Fä­hig­kei­ten ge­hört. Wir zei­gen dir die wich­tigs­ten Skills und wie du sie dir selbst an­eig­nen kannst!

Hard Skills vs. Soft Skills

Laptop auf einem Tisch, der Börsendaten anzeigtOft fal­len bei­de Be­grif­fe im sel­ben Satz, aber was un­ter­schei­det sie? Hard Skills sind die Fä­hig­kei­ten, die du im Stu­di­um, auf Wei­ter­bil­dun­gen oder durch bis­he­ri­ge Be­rufs­er­fah­rung ge­lernt hast. Die­se er­mög­li­chen es dir, ei­nen be­stimm­ten Be­ruf aus­zu­üben, ge­hö­ren dem­nach al­so zu fach­li­chen Kom­pe­ten­zen.

Da­zu zäh­len zu­dem EDV-Kennt­nis­se, der ge­üb­te Um­gang mit Soft­wares und sprach­li­che Fer­tig­kei­ten. Am bes­ten zeigst du kon­kret auf, wie du die­se Skills er­wor­ben hast. Hier die­nen Zeug­nis­se oder Di­plo­me als Nach­weis.

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Was Soft-Skills aus­macht

Die Soft Skills da­ge­gen sind so­zia­le, per­sön­li­che und me­tho­di­sche Kom­pe­ten­zen. Sie las­sen sich nicht mes­sen, meist be­herrschst du wich­ti­ge Skills schon aus vo­ri­gen Le­bens­er­fah­run­gen, teils aus dem Stu­di­um. Häu­fig fin­den sich in Stel­len­an­zei­gen zum Bei­spiel fol­gen­de Fä­hig­kei­ten:

  • Team­geist
  • Fle­xi­bi­li­tät
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit
  • Lö­sungs­ori­en­tie­rung

Ähn­lich wie Hard Skills las­sen sich sol­che so­zia­len Ei­gen­schaf­ten auch durch Kur­se trai­nie­ren. Zum Bei­pi­el fin­dest du hilf­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­nings auf der Sei­te kom­pakt­trai­ning.de. Den­noch ist das Aus­ar­bei­ten die­ser Skills in der Pra­xis un­er­läss­lich. Je nach Stel­len­an­ge­bot und Bran­che be­sit­zen an­de­re Kom­pe­ten­zen ei­ne un­ter­schied­li­che Ge­wich­tung.

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So­zia­le Kom­pe­ten­zen am Bei­spiel der Team­fä­hig­keit

Für den rich­ti­gen Um­gang mit den zu­künf­ti­gen Ar­beits­kol­le­gen sind so­zia­le Kom­pe­ten­zen un­er­läss­lich. Es gibt na­tür­lich auch Be­ru­fe, in de­nen du größ­ten­teils al­lein ar­bei­test. Ist dem nicht der Fall, spielt un­ter an­de­rem ei­ne aus­ge­präg­te Team­fä­hig­keit ei­ne gro­ße Rol­le.

Du denkst nicht nur an dei­nen ei­ge­nen Er­folg, son­dern ver­suchst die ge­sam­te Grup­pe zu ei­nem ge­mein­sa­men Ziel zu brin­gen. Ord­ne dich nicht un­ter die Grup­pe, son­dern sei ein ele­men­ta­rer Teil und brin­ge dei­ne Ide­en ein. Hier fließt vor al­lem Em­pa­thie als Soft Skill mit ein. Re­spek­tie­re dei­ne Team­mit­glie­der und ver­su­che, dich in sie hin­ein­zu­ver­set­zen, um die Pro­duk­ti­vi­tät zu stei­gern.

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Wie zeigt sich Team­fä­hig­keit?

Be­son­ders in Bran­chen, die oft ge­mein­sa­me Pro­jek­te ein­pla­nen, ist Team­work ein ele­men­ta­rer Be­stand­teil. Be­reits im Vor­stel­lungs­ge­spräch be­steht die Mög­lich­keit, die­se Fä­hig­keit in Form dei­ner Hob­bys ein­flie­ßen zu las­sen.

Kollegen springen gemeinsam in die LuftOb du nun Spie­ler ei­ner Sport­mann­schaft, Teil ei­ner Band oder viel­leicht Mit­glied in ei­nem ge­mein­nüt­zi­gen Pro­jekt bist – die­se Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen un­ter­strei­chen, dass du kein Ein­zel­gän­ger bist.

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Per­sön­li­che Kom­pe­ten­zen am Bei­spiel der Ei­gen­in­itia­ti­ve

Die per­sön­li­chen Kom­pe­ten­zen be­schrei­ben den ei­ge­nen Cha­rak­ter und um­fas­sen Ei­gen­schaf­ten, mit de­nen du als In­di­vi­du­um über­zeugst. Be­son­ders po­si­tiv er­scheint hier die Ei­gen­in­itia­ti­ve. Die­se geht noch ei­nen Schritt wei­ter als die Selbst­stän­dig­keit.

Du bringst selbst ei­ge­ne Idee und Pro­jek­te ein, bist ge­willt, et­was Neu­es zu be­wir­ken. So kön­nen bei­spiels­wei­se kon­ser­va­tiv ge­führ­te Un­ter­neh­men von die­sem neu­en Wind pro­fi­tie­ren. Da­zu ge­hö­ren selbst­ver­ständ­lich ein ge­wis­ser Grad an Neu­gier und Mo­ti­va­ti­on.

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Mit In­itia­ti­ve in den Be­ruf star­ten

Vor al­lem in den ers­ten Mo­na­ten der Pro­be­zeit ist es wich­tig, Ehr­geiz und Durch­hal­te­ver­mö­gen zu zei­gen. Sieht dein Chef, dass dir nach we­ni­gen Wo­chen der An­trieb fehlt oder du ver­zwei­felt wirkst, wirkt sich das ne­ga­tiv auf die Zu­kunft im Un­ter­neh­men aus.

Vom ers­ten Tag im Bü­ro an er­hältst du meist die nicht so span­nen­den Auf­ga­ben, du musst dir dem­nach dei­nen Platz im Team erst ver­die­nen. Mit ge­nü­gend Ei­gen­in­itia­ti­ve ver­schaffst du dir be­reits früh ei­nen Na­men.

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Das rich­ti­ge Maß fin­den

Dei­nen Ta­ten­drang kannst du schon im An­schrei­ben for­mu­lie­ren und spä­tes­tens im Be­wer­bungs­ge­spräch per­sön­lich be­wei­sen. Da­zu be­nö­tigst du nicht zwin­gend ein Bei­spiel aus dem All­tag. Bes­ser wirkt es, aus ei­ge­nem An­trieb Fra­gen zu stel­len und ei­ge­ne Ide­en ein­zu­brin­gen, die Pro­duk­te und Dienst­leis­tun­gen des Un­ter­neh­mens ver­bes­sern könn­ten.

Ach­te je­doch dar­auf, ein an­ge­mes­se­nes Maß zu fin­den. Er­drü­cke dein Ge­gen­über nicht mit Ide­en und las­se nicht den Ein­druck er­schei­nen, als wür­dest du das Un­ter­neh­men bes­ser füh­ren.

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Me­tho­di­sche Kom­pe­ten­zen am Bei­spiel des ana­ly­ti­schen Den­kens

Oft er­wirbst du be­reits vie­le me­tho­di­sche Kom­pe­ten­zen wäh­rend des Stu­di­ums. Sie die­nen ei­ner ef­fi­zi­en­ten Pro­blem­lö­sung und hel­fen dir bei der Auf­ga­ben­be­wäl­ti­gung. Ei­ne gro­ße Hil­fe ist hier­bei das ana­ly­ti­sche Den­ken.

Da­durch ana­ly­sierst du Pro­ble­me sys­te­ma­tisch und ord­nest sie in grö­ße­re Zu­sam­men­hän­ge ein. Du ver­stehst ei­nen Um­stand in sei­nen vol­len Fa­cet­ten und kannst dem­nach Stra­te­gi­en für die Lö­sung ver­schie­de­ner Pro­ble­me ent­wi­ckeln.

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Pro­ble­me aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven be­trach­ten

Mann in einem Business-AnzugVer­stärkt in der IT-Bran­che zeigt sich wie­der­holt, wie wich­tig ei­ne ana­ly­ti­sche Denk­wei­se zur Pro­blem­lö­sung ist. Als Pro­gram­mie­rer der Soft­ware musst du Über­blick über den ge­sam­ten Code dei­ner Soft­ware be­hal­ten und bei even­tu­el­len Feh­lern me­tho­disch ei­ne Lö­sung fin­den.

Am bes­ten kom­bi­nierst du die­sen Skill mit Fä­chern wie Ma­the­ma­tik und In­for­ma­tik. Phy­sik und Che­mie pro­fi­tie­ren auch stark von ei­ner sol­chen Her­an­ge­hens­wei­se. Warst du in die­sen Fach­be­rei­chen gut, knüpfst du die­sen Zu­sam­men­hang im Be­wer­bungs­ge­spräch an.

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Soft Skills im Be­wer­bungs­ge­spräch ein­flie­ßen las­sen

Die­se Ei­gen­schaf­ten sind in nicht nur in man­chen Be­ru­fen un­er­läss­lich, sie kön­nen be­reits bei der Be­wer­bung ei­nen gu­ten Ein­druck schaf­fen. Zei­ge, wie du die­se Fä­hig­kei­ten er­wor­ben hast, wo­durch sie sich ent­wi­ckelt ha­ben und wie sie dir beim Er­rei­chen dei­ner Zie­le ge­hol­fen ha­ben.

Kon­kre­te Bei­spie­le, z. B. aus ei­nem Werk­stu­den­ten­job wäh­rend dei­nes Stu­di­ums, un­ter­mau­ern hier den gu­ten Ein­druck. Über­le­ge dir vor ei­nem Be­wer­bungs­ge­spräch, wel­che Fer­tig­kei­ten er­for­dert sind, und zei­ge ehr­lich, wie du die An­for­de­run­gen er­füllst.

Im Ver­trieb ist bei­spiels­wei­se ei­ne aus­ge­präg­te kom­mu­ni­ka­ti­ve Ga­be un­er­läss­lich. Fällt dir der Kon­takt mit Men­schen leicht, dann zei­ge das beim Vor­stel­lungs­ge­spräch an­hand von Er­fah­run­gen aus dei­nem Le­ben.

Du kannst auch Schwä­chen oder Feh­ler auf­zei­gen, so­lan­ge du be­weist, dass da­durch an­de­re Skills stär­ker zum Vor­schein kom­men. Bist du je­doch eher ru­hig und in­tro­ver­tiert, soll­test du we­der dich selbst noch den po­ten­zi­el­len Vor­ge­setz­ten an­lü­gen. Su­che lie­ber nach ei­nem Be­ruf, der zu dei­nen Fä­hig­kei­ten und dei­ner Per­sön­lich­keit passt.

Bild­quel­len (v.o.n.u.):
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