Ab in den Nor­den

- Wo es die Deut­schen hin­zieht -

 (Ver­öf­fent­licht: Ja­nu­ar 2015)

Zu­sam­men­fas­sung

1. Be­trach­tet man die Um­zugs­ten­den­zen der Deut­schen in­ner­halb des Lan­des in den letz­ten 2 Jahr­zehn­ten, stellt sich her­aus, dass ins­be­son­de­re die Mit­te Deutsch­lands ei­nen Ein­woh­ner­schwund zu ver­zeich­nen hat. Setzt sich die be­ob­ach­te­te Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re fort, wür­den die Bun­des­län­der NRW, Rhein­land-Pfalz, Hes­sen und das Saar­land in den nächs­ten 10 Jah­ren die Ein­woh­ner­zahl ei­ner mitt­le­ren Groß­stadt ver­lie­ren. Be­acht­lich ist, dass die­ser Trend sich so­gar noch zu be­schleu­ni­gen scheint. Die­se Be­ob­ach­tung ist ins­be­son­de­re für die struk­tu­rel­le Ent­wick­lung der be­trof­fe­nen Bun­des­län­der von Be­deu­tung.

2. Auch der Sü­den Deutsch­lands muss sich mit­tel­fris­tig auf ei­nen Ein­woh­ner­schwund ein­stel­len. Zwar wei­sen die Bun­des­län­der Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg in der Sum­me noch ei­nen Zu­zugs­über­schuss auf, al­ler­dings ist die­ser in den letz­ten 10 Jah­ren be­reits deut­lich rück­läu­fig ge­we­sen.

3. Nutz­nie­ßer die­ser Ent­wick­lung sind der Nor­den und der Os­ten Deutsch­lands, die zu­neh­mend Ein­woh­ner hin­zu­ge­win­nen. Als Grund se­hen wir zum ei­nen ei­ne Nor­ma­li­sie­rung nach den Ein­flüs­sen der Wie­der­ver­ei­ni­gung und dem En­de des eu­pho­rie­ge­tra­ge­nen Ar­beits­platz­auf­baus des Neu­en Mark­tes, der sich bis zum Jahr 2001 ins­be­son­de­re in der Mit­te und im Sü­den Deutsch­lands voll­zo­gen hat.

4. Ein wei­te­rer Grund für die lang­fris­tig be­ob­ach­te­te Ten­denz, in den Nor­den zu zie­hen, ist, dass der Frei­zeit­wert bei der Wahl des Wohn­or­tes zu­neh­mend wich­ti­ger wird. Bei­spiels­wei­se könn­ten die Nord- und Ost­see als Frei­zeit­ma­gnet ge­se­hen wer­den. Es sind die na­tür­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten, die da­zu bei­tra­gen, dass die­se Län­der auch in Zu­kunft für im­mer mehr Men­schen at­trak­tiv sein wer­den.

5. Die po­si­ti­ve Wirt­schafts­ent­wick­lung so­wie der zu­neh­men­de tech­ni­sche Fort­schritt be­güns­ti­gen ei­ne Wohn­ort­wahl, die den Frei­zeit­wert stär­ker ge­wich­tet. Ar­beit­neh­mer kön­nen sich leis­ten, auch Stand­ort­fra­gen in ih­re Ar­beits­platz­wün­sche ein­flie­ßen zu las­sen. Selb­stän­di­ge auf der an­de­ren Sei­te pro­fi­tie­ren von der ste­tig grö­ße­ren Mög­lich­keit, Kun­den „mo­bil“ über das In­ter­net zu ge­win­nen. Auch sie sind so­mit mehr als frü­her in der La­ge, ih­ren Stand­ort frei zu wäh­len.

 

I. Pro­blem­stel­lung

Wenn man uns noch vor we­ni­gen Wo­chen ge­fragt hät­te, wo­hin wohl die Um­zugs­ten­den­zen der Deut­schen ge­hen, hät­ten wir ver­mut­lich auf Süd­deutsch­land ge­tippt. Schließ­lich ent­stün­den hier die meis­ten Ar­beits­plät­ze und die Ge­gend hät­te ei­nen ho­hen Wohn­wert, so wä­ren wohl un­se­re Ar­gu­men­te ge­we­sen. Dar­über hin­aus hät­ten wir an­ge­nom­men, dass der Nor­den Deutsch­lands eher un­ter Weg­zü­gen lei­det und auch nach wie vor vie­le Men­schen Ost­deutsch­land ver­las­sen.

Als Stu­den­ten­ver­mitt­lung ver­mit­teln wir zahl­rei­che Um­zugs­hel­fer in ganz Deutsch­land und es ist ei­gent­lich ein Leich­tes, ge­nau die­se Ten­den­zen zu über­prü­fen. Wir nah­men aus über 18.000 Um­zugs­auf­trä­gen, die wir seit dem 01.01.2012 er­hal­ten ha­ben, nur die­je­ni­gen, die über ei­ne Bun­des­land­gren­ze gin­gen und lie­ßen zu­dem je­den Um­zug von oder nach Ost­deutsch­land her­aus, da wir an­nah­men, dass Wan­de­rungs­be­we­gun­gen in Zu­sam­men­hang mit den öst­li­chen Bun­des­län­dern ei­ner ei­ge­nen Er­klä­rung un­ter­lie­gen. Dar­über hin­aus ana­ly­sier­ten wir selbst­ver­ständ­lich nur Pri­vat­um­zü­ge.

Das Er­geb­nis war für uns ei­ne Über­ra­schung. Wie aus der fol­gen­den Ab­bil­dung er­sicht­lich, schien es eher der Nor­den Deutsch­lands mit den Post­leit­zahl­ge­bie­ten 2 (Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg, Bre­men) und 3 (im We­sent­li­chen Nie­der­sach­sen) zu sein, der sich über Zu­zü­ge freu­en durf­te, wäh­rend die Post­leit­zahl­ge­bie­te 4-6, die letzt­lich die ge­sam­te Mit­te Deutsch­lands re­prä­sen­tie­ren, un­ter Weg­zü­gen lit­ten. Der Sü­den Deutsch­lands schien leicht da­zu zu ge­win­nen.

 

Zuzüge und Wegzüge nach den Postleitzahlgebieten 2-9 seit 2012Abb. 1: Zu­zü­ge und Weg­zü­ge nach den Post­leit­zahl­ge­bie­ten 2-9 seit 2012

 

Wir woll­ten nun wis­sen, ob sich un­se­re Ten­den­zen durch ei­ne ge­naue Ana­ly­se un­ter­mau­ern las­sen und ha­ben Da­ten des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes so­wie ei­ni­ger Lan­des­äm­ter an­ge­for­dert und aus­ge­wer­tet. Im Fol­gen­den wol­len wir die Er­geb­nis­se prä­sen­tie­ren und uns an ei­ne In­ter­pre­ta­ti­on wa­gen.

Wir wol­len noch dar­auf hin­wei­sen, dass sich die ge­sam­te Un­ter­su­chung auf die Fra­ge kon­zen­triert, wel­che Wan­de­rungs­be­we­gun­gen in­ner­halb Deutsch­lands statt­fin­den. Be­we­gun­gen über die Bun­des­gren­zen hin­weg sind nicht Ge­gen­stand der Be­trach­tung.

Wir möch­ten uns an die­ser Stel­le herz­lich bei Prof. Dr. Gans, In­ha­ber des Lehr­stuhls Wirt­schafts­geo­gra­fie an der Uni­ver­si­tät Mann­heim, be­dan­ken, der uns in ei­nem Te­le­fo­nat wert­vol­le Hil­fe­stel­lun­gen gab.

 

II. Vor­ge­hens­wei­se

Uns lie­gen die Zah­len des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes aus den Jah­ren 1991 bis zum Jahr 2013 über die Zu- und Weg­zug­s­ent­wick­lun­gen in den ein­zel­nen Bun­des­län­dern vor. Dort wo es nö­tig war, ha­ben wir die Zah­len der Lan­des­äm­ter hin­zu­ge­zo­gen.

Wir ha­ben zu­nächst vier Re­gio­nen ge­bil­det, bei de­nen wir nach un­se­rer ei­ge­nen Da­ten­la­ge an­ge­nom­men ha­ben, dass sich die Ent­wick­lun­gen un­ter­schei­den könn­ten. Ent­spre­chend der Ab­bil­dung 1 ha­ben wir da­her die nörd­li­chen Bun­des­län­der Schles­wig-Hol­stein, Ham­burg, Bre­men und Nie­der­sach­sen zu­sam­men­ge­fasst. Ih­nen ge­gen­über steht der Sü­den mit Ba­den-Würt­tem­berg und Bay­ern. Die Bun­des­län­der Nord­rhein-West­fa­len, Hes­sen, Rhein­land-Pfalz und das Saar­land sind die „Mit­te“ Deutsch­lands und die Bun­des­län­der Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Bran­den­burg, Ber­lin, Sach­sen und Sach­sen-An­halt ha­ben wir zum „Os­ten“ zu­sam­men­ge­fasst.

 

III. Er­geb­nis­se

Er­geb­nis 1: Die Mit­te Deutsch­lands blu­tet aus

Die fol­gen­de Ab­bil­dung 2 zeigt den Zu­zugs­sal­do in den vier Re­gio­nen Nor­den, Mit­te, Sü­den und Os­ten an, d.h. den Über­schuss der Zu­zü­ge über die Weg­zü­ge.

Schaut man sich al­le Re­gio­nen an, stellt man fest, dass es ei­ne Re­gi­on gibt, die über den ge­sam­ten Be­trach­tungs­zeit­raum ei­ne Ab­wärts­ten­denz auf­weist: Die Re­gi­on Mit­te (ro­te Kur­ve in Ab­bil­dung 2) pro­fi­tier­te zu Be­ginn der neun­zi­ger Jah­re ver­mut­lich noch vom star­ken Zu­strom der Men­schen aus Ost­deutsch­land. Die­ser Zu­strom konn­te in dem Aus­maß nicht lan­ge an­hal­ten. Im Jahr 1993 war ei­ne Bo­den­bil­dung zu er­ken­nen, al­ler­dings war die Mit­te Deutsch­lands schein­bar noch lan­ge Zeit sehr be­liebt und ver­zeich­ne­te noch ei­ni­ge Jah­re ei­ni­ger­ma­ßen kon­stan­te Zu­wäch­se.

Im Jahr 2001 wird noch ein klei­nes Zwi­schen­hoch ver­merkt, das zwei­fel­los Er­geb­nis der Grün­dun­gen aus der Zeit der Neu­er-Markt-Eu­pho­rie war. Mit dem Nie­der­gang des Neu­en Mark­tes ab 2001 ver­sieg­ten je­doch auch Um­zugs­be­we­gun­gen, die mit die­sen ar­beits­platz­be­ding­ten Um­zü­gen in Zu­sam­men­hang stan­den. Seit­her ver­liert die Re­gi­on schein­bar kon­stant an At­trak­ti­vi­tät und seit 2006 büßt die re­gio­na­le Mit­te Deutsch­lands so­gar mehr Ein­woh­ner ein als sie ge­winnt.

 

Zuzugssaldo der vier Regionen Deutschlands im ZeitverlaufAbb. 2: Zu­zugs­sal­do der vier Re­gio­nen Deutsch­lands im Zeit­ver­lauf; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Die­se Ent­wick­lung ist nicht ei­nem ein­zi­gen Bun­des­land zu­zu­schrei­ben. Zwar hat­ten Rhein­land-Pfalz bis 2006 und Hes­sen bis 2011 noch Zu­zugs­über­schüs­se, al­ler­dings ist in bei­den Bun­des­län­dern die Ten­denz stets fal­lend ge­we­sen (die Da­ten der ein­zel­nen Bun­des­län­der sind im Ein­zel­nen im An­hang ver­an­schau­licht). Nord­rhein-West­fa­len be­hei­ma­te­te zahl­rei­che klei­ne Start-ups der New Eco­no­my, lei­det aber spä­tes­tens seit 2005 un­ter ei­nem Ab­wan­de­rungs­trend, der bis heu­te an­hält. Das Saar­land fällt als klei­nes Bun­des­land nicht be­son­ders stark ins Ge­wicht, aber auch hier ist seit 2005 ein Weg­zug­s­trend zu ver­zeich­nen.

Der be­ob­ach­te­te Trend in den Bun­des­län­dern ist im Üb­ri­gen wei­test­ge­hend un­ab­hän­gig von der be­trach­te­ten Al­ters­grup­pe. Be­trach­tet man nur die 18-65-Jäh­ri­gen, al­so die Men­schen, die im We­sent­li­chen zu der ar­bei­ten­den Be­völ­ke­rung ge­hö­ren, se­hen die Kur­ven sehr ähn­lich aus (s. Abb. 2a). Aus die­sem Grund wer­den wir im Fol­gen­den die Be­trach­tung auf die Ge­samt­be­völ­ke­rung kon­zen­trie­ren.

 

Zuzugssaldo im Zeitverlauf bei den 18-65-JährigenAbb. 2a: Zu­zugs­sal­do im Zeit­ver­lauf bei den 18-65-Jäh­ri­gen; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Er­geb­nis 2: Ost­deutsch­land wie­der im Kom­men

Um­ge­kehrt er­scheint der Os­ten Deutsch­lands ei­ne Re­nais­sance zu er­le­ben. Nimmt man al­le neu­en Bun­des­län­der und Ber­lin zu­sam­men, ver­zeich­net der Os­ten seit 2012 so­gar leich­te Zu­wäch­se. Und die­se sind nicht nur auf die Be­liebt­heit Ber­lins zu­rück­zu­füh­ren, das selbst erst 2006 in die Zu­zugs­zo­ne ge­kom­men ist. Eben­so ver­zeich­nen Bran­den­burg und Sach­sen seit 2012 mehr Zu- als Weg­zü­ge.

 

Er­geb­nis 3: Nord­deutsch­land im­mer be­lieb­ter

Doch auch Nord­deutsch­land scheint sich im­mer grö­ße­rer Be­liebt­heit zu er­freu­en. War es zu Zei­ten der New Eco­no­my-Bla­se noch ein Ver­lie­rer der Wirt­schafts­ent­wick­lung, hat sich der Trend seit 2001 um­ge­dreht. Seit 2006 er­freut sich der Nor­den so­gar kon­stant ho­her Zu­zugs­über­schüs­se. Ins­be­son­de­re in Nie­der­sach­sen hat sich der Weg­zug­s­trend seit 2006 im­mer mehr ab­ge­schwächt und seit 2012 zu ei­nem Zu­zug­s­trend ver­kehrt. Schles­wig-Hol­stein weist seit 1996 kon­stant ho­he Zu­zugs­über­schüs­se auf.

 

Er­geb­nis 4: Lang­fris­tig wird Süd­deutsch­land schrump­fen

Süd­deutsch­land ist die ein­zi­ge Re­gi­on, die im Be­trach­tungs­zeit­raum nicht ein­mal ei­nen Weg­zugs­über­schuss fest­stel­len muss­te. Stets woll­ten die Men­schen nach Bay­ern und Ba­den-Würt­tem­berg zie­hen. Auch wenn Mit­te der neun­zi­ger Jah­re ei­ni­ge Men­schen Ba­den-Würt­tem­berg ver­las­sen ha­ben, konn­te dies Bay­ern mehr als aus­glei­chen. Dar­über hin­aus zeigt die Spit­ze der Re­gi­on Süd­deutsch­land in Abb. 2, dass Süd­deutsch­land Hei­mat für zahl­rei­che Start-Ups war, die be­reits in den Jah­ren vor 2001 Um­zü­ge in den Sü­den aus­ge­löst ha­ben. Mit dem Plat­zen der New Eco­no­my-Bla­se hat die­ser Strom ein En­de ge­nom­men. Seit­dem hat sich auch in den bei­den süd­deut­schen Bun­des­län­dern der Zu­zug­s­trend ab­ge­schwächt.

Tat­säch­lich stellt sich die Fra­ge, ob die Ab­nah­me des Zu­zugs in Süd­deutsch­land al­le Re­gio­nen glei­cher­ma­ßen be­trifft. Grund ge­nug, die Re­gi­on et­was nä­her un­ter die Lu­pe zu neh­men. Ge­ra­de das flä­chen­mä­ßig größ­te deut­sche Bun­des­land, Bay­ern, weist nicht über die ge­sam­te Lan­des­flä­che ei­ne ein­heit­li­che Ten­denz auf. Es fällt ins­be­son­de­re auf, dass sich die Re­gi­on Ober­bay­ern stark ab­hebt und stets deut­li­che Zu­zugs­über­schüs­se ver­zeich­net, wäh­rend ins­be­son­de­re die Re­gio­nen Fran­ken, Schwa­ben, Nie­der­bay­ern und Ober­pfalz ei­nen Ab­wärts­trend auf­wei­sen. In der fol­gen­den Abb. 3 ist der Zu­zugs­sal­do aus Zu- und Weg­zü­gen über die Lan­des­gren­zen hin­aus ab­ge­bil­det; Um­zü­ge in­ner­halb Bay­erns sind her­aus­ge­rech­net.

 

Zuzugssaldo im Zeitverlauf in Bayern nach RegionenAbb. 3: Zu­zugs­sal­do im Zeit­ver­lauf in Bay­ern nach Re­gio­nen; Quel­le: Baye­ri­sches Lan­des­amt für Sta­tis­tik und Da­ten­ver­ar­bei­tung und ei­ge­ne Be­rech­nun­gen

 

Doch auch, wenn man die Re­gi­on Ober­bay­ern in sei­ne Be­stand­tei­le zer­legt, zeigt sich, dass die Re­gi­on kei­nes­wegs in sei­ner Ge­samt­heit ein Be­völ­ke­rungs­ma­gnet ist. Viel­mehr ist es die Stadt Mün­chen, die den Ab­wärts­trend der an­de­ren Krei­se Ober­bay­erns durch­bricht (s. Abb. 4).

 

Zuzugssaldo im Zeitverlauf in Oberbayern nach RegionenAbb. 4: Zu­zugs­sal­do im Zeit­ver­lauf in Ober­bay­ern nach Re­gio­nen; Quel­le: Baye­ri­sches Lan­des­amt für Sta­tis­tik und Da­ten­ver­ar­bei­tung und ei­ge­ne Be­rech­nun­gen

 

Letzt­lich zeigt sich, dass mit Aus­nah­me von Mün­chen die ge­sam­te süd­deut­sche Re­gi­on dem Ab­wärts­trend der Mit­te Deutsch­lands folgt. Folg­lich liegt es na­he, un­se­re „Mit­te“ Deutsch­lands in Ab­bil­dung 2 um die süd­deut­sche Re­gi­on zu er­wei­tern. Dass Süd­deutsch­land an­ders als die Mit­te Deutsch­lands nach wie vor ei­nen po­si­ti­ven Zu­zugs­sal­do auf­weist, ist da­bei ir­re­le­vant für die Fra­ge, wel­che Ent­wick­lung die Re­gi­on in Zu­kunft nimmt. Je­de Um­zug­s­ent­schei­dung wird schließ­lich in­di­vi­du­ell ge­trof­fen oh­ne Rück­sicht auf das Ver­hal­ten an­de­rer. Und die in­di­vi­du­el­len Ent­schei­dun­gen der In­län­der, in den Sü­den zu zie­hen, neh­men im Zeit­ver­lauf of­fen­sicht­lich ab.

Um­ge­kehrt fas­sen wir in Abb. 5 eben­so die Re­gio­nen Nord und Ost zu­sam­men. Auch hier zeigt be­reits Abb. 2 ei­nen Par­al­lel­lauf im Um­zug­s­trend.

 

Zuzugssaldo zweier Regionen Deutschlands im ZeitverlaufAbb. 5: Zu­zugs­sal­do zwei­er Re­gio­nen Deutsch­lands im Zeit­ver­lauf; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt und ei­ge­ne Be­rech­nun­gen

 

Die Sym­me­trie in den bei­den Kur­ven aus Abb. 5 ist zwangs­läu­fig. Da wir das Um­zugs­ver­hal­ten aus­schließ­lich der In­län­der (oh­ne Be­rück­sich­ti­gung von Zu­zü­gen aus dem bzw. in das Aus­land) be­trach­ten, muss ein Weg­zug aus der ei­nen Re­gi­on ei­nen Zu­zug in die an­de­re Re­gi­on be­deu­ten.

Abb. 5 zeigt so­mit die Ent­wick­lun­gen in Deutsch­land auf. Wäh­rend die Mit­te und der Sü­den Deutsch­lands ein­deu­tig in ein Schrump­fen der in­län­di­schen Be­völ­ke­rung hin­ein­lau­fen, ge­win­nen der Nor­den und der Os­ten hin­zu.

 

IV. In­ter­pre­ta­tio­nen

In­ter­pre­ta­ti­on 1: Ur­ba­ni­sie­rung nicht maß­ge­bend

Mit Ber­lin und Ham­burg weist der Nor­den die zwei größ­ten Städ­te der Bun­des­re­pu­blik auf. Da­her ist es zu­nächst na­he­lie­gend, dass die be­ob­acht­ba­re Ur­ba­ni­sie­rung der Grund für die stei­gen­de Be­liebt­heit Nord- und Ost­deutsch­lands ist. Die fol­gen­de Abb. 6 zeigt al­ler­dings, dass es na­he­zu kei­ne Kor­re­la­ti­on zwi­schen der blau­en Kur­ve für Ber­lin und Ham­burg und der blau­en Kur­ve in Abb. 5 gibt, die Nord- und Ost­deutsch­land re­prä­sen­tiert. Ber­lin und Ham­burg sind zwar ein Teil des Auf­wärts­trends, der in Abb. 5 zu be­ob­ach­ten ist, al­ler­dings sind sie nicht al­lein ur­säch­lich.

 

Zuzugssaldo deutscher Großstädte im ZeitverlaufAbb. 6: Zu­zugs­sal­do deut­scher Groß­städ­te im Zeit­ver­lauf; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt, Baye­ri­sches Lan­des­amt für Sta­tis­tik und Da­ten­ver­ar­bei­tung und ei­ge­ne Be­rech­nun­gen

 

Der Trend in den Groß­städ­ten wird durch die Hin­zu­nah­me der Stadt Mün­chen nur ver­stärkt (s. ro­te Kur­ve in Abb. 6). Wie be­reits in Abb. 4 ge­se­hen, kann Mün­chen so­mit eben­falls kei­nen Er­klä­rungs­bei­trag zum Ab­wärts­trend in der Mit­te und im Sü­den Deutsch­lands in Abb. 5 lie­fern.

Wenn wir von „Groß­städ­ten“ spre­chen, ge­hen wir von den hier ex­pli­zit er­wähn­ten Städ­ten aus. Nicht un­ter­sucht ha­ben wir, wo­hin in ein Bun­des­land die Men­schen ge­nau ge­zo­gen sind. Evtl. wa­ren es so­gar die vie­len an­de­ren Städ­te, die An­lauf­punkt wa­ren. Da al­ler­dings je­des Bun­des­land Klein-, Mit­tel- und Groß­städ­te hat, hat hier kein Land be­son­de­re Vor- oder Nach­tei­le. Es ist nicht per se er­sicht­lich, war­um die Men­schen aus den Städ­ten NRWs weg­zie­hen wol­len wür­den und in die Städ­te Schles­wig-Hol­steins zie­hen wür­den. Da­her sub­su­mie­ren wir die Städ­te der Ein­fach­heit hal­ber in die Flä­chen­län­der und hal­ten an die­ser Stel­le le­dig­lich fest, dass die hier be­trach­te­ten Groß­städ­te Ber­lin, Ham­burg und Mün­chen kei­ne wert­vol­le Er­klä­rung für un­se­ren Trend sind.

In­ter­pre­ta­ti­on 2: Nor­ma­li­sie­rung nach der Neu­en-Markt-Bla­se

Die Spit­zen im Jah­re 2001, die in Abb. 2 zu er­ken­nen sind, zei­gen, dass es im Zu­ge der Neu­er-Markt-Eu­pho­rie ei­nen Ar­beits­platz­auf­bau in der Mit­te und im Sü­den Deutsch­lands gab. Die­se Ent­wick­lung ging ein­her mit ei­ner Be­völ­ke­rungs­ab­nah­me im Nor­den und Os­ten Deutsch­lands. Mit dem Plat­zen der Bla­se im Jahr 2001 hat sich die­ser Trend um­ge­dreht. Der grün­dungs­be­ding­te Zu­strom von Men­schen hat nach­ge­las­sen; evtl. sind man­che Men­schen wie­der zu­rück­ge­zo­gen.

In Ost­deutsch­land ist ver­mut­lich nach dem wie­der­ver­ei­ni­gungs­be­ding­ten Weg­zug ein Ni­veau­ef­fekt zu be­ob­ach­ten. Die Men­schen, de­nen es am leich­tes­ten viel, sind be­reits weg­ge­zo­gen, so­dass in den Jah­ren nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung zwangs­läu­fig die Weg­zugs­zah­len ab­neh­men muss­ten. Die Neue-Markt-Bla­se hat noch ein­mal ei­nen Weg­zug­s­trend ein­ge­lei­tet, der aber eben­falls mit dem Plat­zen der Bla­se zum Er­lie­gen kam. Ins­ge­samt könn­te der be­ob­ach­te­te Trend in Ost­deutsch­land eher ei­ne Nor­ma­li­sie­rung be­deu­ten. Die Grün­de weg­zu­zie­hen sind nicht mehr ge­ge­ben.

In­ter­pre­ta­ti­on 3: Der Frei­zeit­wert wird wich­ti­ger

Dass Deutsch­land ins­be­son­de­re im Nor­den und Os­ten er­starkt, könn­te ein­fach dar­an lie­gen, dass der Frei­zeit­wert in die­sen Bun­des­län­dern be­son­ders ge­schätzt wird. Evtl. sind es Nord- und Ost­see, die die Men­schen an­zie­hen.

Es gibt in der Tat ei­ni­ge Fak­to­ren, die es in den letz­ten Jah­ren er­leich­tert ha­ben, den Wohn­ort frei zu wäh­len. Zum ei­nen führt ein ho­her Be­stand an Sin­gles da­zu, dass die Men­schen nicht mehr so stark ge­bun­den sind wie frü­her. Zum an­de­ren trägt auch die kon­junk­tu­rel­le Si­tua­ti­on da­zu bei, dass sich die Men­schen heu­te leich­ter als frü­her den Ar­beits­platz und so­mit den Ar­beits­ort aus­su­chen kön­nen.

Auch für Un­ter­neh­mens­grün­der ist die freie Stand­ort­wahl leich­ter ge­wor­den. Zum ei­nen trägt der Aus­bau der Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons- und IT-In­fra­struk­tur da­zu bei, dass im­mer mehr Per­so­nen letzt­lich ih­ren Ar­beits­platz frei be­we­gen kön­nen. Vie­le Ar­beits­plät­ze er­for­dern le­dig­lich noch ei­nen Lap­top und ei­nen In­ter­net­an­schluss. Zum an­de­ren setzt auch die Kun­den­ge­win­nung häu­fig nicht mehr die ört­li­che Prä­senz des Un­ter­neh­mers vor Ort vor­aus, son­dern fin­det über das In­ter­net statt.

Um ei­nen Be­leg zu fin­den, dass evtl. die geo­gra­fi­sche At­trak­ti­vi­tät der nörd­li­chen und öst­li­chen Bun­des­län­der der Grund für den Um­zug­s­trend ist, un­ter­su­chen wir den Ort, an dem Grün­dun­gen voll­zo­gen wer­den. Da Grün­dun­gen frei­wil­lig voll­zo­gen wer­den und ein Grün­der frei über den Ort der Grün­dung ent­schei­den kann, könn­te ein un­ter­schied­li­ches Grün­dungs­ver­hal­ten im Zeit­ver­lauf in un­ter­schied­li­chen Re­gio­nen ein Hin­weis sein, dass die At­trak­ti­vi­tät des Or­tes im­mer mehr in die Ent­schei­dung hin­ein­fließt. Tat­säch­lich zeigt sich, dass die nörd­li­chen Bun­des­län­der auch in Be­zug auf Un­ter­neh­mens­grün­dun­gen die größ­te Dy­na­mik auf­wei­sen. Die fol­gen­de Ab­bil­dung zeigt die Ent­wick­lung des Sal­dos aus Un­ter­neh­mens­grün­dun­gen (oh­ne Freie Be­ru­fe) ab­züg­lich der Li­qui­da­tio­nen in un­se­ren vier Re­gio­nen Nord, Mit­te, Süd und Ost.

 

Entwicklung des Gründungssaldos im ZeitverlaufAbb. 7: Ent­wick­lung des Grün­dungs­sal­dos im Zeit­ver­lauf (Quel­le: ifm Bonn - http://www.ifm-bonn.org/sta­tis­ti­ken/gru­en­dun­gen-und-un­ter­neh­mens­schlies­sun­gen/ und ei­ge­ne Be­rech­nun­gen; Stand: 09.01.2015)

 

Der Sal­do aus Un­ter­neh­mens­grün­dun­gen ab­züg­lich Li­qui­da­tio­nen weist zu­nächst über­all ei­nen Ab­wärts­trend auf. Die­ser all­ge­mei­ne Ab­wärts­trend in Deutsch­land sieht zu­nächst ne­ga­tiv aus, dürf­te in Wirk­lich­keit aber ein Lu­xus­pro­blem sein (vgl. http://www.han­dels­blatt.com/un­ter­neh­men/mit­tel­stand/mit­tel­stand-dihk-er­war­tet-re­kord­tief-bei-exis­tenz­gru­en­dun­gen/6499462.html; Stand: 09.01.2015). Be­dingt durch die gu­te wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung kön­nen sich die Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land mehr oder we­ni­ger die Ar­beits­plät­ze aus­su­chen. Grün­dun­gen fin­den nicht mehr aus der Mo­ti­va­ti­on her­aus statt, ei­ne Al­ter­na­ti­ve zu ei­nem schwer zu fin­den­den Ar­beits­platz zu ha­ben, und neh­men da­her in Zei­ten gu­ter wirt­schaft­li­cher Ent­wick­lung ab. Die Un­ter­neh­mens­grün­dun­gen, die ver­blei­ben, sind so­mit kei­ne Grün­dun­gen aus der Not her­aus, son­dern er­wünsch­te Grün­dungs­vor­ha­ben. Wenn wir al­so ge­dank­lich den all­ge­mei­nen Ab­wärts­trend her­aus rech­nen, stellt sich die Fra­ge, in wel­cher Re­gi­on ei­ne Grün­dung evtl. am liebs­ten voll­zo­gen wird.

Wie­der ein­mal trifft es hier die Bun­des­län­der der Mit­te Deutsch­lands be­son­ders hart. Wur­de dort im Jahr 1997 noch der größ­te Grün­dungs­sal­do (Grün­dun­gen ab­züg­lich Li­qui­da­tio­nen) aus­ge­wie­sen, ist die­ser seit 2008 deut­lich ge­rin­ger als in al­len an­de­ren Re­gio­nen Deutsch­lands. Am bes­ten schnei­det der Nor­den ab. Die Kur­ve weist im Ver­gleich zu den an­de­ren Re­gio­nen die flachs­te Ab­wärts­ten­denz auf. Im Jahr 1997 wur­den im Nor­den Deutsch­lands noch die we­nigs­ten Grün­dun­gen ab­züg­lich Li­qui­da­tio­nen voll­zo­gen, im Jahr 2013 hin­ge­gen die meis­ten.

Im Er­geb­nis dürf­te die At­trak­ti­vi­tät der Re­gio­nen zu­neh­mend für die Men­schen bei der Wahl des Ar­beits­plat­zes ent­schei­dend sein. Nicht nur bei Selb­stän­di­gen dürf­te dies of­fen­sicht­lich sein; ge­ra­de in Zei­ten, in de­nen die gu­te wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung die Ar­beits­platz­su­che leicht macht, dürf­te die At­trak­ti­vi­tät des Stand­orts auch maß­ge­bend für die Ent­schei­dun­gen der Ar­beit­neh­mer sein, Ar­beits­plät­ze an­zu­neh­men.

 

V. Aus­wir­kun­gen und Aus­blick

Den Um­schwung im Zu­zugs­ver­hal­ten, den vor al­lem die Mit­te Deutsch­lands in den letz­ten Jah­ren er­lebt, ist nicht nur ein kurz­fris­ti­ger Trend. Seit be­reits ca. ei­nem Jahr­zehnt ist zu be­ob­ach­ten, dass der Zu­zugs­sal­do der Mit­te Deutsch­lands im­mer klei­ner wird. Der­zeit schei­nen jähr­lich ca. 24.000 Men­schen per Sal­do al­lein die Bun­des­län­der NRW, Rhein­land-Pfalz, Hes­sen und Saar­land mehr ver­las­sen zu wol­len als hin­zie­hen wol­len. Län­ger­fris­tig be­deu­tet dies für die Bun­des­län­der ein enor­mes Aus­blu­ten. Wenn die Re­gi­on kon­stant 24.000 Men­schen jähr­lich ver­lie­ren soll­te, wür­de dies in 10 Jah­ren ei­nen Ver­lust be­deu­ten, der der Ein­woh­ner­zahl ei­ner ge­sam­ten Stadt wie Aa­chen, Mainz oder Wies­ba­den ent­sprä­che.

Be­ach­tens­wert ist al­ler­dings, dass sich die­ser Trend um ca. 5000 Men­schen jähr­lich zu be­schleu­ni­gen scheint. Lässt man die kri­sen­ge­schüt­tel­ten Neu­er-Markt-Jah­re hin­ter sich und be­trach­tet den Zeit­raum ab 2004, hat sich der Zu­zugs­sal­do von 29.000 Men­schen in 2004 über die Jah­re hin­weg kon­se­quent in ei­nen Weg­zugs­sal­do von über 24.000 Men­schen in 2013 ver­wan­delt. Hält die­ser Trend an, wür­de sich das oben be­schrie­be­ne Aus­blu­ten noch mal wei­ter be­schleu­ni­gen.

Soll­te sich in den nächs­ten Jah­ren die­ser Trend fort­set­zen, dürf­te sich die Fra­ge stel­len, ob die Län­der der Mit­te Deutsch­lands die­se Ent­wick­lung auf­hal­ten kön­nen. Wenn es ein Mehr­wert für Re­gio­nen sein soll­te, mehr Men­schen auf­zu­neh­men, ist die­ser Mehr­wert über­all vor­han­den. In dem Fall wür­de es ei­nen Wett­be­werb um die At­trak­ti­vi­tät von Re­gio­nen ge­ben. Die­sen Wett­be­werb kön­nen Län­der, die aus geo­gra­fi­schen Grün­den der­zeit be­nach­tei­ligt sind, auch zu­künf­tig nur ver­lie­ren. Je­de Ak­ti­on, die mög­lich wä­re, ei­nen Stand­ort at­trak­ti­ver zu ma­chen, wür­de über­all gel­ten.

Doch was be­deu­tet es nun, wenn die Men­schen aus be­stimm­ten Re­gio­nen drän­gen? Letzt­lich hat es Aus­wir­kun­gen auf die Preis­ent­wick­lun­gen in den Re­gio­nen. Nicht zu­letzt die Miet- und Grund­stücks­prei­se wer­den in be­lieb­ten Re­gio­nen stei­gen, so­dass län­ger­fris­tig ge­ra­de ein­kom­mens­stär­ke­re Grup­pen in den be­lieb­te­ren Ge­gen­den woh­nen wer­den. Dies be­ein­flusst wie­der­um die Ein­nah­me­sei­te der Kom­mu­nen, die sich in be­lieb­ten Re­gio­nen mehr In­ves­ti­tio­nen leis­ten kön­nen. Dies ver­stärkt de­ren At­trak­ti­vi­tät wei­ter­hin, wäh­rend an­de­re Re­gio­nen struk­tur­schwä­cher wer­den.

In­ter­es­san­ter­wei­se dürf­te die Ent­wick­lung in den letz­ten Jah­ren auch dar­auf zu­rück­zu­füh­ren sein, dass es den Deut­schen re­la­tiv gut ging und man es sich leis­ten konn­te, die Ar­beits­platz- und Wohn­ort­ent­schei­dung auch über den Stand­ort zu fäl­len. Soll­te sich die po­si­ti­ve Wirt­schafts­ent­wick­lung fort­set­zen, dürf­te sich al­ler­dings auch der Wohn­trend zu­guns­ten des Nor­dens fort­set­zen.

Wir ha­ben in un­se­rer Be­trach­tung nur die Men­schen in­ner­halb Deutsch­lands ana­ly­siert. Nicht Ge­gen­stand un­se­rer Ana­ly­se war der Zu- oder Weg­zug aus bzw. in an­de­re(n) Staa­ten. Ge­ra­de der Wett­be­werb um Ar­beits­kräf­te aus an­de­ren Län­dern könn­te für die Re­gio­nen sinn­voll sein, die nach un­se­rer Be­trach­tung struk­tur­schwä­cher wer­den. Auch wenn es die Deut­schen in ver­meint­lich pri­vi­le­gier­te Re­gio­nen zieht, sind in­so­fern Über­le­gun­gen, den Stand­ort at­trak­ti­ver zu ge­stal­ten, si­cher­lich für al­le Re­gio­nen sinn­voll. Dies dürf­te in Zu­kunft Ge­gen­stand wei­te­rer Stu­di­en sein.

 

VI. An­hang

Zuzugssaldo für Baden-WürttembergAbb. 8: Zu­zugs­sal­do für Ba­den-Würt­tem­berg; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für BayernAbb. 9: Zu­zugs­sal­do für Bay­ern; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für BerlinAbb. 10: Zu­zugs­sal­do für Ber­lin; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für BrandenburgAbb. 11: Zu­zugs­sal­do für Bran­den­burg; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für BremenAbb. 12: Zu­zugs­sal­do für Bre­men; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für HamburgAbb. 13: Zu­zugs­sal­do für Ham­burg; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für HessenAbb. 14: Zu­zugs­sal­do für Hes­sen; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für Mecklenburg-VorpommernAbb. 15: Zu­zugs­sal­do für Meck­len­burg-Vor­pom­mern; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für NiedersachsenAbb. 16: Zu­zugs­sal­do für Nie­der­sach­sen; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für Nordrhein-WestfalenAbb. 17: Zu­zugs­sal­do für Nord­rhein-West­fa­len; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für Rheinland-PfalzAbb. 18: Zu­zugs­sal­do für Rhein­land-Pfalz; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für das SaarlandAbb. 19: Zu­zugs­sal­do für das Saar­land; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für SachsenAbb. 20: Zu­zugs­sal­do für Sach­sen; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für Sachsen-AnhaltAbb. 21: Zu­zugs­sal­do für Sach­sen-An­halt; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für Schleswig-HolsteinAbb. 22: Zu­zugs­sal­do für Schles­wig-Hol­stein; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

Zuzugssaldo für ThüringenAbb. 23: Zu­zugs­sal­do für Thü­rin­gen; Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bun­des­amt

 

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