30. August Der Tag des Umzugs

30. August - Der Tag des Umzugs

- Analyse und Interpretationen -

(Veröffentlicht:  August 2014)

Problemstellung

Das Umzugsverhalten der Menschen ist in Deutschland statistisch relativ genau erfasst. Es finden sich Daten zu Umzugsmotiven, zu Umzugszielen und zu der Häufigkeit, mit der die Menschen in Deutschland umziehen. Wenn man sich die unterschiedlichsten Motive für Umzüge anschaut, würde man annehmen, dass diese auf den Zeitpunkt des Umzugs eigentlich kaum Einfluss nehmen dürften. Als häufigste Umzugsgründe werden ein beruflich bedingter Ortswechsel, der Wunsch nach Zusammenzug mit dem Partner, nach einer größeren Immobilie, ein Studienbeginn oder familiäre Gründe genannt (vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72842/umfrage/haeufigste-gruende-fuer-umzug/). Keiner dieser Gründe würde darauf hindeuten, dass es besondere saisonale Unterschiede in der Häufigkeit der Umzüge gibt.

Als Studentenvermittlung vermitteln wir seit 2008 zahlreiche Helfer für Umzüge. Uns ist aufgefallen, dass die Vermittlungshäufigkeit im Sommer besonders hoch erscheint, während im Winter die Aufträge nach Umzugshelfern geringer sind. Mit dieser Untersuchung wollten wir unserem ersten Eindruck nachgehen und uns mit der Frage befassen, zu welchem Zeitpunkt in Deutschland am liebsten umgezogen wird. Tatsächlich lässt sich sogar eine Umzugsspitze an einem bestimmten Tag im Jahr ausmachen. Wir wollen diesen Tag als „Tag des Umzugs“ bezeichnen. Es soll der Tag sein, an dem die meisten Umzüge stattfinden.

Wir beginnen die Untersuchung mit der Art und Weise, wie wir zur Ermittlung des „Tag des Umzugs“ vorgegangen sind. Anschließend widmen wir uns der Frage, warum sich das Umzugsverhalten so stark nach Jahreszeiten unterscheidet.

Vorgehensweise

Das Datenmaterial, das wir heranziehen, um uns dem Tag des Umzugs zu nähern, sind Daten, die aus unserer eigenen Datenbank stammen und letztlich Aufträge von Kunden über die Vermittlung von Umzugshelfern sind. Wir haben 11.067 Umzugsaufträge ausgewertet für Umzüge, die zwischen dem 01.07.2011 und dem 30.06.2014 stattgefunden haben.

Da wir letztlich Umzugsaufträge aus den letzten drei Jahren untersucht haben, war nicht zu gewährleisten, dass ein beliebiger Tag im Jahr jeden Wochentag abdecken konnte. Beispielsweise war der 30.06.2012 ein Samstag, der 30.06.2013 ein Sonntag und der 30.06.2014 ein Montag. Wir haben somit keine Werte für den Fall, dass der 30.06. auf einen Dienstag, Mittwoch usw. fällt. Wenn sich nun allein die Wochentage auf die Anzahl der Umzugsaktivitäten auswirken, reicht es nicht aus, einfach nur die Anzahl der Umzugsaufträge an einem Datum unserer drei Jahre zu addieren und die verschiedenen Daten zu vergleichen. Auf diese Weise könnte man z.B. den 30.06. nicht mit dem 29.06. vergleichen. Der 30.06. könnte alleine deswegen beliebter sein, weil er im betrachteten Dreijahreszeitraum einen Samstag enthielt, der 29.06. hingegen nicht.

Ergebnis 1: Der beliebsteste Umzugstag ist der Samstag

Tatsächlich ist die Umzugsaktivität an einem Samstag besonders hoch. Wie aus der folgenden Abbildung ersichtlich, fallen auf einen Samstag fast 35% der Umzüge der gesamten Woche.

Verteilung der Umzüge innerhalb einer typisierten WocheAbb. 1: Verteilung der Umzüge innerhalb einer typisierten Woche

Hingegen ist der Sonntag scheinbar der unbeliebteste Umzugstag, der Wochenbeginn ist ebenso wenig favorisiert. Das Phänomen, dass die Menschen am liebsten an einem Samstag umziehen, ist über das ganze Jahr identisch.

Doch auch, wenn wir nur einen Dreijahreszeitraum betrachten, lassen sich eindeutige Schlüsse auf einen Tag ziehen, an dem die Umzugsaktivität am höchsten ist. Denn genau so, wie bestimmte Wochentage eine Umzugspräferenz in einer Woche andeuten, lässt sich Jahr für Jahr beobachten, in welchem Monat die Deutschen am liebsten den Wohnort wechseln. Sobald wir den Monat identifiziert haben, können wir anschließend sehen, dass auch innerhalb des Monats starke Unterschiede hinsichtlich der Umzugsaktivitäten bestehen.

Ergebnis 2: Der beliebteste Umzugsmonat ist der August

Die folgende Abbildung zeigt das Verhältnis der Umzugsaktivitäten innerhalb eines typisierten Jahres an. Sie zeigt, zu welchem Prozentsatz in unserem Dreijahreszeitraum Umzüge innerhalb eines bestimmten Monats stattgefunden haben.

Im Ergebnis zeigt sich, dass der August der beliebteste Umzugsmonat ist, gefolgt vom September und Juli. Ca. 11,5% aller Umzüge finden im August statt, fast doppelt so viele wie im Januar. Im Laufe des Sommers nehmen die Umzüge immer weiter zu, erreichen im August den Höhepunkt und fallen gegen Ende des Jahres wieder ab. Allein in den Sommermonaten Juli bis September findet ein Drittel aller Umzüge eines Jahres statt, die Wintermonate Dezember bis Februar hingegen vereinen nicht einmal ein Fünftel der Umzüge auf sich.

Verteilung der Umzüge innerhalb eines typisierten JahresAbb. 2: Verteilung der Umzüge innerhalb eines typisierten Jahres

Ergebnis 3: Der 30. August ist der Tag des Umzugs

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Umzugsaktivitäten innerhalb eines Jahres an. Sie zeigt, wie viel Prozent aller Umzüge durchschnittlich an einem bestimmten Tag stattfinden.

Verteilung der Umzüge über ein ganzes JahrAbb. 3: Verteilung der Umzüge über ein ganzes Jahr

Jetzt, wo wir den August als unseren Umzugsmonat identifiziert haben, wäre es leicht, einfach die Konzentration auf die Spalte „August“ zu lenken und die höchste Zahl dieser Spalte zu wählen, um unseren Tag des Umzugs zu finden. In unserem Fall wäre dies der 31. August. 0,85 % aller Umzüge in einem Jahr finden in unserem Betrachtungszeitraum an diesem Tag statt. Wie bereits oben erwähnt, würde dies allerdings die Wochenverteilung nicht berücksichtigen. Wir haben bereits gesehen, dass der Samstag der beliebteste Umzugstag ist und der 31. August 2013 war ein solcher Samstag, der 31. August 2012 hingegen ein Freitag und der 31. August 2011 ein Mittwoch. Somit ist sehr wahrscheinlich, dass der 31. August 2013 (Samstag) die Umzugsaktivitäten nach oben hin verfälscht. Wir müssen also diesen Effekt neutralisieren, indem wir prüfen, ob generell der letzte Tag eines Monats die meisten Umzugstätigkeiten auf sich vereint. Über die große Zahl unserer 36 betrachteten Monate sollte es dann keine Rolle mehr spielen, welcher Wochentag im Einzelfall auf den letzten Tag eines Monats kommt. Wir legen sozusagen eine Art Filter über die Wochentage, um die Wochentage zu „vereinheitlichen“ und den Samstag-Effekt auszuschalten.

In der Spalte rechts der Abbildung 3 ist der durchschnittliche Anteil an Umzügen aufgeführt, der an einem 1. Tag eines Monats, 2. Tag eines Monats etc stattfindet. Hierbei wurden bis auf den Dezember alle Monate einbezogen. In der Tabelle sind in rot Daten gekennzeichnet, die wir in der Betrachtung ignoriert haben. Dass der Dezember nicht einbezogen wurde, lässt sich allein mit Weihnachten und Silvester begründen. Es ist nachvollziehbar, dass Silvester eine Ausnahmeerscheinung ist. An diesem Tag finden vergleichsweise wenige Umzüge statt. Ebenso sind die Weihnachtstage klare Ausreißer und es ist nicht seriös bestimmbar, welche Dezembertage noch durch Silvester und Weihnachten beeinflusst werden. Beispielsweise dürfte am 30.12. und am 23.12. die Umzugshäufigkeit deutlich durch die Feiertage und das Jahresende beeinflusst sein. Auch deutlich vor Weihnachten könnten Weihnachtsfeiern und –einkäufe die realen monatlichen Umzugstätigkeiten verfälschen, so dass wir den Dezember vollständig ausgeklammert haben.

Ebenso ist der 29. Februar nicht mit berücksichtigt, da er nur einmal im betrachteten Dreijahreszeitraum auftrat und somit ein Dreijahresdurchschnitt nicht ermittelbar war.

Im Ergebnis wurden alle 1.-28. Tage eines Monats über 11 Monate gemittelt, der 29. und 30. eines Monats über 10 Monate und der 31. eines Monats über nur 6 Monate.

Die folgende Abbildung zeigt, dass die meisten Umzugsaktivitäten gemittelt über alle betrachteten Monate am 30. eines Monats stattfanden.  0,57% aller Umzüge in einem Jahr finden an einem durchschnittlichen 30. eines Monats statt und somit mehr als an allen anderen Tagen eines durchschnittlichen Monats.

Verteilung der Umzüge über einen MonatAbb. 4: Verteilung der Umzüge über einen durchschnittlichen Monat. Der Prozentwert auf der Ordinate bezieht sich auf den jeweiligen Tag des durchschnittlichen Monats in Relation zu einem durchschnittlichen Jahr.

Da der August der häufigste Umzugsmonat ist und die meisten Umzüge durchschnittlich an einem 30. eines Monats anfallen, ist der 30. August der Tag des Umzugs. Gerade im Jahr 2014 ist der 30. August in der Tat der Tag, an dem die meiste Umzüge zusammenkommen werden. Schließlich ist der Tag gerade in diesem Jahr ebenfalls ein Samstag.

Erklärungen

Wir wollen uns im Folgenden nicht mit der Frage auseinandersetzen, warum es genau der 30. August ist, an dem scheinbar die meisten Menschen in Deutschland umziehen wollen. Der Beginn der Mietverhältnisse zum Monatsbeginn dürfte der eindeutige Grund sein, warum die meisten Menschen am Monatsende umziehen.

Interessanter ist die Fragestellung, warum die Deutschen insbesondere im Sommer umziehen wollen. Veranschaulicht man sich die Gründe, warum die Menschen einen Wohnungswechsel vollziehen (s. Abb. 5), fallen keine Gründe ins Auge, warum der Umzug speziell im Sommer stattfinden sollte. Mit Ausnahme des Studienbeginns sind keine saisonalen Effekte anzunehmen, da ein Umzug aus Gründen des Arbeitsplatzwechsels, dem Zusammenzug mit oder die Trennung von dem Partner, der Wunsch nach einer größeren Immobilie etc. unabhängig von der Jahreszeit sein sollte. Und auch der Studienbeginn, der sowohl im Frühjahr (Beginn des Sommersemesters im Februar/März) also auch im Herbst (Beginn des Wintersemesters im September/Oktober) stattfindet, kann nicht erklären, warum ausgerechnet der August bei den Umzugsaktivitäten heraussticht.

Umzugsgründe in DeutschlandAbb. 5. Umzugsgründe; Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/72842/umfrage/haeufigste-gruende-fuer-umzug/

Auch die Fertigstellung von Neubauten kann kaum als Erklärung herhalten, da der Sommer die Zeit mit der höchsten Bauaktivität sein dürfte, nicht die Zeit mit den meisten Fertigstellungen von Neubauten (vgl. http://www.schoeneszuhause.de/der-fruehjahrsanfang-die-beste-zeit-zum-bauen/).

Eine Erklärung hingegen könnte die Einschulung der Schulkinder sein. Da sich eine Einschulung bzw. ein Schulwechsel insbesondere mit dem Beginn des Schuljahres anbietet, müsste die häufigste Umzugsaktivität mit den Sommerferien zusammen fallen.

In der bisherigen Analyse haben wir Umzüge in Deutschland als Ganzes erfasst. Bei der Frage, ob die Sommerferien eine Rolle spielen, bietet es sich an, die Analyse nach Bundesländern aufzuteilen. Schließlich gibt es Bundesländer, bei denen die Ferien recht spät anfangen. In Bayern und Baden-Württemberg etwa beginnen die Ferien traditionell erst im August und enden Mitte September. Tatsächlich fällt die Zeit der größten Umzugsaktivitäten in die Ferienzeit. Um die Ferienzeit in Bayern und Baden-Württemberg mit der Zeit außerhalb der Ferien zu vergleichen, haben wir die Summe der Umzüge in der 2. Augusthälfte (Mitte der Sommerferien) mit der Summe der Umzüge in der 2. Septemberhälfte verglichen (nach den Sommerferien) .

Umzüge in Bayern und Baden-WürttembergAbb. 6: Bayern und Baden-Württemberg: Anzahl Umzüge in der 2. Monatshälfte. Die 2. Augusthälfte ist Ferienzeit, die 2. Septemberhälfte nicht.

Ist also die Ferienzeit ursächlich für die Umzugshäufungen oder ist es einfach Zufall, dass in diesen Bundesländern zur Zeit der größten Umzugsaktivität Ferien sind?

Sollten allgemein die Ferien ein Grund sein, würde sich dies in anderen Bundesländern widerspiegeln. In Bundesländern, in denen die Ferien früher sind, müssten auch die Umzugsaktivitäten früher ihren Spitzenwert erreichen.

Tatsächlich könnte man einen derartigen Zusammenhang in Niedersachsen und Bremen feststellen . Während die 2. Julihälfte in den letzten 3 Jahren fast vollständig Ferienzeit war, waren im September nie Ferien und die Anzahl an Umzügen geringer.

Umzüge in Niedersachsen und BremenAbb. 7: Niedersachsen/Bremen: Anzahl an Umzügen in der 2. Monatshälfte. Die 2. Julihälfte war fast immer Ferienzeit, die 2. Augusthälfte einmal und die 2. Septemberhälfte nie Ferienzeit.

Andere Bundesländer hingegen können den Zusammenhang zwischen Umzugstätigkeit und Ferien nicht belegen. In den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen war sogar die ferienfreie 2. Septemberhälfte die häufigste Umzugszeit, genauso wie in Hessen. In Hamburg und Schleswig-Holstein war die ferienfreie 2. Augusthälfte am beliebtesten bei Umziehenden, gefolgt von der ferienfreien Septemberhälfte:

Umzüge in Hessen, Hamburg und Schleswig-HolsteinAbb. 8: Zusammenfassung der Bundesländer Hessen, Hamburg und Schleswig-Holstein: Anzahl an Umzügen in der 2. Monatshälfte. Nur die 2. Julihälfte war Ferienzeit.

Ganz ähnlich sieht es im bevölkerungsreichsten Bundesland, Nordrhein-Westfalen, aus. Die ferienlose 2. Septemberhälfte weist hier die meisten Umzüge auf, gefolgt vom Beginn der Urlaubszeit Ende Juli. Die 2. Augusthälfte, die zumindest in 2 der 3 betrachteten Jahre Ferienzeit war, weist die geringste Aktivität auf:

Umzüge in Nordrhein-WestfalenAbb. 9: Nordrhein-Westfalen: Anzahl Umzüge in der 2. Monatshälfte.

Auch im Bundesland Rheinland-Pfalz ist kein Zusammenhang zwischen Ferienzeit und Umzugstätigkeit auszumachen.

Im Ergebnis können wir keinen signifikanten Zusammenhang feststellen. Die Ferienzeit und somit der Zeitpunkt der Einschulung/des Schulwechsels scheint nicht in Relation zu der hohen sommerlichen Umzugsaktivität zu stehen.

Die Tatsache, dass es keine sinnvolle Erklärung für das erhöhte Aktivitätsniveau bei Umzügen gibt, könnte darauf hindeuten, dass die Menschen allgemein im Sommer aktiver sind als im Winter. Die längeren Tage, die Sonneneinstrahlung, mehr Bewegungsmöglichkeiten könnten Gründe dafür sein, dass mehr Unternehmungen, mehr Planungen und auch mehr Umzüge vollzogen werden als im Winter.

Wir könnten uns einer möglichen Erklärung auch nähern, indem wir nicht den Sommer als die Zeit hoher Aktivität betrachten, sondern den Winter als eine Zeit, in der die Menschen allgemein „herunterfahren“. Schaut man sich die Abbildung, die die Umzugsverteilung über das Jahr gesehen wiedergibt, an (vgl. Abb.2), dann geht etwas unter, dass evtl. nicht der Sommer ein „Hoch“, sondern der Winter das „Tief“ ist (vgl. Abb. 10).

Wenige Umzüge im WinterAbb. 10. Einbruch der Umzugsaktivität im Winter

Es ist deutlich zu sehen, dass der Januar der Monat mit den geringsten Umzugsaktivitäten ist. Vermutlich liegt der Grund hierfür weniger im Januar selbst als im Vorlauf des Dezembers. Vor Weihnachten werden vermutlich weniger Wohnungen besichtigt und Umzüge geplant, so dass in der Folge im Januar auch weniger Wohnungen bezogen werden. Es scheint anschließend einen gewissen Nachholeffekt zu geben, der sich bis in den Sommer hinein zieht. Der alljährlich erfolgende leichte Einbruch im Mai könnte gleichsam ein Ostereffekt sein, da auch im Zuge der Osterferien (März/April) andere Aktivitäten bei den Menschen im Vordergrund stehen als Wohnungsbesichtigungen, so dass anschließend auch die Umzugsaktivitäten geringer sind. Es gibt im weiteren Verlauf des Jahres keine weitere Unterbrechung, so dass dem Anstieg bis zum Hochsommer nichts mehr im Wege steht.

Der Grund für den Sommerboom ist also evtl. einfach, dass sich das Dezemberloch erst langsam gegen Anfang des Jahres nivelliert und erst steigende Wohnungsbesichtigungen Anfang des Jahres anschließend zu steigenden Umzugszahlen führen. Umgekehrt scheinen sich in den Monaten Oktober und November hingegen die Menschen auf das Jahresende einzustellen. Die Umzugsaktivitäten nehmen folglich ab.

Zusammenfassung

Der 30. August ist der Tag des Umzugs. Dies ist nach unseren Daten der Tag, an dem statistisch gesehen die meisten Menschen in Deutschland umziehen. Grundlage dieses Ergebnisses waren die Aufträge an Umzugshelfern, die wir vermitteln. Wir haben den Tag des Umzugs in einer zweistufigen Analyse ermittelt. In einem ersten Schritt haben wir den August als den Monat mit den meisten Umzugsaktivitäten ermittelt. In einem zweiten Schritt haben wir über alle Monate des Untersuchungszeitraums gesehen, dass die meisten Umzüge auf den 30. eines Monats fallen. Wir haben in diese Betrachtung alle Monate einbezogen, um den Samstag-Effekt auszuschalten, der aufgetreten wäre, wenn wir lediglich die drei August-Monate des Betrachtungszeitraums analysiert hätten. Da der 31. August 2013 ein Samstag war und der Samstag der beliebteste Umzugstag ist, wäre bei ausschließlicher Betrachtung des August über den dreijährigen Betrachtungszeitraum der 31. August als der Tag mit den meisten Umzügen aufgefallen.

Während das Monatsende als herausragender Zeitpunkt für Umzüge nachvollziehbar ist, hatten wir uns der Frage gewidmet, was ein Grund sein könnte, warum die Menschen eher im Sommer umziehen. Wir konnten keinen besonderen Zusammenhang zwischen den Ferien und den Umzugsaktivitäten ausmachen. Allerdings könnte ein generell höheres Aktivitätsniveau im Frühjahr und Sommer oder umgekehrt das Ende des Weihnachtstiefs der Grund sein. Sicherlich ist hier genügend Freiraum für weitere Studien, die weit in die Psychologie des Menschen hinein ragen.

 

Pressekontakt:

Max Schmitt
Telefon: 0221 1685 1664
E-Mail: max.schmitt@jobruf.de

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