Kin­der­be­treu­ung ab­set­zen

Private Kinderbetreuung absetzenKann man Ba­by­sit­ter steu­er­lich ab­set­zen? Die­se vor al­lem aus fi­nan­zi­el­ler Sicht re­le­van­te Fra­ge wer­den sich nicht we­ni­ge El­tern stel­len, die mit dem Ge­dan­ken spie­len, ein Kin­der­mäd­chen zu en­ga­gie­ren. Wir er­klä­ren im Fol­gen­den, wie Sie in Deutsch­land Ih­re pri­va­te Kin­der­be­treu­ung ab­set­zen kön­nen und wel­che Vor­aus­set­zun­gen da­für er­füllt sein müs­sen.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Als haus­halts­na­he Dienst­lei­sung ab­set­zen

Zwei Drit­tel der Kos­ten ab­setz­bar

Vor­aus­set­zun­gen: Ver­trag und Zah­lungs­wei­se

Auch Be­treu­ung durch Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge ab­setz­bar

Ab­setz­ba­re Kos­ten

Nicht ab­setz­ba­re Kos­ten

Zu­sam­men­fas­sung

Kin­der­be­teu­ung von JOB­RUF

Ba­by­sit­ter ab­set­zen als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung

Tat­säch­lich wur­de 2006 das Ge­setz zu­guns­ten der El­tern so ge­än­dert, dass die Auf­wen­dun­gen für die Kin­der­be­treu­ung als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung – ge­nau­so üb­ri­gens wie die Kos­ten für ei­ne Haus­halts­hil­fe – ab­ge­setzt wer­den kön­nen. Vor­aus­set­zung ist al­ler­dings, dass das be­treu­te Kind jün­ger als 14 Jah­re alt ist.

Hier­bei ist es un­er­heb­lich, ob Sie ihr Kind durch ei­ne Ta­ges­mut­ter, im Kin­der­gar­ten oder an­der­wei­tig be­treu­en las­sen. Die Kos­ten für die Kin­der­be­treu­ung ab­set­zen kön­nen Sie selbst für Au-pair-Mäd­chen, Groß­el­tern oder Be­kann­te.

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Zwei Drit­tel der Kos­ten für die Kin­der­be­treu­ung ab­set­zen

Sie kön­nen zwei Drit­tel Ih­rer Be­treu­ungs­kos­ten mit bis zu 4.000 € jähr­lich gel­tend ma­chen. Hier­bei wird der Be­trag je­weils für ein Kind ge­se­hen. Wer al­so Auf­wen­dun­gen in Hö­he von 6.000 € zu Bu­che ste­hen hat, kann da­von 4.000 € für Ba­by­sit­ting ab­set­zen. Sind es bei­spiels­wei­se 3.000 € Be­treu­ungs­kos­ten, so sind da­von wie­der­um zwei Drit­tel, sprich 2.000 €, ab­zugs­fä­hig (al­le An­ga­ben Stand 2018).Babysitting absetzen kann sich lohnen

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Ver­trag und Zah­lungs­nach­weis als Vor­aus­set­zun­gen

Als Nach­weis be­nö­ti­gen Sie ei­nen Ver­trag für die Kin­der­be­treu­ung, in wel­chem die Ar­beits­be­din­gun­gen schrift­lich fest­ge­hal­ten wer­den. Dar­über hin­aus ist es wich­tig, dass die Ent­loh­nung per Über­wei­sung aus­zahlt wird, wenn Sie die Kin­der­be­treu­ung ab­set­zen möch­ten – ein Kon­to­aus­zug oder Über­wei­sungs­trä­ger reicht hier­zu aus.

Ei­ne Ko­pie des Ver­trags so­wie den Nach­weis Ih­rer Aus­zah­lung rei­chen Sie als An­la­ge Ih­rer Steu­er­er­klä­rung ein­fach am Jah­res­en­de beim Fi­nanz­amt ein und kön­nen sich – wenn al­les kor­rekt ist – über Steu­er­rück­zah­lun­gen freu­en.

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Auch Kin­der­be­treu­ung durch Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ge ab­setz­bar

Auch die Oma als Babysitter absetzenEben­falls kön­nen Sie die Be­treu­ung von Ver­wand­ten gel­tend ma­chen – und so z.B. die Oma als Ba­by­sit­ter steu­er­lich ab­set­zen. Auch hier gilt: Nach­wei­se durch ei­nen Ver­trag und Über­wei­sung der Lohn­kos­ten müs­sen dem Fi­nanz­amt vor­ge­legt wer­den.

In die­sem Fall ist je­doch be­son­de­re Sorg­falt ge­fragt, denn ge­ra­de Ver­trä­ge mit Ver­wand­ten wer­den vom Fis­kus ge­nau­es­tens be­äugt. Ach­ten Sie al­so dar­auf, dass der Ver­trag mit Ih­ren An­ge­hö­ri­gen ei­nem Kon­trakt mit ei­ner ex­ter­nen Be­treu­ungs­per­son ent­spricht. Als Ge­stal­tungs­vor­la­ge kön­nen Sie auch un­ser Mus­ter für ei­nen Kin­der­be­treu­ungs­ver­trag ver­wen­den.

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Wel­che Kos­ten las­sen sich steu­er­lich ab­set­zen?

  • Lohn- und Ge­halts­aus­zah­lun­gen für Ba­by­sit­ter
  • Ho­no­rar für selbst­stän­di­ge Ba­by­sit­ter oder Ta­ges­müt­ter
  • Bei­trä­ge für Kin­der­gär­ten, Kin­der­ta­ges­stät­ten, Kin­der­hor­te, In­ter­na­te oder ähn­li­che Ein­rich­tun­gen
  • Ta­schen­geld für ein Au-Pair-Mäd­chen

Wel­che Kos­ten kön­nen nicht gel­tend ge­macht wer­den?

  • Tanz-, Mu­sik- oder Bal­lett­un­ter­richt
  • Bei­trä­ge zu Sport­ver­ei­nen
  • Nach­hil­fe und Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung – au­ßer Ihr Ba­by­sit­ter macht dies ne­ben­bei
  • Klas­sen­fahr­ten und pri­va­te Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten
  • Spiel­zeug, Bü­cher etc.

Hin­weis:
Eben­falls nicht im Zu­ge der Kin­der­be­treu­ung ab­set­zen kön­nen Sie Ver­pfle­gung oder Es­sens­geld im Kin­der­gar­ten oder in der Schu­le.

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Das Ab­set­zen von Ba­by­sit­ting kann sich loh­nen

Wie Sie fest­ge­stellt ha­ben, sind Aus­ga­ben für Ba­by­sit­ting ab­setz­bar, selbst wenn es sich um ei­ne Be­treu­ung von Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­gen han­delt. Hier­bei gibt es je­doch ei­ni­ge Vor­aus­set­zun­gen, die zu be­ach­ten sind, wie bei­spiels­wei­se ei­ne schrift­li­che und ver­trag­li­che Re­ge­lung und die Über­wei­sung der Ent­loh­nung, um ei­nen Be­leg bei Ih­rem Fi­nanz­amt vor­le­gen zu kön­nen. Die­ser ge­rin­ge Auf­wand lohnt sich je­doch, wenn man be­denkt, dass zwei Drit­tel der Be­treu­ungs­kos­ten (max. 4.000 €) gel­tend ge­macht wer­den kön­nen.

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Stu­den­ten von JOB­RUF un­ter­stüt­zen Sie ger­ne

Jetzt, wo Sie wis­sen, dass Sie die Kos­ten für den Ba­by­sit­ter von der Steu­er ab­set­zen kön­nen, spie­len Sie be­stimmt noch mehr mit dem Ge­dan­ken, Ihr Kind zeit­wei­se mit ei­ner Nan­ny al­lei­ne zu las­sen.

Sie in­ter­es­siert, wo Sie ei­ne gu­te Kin­der­be­treu­ung fin­den kön­nen? Ge­ben Sie hier­für ein­fach nur kos­ten­los ei­ne An­zei­ge bei der JOB­RUF Stu­den­ten­ver­mitt­lung auf! Schon bald er­hal­ten Sie Rück­mel­dun­gen von zu­ver­läs­si­gen und er­fah­re­nen Stu­den­ten, die ger­ne Zeit mit Ih­rem Kind ver­brin­gen wol­len. Be­stimmt ist auch ein pas­sen­der Be­wer­ber für Sie da­bei!

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