Bafög für Stu­den­ten

Bafög für StudentenDas so­ge­nann­te Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz (kurz: Bafög) soll ge­währ­leis­ten, dass jun­ge Men­schen un­ab­hän­gig von so­zia­lem Stand und Ein­kom­men der El­tern die Aus­bil­dung Ih­rer Wahl ab­sol­vie­ren kön­nen. Es ver­steht sich in ers­ter Li­nie als Zu­schuss zu wei­te­ren Ein­nah­me­quel­len.

Um ei­nen ers­ten Über­blick zu ver­schaf­fen, er­klä­ren wir al­les Wich­ti­ge zu den Vor­aus­set­zun­gen des An­spruchs auf Bafög für Stu­den­ten, den Fak­to­ren, die die Hö­he der staat­li­chen Zu­schüs­se be­ein­flus­sen, und zei­gen, wann mit der Rück­zah­lung be­gon­nen wer­den muss.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Vor­aus­set­zun­gen für den An­trag

Hö­he wird in­di­vi­du­ell be­rech­net

Über­sicht mit Bafög-Rech­ner

Auch für Gut­ver­die­ner zu emp­feh­len

Wich­ti­ge Un­ter­la­gen für den An­trag

Rück­zah­lung erst nach En­de der Aus­bil­dung

Nach­läs­se für die Rück­zah­lungs­sum­me mög­lich

Zu­sam­men­fas­sung

Vor­aus­set­zun­gen für den An­trag auf Bafög

Im Vor­hin­ein macht es Sinn zu prü­fen, ob die an­ge­streb­te oder be­reits be­gon­ne­ne Aus­bil­dung grund­sätz­lich för­der­bar ist. Ist dies näm­lich nicht der Fall, kann man sich die Be­an­tra­gung in­klu­si­ve des da­mit ver­bun­de­nen bü­ro­kra­ti­schen Auf­wands spa­ren. Fol­gen­de Fak­to­ren ha­ben Ein­fluss auf den An­spruch auf Bafög für Stu­die­ren­de:

1. Die Aus­bil­dung ist för­de­rungs­fä­hig (§ 2 Abs. 1 Bafög)

För­de­rungs­fä­hig sind be­rufs­qua­li­fi­zie­ren­de Voll­zeit­aus­bil­dun­gen an staat­li­chen oder staat­lich an­er­kann­ten Hoch­schu­len oder Uni­ver­si­tä­ten. Wer wis­sen möch­te, ob die ei­ge­ne Hoch­schu­le die­sen Kri­te­ri­en ge­recht wird, kann sich über die Hoch­schul­su­che des Hoch­schul­kom­pas­ses in­for­mie­ren. Taucht die Bil­dungs­ein­rich­tung nicht in die­ser Lis­te auf, ist da­von aus­zu­ge­hen, dass im ent­spre­chen­den Fall kein An­spruch auf Bafög als Stu­dent be­steht.

Bafög für dua­le Stu­den­ten ist nur dann mög­lich, wenn der mo­nat­li­che Ver­dienst un­ter 450 € liegt (Stand 2018). Da die­se Gren­ze in Nor­mal­fäl­len über­schrit­ten wird, soll­te in der Re­gel im dua­len Stu­di­um nicht mit staat­li­chen Zu­schüs­sen ge­rech­net wer­den.

2. Es han­delt sich um ein Erst­aus­bil­dung (§ 7 Abs. 1b & 2 Bafög)

Bafög kann nicht im Zweit­stu­di­um er­hal­ten wer­den, son­dern le­dig­lich im Erst­stu­di­um. Ei­nem 2. Stu­di­um ist per De­fi­ni­ti­on schon ei­ne an­de­re Aus­bil­dung mit er­folg­rei­chem Hoch­schul­ab­schluss vor­aus­ge­gan­gen. Al­ler­dings be­steht die Op­ti­on der Be­an­tra­gung von Bafög im Mas­ter­stu­di­um, da der Ba­che­lor le­dig­lich ei­nen be­rufs­qua­li­fi­zie­ren­der und kei­nen Hoch­schul­ab­schluss dar­stellt. So­mit gilt der Mas­ter als Wei­ter­füh­rung des Erst­stu­di­ums.

Auch im Fal­le ei­nes Stu­di­en­wech­sels gilt das dar­auf­fol­gen­de Stu­di­um wei­ter­hin als Erst­aus­bil­dung (Ge­naue­res zur För­de­rung im An­schluss an ei­nen Fach­wech­sel in Punkt 5 „Fach­wech­sel aus wich­ti­gem Grund“).

Eben­falls ist Bafög für Stu­den­ten mit ab­ge­schlos­se­ner Be­rufs­aus­bil­dung im dar­auf­fol­gen­den Stu­di­um mög­lich, und zwar wenn in der Leh­re kein An­spruch auf die staat­li­che För­de­rung be­stand; bei be­trieb­li­chen Aus­bil­dun­gen ist das in der Re­gel der Fall. Ent­schei­dend ist da­bei nicht, ob tat­säch­lich Bafög be­zo­gen wur­de, son­dern le­dig­lich der theo­re­ti­sche An­spruch.

Un­ser Tipp:
Ei­ne Über­sicht über al­le för­de­rungs­fä­hi­gen Aus­bil­dungs­stät­ten ge­ben die Aus­bil­dungs­stät­ten­ver­zeich­nis­se der Län­der. Fin­det sich die ent­spre­chen­de Ein­rich­tung nicht in die­sen Lis­ten, ste­hen die Chan­cen nicht schlecht, dass der An­spruch auf Bafög im Stu­di­um be­steht.

3. Bei Stu­di­en­be­ginn jün­ger als 30, im Mas­ter­stu­di­um 35 Jah­re (§ 10 Abs. 2 Bafög)

Wur­de bei Be­ginn ei­nes Stu­di­en­gangs be­reits das 30. Le­bens­jahr voll­endet (an­ders ge­sagt: fällt der 30. Ge­burts­tag vor den Se­mes­ter­start), kann nicht mehr mit ei­ner staat­li­chen Aus­bil­dungs­för­de­rung ge­rech­net wer­den. Aus­nah­men be­stä­ti­gen die Re­gel, so kön­nen Stu­die­ren­de mit Kin­dern sich die Er­zie­hungs­zei­ten an­rech­nen las­sen.

Bei Mas­ter­stu­den­ten steigt die Al­ters­gren­ze auf 35 Jah­re. So­mit be­steht z.B. die Mög­lich­keit, nach ei­nem Ba­che­l­or­ab­schluss noch ei­ni­ge Jahr Be­rufs­er­fah­rung zu sam­meln, oh­ne zu ris­kie­ren, dass ein Mas­ter­stu­di­um zu ei­nem spä­te­ren Zeit­punkt durch Bafög nicht mehr ge­för­dert wird.

4. Die Re­gel­stu­di­en­zeit wur­de noch nicht über­schrit­ten (§ 15a Bafög)

Bafög für Studierende nur in der RegelstudienzeitZu be­ach­ten ist au­ßer­dem, dass die Zah­lun­gen nur bis zum En­de der Re­gel­stu­di­en­zeit ge­leis­tet wer­den. Ei­ne Wei­ter­för­de­rung – et­wa wenn das Stu­di­um ein paar Se­mes­ter län­ger dau­ert – ist nur ein­ge­schränkt mög­lich. Es wird für die­se Zeit dann nur noch ein nor­ma­ler Stu­di­en­kre­dit mit den gän­gi­gen Zin­sen an­ge­bo­ten.

Sind ge­mäß der Be­stim­mun­gen des je­wei­li­gen Stu­di­en­gangs kei­ne Re­gel­stu­di­en­zei­ten an­ge­ge­ben, be­läuft sich die För­de­rungs­höchst­dau­er des Bafögs im Stu­di­um bei uni­ver­si­tä­ren Stu­di­en­gän­gen auf 9 Se­mes­ter, bei Lehr­amts- und Fach­hoch­schul­stu­di­en­gän­gen auf 7 Se­mes­ter zzgl. ei­nes wei­te­ren Se­mes­ters bei län­ge­ren Pra­xis­zei­ten. Auf­bau­stu­di­en­gän­ge wer­den im­mer­hin noch 2 Se­mes­ter ge­för­dert.

5. Bafög nur bei Stu­di­en­wech­sel aus wich­ti­gem oder un­ab­weis­ba­ren Grund (§ 7 Abs. 3 Bafög)

Ein Fach- oder Stu­di­en­wech­sel soll­te dem Bafög-Amt un­mit­tel­bar mit­ge­teilt wer­den. Liegt per De­fi­ni­ti­on ein wich­ti­ger oder un­ab­weis­ba­rer Grund für den Wech­sel vor, bleibt der För­de­rungs­an­spruch in al­ler Re­gel auch bei Auf­nah­me ei­nes neu­en Stu­di­en­gangs be­ste­hen.

Grün­de kön­nen z.B. die man­geln­de Eig­nung für das bis­he­ri­ge Stu­di­en­fach, ein In­ter­es­sen­wech­sel oder die Nicht­zu­las­sung zum Wunsch­stu­di­en­gang dar­stel­len. Die an­ge­ge­be­nen Grün­de für den Ab­bruch des Stu­di­ums soll­ten im­mer, um wei­ter­hin Bafög als Stu­dent zu er­hal­ten, durch aus­rei­chen­de Be­le­ge un­ter­mau­ert wer­den, z.B. die man­geln­de Eig­nung durch die Vor­la­ge un­zu­rei­chen­der Prü­fungs­leis­tun­gen.

Bei ei­nem Wech­sel bis zum 3. Fach­se­mes­ter, in der sog. Ori­en­tie­rungs­pha­se, wird per se von ei­nem wich­ti­gen Grund aus­ge­gan­gen (Re­gel­ver­mu­tung); ei­ne be­son­de­re Be­grün­dung in­klu­si­ve Nach­weis­pflicht muss hier ge­wöhn­lich nicht an­ge­bracht wer­den. Die be­reits ab­sol­vier­ten Se­mes­ter wer­den auch nicht auf die Re­gel­stu­di­en­zeit des zwei­ten Stu­di­en­gangs an­ge­rech­net.

Vor­sicht:
Ein zwei­ter Fach­wech­sel führt da­zu, dass die be­reits im zwei­ten Stu­di­en­gang ab­sol­vier­ten Se­mes­ter von der För­de­rungs­dau­er ab­ge­zo­gen wer­den. Ein Be­zug von Bafög für Stu­den­ten ist zwar bis zum En­de der Re­gel­stu­di­en­zeit des drit­ten Stu­di­en­gangs mög­lich, al­ler­dings nach Ab­lauf der ins­ge­samt be­rech­ne­ten Höchst­för­de­rungs­dau­er nur noch in Form ei­nes ver­zins­li­chen Bank­dar­le­hens.

6. Deut­sche Staats­bür­ger oder Aus­län­der mit Auf­ent­halts­recht oder -ge­neh­mi­gung wer­den ge­för­dert (§ 8 Bafög)

Wei­ter­hin ist der Be­sitz der deut­schen Staats­bür­ger­schaft ob­li­ga­to­risch. Bafög für aus­län­di­sche Stu­den­ten wird nur in Aus­nah­me­fäl­len be­wil­ligt, z.B. wenn dau­er­haf­tes Auf­ent­halts­recht be­steht (El­tern oder Ehe­part­ner sind EU-Bür­ger) oder ei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung mit stän­di­gem Wohn­sitz in Deutsch­land (nicht nur für die Aus­bil­dung!) des aus­län­di­schen Stu­die­ren­den vor­liegt.

Dies ist le­dig­lich als Zu­sam­men­fas­sung der wich­tigs­ten Vor­aus­set­zun­gen für den An­spruch auf Bafög für Stu­die­ren­de zu se­hen. Wer ganz ge­nau Be­scheid wis­sen möch­te, soll­te sich di­rekt im Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz in­for­mie­ren.

Hö­he des Bafögs für Stu­die­ren­de wird in­di­vi­du­ell be­rech­net

Die Hö­he der mo­nat­li­chen För­de­rungs­sum­me wird in­di­vi­du­ell be­rech­net und ist auch ab­hän­gig vom Ein­kom­men der El­tern und – im Fal­le ei­nes An­trags auf Bafög für ver­hei­ra­te­te Stu­den­ten – dem Ver­dienst des Ehe­part­ners. Das Kin­der­geld für Stu­den­ten wird als Frei­be­trag al­ler­dings nicht ein­be­rech­net. Der der­zei­ti­ge mo­nat­li­che Bafög-Höchst­satz für Stu­den­ten liegt bei 735 € (Stand 2018). 

Vor­ab Über­sicht ver­schaf­fen mit ei­nem Bafög-Rech­ner

Höhe des Bafögs wird individuell berechnetWie hoch die letzt­end­lich mo­nat­li­che Ra­te aus­fällt, kann man on­line über ei­nen Bafög-Rech­ner grob be­rech­nen las­sen. Hier­zu gibt man al­le wich­ti­gen An­ga­ben zu Ein­kom­men der El­tern, Kin­der­geld und wei­te­ren Ein­nah­men an und er­hält so zu­min­dest ei­nen Richt­wert.

Die ge­naue Be­rech­nung des Am­tes hängt aber von vie­len klei­nen De­tails (Hö­he der Kalt­mie­te, Ein­künf­te der El­tern, Hö­he der per­sön­li­chen Rück­la­gen etc.) ab und weicht oft­mals von die­sem Richt­wert ein we­nig ab. Als ers­ter An­halts­punkt zur Mo­nats­ra­te lohnt sich der Bafög-Rech­ner al­le­mal.

Bafög-An­trag auch für „Gut­ver­die­ner“ zu emp­feh­len

Bafög für Stu­den­ten wird zur Hälf­te als Zu­schuss ge­währt. Die an­de­re Hälf­te stellt der Staat als zins­frei­es Dar­le­hen zur Ver­fü­gung, wel­ches man nach Ab­schluss des Stu­di­ums zu­rück­zahlt. Auch für Stu­den­ten aus gut­ver­die­nen­dem El­tern­haus lohnt es sich, ei­nen An­trag zu stel­len. Oft­mals wer­den näm­lich vor al­lem Kleinsum­men (bis ca. 125 € mo­nat­lich) nicht be­an­tragt und so­mit dem Staat ge­schenkt.

Wich­ti­ge Un­ter­la­gen für den An­trag auf Bafög im Stu­di­um

Die An­trag­stel­lung auf Leis­tun­gen nach dem Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz – so die kor­rek­te bü­ro­kra­ti­sche Be­zeich­nung – ist mit ein we­nig Auf­wand ver­bun­den. Be­ar­bei­tet wird der An­trag auf Bafög für Stu­die­ren­de vom ört­li­chen Amt für Aus­bil­dung (um­gangs­sprach­lich auch „Bafög-Amt“ ge­nannt). Die­ses ist meis­tens an das Stu­den­ten­werk der Uni­ver­si­tät an­ge­glie­dert. Dort gibt es auch die Vor­dru­cke, die für die An­trags­stel­lung wich­tig sind. Al­ter­na­tiv bie­ten mitt­ler­wei­le vie­le Äm­ter die Mög­lich­keit an, den An­trags­bo­gen on­line aus­zu­fül­len und dann ein­fach aus­zu­dru­cken.

Na­he­zu je­de An­ga­be im An­trags­bo­gen muss durch ent­spre­chen­de Do­ku­men­te be­legt wer­den. Gän­gi­ge Un­ter­la­gen, die dem An­trag bei­le­gen soll­ten, sind:

  • Ko­pie des Per­so­nal­aus­wei­ses und Im­ma­tri­ku­la­ti­ons­be­schei­ni­gung
  • Ko­pi­en von Ge­halts­ab­rech­nun­gen der El­tern (meist der letz­ten drei Mo­na­te oder des Vor­jah­res­zeit­raums)
  • Ko­pi­en von Kon­to­aus­zü­gen des ei­ge­nen Kon­tos
  • Ko­pie des Miet­ver­trags (falls man nicht bei den El­tern wohnt)

Je nach Ein­zel­fall kön­nen wei­te­re Un­ter­la­gen nö­tig wer­den. Wich­tig ist auch ei­ne früh­zei­ti­ge Be­an­tra­gung – am bes­ten schon ei­ni­ge Mo­na­te be­vor die Zah­lung be­gin­nen soll. Be­ar­bei­tungs­zei­ten von meh­re­ren Mo­na­ten sind lei­der kei­ne Aus­nah­me.

Un­ser Tipp:
Vor Ab­ga­be des An­trags ein­fach beim Bafög-Amt per­sön­lich vor­spre­chen und den fer­ti­gen An­trag zur Durch­sicht vor­le­gen. So wer­den lang­wie­ri­ge Rück­fra­gen des Am­tes, wel­che die Be­ar­bei­tung um Wo­chen hin­aus­zö­gern kön­nen, ver­mie­den.

Bafög-Rück­zah­lung für Stu­den­ten erst nach En­de der Aus­bil­dung

Die Rück­zah­lung des zins­frei­en Dar­le­hens, wel­che 50 % der im Stu­di­um er­hal­te­nen Ge­samt­sum­me der Zah­lun­gen be­trägt, be­ginnt 5 Jah­re nach der Aus­zah­lung der letz­ten Ra­te. Die Min­dest­hö­he für die Bafög-Rück­zah­lung von Stu­den­ten liegt der­zeit bei 105  mo­nat­lich (Stand 2018).

Ge­rin­ge­re Ra­ten sind nur dann mög­lich, wenn das Ge­halt kei­ne Zah­lung in Hö­he von 105 € mo­nat­lich zu­lässt. Dies ist der Fall, wenn das Mo­nats­ge­halt un­ter 1145  net­to liegt (Stand 2018). Auch das Pau­sie­ren der Ra­ten­zah­lung – et­wa bei vor­über­ge­hen­der Ar­beits­lo­sig­keit – wird auf An­trag ge­neh­migt. In der Re­gel be­trägt die Pau­se der Rück­zah­lung des im Stu­di­um er­hal­te­nen Bafögs ma­xi­mal ein Jahr.

Üb­li­cher­wei­se wird vier­tel­jähr­lich zu Be­ginn ei­nes Quar­tals ab­ge­bucht (al­so 315  je­weils zum Ja­nu­ar, April, Ju­li und Ok­to­ber ei­nes Jah­res).

Nach­läs­se auf die Rück­zah­lungs­sum­me mög­lich

Grund­sätz­lich müs­sen ma­xi­mal 10.000  zu­rück­ge­zahlt wer­den, auch wenn ei­ne hö­he­re Sum­me als Dar­le­hen er­hal­ten wur­de (Stand 2018). Es gibt al­ler­dings auch ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, die­sen Rück­zah­lungs­be­trag noch ein­mal zu re­du­zie­ren.

Wei­te­re Nach­läs­se sind zum Bei­spiel mög­lich:

  • wenn die Dar­le­hens­sum­me als Ein­mal­zah­lung zu­rück­ge­zahlt wird (bis zu 49 % Er­mä­ßi­gung mög­lich)
  • wenn das Stu­di­um mit über­durch­schnitt­lich gu­ten No­ten ab­ge­schlos­sen wur­de

Kurz vor Be­ginn der Rück­zah­lungs­pha­se in­for­miert das Amt für Aus­bil­dung in ei­nem aus­führ­li­chen Schrei­ben über die ak­tu­ell mög­li­chen Nach­läs­se auf das Bafög im Stu­di­um mit ge­nau­en An­ga­ben und Pro­zent­zah­len.

Un­ser Tipp:
Dem Bafög-Amt soll­te zu je­der Zeit die ak­tu­el­le An­schrift vor­liegt. So wird si­cher­ge­stellt, dass das wich­ti­ge Hin­weis­schrei­ben des Am­tes vor Be­ginn der Rück­zah­lungs­pha­se auch an­kommt. Adres­ser­mitt­lungs­ver­fah­ren des Am­tes sind teu­er und wer­den zu­sätz­lich in Rech­nung ge­stellt.

Das Wich­tigs­te zum Bafög für Stu­den­ten im Über­blick:

  • Aus­bil­dung muss för­der­fä­hig sein (§ 2 Abs. 1 Bafög)
  • Nur Erst­aus­bil­dun­gen wer­den ge­för­dert; ein Mas­ter­stu­di­um zählt da­zu (§ 7 Abs. 1b & 2 Bafög)
  • Bei Be­ginn des Ba­che­lors jün­ger als 30, beim Mas­ter 35 Jah­re (§ 10 Abs. 2 Bafög)
  • Kei­ne Über­schrei­tung der Re­gel­stu­di­en­zeit (§ 15a Bafög)
  • Stu­di­en­wech­sel nur aus nach­weis­li­chem Grund; bis zum 3. Se­mes­ter Re­gel­ver­mu­tung (§ 7 Bafög Abs. 3)
  • För­de­rung von Aus­län­dern nur mit Auf­ent­halts­recht oder -ge­neh­mi­gung (§ 8 Bafög)
  • Hö­he des Bafögs ab­hän­gig vom Ein­kom­men der El­tern bzw. des Ehe­part­ners und sons­ti­gen Ein­künf­ten
  • An­trag auf Bafög für Stu­den­ten lohnt sich auch für „Gut­ver­die­ner“
  • Rück­zah­lung be­ginnt 5 Jah­re nach der Aus­bil­dung; Nach­läs­se mög­lich

 

Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© Vik­tor Ha­na­cek / pic­jum­bo.com (App­le, the App­le Lo­go and Macbook are trade­marks of App­le Inc., re­gis­te­red in Ger­ma­ny and other coun­tries)
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