Decke und Dachschräge tapezieren Anleitung in 6 Schritten

Decke und Dachschräge tapezieren

Ohne richtige Anleitung gehört das Decke Tapezieren zu den komplizierteren Aufgaben einer Renovierung. Der kleinste Fehler beim Kleistern kann, bedingt durch die Schwerkraft, dafür sorgen, dass die Tapete Ihnen schon bald in Bahnen von der Decke hängt – eine zusätzliche optische Raumtrennung, auf die Sie sicher gerne verzichten würden.

Raum vor dem Decke Tapezieren ausmessenUm Sie bei der Deckenrenovierung zu unterstützen, erklären wir, welche Materialien Sie benötigen, was zur Vorbereitung wichtig ist und wie Sie schließlich in 6 einfachen Schritten die Zimmerdecke und darüber hinaus auch eine Dachschräge richtig tapezieren können.

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Raum vorher ausmessen

Diese Materialien und Hilfsmittel sind wichtig

Vorarbeiten zum Tapezieren der Zimmerdecke in 5 Schritten

Das Tapezieren der Decke in 6 Schritten

Anleitung Dachschräge tapezieren

Lassen Sie sich von Studenten helfen

Raum vorher ausmessen

Zuerst sollten Sie durch Ausmessen Ihres Raumes in Erfahrung bringen, wie viel Tapete Sie benötigen. Kommen Sie hierbei bloß nicht auf die glorreiche Idee, stundenlang auf einer Leiter herumzukraxeln, um die Ausmaße Ihrer Decke zu erfassen. Messen Sie lieber die Grundfläche Ihres Zimmers auf dem Boden aus. In der Regel dürfte diese nicht von Ihrer Deckenfläche unterscheiden.

 Hinweis:
Seien Sie nicht zu sparsam und kalkulieren Sie noch ein paar Meter Tapete mehr ein. Gerade wenn Sie absoluter Neuling sind, sollten Sie ein bisschen Schwund einberechnen.

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Diese Materialien und Hilfsmittel sind wichtig

Anschließend steht der Weg in den Baumarkt oder Fachhandel an. Sofern nicht schon in Ihrem Besitz, sollten diese Materialien und Hilfsmittel zum Decke Tapezieren auf Ihrem Einkaufszettel stehen:

  • Tapete (Deckenrenovierung mit Vlies-, Raufaser- oder Glasfasertapete möglich)
  • Kleister (Sorte abhängig von der Tapetenart)
  • Tapeziertisch
  • Kleisterpinsel
  • Tapezierbürste
  • Tapetenmesser oder eine gut geschärfte Schere (für das Zuschneiden der Tapete und die Bearbeitung des Übergangs Wand Decke)
  • Nagelroller
  • einen Besen
  • eine Leiter
  • Zollstock oder Maßband
  • eine Schlagschnur
  • Abdeckfolie
  • Und falls noch alte Tapeten entfernt werden müssen: Spachtel, Spülmittel und ein Schwamm

 Unser Tipp:
Wenn Sie lediglich Ihre Zimmerdecke tapezieren möchten, passen Sie Tapetenart und -farbe dem bereits verwendeten Material an. Ein einheitlich gestalteter Raum macht immer einen besseren Eindruck.

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Vorarbeiten zum Tapezieren der Zimmerdecke in 5 Schritten

Planen Sie für die Vorarbeiten ausreichend Zeit ein. Besonders das Entfernen der alten Tapeten kann abhängig davon, wie oft schon überstrichen wurde, gut und gerne einen Vormittag in Anspruch nehmen. Und lassen Sie sich unbedingt helfen. Zu zweit geht es nicht nur schneller, sondern die Arbeit macht auch deutlich mehr Spaß!

Schritt 1: Boden auslegen

Als Erstes legen Sie den kompletten Boden mit Abdeckfolie aus und schützen Fußleisten zusätzlich mit Malerkrepp. Obwohl noch nicht getrockneter Kleister mit einem nassen Schwamm relativ gut zu entfernen ist, kann die Klebemasse vor allem Teppichböden empfindlichen Schaden zufügen.Vorher Lampen entfernen

Schritt 2: Lampen entfernen

Entfernen Sie im Vorhinein alle Deckenleuchten aus dem entsprechenden Zimmer. Die Kabel und Lüsterklemmen können Sie vor dem Tapezieren der Decke hängen lassen und später übertapezieren. Vergessen Sie auf keinen Fall, im Vorhinein die entsprechenden Sicherungen abzuschalten. Ein Stromschlag ist äußerst gefährlich und beendet die Tapezierarbeiten, bevor diese richtig begonnen haben.

Schritt 3: Alte Tapeten entfernen

Befinden sich noch alte Tapeten bzw. Tapetenreste auf Ihrer Decke, sollten Sie diese vorher entfernen. Raufaser feuchten Sie einfach mit etwas Spülmittel an und ziehen diese anschließend einfach ab. Bereits mehrfach überstrichene Tapeten müssen unter Umständen noch mit einem Nagelroller vorbereitet werden. Glasfaser- und Vliestapeten lassen sich oft ganz einfach direkt trocken von der Decke ziehen.

Wollen Sie direkt auf Putz oder Beton Ihre Decke selber tapezieren, sollten Sie den Untergrund vorbereiten, indem Sie eine Grundierung auftragen. So gehen Sie sicher, dass der Kleister an der Oberfläche gut haftet.Tapeten zuschneiden

Schritt 4: Tapeten zuschneiden

Schneiden Sie die Tapeten mit einem Überstand von 10 cm (5 cm auf jeder Seite) mit einem Tapetenmesser oder einer Schere auf die richtige Länge zu. Sparen Sie sich noch etwas „Rohmaterial“ auf. Kleben Sie die Tapete später in eine Fensternische, müssen Sie die Bahnen individuell länger zuschneiden.

Wenn Sie eine Dachschräge tapezieren möchten, ist ein Überstand von 5 cm ausreichend. Messen Sie die Dachschräge im Vorhinein noch einmal genau aus.

Schritt 5: Kleister anrühren

Als letzten Schritt der Vorbereitungen bereiten Sie den Tapetenkleister vor. Um zu vermeiden, dass die Klebemasse verklumpt, rühren Sie beim Hinzugeben des Pulvers ständig um, z.B. mit einem Stück Holz. Sollten Sie sich für etwas teureren Flüssigkleister entschieden haben, bleibt Ihnen dieser Arbeitsschritt erspart.Decke tapezieren mit Raufaser, Vlies oder Glasfaser

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Das Tapezieren der Decke in 6 Schritten

Es empfiehlt sich, die Decken zu tapezieren, bevor Sie sich die Wände vornehmen. Herabtropfender Kleister kann so problemlos von den Wänden entfernt und der Übergang Wand Decke durch diese Methode besser verarbeitet werden.

Anfängern empfehlen wir – falls mit der Wandtapete vereinbar –, die Decke mit Raufaser zu tapezieren. Diese Tapete ist leichter als Vliestapete oder Glasfaser und löst sich demzufolge nach der Deckenrenovierung bei kleineren Fehlern nicht so schnell wieder ab.

Und wichtig: Arbeiten Sie immer zu zweit. Alleine tapezieren sollten nur ausgewiesene Profis und Heimwerker, die schon umfassende Erfahrung mitbringen.

Schritt 1: Tapete (oder Decke) einkleistern

Unmittelbar vor der Arbeit werden, sofern Sie mit Raufaser arbeiten möchten, die Tapetenbahnen auf dem Tapeziertisch eingekleistert. Um das Material vor zu schnellem Austrocknen zu schützen, legen Sie die Reihen am besten im Verhältnis 2/3 zu 1/3 zusammen.

Beim Decke Tapezieren mit Vlies oder Glasfaser wird der Kleister zunächst auf die Fläche aufgetragen und die Tapetenbahnen anschließend direkt angedrückt.

 Unser Tipp:
Lassen Sie zwischen dem Einkleistern und Tapezieren nicht zu viel Zeit vergehen, sonst haftet das Material nicht richtig. Raufasertapete sollten Sie allerdings noch einige Minuten ruhen lassen, damit diese sich noch etwas „weichen“ kann.

Schritt 2: Erste Bahn an die Decke tapezieren

Bevor Sie die erste Bahn an Ihre Decke tapezieren, ziehen Sie mithilfe der Schlagschnur eine parallele Linie zur Seitenwand im Abstand von etwas weniger als einer Tapetenbreite. Bei einer Standardbreite von 53cm sollte der Abstand demzufolge ca. 50 cm betragen. Dadurch können Unregelmäßigkeiten in der Deckenoberfläche ausgeglichen werden.

Auch bez. der Richtung gilt: Beachten Sie beim Tapezieren Ihrer Decke den Lichteinfall, indem Sie immer von der Hauptlichtquelle des Raumes wegarbeiten. So vermeiden Sie unschöne Kantenschattierungen. Anschließend können Sie einfach in Richtung der gegenüberliegenden Zimmerseite weiterarbeiten.

Schritt 3: Tapete andrücken

Beim Andrücken der Tapete kommt nun der wichtige zweite Helfer zum Einsatz. Während Sie auf der Leiter stehen und die Feinarbeiten übernehmen, sollte sich Ihr Helfer hinter Ihnen positionieren und die Tapetenbahn mit dem Besen hochhalten, so dass diese Sie nicht beim Arbeiten behindert.

Übergang Wand Decke tapezierenDarüber hinaus kann durch gezielten Einsatz des Besens die Tapete nachgestrichen werden, was im Regelfall für zusätzlichen Halt sorgt. Jetzt wissen Sie auch, warum es wenig sinnvoll ist, die Decke alleine zu tapezieren.

Schritt 4: Falz abschneiden

Die überstehenden Tapetenenden drücken Sie zunächst fest bis ein Falz entsteht und lösen diese anschließend wieder ein Stück von der Decke, um die Enden auf Höhe des Falzes mit dem Tapeziermesser oder einer scharfen Schere abzuschneiden. Nun können Sie die Tapeten bündig wieder anlegen und sorgsam andrücken.

Schritt 5: Weitere Bahnen an die Zimmerdecke tapezieren

Nach dem gleichen Prinzip können Sie jetzt die verbleibenden Reihen an die Zimmerdecke tapezieren. Entweder können Sie direkt auf Stoß – also die Bahnen exakt aneinander – kleben oder die Kanten leicht überlappend tapezieren. Die überstehenden Ränder können Sie im Anschluss einfach mit einem Tapetenmesser abschneiden.

Um die Kanten zusätzlich zu fixieren und einem späteren Ablösen effektiv vorzubeugen, bietet es sich an, diese unter Zuhilfenahme eines Nahtrollers (für 5-10 € im Baumarkt erhältlich) zu bearbeiten. Mit diesem fahren Sie nach dem Decken Tapezieren noch einmal über die Ränder der noch feuchten Tapetenreihen.

Schritt 6: In Nischen und über Lampen tapezieren

Endet eine Bahn an einer Aussparung oder Nische – z.B. direkt an einem Fenster –, schneiden Sie die Tapete vorher mit einem Diagonalschnitt einfach an der Ecke ein, kleben die Bahn in die Nische und den verbleibenden Teil der Tapete einfach als Überstand zunächst an die Wand. Anschließend können Sie den Falz einfach wie gewohnt wieder abtrennen.

Wenn Sie auf Lampenkabel stoßen, ist die Vorgehensweise ebenfalls denkbar einfach: Versehen Sie die Tapetenbahn an der entsprechenden Stelle mit einem Kreuzschnitt und führen Sie die Kabel inklusive der Lüsterklemme einfach direkt durch die Aussparung hindurch. Die entsprechende Reihe können Sie wie gewohnt an ihre Decke tapezieren.

Nach einer Trockenzeit von 12-24 Stunden sollte es möglich sein, mit dem Streichen der Decke zu beginnen.Dachschräge tapezieren

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Anleitung Dachschräge tapezieren

Beim Tapezieren der Dachschräge sollte der Übergang zwischen Wand und Tapete auf keinen Fall mit einer durchgehenden Tapetenbahn überbrückt werden. Dies hat den Grund, dass die Tapete bei dieser Systematik dazu neigt, sich mit der Zeit im Knick zwischen der Dachschräge und der Decke abzulösen. Dadurch entstehen unschöne Beulen, welche sich nach dem Dachschräge Tapezieren schwer beseitigen lassen.

Stattdessen empfiehlt es sich, die Dachschräge beim Tapezieren mit einer zusätzlichen Tapetenreihe zu verkleiden. Beim Zuschneiden sollte ein Überstand von 5 cm gelassen werden. Dieser wird allerdings nicht analog zum Decken Tapezieren an dem Falz abgetrennt, sondern komplett aufgeklebt. Anschließend kann beim Verkleiden der Decke das überstehende Stück überklebt werden.

Aufgrund dieser Vorgehensweise empfiehlt sich die Reihenfolge erst Dachschräge, anschließend Zimmerdecke tapezieren.

 Unser Tipp:
Lassen Sie nur einen kleinen Überschuss, wenn Sie den Übergang Wand Decke tapezieren. Gerade bei dicker Raufasertapete besteht ansonsten die Gefahr einer sichtbaren Ausbeulung durch die doppelte Beschichtung.

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Lassen Sie sich von Studenten helfen

Wie beschrieben erleichtert gerade beim Tapezieren der Decke ein zweiter Helfer die Arbeit allgemein. Oft wird genau in diesen Situationen der Freundeskreis von einer unerklärlichen Grippewelle geplagt und niemand erklärt sich bereit, Ihnen zu helfen.

Kein Grund zur Verzweiflung: Finden Sie einfach bei der Studentenvermittlung JOBRUF zuverlässige Renovierungshelfer – kurzfristig und oft aus Ihrer Nähe. Stellen Sie einfach nur eine kostenlose Anfrage! Schon bald erhalten Sie die Kontaktdaten von handwerklich begabten Studenten, die Ihnen gerne tatkräftig bei Ihrer Renovierung zur Seite stehen – natürlich auch beim Streichen.

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