Haus­halts­hil­fe steu­er­lich ab­set­zen

In Deutsch­land be­steht durch den Ge­setz­ge­ber die Mög­lich­keit, Ih­re pri­va­te Putz­frau steu­er­lich ab­set­zen zu las­sen und sich so­mit ei­nen Teil der Auf­wen­dun­gen für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen zu­rück­ho­len.

Wir er­läu­tern Ih­nen, wie dies geht und was Sie bei der Steu­er­er­klä­rung an­ge­ben müs­sen, da­mit Ih­re Aus­ga­ben auch vom Fi­nanz­amt an­er­kannt wer­den.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Haus­halts­hil­fe als Mi­ni­job­ber ab­set­zen

Putz­frau als Mi­di­job­ber ab­set­zen

Putz­fir­ma ab­set­zen

Steu­er­er­klä­rung aus­fül­len

Re­ge­lung der Lohn­aus­zah­lung

Putz­hil­fe steu­er­lich ab­set­zen: Bei Mi­ni­job kein Pro­blem

Wann man Kos­ten für die Putz­frau steu­er­lich ab­set­zen kann, hängt maß­geb­lich da­von ab, ob Sie ei­ne pri­va­te Aus­hil­fe be­schäf­ti­gen oder ei­nen selbst­stän­di­gen Dienst­leis­ter en­ga­gie­ren.

Die meis­ten Ar­beit­ge­ber be­schäf­ti­gen ei­ne Rei­ni­gungs­kraft auf Mi­ni­job-Ba­sis. Für die­ses im Fach­ter­mi­nus „haus­halts­na­he Dienst­leis­tung“ ge­nann­te Tä­tig­keit kön­nen Sie rund 20 % der Ge­samt­auf­wen­dun­gen zu­rück­er­stat­tet be­kom­men, al­ler­dings ma­xi­mal 510 € jähr­lich.

Zum Jah­res­en­de über­sen­det Ih­nen die Mi­ni­job-Zen­tra­le ei­ne Be­schei­ni­gung über die ge­leis­te­ten Zah­lun­gen für Ih­re Putz­frau. Die­sen Be­leg be­nö­ti­gen Sie dann für Ih­re Steu­er­er­klä­rung.

Bei­spiel:
Sie ha­ben in­klu­si­ve der An­mel­dung über die Mi­ni­job­zen­tra­le mo­nat­li­che Ge­samt­kos­ten von 200 € für Ih­re Putz­kraft. Im Jahr ge­ben Sie al­so 2.400 € für Ih­re Aus­hil­fe aus. 20 % da­von (= 480 €) kön­nen Sie von der Steu­er ab­set­zen. So­mit be­lau­fen sich die tat­säch­li­chen Ge­samt­kos­ten auf 2.400 - 480 = 1.920 €.

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So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Tä­tig­keit (Mi­di­job) ab­set­zen

Auch bei ei­ner so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Tä­tig­keit mit ei­nem mo­nat­li­chen Ver­dienst von 450 - 1300 € mo­nat­lich (Mi­di­job) im Pri­vat­haus­halt kön­nen Sie 20% der Auf­wen­dun­gen im Jahr von der Steu­er ab­set­zen. Je­doch gibt es auch hier ei­ne Ver­dienst­gren­ze: Ma­xi­mal 4000 €/Jahr kön­nen bei der Steu­er gel­tend ge­macht wer­den.

Im Fol­gen­den ha­ben stel­len wir Ih­nen ei­ne ein­fa­che Bei­spiel­rech­nung für die so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung ei­ner Haus­halts­hil­fe zur Ver­fü­gung, mit der Sie den fi­nan­zi­el­len Auf­wand un­ge­fähr ein­schät­zen kön­nen.

Auf­stel­lung der Kos­ten für ei­ne Putz­hil­fe im Mi­di­job
Ein­zel­pos­ten Be­trag in Eu­ro
Mo­nat­li­cher Lohn 550 €
So­zi­al­ab­ga­ben für Sie als Ar­beit­ge­ber 106,56 €
Mo­nat­li­che Ge­samt­kos­ten 656,56 €
Jähr­li­che Ge­samt­kos­ten 7878,72 €
Ab­setz­ba­rer Be­trag (= 20 %) pro Jahr 1575,74 €
Tat­säch­li­che Ge­samt­kos­ten 6302,98 €

Un­ser Tipp:
Noch ge­naue­re Aus­kunft zur fi­nan­zi­el­len Be­las­tung bei An­stel­lung ei­ner Ar­beits­kraft lie­fert Ih­nen der Ge­halts­rech­ner für Ar­beit­ge­ber. Hier kön­nen Sie auf den Cent ge­nau die zu er­war­ten­den Ab­ga­ben er­mit­teln.

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Steu­er­be­güns­ti­gun­gen bei Be­auf­tra­gung ei­ner Putz­fir­ma

Be­schäf­ti­gen Sie ei­nen selbst­stän­di­gen Dienst­leis­ter, kön­nen Sie 20% der Lohn­kos­ten im Jahr steu­er­lich ab­set­zen. Auch hier gilt die Aus­ga­ben­gren­ze von  4000 €/Jahr. Zu­sätz­lich ist es hier zwin­gend not­wen­dig, dass Sie die Putz­fir­ma per Über­wei­sung von Ih­rem Bank­kon­to auf das of­fi­zi­ell auf der Rech­nung der Fir­ma ge­nann­te Bank­kon­to be­zah­len. Bar­zah­lun­gen oder Über­wei­sun­gen an in­of­fi­zi­el­le Kon­ten oder Pri­vat­gi­ro­kon­ten wer­den vom Fi­nanz­amt nicht ak­zep­tiert.  

Formular für die SteuererklärungAls Aus­ga­be­nach­weis las­sen Sie sich mo­nat­li­che ei­ne Rech­nung des Dienst­leis­ters aus­stel­len. Ach­ten Sie dar­auf, dass auf der Rech­nung die Ar­beits- und Ma­te­ri­al­kos­ten ge­trennt von­ein­an­der aus­ge­wie­sen wer­den. Denn nur die Ar­beits­kos­ten und die dar­auf ent­fal­len­de Mehr­wert­steu­er sind steu­er­lich be­güns­tigt. Für die Ma­te­ri­al­kos­ten be­steht kein An­spruch auf Rück­erstat­tung durch das Fi­nanz­amt. 

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Not­wen­di­ge An­ga­ben in der Steu­er­er­klä­rung

Haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen ge­ben Sie in Ih­rer Steu­er­er­klä­rung ab Zei­le 71 auf Sei­te 3 des Haupt­aus­drucks an. In der Steu­er­er­klä­rung wird auch nach der Art der Be­schäf­ti­gung Ih­rer Haus­halts­hil­fe un­ter­schie­den:

  • Be­schäf­ti­gen Sie Ih­re Haus­halts­hil­fe auf Mi­ni­job-Ba­sis tra­gen Sie die Art der Tä­tig­keit so­wie die Ge­samt­auf­wen­dun­gen für die­se ge­ring­fü­gi­ge Be­schäf­ti­gung im Pri­vat­haus­halt in Ih­rer Steu­er­er­klä­rung in Zei­le 71 ein.
  • Die Auf­wen­dun­gen für ei­ne So­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Tä­tig­keit oder ei­nen selbst­stän­di­gen Dienst­leis­ter tra­gen Sie hin­ge­gen in Zei­le 72 ein.

Bei Fra­gen zur Aus­fül­lung der Steu­er­er­klä­rung soll­ten Sie nicht zö­gern, Ihr Fi­nanz­amt oder ei­nen Steu­er­be­ra­ter zu fra­gen. Oft­mals än­dern sich die Vor­la­gen der Steu­er­er­klä­rung näm­lich ge­ring­fü­gig von Jahr zu Jahr.

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Lohn­aus­zah­lung per Bank­über­wei­sung emp­foh­len

Da­mit Sie die Kos­ten für die Ge­samt­auf­wen­dun­gen vor dem Fi­nanz­amt nach­wei­sen kön­nen, ist es wich­tig, dass Sie den Lohn von Ih­rem Kon­to auf ein Bank­kon­to über­wei­sen. Nur dann kön­nen Ih­re Kon­to­aus­zü­ge, die jähr­li­che Be­schei­ni­gung der Mi­ni­job-Zen­tra­le, die Lohn­ab­rech­nun­gen oder die Rech­nun­gen des selbst­stän­di­gen Dienst­leis­ters als Nach­weis über die Zah­lun­gen die­nen.

Bar­aus­zah­lun­gen oder rei­ne Quit­tun­gen wer­den von der über­wie­gen­den Mehr­zahl der Fi­nanz­äm­ter nicht ak­zep­tiert. Da­durch ver­schenk­ten Sie durch ei­nen rei­nen Form­feh­ler oft­mals meh­re­re hun­dert Eu­ro jähr­lich!

Hin­weis:
Ih­rer Steu­er­er­klä­rung müs­sen Sie kei­ne Be­le­ge über die­se Zah­lun­gen mehr bei­fü­gen. Seit dem 01.01.2018 gilt statt der Be­leg­vor­la­ge­pflicht nur noch die Be­leg­vor­hal­te­pflicht. Das Fi­nanz­amt for­dert die Be­le­ge nur bei Be­darf an. Be­wah­ren Sie die­se des­halb gut auf!

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