An­la­gen in der Be­wer­bung

Reihenfolge der Anlagen in der BewerbungDas Ab­itur mit der No­te 1,0 be­stan­den, den Har­vard Ab­schluss schon nach 4 Se­mes­tern in der Ta­sche und Prak­ti­ka in re­nom­mier­ten Un­ter­neh­mens­be­ra­tun­gen ab­sol­viert – mit die­sem Le­bens­lauf steht der er­folg­rei­chen Be­wer­bung auf den Traum­job nichts mehr im We­ge. Lei­der taugt die tolls­te Vi­ta oh­ne ent­spre­chen­de Be­le­ge nicht viel. Aus die­sem Grund soll­test du An­la­gen der Be­wer­bung bei­fü­gen, die dei­nen in­di­vi­du­el­len Le­bens­weg nach­voll­zieh­bar und trans­pa­rent ma­chen.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Wich­tigs­te Sta­tio­nen be­le­gen

Qua­li­tät statt Quan­ti­tät

Rei­hen­fol­ge der An­la­gen

Deck­blatt als Ori­en­tie­rungs­hil­fe

An­la­gen for­ma­tie­ren

Stu­den­ten­jobs bei JOB­RUF

Die wich­tigs­ten Sta­tio­nen be­le­gen

Grund­sätz­lich ge­hört je­de An­la­ge in die Be­wer­bung, die wich­ti­ge Sta­tio­nen dei­nes Wer­de­gangs mar­kiert. Da­zu zäh­len:

  • das be­rufs­be­fä­hi­gen­de Ab­schluss­zeug­nis der wei­ter­füh­ren­den Schu­le (Ab­itur­zeug­nis, Re­al­schul­zeug­nis, etc.)
  • Zeug­nis­se von Uni­ver­si­täts-, Fach­hoch­schul- und Aus­bil­dungs­ab­schlüs­se
  • Wei­ter­bil­dungs­be­le­ge und Ar­beits­zeug­nis­se
  • Lis­te der Ver­öf­fent­li­chun­gen (falls vor­han­den)
  • Ar­beits­pro­ben (z.B. Tex­te oder Ar­ti­kel bei ei­ner Be­wer­bung im jour­na­lis­ti­schen Be­reich; falls ge­for­dert)
  • Be­schei­ni­gun­gen über Ne­ben­jobs oder eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment (nur für Be­rufs­ein­stei­ger, die noch kei­ne Ar­beits­zeug­nis­se vor­le­gen kön­nen)

 Hin­weis:
Die An­la­gen soll­ten dei­ne im Le­bens­lauf ge­tä­tig­ten An­ga­ben stüt­zen. Ein feh­len­des Do­ku­ment bie­tet Raum für Spe­ku­la­tio­nen und lässt auf Lü­cken im Le­bens­lauf schlie­ßen. Per­so­na­ler ha­ben in der Re­gel we­der die Lust noch die Res­sour­cen, aus un­voll­stän­di­gen An­ga­ben die ent­spre­chen­den Schlüs­se zu zie­hen. Die Fol­ge ist, dass dei­ne Be­wer­bung nicht be­rück­sich­tigt wird.

Bewerbungsanschreiben mit Füller
Teil­wei­se kön­nen Zeug­nis­se an­de­re An­la­gen glei­cher Art er­set­zen. Wenn du zum Bei­spiel dein Ab­itur in der Ta­sche hast, musst du die Be­schei­ni­gung zur er­wor­be­nen Fach­hoch­schul­rei­fe nicht mehr vor­le­gen.

Ei­ne Aus­nah­me bil­det hier das Ab­itur­zeug­nis. Auch wenn du mit dem Ba­che­lor oder Mas­ter ei­nen be­rufs­qua­li­fi­zie­ren­den Ab­schluss er­wor­ben hast, soll­test du – ge­ra­de wenn du dich bei gro­ßen Un­ter­neh­men be­wirbst – in je­dem Fall den Nach­weis dei­ner Hoch­schul­rei­fe an die Be­wer­bung an­hän­gen. Un­ter­neh­men zie­hen oft an­hand dei­ner schu­li­schen Leis­tun­gen Rück­schlüs­se auf dei­ne Fä­hig­kei­ten in an­de­ren, fach­frem­den Be­rei­chen.

Um­fang der An­la­gen: Qua­li­tät statt Quan­ti­tät

Ach­te ge­ra­de bei um­fang­rei­cher Be­rufs- bzw. Prak­ti­kums­er­fah­rung dar­auf, dass der Um­fang der An­la­gen in der Be­wer­bung nicht den Rah­men sprengt. Hier hat sich bei Be­rufs­ein­stei­gern die Faust­re­gel von max. 20 Sei­ten durch­ge­setzt. Es emp­fiehlt sich, bei der Aus­wahl der rich­ti­gen An­la­gen dem Prin­zip Klas­se statt Mas­se zu fol­gen.

Do­ku­men­te wie das schon an­ge­spro­che­ne Ab­itur­zeug­nis und – falls vor­han­den – be­rufs­qua­li­fi­zie­ren­de Zeug­nis­se sind ob­li­ga­to­risch. So­wie ei­nem Mo­ti­va­ti­ons­schrei­ben, wenn es ver­langt wird. Ar­beits­zeug­nis­se, Re­fe­ren­zen oder Emp­feh­lungs­schrei­ben soll­ten nur an­ge­fügt wer­den, wenn die­se für die aus­ge­schrie­be­ne Stel­le re­le­vant sind und ins­ge­samt höchs­tens drei Sei­ten um­fas­sen.

Rei­hen­fol­ge der An­la­gen in der Be­wer­bung am Le­bens­lauf ori­en­tie­ren

Briefkopf eines LebenslaufesPer­so­na­ler schau­en sich Le­bens­lauf und An­la­gen oft par­al­lel an und möch­ten nicht viel Zeit dar­auf ver­wen­den, die ent­spre­chen­den Be­le­ge müh­sam ein­zeln her­aus­zu­su­chen. Des­we­gen macht es Sinn, die Rei­hen­fol­ge der An­la­gen in der Be­wer­bung am Auf­bau des Le­bens­lau­fes aus­zu­rich­ten. Da die­ser in der Re­gel in chro­no­lo­gisch ab­stei­gend an­ge­ord­net wird, soll­test du die­ses Sche­ma auch bei dei­nen An­la­gen an­wen­den. Das be­deu­tet, dass das ak­tu­ells­te Zeug­nis bzw. Ar­beits­zeug­nis zu­erst an­ge­hängt wird.

Deck­blatt für An­la­gen als prak­ti­sche Ori­en­tie­rungs­hil­fe

In dem Fall, dass du mehr als drei Do­ku­men­te an­fü­gen möch­test, emp­fiehlt sich die Ver­wen­dung ei­nes Deck­blat­tes. Hier kannst du in der Be­wer­bung dei­ne An­la­gen auf­lis­ten. Be­wer­ber mit Be­rufs­er­fah­rung und ent­spre­chen­den Ar­beits­zeug­nis­sen bzw. Wei­ter­bil­dungs­be­le­gen ge­ben so dem Per­so­na­ler ei­ne Ori­en­tie­rungs­hil­fe an die Hand, die Un­ter­neh­men da­zu nut­zen kön­nen, oh­ne viel Zeit­auf­wand re­le­van­te Be­le­ge her­aus­zu­su­chen. Ei­ne gut sor­tier­te Be­wer­bung wird im Zwei­fels­fall eher in Er­in­ne­rung blei­ben als ein Kau­der­welsch aus un­ge­ord­ne­ten Be­le­gen.

 Hin­weis:
Die An­la­gen wer­den – un­ab­hän­gig da­von, ob du ein Deck­blatt ver­wen­dest oder nicht – im An­schrei­ben nicht mehr de­zi­diert auf­ge­führt. Ein kur­zer Ver­merk mit zwei bis drei Zei­len Ab­stand un­ter­halb der Un­ter­schrift ge­nügt, um auf den An­hang hin­zu­wei­sen.

An­la­gen in der E-Mail-Be­wer­bung for­ma­tie­ren

Die On­line-Be­wer­bung hat mitt­ler­wei­le der klas­si­schen Be­wer­bungs­map­pe ge­ra­de in gro­ßen Un­ter­neh­men als Stan­dard­ver­fah­ren den Rang ab­ge­lau­fen. Selbst­ver­ständ­lich soll­test du auch die­ser – auf den ers­ten Blick be­que­me­ren – Va­ri­an­te al­le wich­ti­gen An­la­gen an­fü­gen. Es emp­fiehlt sich, die gan­ze Be­wer­bung mit­samt den ent­spre­chen­den Be­le­gen in ei­ne pdf-Da­tei zu kon­ver­tie­ren und als An­hang ei­ner Email zu ver­sen­den. Das er­leich­tert dem Un­ter­neh­men die Zu­ord­nung und es be­steht kei­ne Ge­fahr, dass Tei­le dei­ner Be­wer­bung ver­lo­ren ge­hen.

Soll­test du noch kein ent­spre­chen­des Kon­ver­tie­rungs­pro­gramm dein Ei­gen nen­nen, kannst du dir ei­nen kos­ten­lo­sen Pdf-Crea­tor down­loa­den. Da­mit las­sen sich so­wohl ein­zel­ne als auch meh­re­re Do­ku­men­te in ei­ne Pdf-Da­tei kon­ver­tie­ren. An­schlie­ßend kannst du Le­bens­lauf, An­schrei­ben und An­la­gen in dei­ner E-Mail Be­wer­bung be­quem zu­sam­men­ge­fasst ver­schi­cken – und dich hof­fent­lich schon kurz dar­auf über die Ein­la­dung zum Be­wer­bungs­ge­spräch freu­en.

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Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© "NYC #9" by Tho­mas Leuthard is li­cen­s­ed un­der CC by 2.0 (si­ze chan­ged)
© "Mus­ter-Be­wer­bung" by Dirk Vor­der­stra­ße is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
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