Kar­rie­re­fak­to­ren auf dem mo­der­nen Ar­beits­markt

Der heu­ti­ge Ar­beits­markt ver­än­dert sich lau­fend und mit ihm die An­for­de­run­gen, die an die (zu­künf­ti­gen) Ar­beit­neh­mer ge­stellt wer­den. Die­se Ver­än­der­lich­keit hat aber an­de­rer­seits zwei Kon­stan­ten her­vor­ge­bracht, wenn es um die Qua­li­tä­ten von Be­wer­bern geht: Mo­bil und fle­xi­bel müs­sen die mo­der­nen Mit­ar­bei­ter sein, doch was ge­nau die Un­ter­neh­men un­ter die­sen bei­den Be­grif­fen ver­ste­hen, kann dann je nach Si­tua­ti­on und Be­din­gun­gen sehr ver­schie­den sein. Was wie­der­um nichts dar­an zu än­dern scheint, dass sich Be­rufs­ein­stei­ger wie Be­rufs­er­fah­re­ne mit ih­nen aus­ein­an­der­set­zen müs­sen.

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Räum­li­che und geis­ti­ge Mo­bi­li­tät

Zeit­li­che und kar­rie­re­tech­ni­sche Fle­xi­bi­li­tät

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Räum­li­che und geis­ti­ge Mo­bi­li­tät als Kar­rie­re­fak­tor

Mo­bi­li­tät ist ei­nes der gro­ßen The­men un­se­rer Zeit und meis­tens geht es um die, hin­sicht­lich des Zeit- und Res­sour­cen­auf­wands, ef­fi­zi­en­tes­ten Mög­lich­kei­ten, von Punkt A nach Punkt B zu kom­men. Bei Mo­bi­li­tät geht es al­so um Fort­be­we­gung und im wei­tes­ten Sin­ne tut es das auch im Zu­sam­men­hang mit der Ar­beits­welt. Im wei­tes­ten Sin­ne des­halb, weil die an­ge­spro­che­ne Form der Mo­bi­li­tät nur ei­ne der Di­men­sio­nen ist, die et­wa in Stel­len­aus­schrei­bun­gen ge­meint sein könn­te.

Nicht un­wahr­schein­lich ist al­ler­dings, dass un­ter den Vor­aus­set­zun­gen des heu­ti­gen Ar­beits­mark­tes al­le Di­men­sio­nen des Be­griffs re­le­vant sind:

Räum­li­che Mo­bi­li­tät

Die­se um­schreibt in ers­ter Li­nie die ge­ra­de be­schrie­be­ne Be­fä­hi­gung, sich zwi­schen meh­re­ren Punk­ten hin und her be­we­gen zu kön­nen. Of­fen ist da­mit aber im­mer noch, wie weit die­se Be­deu­tung ge­fasst ist – dass man bei­spiels­wei­se von sei­nem Zu­hau­se zu sei­nem Ar­beits­platz ge­lan­gen muss, dürf­te selbst­ver­ständ­lich da­zu­ge­hö­ren, das gilt aber un­ter Um­stän­den eben­so für die Be­reit­schaft zu Dienst­rei­sen.

Junger Mann neben ZugDas ist in­zwi­schen nicht mehr nur den Füh­rungs­eta­gen vor­be­hal­ten, son­dern im­mer häu­fi­ger ein fes­ter Be­stand­teil der Un­ter­neh­mens­struk­tu­ren. Hin­ter­grund ist bei­spiels­wei­se die Mög­lich­keit, qua­li­fi­zier­tes Fach­per­so­nal ge­zielt dort ein­zu­set­zen, wo es ge­braucht wird. Ge­meint ist da­mit nur eben häu­fig kei­ne an­de­re Ab­tei­lung vor Ort, son­dern ein an­de­rer Stand­ort der Fir­ma. Je nach Ope­ra­ti­ons­ge­biet ei­nes Ar­beits­ge­bers könn­ten Dienst­rei­sen da­her durch­aus um die gan­ze Welt ge­hen.

Ganz all­ge­mein kann aber räum­li­che Mo­bi­li­tät aber auch be­deu­ten, dass erst ein Um­zug in ei­ne an­de­re Stadt not­wen­dig ist, um ei­ne Stel­le über­haupt an­tre­ten zu kön­nen. Üb­li­cher­wei­se geht das al­ler­dings selbst oh­ne ex­pli­zi­te An­ga­be in ei­ner Stel­len­an­zei­ge be­reits aus dem an­ge­ge­be­nen Ein­satz­ort oder dem Sitz des Un­ter­neh­mens her­vor.

An­ders als beim Pen­deln oder Dienst­rei­sen er­for­dert die­se Form von Mo­bi­li­tät wo­mög­lich die schwer­wie­gends­ten Ent­schei­dun­gen von et­wai­gen Be­wer­bern. Den meis­ten Stu­den­ten wird die­se Si­tua­ti­on ver­traut sein, denn auch Stu­di­en­plät­ze kön­nen oft nur durch ei­nen Um­zug in die je­wei­li­ge Uni­ver­si­täts­stadt in An­spruch ge­nom­men wer­den.

Wie schwer oder leicht es fällt, an ei­nen neu­en Wohn­ort über­zu­sie­deln, ist im­mer auch ei­ne Fra­ge der ak­tu­el­len Le­bens­um­stän­de: Jun­ge Be­rufs­ein­stei­ger zieht es da­her we­gen ei­nes neu­en Jobs wohl eher in ei­ne an­de­re Stadt als je­man­den, der sei­ne mehr­köp­fi­ge Fa­mi­lie von ei­nem sol­chen Un­ter­fan­gen über­zeu­gen muss, der wo­mög­lich über lan­ge Jah­re ge­wach­se­ne Wur­zeln zu­rück­las­sen muss. Tat­säch­lich ist es so, dass ein Groß­teil der Hoch­schul­ab­sol­ven­ten nach dem Stu­di­um und an­ders­wo den Ein­stieg ins Be­rufs­le­ben wagt.

Un­ser Tipp:
Dem ers­ten Job als frisch ge­ba­cke­ner Ab­sol­vent geht auch im­mer ei­ne er­folg­rei­che Be­wer­bung vor­aus – bei uns fin­dest du auch prak­ti­sche Be­wer­bungs­tipps rund um An­schrei­ben, Le­bens­lauf und co.

Geis­ti­ge Mo­bi­li­tät

Ge­meint ist die Fä­hig­keit, über den Tel­ler­rand hin­aus­den­ken zu kön­nen. Im be­ruf­li­chen All­tag sind die ver­schie­de­nen Ab­tei­lun­gen die Tel­ler­rän­der, die es zu über­win­den gilt. Je hö­her die Qua­li­fi­ka­ti­on und je hö­her die Po­si­ti­on im Un­ter­neh­men des­to grö­ßer ist die Er­war­tung, geis­ti­ge Mo­bi­li­tät vor­wei­sen zu kön­nen. Pro­blem­lö­sungs­ori­en­tier­tes Den­ken, auch jen­seits der ei­gent­li­chen fach­li­chen Ex­per­ti­se, in Zu­sam­men­ar­beit mit an­de­ren Fach­kräf­ten – das sind Qua­li­tä­ten, die auf dem heu­ti­gen Ar­beits­markt ge­schätzt und er­war­tet wer­den. Da­ne­ben fällt auch der Wil­le zur Wei­ter­bil­dung un­ter geis­ti­ge Mo­bi­li­tät, zeigt sich doch dar­in die Be­reit­schaft, trotz al­ler bis­her er­wor­be­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen beim Know-How kei­nen Still­stand zu wol­len.

Studenten auf dem CampusMo­bi­li­tät heißt im Be­rufs­le­ben al­so schon lan­ge nicht mehr, nach­wei­sen zu kön­nen, wel­che Art Fahr­zeu­ge man füh­ren darf. Das dürf­te viel­fach im­mer noch wich­tig sein, nicht nur in Be­rufs­fel­dern, in de­nen et­wa der Um­gang mit Bus­sen oder LKW er­for­der­lich ist. Schließ­lich ist der mo­to­ri­sier­te In­di­vi­du­al­ver­kehr im­mer noch die wich­tigs­te Fort­be­we­gungs­art und für Be­rufs­pend­ler gilt das erst recht. Aber die Trag­wei­te der be­ruf­li­chen Mo­bi­li­tät ist eben ei­ne deut­lich grö­ße­re.

Schon des­we­gen, weil ein Um­zug zum Start des Be­rufs­le­bens eben­so selbst­ver­ständ­lich ge­wor­den ist wie nach­fol­gen­de Job­wech­sel – oft ge­nug mit ei­ner ge­wis­sen räum­li­chen Dis­tanz. Der Grund hier­für ist eben nicht al­lei­ne die Not­wen­dig­keit, um et­wa den er­sehn­ten Traum­job zu be­kom­men (oder um­ge­kehrt in der Traum­stadt zu ar­bei­ten). Es spielt viel­mehr ei­ne eben­so gro­ße Rol­le, dass sich bis­wei­len nur über ei­nen Orts­wech­sel Fort­schrit­te auf der Kar­rie­re­lei­ter ma­chen las­sen. Das Prin­zip, von der Aus­bil­dung bis zum Ren­ten­al­ter im sel­ben Be­trieb zu blei­ben, hat je­den­falls wei­test­ge­hend aus­ge­dient.

Ab­ge­se­hen da­von spielt Mo­bi­li­tät auch schon wäh­rend des Stu­di­ums ei­ne im­mer grö­ße­re Rol­le, Aus­lands­auf­ent­hal­te sind nicht mehr nur für Stu­die­ren­de von Fremd­spra­chen re­le­vant.

Wie bei der be­ruf­li­chen Mo­bi­li­tät pro­fi­tie­ren hier nicht al­lein die­je­ni­gen, die den Orts­wech­sel un­ter­neh­men – die ge­sam­mel­ten Er­fah­run­gen und Aus­tausch­mög­lich­kei­ten kom­men um­ge­kehrt auch den Uni­ver­si­tä­ten oder spä­ter den Ar­beit­ge­bern zu Gu­te. Und mitt­ler­wei­le gibt es di­ver­se Mög­lich­kei­ten, durch För­de­run­gen wie Sti­pen­di­en und Bafög das Aus­land­stu­di­um zu fi­nan­zie­ren.

Al­ler­dings:
Die Mo­bi­li­tät und die Be­reit­schaft da­zu nimmt, das ha­ben ver­schie­de­ne Er­he­bun­gen er­wie­sen, mit dem Al­ter im­mer mehr ab. Das hängt nicht un­be­dingt mit al­ters­be­ding­tem Heim­weh zu­sam­men, son­dern mit Le­bens­si­tua­tio­nen, die sich än­dern. Wie be­reits ge­sagt, ist ein Orts­wech­sel mit ei­ner Fa­mi­lie ei­ne An­ge­le­gen­heit, die gründ­lich über­dacht wer­den soll­te. Statt neu­er Chan­cen ste­hen dann Sta­bi­li­tät und lang­fris­ti­ge Si­cher­heit im Vor­der­grund, so spie­ßig das für jun­ge Ar­beit­neh­mer am Be­ginn ih­rer Kar­rie­re klin­gen mag.

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Zeit­lich und kar­rie­re­tech­ni­sche Fle­xi­bi­li­tät er­wünscht

Ei­ne an­de­re, fast durch­gän­gig er­wünsch­te Vor­aus­set­zung heu­ti­ger Job­su­chen­der ist Fle­xi­bi­li­tät. Auch das ein viel­deu­ti­ger Be­griff, der in un­ter­schied­lichs­ten Si­tua­tio­nen von Be­deu­tung ist (und mehr als ei­nen Über­schnei­dungs­punkt mit der Mo­bi­li­tät hat).

Der zeit­li­che As­pekt

Um­schreibt die Tat­sa­che, dass es die be­rühm­ten 9-to-5-Jobs in die­ser Form kaum noch gibt. Ar­beits­zei­ten wer­den zu­neh­mend fle­xi­bler ge­stal­tet und da­mit ist nicht un­be­dingt Schicht- oder Nacht­ar­beit ge­meint, wie sie in vie­len Bran­chen im­mer noch üb­lich sind. Am Wo­chen­en­de zu ar­bei­ten ist nicht nur im Ein­zel­han­del an­ge­sagt, da­zu geht zeit­li­che Fle­xi­bi­li­tät ger­ne ein­her mit stän­di­ger Er­reich­bar­keit.

Di­gi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung ha­ben ei­ne völ­lig neue Di­men­si­on der Er­reich­bar­keit er­mög­licht, wenn­gleich das nicht zwin­gend zum Nach­teil der Ar­beit­ge­ber sein muss. Was auf die­se Wei­se näm­lich eben­falls er­mög­licht wur­de, sind deut­lich fle­xi­ble­re Ar­beits­mo­del­le.

Ar­bei­ten im Ho­me Of­fice bei­spiels­wei­se ist un­ter den rich­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen ei­ne gu­te Al­ter­na­ti­ve, wenn es – auf wel­cher Ebe­ne auch im­mer – an Mo­bi­li­tät man­gelt. Ar­beits­zei­ten kön­nen von Ar­beit­neh­mer­sei­te aus fle­xi­bler ge­stal­tet wer­den, so dass Kar­rie­re und Fa­mi­lie ein­fa­cher mit­ein­an­der ver­ein­bart wer­den kön­nen.

Der Kar­rie­re-As­pektTeamwork im Unternehmen

Ein Di­lem­ma, das vor al­lem un­ter Geis­tes­wis­sen­schaft­lern schon sprich­wört­lich ge­wor­den ist: Am En­de des Stu­di­ums stellt sich die oft nicht leicht zu be­ant­wor­ten­de Fra­ge, wie sich das er­wor­be­ne Wis­sen in ei­ner von der Markt­wirt­schaft ge­präg­ten Be­rufs­welt sinn­voll ein­set­zen lässt. Wäh­rend der Volks­mund die­se Si­tua­ti­on ger­ne mit Wit­zen über das Ta­xi­fah­ren oder das Füh­ren ei­ner Im­biss­bu­de auf den Arm nimmt, er­weist sie sich für man­chen Ab­sol­ven­ten je­doch als ernst­haf­tes Pro­blem.

Der Hin­weis dar­auf, dass auch Geis­tes­wis­sen­schaft­ler in­ner­halb ei­nes ge­wis­sen Zeit­raums schaf­fen, in Lohn und Brot zu ste­hen, mag da nur be­dingt trös­ten, weil die­ser Zeit­raum im un­güns­tigs­ten Fall Jah­re um­fas­sen kann. Un­ter sol­chen Vor­aus­set­zun­gen bleibt im Grun­de ge­nom­men kaum ei­ne an­de­re Mög­lich­keit, als sich durch Fle­xi­bi­li­tät her­vor­zu­tun.

Wenn der Ein­stieg in fach­na­he Ar­beits­be­rei­che nicht oder nur un­ter er­schwer­ten Be­din­gun­gen mög­lich ist, müs­sen die er­wor­be­nen Fä­hig­kei­ten eben an­der­wei­tig auf dem Ar­beits­markt ein­ge­bracht wer­den. Der Vor­teil von we­ni­ger ge­rad­li­nig auf­ge­bau­ten Stu­di­en­gän­gen ist da­bei eben die­se Fle­xi­bi­li­tät: Sie ver­mit­teln Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen, die sich in un­ter­schied­lichs­ten Bran­chen nut­zen las­sen. Im Prin­zip ist die Fle­xi­bi­li­tät selbst, im Sin­ne ei­ner viel­fäl­ti­gen An­pas­sungs­fä­hig­keit, die wohl wich­tigs­te Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­ti­on, die we­ni­ger wirt­schaft­lich ori­en­tier­te Stu­di­en­fä­cher ih­ren Stu­die­ren­den mit auf den Weg ge­ben kön­nen.

An­de­rer­seits ist Fle­xi­bi­li­tät, die sich Be­rufs­ein­stei­ger früh­zei­tig an­eig­nen soll­ten. Ei­ne Stel­le zu fin­den, die zu hun­dert Pro­zent den ei­ge­nen Vor­stel­lun­gen und Qua­li­fi­ka­tio­nen ent­spricht, bei der man sich nicht auf neue Auf­ga­ben und The­men ein­las­sen muss, dürf­te ein schwie­ri­ges Un­ter­fan­gen wer­den. Ein Min­dest­maß an Fle­xi­bi­li­tät und Mo­bi­li­tät ist des­we­gen grund­sätz­lich von Vor­teil, in al­len Be­rufs­spar­ten.

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