Aktualisiert: 13.12.2023
Karrierefaktoren auf dem modernen Arbeitsmarkt
Der heutige Arbeitsmarkt verändert sich laufend und mit ihm die Anforderungen, die an die (zukünftigen) Arbeitnehmer gestellt werden. Diese Veränderlichkeit hat aber andererseits zwei Konstanten hervorgebracht, wenn es um die Qualitäten von Bewerbern geht: Mobil und flexibel müssen die modernen Mitarbeiter sein, doch was genau die Unternehmen unter diesen beiden Begriffen verstehen, kann dann je nach Situation und Bedingungen sehr verschieden sein. Was wiederum nichts daran zu ändern scheint, dass sich Berufseinsteiger wie Berufserfahrene mit ihnen auseinandersetzen müssen.
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Räumliche und geistige Mobilität
Zeitliche und karrieretechnische Flexibilität
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Räumliche und geistige Mobilität als Karrierefaktor
Mobilität ist eines der großen Themen unserer Zeit und meistens geht es um die, hinsichtlich des Zeit- und Ressourcenaufwands, effizientesten Möglichkeiten, von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Bei Mobilität geht es also um Fortbewegung und im weitesten Sinne tut es das auch im Zusammenhang mit der Arbeitswelt. Im weitesten Sinne deshalb, weil die angesprochene Form der Mobilität nur eine der Dimensionen ist, die etwa in Stellenausschreibungen gemeint sein könnte.
Nicht unwahrscheinlich ist allerdings, dass unter den Voraussetzungen des heutigen Arbeitsmarktes alle Dimensionen des Begriffs relevant sind:
Räumliche Mobilität
Diese umschreibt in erster Linie die gerade beschriebene Befähigung, sich zwischen mehreren Punkten hin und her bewegen zu können. Offen ist damit aber immer noch, wie weit diese Bedeutung gefasst ist – dass man beispielsweise von seinem Zuhause zu seinem Arbeitsplatz gelangen muss, dürfte selbstverständlich dazugehören, das gilt aber unter Umständen ebenso für die Bereitschaft zu Dienstreisen.
Das ist inzwischen nicht mehr nur den Führungsetagen vorbehalten, sondern immer häufiger ein fester Bestandteil der Unternehmensstrukturen. Hintergrund ist beispielsweise die Möglichkeit, qualifiziertes Fachpersonal gezielt dort einzusetzen, wo es gebraucht wird. Gemeint ist damit nur eben häufig keine andere Abteilung vor Ort, sondern ein anderer Standort der Firma. Je nach Operationsgebiet eines Arbeitsgebers könnten Dienstreisen daher durchaus um die ganze Welt gehen.
Ganz allgemein kann aber räumliche Mobilität aber auch bedeuten, dass erst ein Umzug in eine andere Stadt notwendig ist, um eine Stelle überhaupt antreten zu können. Üblicherweise geht das allerdings selbst ohne explizite Angabe in einer Stellenanzeige bereits aus dem angegebenen Einsatzort oder dem Sitz des Unternehmens hervor.
Anders als beim Pendeln oder Dienstreisen erfordert diese Form von Mobilität womöglich die schwerwiegendsten Entscheidungen von etwaigen Bewerbern. Den meisten Studenten wird diese Situation vertraut sein, denn auch Studienplätze können oft nur durch einen Umzug in die jeweilige Universitätsstadt in Anspruch genommen werden.
Wie schwer oder leicht es fällt, an einen neuen Wohnort überzusiedeln, ist immer auch eine Frage der aktuellen Lebensumstände: Junge Berufseinsteiger zieht es daher wegen eines neuen Jobs wohl eher in eine andere Stadt als jemanden, der seine mehrköpfige Familie von einem solchen Unterfangen überzeugen muss, der womöglich über lange Jahre gewachsene Wurzeln zurücklassen muss. Tatsächlich ist es so, dass ein Großteil der Hochschulabsolventen nach dem Studium und anderswo den Einstieg ins Berufsleben wagt.
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Geistige Mobilität
Gemeint ist die Fähigkeit, über den Tellerrand hinausdenken zu können. Im beruflichen Alltag sind die verschiedenen Abteilungen die Tellerränder, die es zu überwinden gilt. Wer zu denjenigen gehört, die bereits eine Ausbildung vor dem Studium absolviert haben, wird die Erfahrung schon aus erster Hand gemacht haben: Je höher die Qualifikation und je höher die Position im Unternehmen desto größer ist die Erwartung, geistige Mobilität vorweisen zu können. Problemlösungsorientiertes Denken, auch jenseits der eigentlichen fachlichen Expertise, in Zusammenarbeit mit anderen Fachkräften – das sind Qualitäten, die auf dem heutigen Arbeitsmarkt geschätzt und erwartet werden. Daneben fällt auch der Wille zur Weiterbildung unter geistige Mobilität, zeigt sich doch darin die Bereitschaft, trotz aller bisher erworbenen Qualifikationen beim Know-How keinen Stillstand zu wollen.
Mobilität heißt im Berufsleben also schon lange nicht mehr, nachweisen zu können, welche Art Fahrzeuge man führen darf. Das dürfte vielfach immer noch wichtig sein, nicht nur in Berufsfeldern, in denen etwa der Umgang mit Bussen oder LKW erforderlich ist. Schließlich ist der motorisierte Individualverkehr immer noch die wichtigste Fortbewegungsart und für Berufspendler gilt das erst recht. Aber die Tragweite der beruflichen Mobilität ist eben eine deutlich größere.
Schon deswegen, weil ein Umzug zum Start des Berufslebens ebenso selbstverständlich geworden ist wie nachfolgende Jobwechsel – oft genug mit einer gewissen räumlichen Distanz. Der Grund hierfür ist eben nicht alleine die Notwendigkeit, um etwa den ersehnten Traumjob zu bekommen (oder umgekehrt in der Traumstadt zu arbeiten). Es spielt vielmehr eine ebenso große Rolle, dass sich bisweilen nur über einen Ortswechsel Fortschritte auf der Karriereleiter machen lassen. Das Prinzip, von der Ausbildung bis zum Rentenalter im selben Betrieb zu bleiben, hat jedenfalls weitestgehend ausgedient.
Abgesehen davon spielt Mobilität auch schon während des Studiums eine immer größere Rolle, Auslandsaufenthalte sind nicht mehr nur für Studierende von Fremdsprachen relevant.
Wie bei der beruflichen Mobilität profitieren hier nicht allein diejenigen, die den Ortswechsel unternehmen – die gesammelten Erfahrungen und Austauschmöglichkeiten kommen umgekehrt auch den Universitäten oder später den Arbeitgebern zu Gute. Und mittlerweile gibt es diverse Möglichkeiten, durch Förderungen wie Stipendien und Bafög das Auslandstudium zu finanzieren.
Allerdings:
Die Mobilität und die Bereitschaft dazu nimmt, das haben verschiedene Erhebungen erwiesen, mit dem Alter immer mehr ab. Das hängt nicht unbedingt mit altersbedingtem Heimweh zusammen, sondern mit Lebenssituationen, die sich ändern. Wie bereits gesagt, ist ein Ortswechsel mit einer Familie eine Angelegenheit, die gründlich überdacht werden sollte. Statt neuer Chancen stehen dann Stabilität und langfristige Sicherheit im Vordergrund, so spießig das für junge Arbeitnehmer am Beginn ihrer Karriere klingen mag.
Zeitlich und karrieretechnische Flexibilität erwünscht
Eine andere, fast durchgängig erwünschte Voraussetzung heutiger Jobsuchender ist Flexibilität. Auch das ein vieldeutiger Begriff, der in unterschiedlichsten Situationen von Bedeutung ist (und mehr als einen Überschneidungspunkt mit der Mobilität hat).
Der zeitliche Aspekt
Umschreibt die Tatsache, dass es die berühmten 9-to-5-Jobs in dieser Form kaum noch gibt. Arbeitszeiten werden zunehmend flexibler gestaltet und damit ist nicht unbedingt Schicht- oder Nachtarbeit gemeint, wie sie in vielen Branchen immer noch üblich sind. Am Wochenende zu arbeiten ist nicht nur im Einzelhandel angesagt, dazu geht zeitliche Flexibilität gerne einher mit ständiger Erreichbarkeit.
Digitalisierung und Vernetzung haben eine völlig neue Dimension der Erreichbarkeit ermöglicht, wenngleich das nicht zwingend zum Nachteil der Arbeitgeber sein muss. Was auf diese Weise nämlich ebenfalls ermöglicht wurde, sind deutlich flexiblere Arbeitsmodelle.
Arbeiten im Home Office beispielsweise ist unter den richtigen Voraussetzungen eine gute Alternative, wenn es – auf welcher Ebene auch immer – an Mobilität mangelt. Arbeitszeiten können von Arbeitnehmerseite aus flexibler gestaltet werden, so dass Karriere und Familie einfacher miteinander vereinbart werden können.
Der Karriere-Aspekt
Ein Dilemma, das vor allem unter Geisteswissenschaftlern schon sprichwörtlich geworden ist: Am Ende des Studiums stellt sich die oft nicht leicht zu beantwortende Frage, wie sich das erworbene Wissen in einer von der Marktwirtschaft geprägten Berufswelt sinnvoll einsetzen lässt. Während der Volksmund diese Situation gerne mit Witzen über das Taxifahren oder das Führen einer Imbissbude auf den Arm nimmt, erweist sie sich für manchen Absolventen jedoch als ernsthaftes Problem.
Der Hinweis darauf, dass auch Geisteswissenschaftler innerhalb eines gewissen Zeitraums schaffen, in Lohn und Brot zu stehen, mag da nur bedingt trösten, weil dieser Zeitraum im ungünstigsten Fall Jahre umfassen kann. Unter solchen Voraussetzungen bleibt im Grunde genommen kaum eine andere Möglichkeit, als sich durch Flexibilität hervorzutun.
Wenn der Einstieg in fachnahe Arbeitsbereiche nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist, müssen die erworbenen Fähigkeiten eben anderweitig auf dem Arbeitsmarkt eingebracht werden. Der Vorteil von weniger geradlinig aufgebauten Studiengängen ist dabei eben diese Flexibilität: Sie vermitteln Schlüsselqualifikationen, die sich in unterschiedlichsten Branchen nutzen lassen. Im Prinzip ist die Flexibilität selbst, im Sinne einer vielfältigen Anpassungsfähigkeit, die wohl wichtigste Schlüsselqualifikation, die weniger wirtschaftlich orientierte Studienfächer ihren Studierenden mit auf den Weg geben können.
Andererseits ist Flexibilität, die sich Berufseinsteiger frühzeitig aneignen sollten. Eine Stelle zu finden, die zu hundert Prozent den eigenen Vorstellungen und Qualifikationen entspricht, bei der man sich nicht auf neue Aufgaben und Themen einlassen muss, dürfte ein schwieriges Unterfangen werden. Ein Mindestmaß an Flexibilität und Mobilität ist deswegen grundsätzlich von Vorteil, in allen Berufssparten.
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