Teppichboden verlegen

Tep­pich­bo­den ver­le­gen

Dank des be­hag­li­chen Wohn­ge­fühls ge­hört Tep­pich­bo­den ne­ben La­mi­nat­bo­den zu den am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Bo­den­be­lä­gen in Wohn- und Bü­ro­flä­chen. Wenn Sie zu Hau­se Tep­pich­bo­den rich­tig ver­le­gen möch­ten, ist dies auch oh­ne fun­dier­te hand­werk­li­che Vor­er­fah­rung pro­blem­los mög­lich.

In un­se­rer An­lei­tung für An­fän­ger mit vie­len nütz­li­chen Tipps und Tricks er­klä­ren wir Ih­nen Schritt für Schritt die rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se, ab­ge­run­det durch ei­ne de­tail­lier­te Auf­lis­tung der be­nö­tig­ten Ma­te­ria­li­en und Werk­zeu­ge.

Die mit * ge­kenn­zeich­ne­ten Links sind sog. Af­fi­lia­te-Links - die­se ver­wei­sen auf Pro­duk­te bei Ama­zon. Falls Sie ein Pro­dukt dort kau­fen, er­hal­ten wir ei­ne klei­ne Pro­vi­si­on. Für Sie ent­ste­hen zu kei­nem Zeit­punkt zu­sätz­li­che Kos­ten!

Nahaufnahme eines Teppichbodens

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Pla­nung, Ma­te­ri­al, Werk­zeug (1)

Vor­be­rei­tun­gen (2)

Voll­flä­chig ver­kle­ben (3a)

Oh­ne Kle­ber ver­le­gen (3b)

Über­gangs­pro­fil und So­ckel­leis­ten (4)

Zu­sam­men­fas­sung

Re­no­vie­rungs­hel­fer von JOB­RUF

Schritt 1: Pla­nung, Ma­te­ri­al und Werk­zeug

Vor dem Kauf des neu­en Bo­den­be­la­ges mes­sen Sie zu­nächst die Bo­den­flä­che des Rau­mes, in wel­chem Sie Tep­pich­bo­den neu ver­le­gen möch­ten, aus. Pla­nen Sie beim Kauf ei­nen Über­stand von ca. 10 cm zu je­der Wand hin ein, um beim fi­na­len Zu­schnitt et­was Spiel­raum zu ha­ben. Je nach Raum­grö­ße kön­nen Sie Tep­pich­bo­den ver­kle­ben oder fi­xie­ren, bei­de Va­ri­an­ten stel­len wir Ih­nen nach­fol­gend vor. Für die an­fal­len­den Ar­bei­ten emp­feh­len wir fol­gen­de Werk­zeug- und Ma­te­ri­al­lis­te:

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Schritt 2: Al­ten Be­lag ent­fer­nen und Un­ter­grund vor­be­rei­ten

Be­vor Sie mit dem Ver­le­gen des Tep­pich­bo­dens be­gin­nen kön­nen, soll­ten Sie zu­nächst die al­te Un­ter­la­ge voll­stän­dig ent­fer­nen. Falls Sie in dem Raum noch Rau­fa­ser­ta­pe­te ta­pe­zie­ren oder strei­chen wol­len, füh­ren Sie die­se Ar­bei­ten am bes­ten jetzt noch vor dem Ent­fer­nen des al­ten Be­la­ges durch.

An­schlie­ßend muss der Un­ter­grund vor­be­rei­tet wer­den. Die­ser soll­te frei von Kle­be­res­ten und Staub sein, be­vor Sie den neu­en Bo­den­be­lag an­brin­gen. So­fern vor­han­den, kön­nen Sie grö­be­re Un­eben­hei­ten mit der Aus­gleichs­mas­se* be­sei­ti­gen, wel­che mit dem Zahn­s­pach­tel* groß­flä­chig auf­ge­tra­gen und ver­teilt wird. Wenn Sie oh­ne Wel­len Tep­pich ver­le­gen möch­ten, ist ein ebe­ner Un­ter­grund un­ab­ding­bar.

Un­ser Tipp:
So­fern es sich bei dem Alt­be­lag glei­cher­ma­ßen um Tep­pich han­delt, ent­fer­nen Sie die­sen eben­falls. Schnei­den Sie den Be­lag zu­nächst mit Hil­fe des Tep­pich­mes­sers* mit ein­ge­setz­ter Ha­ken­klin­ge in ca. 1 m brei­te Bah­nen und zie­hen die­se dann ab. So­bald der al­te Tep­pich ent­fernt wor­den ist, ent­fer­nen Sie mit Hil­fe ei­nes Spach­tels die noch vor­han­de­nen Res­te des Tep­pich­kle­bers. Ab­schlie­ßend kön­nen Sie die ge­sam­te Flä­che staub­sau­gen.

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Schritt 3a (Räu­me > 20 m²): Tep­pich­bo­den voll­flä­chig ver­kle­ben

Ha­ben Sie sich beim Kauf für ei­nen Tep­pich aus Na­tur­fa­sern ent­schie­den, emp­feh­len wir Ih­nen, die­sen voll­flä­chig zu ver­kle­ben. Glei­ches gilt für Räu­me mit gro­ßer Flä­che, da hier die Ge­fahr von Wel­len­bil­dung be­steht.

Be­gin­nen Sie zu­nächst mit ei­ner Sei­te des Rau­mes, in­dem Sie den Tep­pich zu­rück­klap­pen. Tra­gen Sie zu­erst den Tep­pich­kle­ber* mit dem Zahn­s­pach­tel* auf und ver­tei­len die­sen gleich­mä­ßig in der ers­ten Raum­hälf­te. Drü­cken Sie nun die ers­te Hälf­te des Tep­pichs in den noch feuch­ten Kle­ber.

Un­ser Tipp:
Drü­cken Sie den Tep­pich nun mit ei­ner Wal­ze oder ei­nem Kant­holz (mit ei­nem Stück Stoff um­wi­ckelt) von der Mit­te nach au­ßen fest. Ach­ten Sie dar­auf, dass sich beim Fest­drü­cken kei­ne Wel­len bil­den – die­se sind nicht mehr rück­gän­gig zu ma­chen, so­bald der Kle­ber ein­mal aus­här­tet. Schnei­den Sie nun die Rän­der an den Wän­den mit dem Tep­pich­mes­ser* mit schar­fer Tra­pez­klin­ge pass­ge­nau zu.

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Schritt 3b (Räu­me < 20 m²): Tep­pich­bo­den oh­ne Kle­ber ver­le­gen

In klei­ne­ren Räu­men von bis zu 20 m² kön­nen Sie Tep­pich­bo­den* oh­ne Kle­be­band oder Kle­ber ver­le­gen, die­ses Ver­fah­ren wird Fi­xie­rung ge­nannt. Le­gen Sie zu­nächst die neu­en Tep­pich­bah­nen lo­se im Raum aus, so dass an auf der Wand­sei­te ein Über­stand von ca. 10 cm für den ab­schlie­ßen­den Zu­schnitt bleibt. Las­sen Sie den Tep­pich nun für ei­ni­ge Stun­den im Raum ru­hen, da­mit sich das Ma­te­ri­al vor der Ver­ar­bei­tung ak­kli­ma­ti­sie­ren kann.Rohbauraum ohne Bodenbelag

Nach der Ru­he­pha­se er­folgt der pass­ge­naue Zu­schnitt der Bah­nen. Ein op­ti­ma­les Er­geb­nis er­rei­chen Sie, in­dem Sie die be­nach­bar­ten Bah­nen ei­ni­ge Zen­ti­me­ter über­ein­an­der le­gen, und dann mit­hil­fe des Tep­pich­mes­sers (Ach­tung: Set­zen Sie für die­sen Schnitt die Tra­pez­klin­ge ein) und des Tep­pi­ch­li­ne­als ei­nen sau­be­ren Schnitt voll­füh­ren. Auf die­se Wei­se er­hal­ten Sie ei­ne per­fek­te, kaum sicht­ba­re Naht. Nun brin­gen Sie ent­lang der Rän­der auf der Un­ter­sei­te des Tep­pichs das dop­pel­sei­ti­ge Kle­be­band an und drü­cken die ein­zel­nen bah­nen von der Mit­te aus­ge­hend fest.

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Schritt 4: Über­gangs­pro­fil und So­ckel­leis­ten an­brin­gen

Nach er­folg­tem Zu­schnitt kön­nen Sie nun da­zu über­ge­hen, die So­ckel­leis­ten* und das Über­gangs­pro­fil* an­zu­brin­gen. Be­gin­nen Sie mit dem So­ckel­leis­ten, in­dem Sie die­se zu­schnei­den und mit Prü­fen Sie zu­nächst, ob sich in der Wand Strom- bzw. Was­ser­lei­tun­gen be­fin­den. An­schlie­ßend kön­nen Sie die So­ckel­leis­ten mit Nä­geln in der Wand be­fes­ti­gen.

Boh­ren Sie für die Mon­ta­ge des Über­gangs­pro­fils zu­nächst Lö­cher in den Un­ter­grund, wel­che zu­vor mar­kiert wur­den, in­dem Sie das Über­gangs­pro­fil (zu­meist aus Me­tall) an die ent­spre­chen­de Stel­le hal­ten und die Lö­cher mit ei­nem Stift mar­kie­ren.

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Das Wich­tigs­te auf ei­nen Blick:

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Re­no­vie­rungs­hil­fe bei JOB­RUF bu­chen

Falls Sie Ih­ren Tep­pich nicht selbst ver­le­gen möch­ten und noch tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung be­nö­ti­gen, kön­nen Sie bei JOB­RUF stu­den­ti­sche Re­no­vie­rungs­hel­fer en­ga­gie­ren. Vie­le Hel­fer ver­fü­gen be­reits über Vor­kennt­nis­se durch pri­va­te Ein­sät­ze als Aus­hil­fen und ste­hen Ih­nen ger­ne zur Ver­fü­gung.

 

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©"Half way built ca­bin" by rabb­le is li­cen­s­ed un­der CC BY-SA 2.0