Raufaser tapezieren Anleitung in 8 einfachen Schritten

Raufaser tapezieren

Raufaser Tapezieren ist ohne die richtige Anleitung kein Kinderspiel. Die falsche Vorgehensweise führt in der Regel zu einem unsauberen Arbeitsergebnis – und alle Mühen waren umsonst. Um Sie zu unterstützen, erklären wir in 8 einfachen Schritten, was Sie von der Vorbereitung bis zur richtigen Trocknungszeit alles beachten sollten, damit Sie sich über schöne Wände freuen können oder alternativ Ihr Vermieter bei dieser Schönheitsreparatur nichts zu bemängeln hat. Wir können Ihnen das Tapezieren der Raufasertapete zwar nicht abnehmen, aber mit unseren Tipps deutlich erleichtern.

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Schritt 1: Abmessen der Tapezierfläche

Schritt 2: Materialien besorgen

Schritt 3: Wände und Tapeten vorbereiten

Schritt 4: Kleister für das Kleben der Raufaser anrühren

Schritt 5: Tapetenbahnen einkleistern

Schritt 6: Das Raufasertapete Tapezieren

Schritt 7: Unregelmäßige Stellen tapezieren

Schritt 8: Raufaser nach dem Tapezieren trocknen lassen

Lassen Sie sich von Studenten unterstützen

Schritt 1: Abmessen der Tapezierfläche

Vor dem Raufaser tapezieren ausmessenAls Erstes empfiehlt es sich, die zu tapezierende Fläche auszumessen. Tun Sie dies nicht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass entweder aufgrund mangelnder Materialien ein erneuter Weg in den Baumarkt ansteht oder sich im Anschluss an die Renovierungsarbeiten die Tapetenrollen in Ihrem Keller stapeln. Zur Berechnung hat sich eine einfache Formel durchgesetzt:

Raumumfang x Raumhöhe : 5 = ca. Meterbedarf an Raufasertapete

Alternativ können Sie natürlich auch Ihre Wände vor dem Raufaser Tapezieren genau vermessen und dabei die Ausbuchtungen für Fenster und Türen mit einberechnen. Diese Methode ist zwar exakter, allerdings auch deutlich aufwändiger.

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Schritt 2: Materialien besorgen

Im zweiten Schritt steht der Weg in den Baumarkt an. Machen Sie sich unbedingt im Vorhinein einen Einkaufszettel und greifen Sie nicht blind zu den preiswertesten Materialien. Besonders hochwertige Tapeten und Qualitätslack sorgen erfahrungsgemäß für ein besseres Ergebnis. Diese Dinge sollten Sie besorgen:

  • Tapete (Menge abhängig vom errechneten Bedarf)
  • Tapezierbürste
  • Tapeziertisch
  • Tapetenmesser
  • Kleister
  • Großer Eimer zum Anmischen des Kleisters
  • Kleisterpinsel
  • Nahtroller
  • Nagel, Hammer, Schnur, eine Kaffetasse und einen Bleistift (mehr dazu später)
  • Zollstock oder Maßband
  • Und falls vor dem Tapezieren alte Raufaser noch entfernt werden muss: Spachtel, Spachtelmasse, Spülmittel und ein Schwamm

 Unser Tipp:
Wenn Sie Geld sparen möchten, können Sie auch einige der aufgeführten Dinge durch Haushaltsgegenstände ersetzen. Als Ersatz für eine Tapezierbürste eignet sich z.B. der Kopf eines alten Besens, einen eigenen Tapeziertisch können Sie sich auch aus zwei längs aneinander gestellten Biertischen bauen und eine Schere ersetzt bei entsprechender Schärfe das professionelle Tapetenmesser.

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Schritt 3: Wände und Tapeten vorbereiten

Der Vorbereitung auf das eigentliche Raufasertapete Tapezieren widmen wir in unserer Anleitung einen extra Punkt, da diese Tätigkeit einen großen Teil der Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Kalkulieren Sie dafür – abhängig von der Größe der Tapezierfläche – mindestens einen halben Tag. Und planen Sie wenigstens einen Helfer ein. Dann geht die Arbeit nicht nur schneller, sondern macht auch mehr Spaß.Tapetenzuschnitt mit Teppichmesser oder Schere

Bauen Sie zunächst alle Abdeckungen von Lichtschaltern und Steckdosen aus. Achten Sie unbedingt darauf, dass im Vorhinein die entsprechenden Sicherungen abgeschaltet werden. Ein Stromschlag kann überaus gefährlich sein.

Wenn nötig, entfernen Sie die alten Tapeten und behandeln Sie den Untergrund vor. Diese Aufgabe erfordert viel Sorgfalt und sollte deswegen in Ihrem Zeitmanagement ausreichend berücksichtigt werden.

Schneiden Sie nun die Tapeten auf die entsprechende Läge zu, so dass gleichlange Tapetenbahnen entstehen. Messen Sie dazu die Höhe Ihrer Wände aus und rechnen Sie jeweils 10cm mehr ein. Die erste Reihe können Sie, um den weiteren Zuschnitt etwas zu beschleunigen, als Muster für die anderen Reihen verwenden.

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Schritt 4: Kleister für das Kleben der Raufaser anrühren

Um den Kleister anzurühren, füllen Sie zunächst sauberes, kaltes Leitungswasser in einen großen Eimer. Damit der Kleister nicht verklumpt, sollte das Wasser beim Untermischen – z.B. mit einem Stück Holz – fortlaufend umgerührt werden. Hat die Klebemasse eine geleeartige Konsistenz angenommen, ist sie fertig. Ist Ihnen diese Methode zu aufwändig, können Sie alternativ im Baumarkt oder Fachhandel Flüssigkleister erstehen.

Raufasertapete vor dem Kleben einkleisternBesonders, wenn Sie bei der Renovierung Ihre komplette Wohnung mit Raufaser kleben möchten, erstreckt sich diese Arbeit oftmals über mehrere Tage. Sie können den Kleister gut konservieren, indem Sie die Oberfläche der Klebemasse mit ein wenig Wasser bedecken und den Eimer über Nacht gut verschließen. Vor der nächsten Verwendung lässt sich das Wasser problemlos mit dem Kleister verrühren. Diese Methode ermöglicht eine Konservierung von bis zu mehreren Tagen und verhindert, dass sich auf dem Kleister eine unschöne Haut bildet.

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Schritt 5: Tapetenbahnen einkleistern

Im Vergleich zum Tapezieren von Vliestapeten fällt hier ein deutlicher Mehraufwand an. Beginnen Sie damit, dass Sie die vorgeschnittenen Tapetenbahnen mit der Rückseite nach oben auf den Tapeziertisch legen. Kleistern Sie diese nun mit dem Tapezierpinsel großzügig ein. Klappen Sie die eingekleisterten Tapeten darauffolgend im Verhältnis 2/3 zu 1/3 ein und legen Sie diese vorerst zur Seite. Lassen Sie die Bahnen noch wenige Minuten ruhen, damit sich die Masse vor dem Raufasertapete Tapezieren noch ausreichend ausdehnen kann.

 Achtung:
Kleistern Sie unbedingt immer nur so viele Tapetenbahnen ein, wie Sie innerhalb von 15 Minuten verarbeiten können. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Material wieder abtrocknet und damit unbrauchbar ist.

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Schritt 6: Das Raufasertapete Tapezieren

Nun kommen wir zum Hauptteil unserer Anleitung: den Tipps zum richtigen Raufaser Tapezieren. Sie beginnen immer direkt an der Hauptlichtquelle des Raumes – in der Regel handelt es sich hierbei um das Fenster. Der Grund: Der günstige Lichteinfall kaschiert versehentlich entstandene Kanten zwischen den Tapetenbahnen; unsaubere Übergänge fallen nicht so sehr auf.

Bahn zunächst ausloten

Bevor Sie loslegen, empfiehlt es sich, die erste Bahn zunächst auszuloten. Hierzu kommen Nagel, Schnur und Kaffeetasse zum Einsatz. Schlagen Sie an der Stelle, an der Sie Ihre erste Bahn tapezieren möchten, zunächst den Nagel direkt unterhalb der Decke in die Wand, und befestigen Sie anschließend daran die an den Faden geknotete Kaffeetasse – fertig ist Ihr selbstgemachtes Tapezierlot.

Lassen Sie das Lot nun solange hängen, bis dieses ruhig und gerade Richtung Boden hängt. Ziehen Sie jetzt mit dem Bleistift eine Linie entlang des Lotes. Die erste Bahn können sie nun gerade entlang der Orientierungslinie tapezieren.Raufasertapete tapezieren und glatt streichen

Erste Tapetenbahn andrücken

Klappen Sie zunächst ein Drittel der eingekleisterten Tapete aus, legen die Bahn mit einem Überhang von ca. 5 cm in Richtung Decke bündig an die Linie an und streichen das Ganze unter Zuhilfenahme der Tapezierbürste oder alternativ des Besenkopfes glatt. Anschließend müssen sie nur noch das untere, größere Stück der Tapetenbahn ausrollen und nach dem gleichen Prinzip die Raufaser kleben. Streichen Sie immer von der Mitte nach außen glatt. Durch diese Technik wird gewährleistet, dass keine Blasen entstehen und auch die Kanten effektiv angekleistert werden.

Falz abschneiden

Um beim Raufaser Tapezieren die Kanten anzupassen, streichen Sie zunächst die überstehenden Enden an Fuß- und Bodenleiste fest an, so dass ein Falz entsteht. Jetzt lösen Sie ein kleines Stück der noch feuchten Tapete an der Unter- und Oberseite der Tapetenbahn wieder ab und schneiden entlang der Falz das überschüssige Tapetenstück mit dem Tapetenmesser oder einer gut geschärften Schere wieder ab. Nun können Sie die Tapete bündig an Decke und Fußbodenleiste andrücken.

Weitere Bahnen tapezieren

Die folgenden Bahnen können Sie nach dem gleichen Prinzip nebeneinander an die Wände tapezieren. Tapezieren Sie die Bahnen auf Stoß, d.h., achten Sie darauf, dass weder Zwischenräume entstehen, noch die Tapetenbahnen überlappen. Die Übergänge zwischen den Tapetenbahnen können Sie einfach direkt im Anschluss mit einem Nahtroller andrücken.

 Unser Tipp:
Lassen Sie sich gerade bei den ersten Bahnen besser zu viel Zeit als zu wenig. Gerade der Übergang zwischen den Tapetenbahnen ist sehr fehleranfällig. Wer hier nicht absolut sorgfältig arbeitet, riskiert nach dem Raufasertapete Tapezieren unsaubere Kanten und damit ein unschönes Ergebnis. Nach ein paar Bahnen haben sie den Dreh in der Regel raus.

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Schritt 7: Unregelmäßige Stellen tapezieren

Aus Sicht des Hobby-Heimwerkers ein Ärgernis, mit der richtigen Anleitung ein Leichtes: das Raufaser Tapezieren von unregelmäßigen Stellen wie Ecken und Kanten, Fenstern, Lichtschaltern, Steckdosen oder Heizkörpern. Und so gehen Sie am besten vor:

Lichtschalter und Steckdosen

Lichtschalter und Steckdosen mit Raufaser überklebenDie Löcher, die bei der Entfernung der Lichtschalter und Steckdosen im Vorhinein bleiben, tapezieren Sie zunächst einfach über. Überstehende Leiterkontakte drücken Sie einfach direkt durch die Tapete. Das hilft auch beim späteren Wiederfinden der Stromanschlüsse.

Ist die Tapete später getrocknet, können Sie mit einem Tapeziermesser oder Teppichmesser an den entsprechenden Stellen einfach ein Loch in die Tapete schneiden. Wieder angebracht, überlappt die Verkleidung der Steckdosen und Lichtschalter die Tapetenkanten wunderbar und beeinträchtigt nicht das Gesamtbild.

Ecken und Kanten mit Raufaser tapezieren

Ecken und Kanten können Sie mit Raufasertapete ähnlich unkompliziert tapezieren. Bei Außenecken bietet es sich an, die Tapete etwa 5 cm überstehen zu lassen, um die überlappenden Reste anschließend durch einen sauberen Schnitt mit dem Tapeziermesser abzuschneiden. Unschöne Kanten lassen sich mit etwas Kleister glätten.

Innenecken sollten Sie analog zum Decken- und Fußleistenabschluss tapezieren. Überstehendes Tapetenstück erst ankleistern, Falz markieren und anschließend die Tapete an der markierten Stelle zuschneiden.

 Achtung:
Schichten Sie Tapete auf keinen Fall doppelt. Das Material ist so dick, dass nach dem Trocknen schnell hässliche Beulen entstehen. Versuchen Sie gerade beim Tapezieren der Raufaser an Kanten und Ecken immer, überstehende Reste sauber abzuschneiden, anstatt diese mit einem zusätzlichen Stück Raufasertapete zu überkleben.

Fenster tapezieren

Wir raten in unserer Anleitung, entlang der Fenster die Raufasertapete so zu tapezieren, als würden Sie eine Außenkante verarbeiten. Lassen Sie etwas Überstand und schneiden Sie diesen wie gewohnt an der Laibungskante (Übergang Wand/Aussparung des Fensters im Mauerwerk) ab.Hinter Heizkörpern auch tapezieren

Zum Tapezieren der Laibungsinnenseite (Mauerstück zwischen Wand und Rahmen) schneiden Sie im Vorhinein eine Tapetenbahn mit den entsprechenden Maßen inklusive Überstand aus. Nach dem Tapezieren reißen Sie den Überstand am Fensterrahmen einfach nach dem gleichen Prinzip wie an einer normale Innenecke an der Falz ab.

Heizkörper tapezieren

Hinter Heizkörpern sollten Sie vor allem dann tapezieren, wenn durch die Zwischenräume des Aggregats die Wand sichtbar ist. Dies ist beispielsweise bei Heizungen mit dünnen Lamellen häufig der Fall. Nach dem richtigen Zuschnitt der Tapete kann diese unter Zuhilfenahme eines langstieligen Farbrollers an der Wand festgedrückt werden.

Schalten Sie die Heizkörper vor den Tapezierarbeiten aus und lassen Sie die Heizung vollständig abkühlen, da die Tapete sonst zu schnell antrocknet und sich unschön verzieht.

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Schritt 8: Raufaser nach dem Tapezieren trocknen lassen

Bevor Sie mit dem Streichen beginnen, empfehlen wir in unserer Anleitung, nach dem Kleben der Raufasertapete eine Trockenzeit von mindestens 12 Std. eingestehen. Währenddessen lassen Sie nach Möglichkeit Ihre Heizung ausgeschaltet und vermeiden Sie Durchzug im entsprechenden Raum. Eine inkonstante Temperatur kann dazu führen, dass die Tapete unregelmäßig oder zu schnell antrocknet.

Ob das Material nach dem Raufaser Tapezieren richtig trocknen konnte, erkennen Sie auch an der Farbe der Wände. Sind diese an manchen Stellen noch grau und fühlen sich auch feucht an, sollten Sie noch etwas mit dem Anstrich warten. Ist alles dagegen gleichmäßig weiß und auch trocken, können Sie mit dem Streichen der Wände beginnen.

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