Vliestapete kleben Anleitung zum Malervlies tapezieren

Vliestapete kleben

Vliestapete zu kleben erfreut sich bei Heimwerkern zunehmend größerer Beliebtheit. Gründe hierfür liegen in der einfachen Verarbeitung sowie den unzähligen kreativen Gestaltungsmöglichkeiten. Nichtsdestotrotz sollten einige wichtige Dinge beachtet werden. In unserer Anleitung zum Malervlies tapezieren erklären wir in 8 einfachen Schritten, was bei der Vorbereitung, den Vorarbeiten und beim Tapezieren wichtig ist.

Schritt 1: Abmessen Ihrer Wände

Vor dem Vliestapete Kleben Raum ausmessenVliestapete ist im Vergleich zu Raufaser in der Regel etwas teurer. Gerade deswegen sollten Sie im Vorhinein wissen, wie viel Material Sie benötigen. Zur Berechnung Ihres Bedarfs bietet sich diese Formel an:

Raumumfang x Raumhöhe : 5 = geschätzter Meterbedarf an Vliestapete

Wenn Sie besonders genau planen möchten, können Sie natürlich auch Ihre Wände inklusive der Aussparungen für Türen und Fenster gesondert ausmessen. Der Mehraufwand lohnt sich allerdings nur, wenn Sie nur kleinere Flächen tapezieren möchten.

Schritt 2: Materialien besorgen

Um zum Vliestapete Kleben das richtige Zubehör zu besorgen, suchen Sie zuerst einen Baumarkt oder ein Fachgeschäft auf. Erstellen Sie im Vorhinein eine Einkaufsliste, damit Sie während der Tapezierarbeiten nicht noch einmal loshetzen müssen. Diese Materialien sind wichtig:

  • Vliestapete/Malervlies: Machen Sie sich vorher Gedanken über Farbe und Muster
  • Tapetenkleister: Um Malervlies zu verarbeiten, gibt es speziellen Kleister. Lassen Sie sich im Fachhandel beraten!
  • Eimer für den Kleister mit Deckel
  • Malerbürste zum Auftragen des Kleisters
  • weiche Bürste oder Gummirolle zum Glätten der Vliestapete beim Verarbeiten
  • Tapetenmesser oder scharfe Schere
  • Nahtroller
  • Lot und Bleistift zum Kleben der ersten Vliestapeten-/Malervliesbahn
  • Abdeckfolie und Kreppband
  • ggf. eine Grundierung zur Vorbehandlung der Wandfläche, Spachtel und Spachtelmasse
  • ggf. Spülmittel, einen Spülschwamm und einen Nagelroller zum Entfernen der alten Tapete

 Unser Tipp:
Lassen Sie sich im Fachgeschäft über die richtigen Materialien beraten, und greifen sie nicht zu den Billigvarianten. Wer am falschen Ende spart, muss sich nicht wundern, wenn nach einigen Wochen erneut tapeziert werden muss.

Schritt 3: Die Vorarbeiten

Vorarbeiten zum Malervlies TapezierenBevor Sie mit den Vorarbeiten beginnen, gilt es zunächst, alle Lichtschalter und Steckdosen zu demontieren. Die Aussparungen können Sie im Anschluss einfach übertapezieren. Achten Sie darauf, dass alle Sicherungen abgeschaltet sind.

Wurden die Wände schon vorher mehrfach überstrichen oder tapeziert, sollten Sie vorher die alten Tapeten entfernen. Raufaser müssen Sie in der Regel mit Wasser und etwas Spülmittel zunächst einweichen, um die Tapete im Anschluss von den Wänden zu ziehen. Sehen Sie sich alten Farbschichten gegenüber, kommt zuerst der Nagelroller zum Einsatz, damit die Flüssigkeit in das Material eindringen kann. Wenn vorher mit Malervlies tapeziert wurde, haben Sie Glück: In diesem Fall können die Tapeten einfach trocken abgezogen werden.

 Unser Tipp:
Um einzuschätzen, wie leicht sich die alte Tapete ablösen lässt, feuchten Sie eine kleine Stelle im Vorhinein mit einem Schwamm an. Zieht das Wasser nach kurzer Zeit ein, können Sie die Tapete in der Regel problemlos abziehen. Perlt die Flüssigkeit ab, ist eine Vorbehandlung unumgänglich.


Schützen Sie nun vor dem Verarbeiten bzw. Anbringen der Vliestapete die Böden mit Abdeckfolie. Kleben Sie die Fußleisten bündig an der Wand mit Kreppband ab, um zu verhindern, dass der Kleister auf diese tropft und Flecken hinterlässt.

Schritt 4: Wände vorbereiten

Bereiten Sie, bevor Sie die Wände mit Malervlies selbst tapezieren, den Untergrund ausreichend vor. Bessern Sie zunächst mit einem Spachtel und Spachtelmasse kleinere Löcher und Risse aus. Da Vliestapete vergleichsweise dünn ist, entstehen durch eine unregelmäßige Oberfläche schnell Dellen und Blasen – und Ihre Wand ähnelt im Nachhinein eher einem Rübenacker als einer gleichmäßigen Fläche.

Vliestapete vor dem Verarbeiten zuschneidenMöchten Sie direkt auf Putz die Vliestapete richtig kleben, müssen Sie, nachdem Sie den Untergrund vorbehandelt haben, zusätzlich vor dem Tapezieren noch eine Grundierung auftragen, da der Putz den Kleister sonst aufsaugt und die Tapete nicht richtig haftet.

Schritt 5: Vliestapete zuschneiden

Schneiden Sie nun die Vliestapeten vor dem Kleben gemäß der Höhe Ihrer Wände zu. Lassen Sie analog zum Tapezieren mit Raufaser an den Enden ca. 10 cm Überstand, klappen Sie die Tapetenbahnen im Verhältnis 2/3 zu 1/3 zusammen und legen Sie diese erst einmal zur Seite. Verwenden Sie den ersten Zuschnitt als Muster für die weiteren Tapetenbahnen.

 Hinweis:
Malervlies bietet beim Verarbeiten viele Gestaltungsmöglichkeiten und wird deswegen gerne auch als Mustertapete angeboten. Berücksichtigen Sie schon beim Zuschneiden der Vliestapete – und nicht erst beim Kleben –, dass die Muster bündig aneinander passen. Legen Sie dazu das vorher ausgeschnittene Stück direkt neben den neuen Zuschnitt, um dieses passgenau anzugleichen.

Schritt 6: Kleister anrühren

Sofern Sie keinen Flüssigkleister besitzen, rühren Sie als letzten Schritt der Vorarbeiten zum Vliestapete Verarbeiten Kleister an. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Masse nicht verklumpt. Das erreichen Sie, indem beim Hinzugeben des Pulvers das vorzugsweise lauwarme Wasser fortlaufend – z.B. mit einem Stück Holz – umgerührt wird.

Wenn Sie für die Tapezierarbeiten mehrere Tage eingeplant haben, können Sie den Kleister ganz einfach konservieren. Bedecken Sie dafür die Oberfläche einfach mit ein wenig Wasser, und verschließen Sie die Klebemasse anschließend gut.

Schritt 7: Das Malervlies Tapezieren

Im dritten Schritt unserer Malervlies-Tapezieren-Anleitung gehen wir nun auf die Durchführung dieser Renovierungsarbeit ein. Hier zeigt sich der große Unterschied zwischen der Verarbeitung von Malervlies und Raufasertapete. Vliestapete kann zum Anbringen ohne vorheriges Einweichen direkt auf die Wand geklebt werden. Dadurch, dass das Material aus einem Gemisch aus Zellstoffen und PVC besteht, bleibt diese formstabil und erleichtert damit das Vlies Tapezieren vor allem für ungeübte Heimwerker ungemein.

Wände einkleistern

Zuerst wird der Kleister gleichmäßig auf die Fläche der Wand aufgetragen, die Sie im Anschluss mit Malervlies bekleben möchten. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass etwas mehr Kleister aufgetragen wird, als die Tapete breit ist, damit sich die Kanten nach der Verarbeitung nicht sofort wieder lösen.

Kleistern Sie nicht direkt die ganze Wand ein, sondern immer nur eine Fläche für drei bis vier Bahnen. Im Anschluss sollten Sie zügig die Vliestapete kleben, um zu verhindern, dass sich das Material wieder ablöst.

Vliestapete richtig kleben mit TapezierbürsteErste Bahn tapezieren

Die erste Tapetenbahn sollte ausgelotet direkt an der Hauptlichtquelle des Raumes – in der Regel handelt es sich hierbei um das Fenster – angelegt und zuerst von oben nach unten und anschließend von innen nach außen angedrückt werden. Hierbei ist es ratsam, beim Kleben der Vliestapeten unter Verwendung einer weichen Bürste oder Schaumstoffrolle besonders sorgfältig vorzugehen.

Den unten und oben überstehenden Falz schneiden Sie direkt nach dem Malervlies tapezieren mit einem Tapetenmesser oder einer scharfen Schere ab.

Weitere Bahnen tapezieren

Anschließend können die weiteren Reihen – an den Kanten etwas überlappend – nach derselben Vorgehensweise tapeziert werden. Die überstehenden Stücke sollten Sie direkt nach dem Verarbeiten der Vliestapete mit einem Tapeziermesser entlang der vorangegangenen Bahn abschneiden, wodurch Sie einen geraden Stoß erhalten. Drücken Sie die Kanten anschließend mit einem Nahtroller an. So verhindern Sie, dass sich das Material wieder löst.

 Achtung:
Wenn Sie eine Muster-Vliestapete richtig kleben möchten, achten Sie darauf, die Designs passend aneinander zu tapezieren. Malervlies lässt sich – einmal angetrocknet – nicht wiederverwenden.

Malervlies tapezieren an Ecken, Fenstern, Steckdosen und Lichtschaltern

Das Malervlies kann etwa 10-15 cm um Ecken und Kanten herum tapeziert werden. Kleben Sie im Anschluss die folgende Bahn einfach – ebenfalls etwas überlappend – daneben und schneiden Sie den Überstand einfach ab.

Das Tapezieren von Innenecken ist dagegen etwas schwieriger. Kleben Sie die Vliestapete zunächst über Eck, und drücken Sie das Malervlies anschließend unter Zuhilfenahme eines Spachtels an. Zuletzt schneiden Sie die Tapete mit einem kleinen Überstand (ca. 2mm) einfach ab. Die nächste Bahn tapezieren Sie einfach genau bis in die Ecke und schneiden im Anschluss den Überstand einfach ab. Loten Sie das folgende Tapetenstück am besten erneut aus; besonders in Innenecken kann es schnell zu Unregelmäßigkeiten kommen.Steckdosen und Lichtschalter übertapezieren

An Fenstern können Sie genauso mit Malervlies tapezieren. Achten Sie hier unbedingt darauf, dass Sie vorher die Rahmen – vor allem, wenn es sich um empfindliche Holzrahmen handelt – durch Abkleben vor dem Tapetenkleister schützen.

Steckdosen und Lichtschalter tapezieren Sie einfach über, drücken die Leiterkontakte direkt durch die Tapete und schneiden nach dem Trocknen der Tapete die Löcher einfach mit einem Teppichmesser wieder aus. Arbeiten Sie beim Ausschneiden äußerst vorsichtig, damit keine Kabel beschädigt werden.

Schritt 8: Vliestapete trocknen lassen

Malervlies nach Tapezieren trocknen lassenNach dem Verarbeiten müssen Sie die Vliestapeten nur noch trocknen lassen. Geben Sie der Tapete ruhig 24 Std. Zeit, um komplett auszutrocknen. Während der Trockenzeit sollten Sie die neue Wandverkleidung keiner direkten Zug- oder Heizungsluft aussetzten, da diese dann zu schnell haftet und sich in der Folge wieder von der Wand lösen kann.

Ist die Tapete nicht mehr feucht, können Sie über ein schön gestaltetes Zimmer freuen und mit dem Einrichten beginnen. Wir hoffen unsere Anleitung und Tipps zum Vliestapete kleben haben geholfen, Ihr Zuhause zu verschönern!

An der Decke lässt sich Vlies nach dem gleichen Prinzip tapezieren. Zuerst Kleister auftragen und anschließend die Tapete andrücken. Dadurch, dass die Tapetenbahnen im Vorhinein nicht eingeweicht werden müssen, sind diese nicht so schwer und das Malervlies damit auch komfortabler überkopf zu verarbeiten. Dieser Umstand vereinfacht die Deckenrenovierung mit Vlies ungemein.

Studenten unterstützen Sie bei der Renovierung

Wenn Ihnen einfach die Zeit fehlt um Renovierungsarbeiten durchzuführen, heißt das nicht, dass Sie den Kopf in den Sand stecken müssen oder sogar in einer unrenovierten Wohnung zurückbleiben müssen. Lassen Sie sich doch einfach bei den Tapeziertätigkeiten oder eventuell folgenden Renovierungsarbeiten wie z. B. dem Vliestapete streichen unterstützen.

Stellen Sie deswegen noch heute eine kostenlose Anfrage bei der JOBRUF Studentenvermittlung und erhalten Sie innerhalb kürzester Zeit Rückmeldungen von zuverlässigen und erfahrenen Studenten, die Ihnen gerne tatkräftig zur Seite stehen!

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