Schrank aufbauen und abbauen Anleitung zum richtigen Montieren

Schrank aufbauen

Schrank aufbauen und abbauen

Wenn Sie Ihren neuen Schrank selber aufbauen möchten – beispielsweise nach einem Umzug oder der Renovierung –, gilt es einige Dinge zu beachten. In unserer Anleitung erklären wir Ihnen Schritt für Schritt die Montage. Tipps für häufig wiederkehrende Handgriffe, die Ihnen den erfolgreichen Aufbau und auch Abbau erleichtern, inbegriffen.

Schritt 1: Transport und Vorbereitung

Nach erfolgtem Transport der einzelnen Elemente zum vorgesehenen Standort sorgen Sie zunächst für ausreichende Bewegungsfreiheit, um den Kleiderschrank richtig aufbauen zu können. Nachdem Sie sich einen Überblick über die einzelnen Teile verschafft haben, sollten Sie bereits bei der Anordnung der Elemente die Reihenfolge beim Aufbau berücksichtigen.

Mithilfe der Montageanleitung bzw. auf die mitgelieferten Schrauben können Sie feststellen, welches Werkzeug für die Montage notwendig sein wird. Sie benötigen in der Regel:

  • Akkuschrauber
  • Wasserwaage
  • ggf. Zange und Inbusschlüssel

Unser Tipp:
Am besten arbeiten Sie zu zweit – das ist sicherer. Während eine Person die Montage übernimmt, kann die zweite Teile halten oder Werkzeug anreichen.

Schritt 2: Aufbau des Schrankkörpers

Schrankteile noch verpacktWenn Sie doch den Schrank alleine aufbauen müssen, führen Sie die Montage des Korpus so durch, dass sich dieser in einer liegenden Position befindet. Durch die Höhe der Seitenwände ist ein Aufbau stehend ohne Hilfestellung in der Regel nicht möglich.

Ein Blick auf die vorgebohrten Löcher bzw. die Montageanleitung gibt Auskunft über die korrekte Anordnung von Boden- und Seitenelementen. Bei Schubladenschränken empfiehlt sich die Montage der dazugehörigen Schienen bereits jetzt.

Schritt 3: Schrankrückwand montieren

Bevor Sie fortfahren, bedenken Sie beim Zusammenbau von Bodenplatte, Seitenwänden und Deckenplatte auch die Schrankrückwand. Bauen Sie den Körper mit der Vorderseite nach unten zusammen. So können Sie im nächsten Schritt die Rückwand montieren, ohne den gesamten Schrankkörper umständlich umdrehen zu müssen. Die Rückseite – oft aus dünnem Sperrholz gefertigt – wird mittels kleiner Nägel angebracht.

Ist die Rückwand montiert, sollte der Schrank stabil genug sein, um ihn aufzurichten und an den gewünschten Ort zu bewegen (bedenken Sie beim Kippen die Deckenhöhe).

Je nach Bodenbelag sollte dies vorsichtig geschehen, sonst riskieren Sie Beschädigungen und Kratzer. Es können auch dünne, selbstklebende Filzstreifen (erhältlich im Baumarkt Ihres Vertrauens) an der Unterseite des Schrankes angebracht werden – empfiehlt sich insbesondere bei hochwertigen Parkettböden.

Schritt 4: Montage der Türen

Im nächsten Schritt dreht sich alles um die Montage der Türen. Zu unterscheiden sind hier zwei gängige Varianten: Schwebetüren und Drehtüren.

Variante 1: Schwebetüren

Ob aus ästhetischen Gründen oder um dem begrenzten Platzangebot im Zimmer Rechnung zu tragen: Wenn Sie einen Schwebetürenschrank aufbauen (z. B. das Modell PAX von IKEA), gibt es einen Hauptunterschied zu anderen Varianten.

Bei diesem Modell werden die Türelemente in sogenannte Laufschienen eingehängt, welche sowohl an der Boden- als auch an der Deckenplatte entlang angebracht werden müssen. Dieser Arbeitsschritt sollte sehr sorgfältig und exakt laut Anleitung durchgeführt werden, um ein passgenaues und staubdichtes Schließen zu gewährleisten.Schrank mit Schwebetüren

Variante 2: Drehtüren

Montieren Sie zunächst die Scharniere mittels der mitgelieferten Schrauben. Hierzu halten Sie sich bitte an die dem Schrank beiliegende Montageanleitung. Eine zweite Person hält am besten die Tür in der gewünschten Position.

Erst wenn alle Scharniere verbunden wurden, sollte die Türe losgelassen werden. Ansonsten besteht die Gefahr von dauerhaften Schäden. Prüfen Sie nach dem Verschrauben, ob die Türen in gleicher Höhe angebracht wurden und sie korrekt und dicht schließen. Eine Nachjustierung ist durch Drehen an den Schrauben möglich.

Unser Tipp:
Für den Fall, dass sich die Drehtüren nur schwer bewegen lassen sollten, tragen Sie einen Tropfen Öl am Gelenk auf. Nach mehrmaligem Bewegen sollte sich das Öl sehr gut verteilt haben – gleiches gilt für Laufschienen von Schwebetüren oder Schubladen.

Schritt 5: Abschließende Arbeiten

Schrank bei der MontageDas fast fertig aufgebaute Möbelstück befindet sich nun in der gewünschten Position. Die letzten Schritte umfassen das Einsetzen der Regalböden, Kleiderstangen und Schubladen. Bringen Sie die Winkel für die Regalböden in gleicher Höhe an, um eine Schieflage zu vermeiden. Nach dem Zusammenbau der Schubladen werden diese in die bereits vorher angebrachten Führungsschienen eingesetzt (siehe Schritt 1).

Zu guter Letzt können Sie die Türgriffe an den Schrank montieren. Üblicherweise sind die entsprechenden Löcher an der Türe bereits vorgebohrt, so dass Sie lediglich den Griff mittels der mitgelieferten Schrauben anbringen müssen.

Insbesondere bei kleineren Modellen besteht beim Öffnen der Türen Kippgefahr. Durch die Montage von Metallwinkeln auf der Oberseite der Deckenplatte verhindern Sie dies, ohne die Optik zu beeinträchtigen. Befestigen Sie die Winkel einfach mittels Dübeln an der Wand, um einen sicheren und stabilen Stand zu garantieren.

Hinweis:
Lassen Sie zwischen der Wand und der Rückseite des Schrankes ein wenig Platz, um eine Luftzirkulation zu ermöglichen und dadurch der Entstehung von Schimmel vorzubeugen.

Schrank abbauen in umgekehrter Reihenfolge

Bevor Sie einen Kleiderschrank abbauen, entleeren Sie diesen zunächst vollständig. Danach entnehmen Sie alle losen Elemente wie Regalböden und Kleiderstangen. Anschließend können Sie alle Regalaufsätze in einen kleinen Schuh- oder auch Umzugskarton packen. Dieser dient anschließend auch zur Aufbewahrung von Schrauben, Holzdübeln und sonstigen Kleinteilen.

Wenn Sie nun den Schrank demontieren, beginnen Sie mit dem Abbau der Türen und des Schrankkörpers in umgekehrter Reihenfolge. Das gilt auch dann, wenn Sie einen Schwebetürenschrank abbauen. Die Reihenfolge bleibt die gleiche. Sollte es erforderlich sein, können Sie als Orientierungshilfe auch einzelne Teile mittels Malerkrepp beschriften.

Achten Sie auf einen rutschfesten Transport der einzelnen Elemente. In der Praxis haben sich Handtücher und Decken zwischen den einzelnen Teilen bewährt. Unansehnliche Kratzer und Beschädigungen gilt es nämlich zu vermeiden, wenn Sie den Kleiderschrank wieder selber aufbauen möchten.

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Alles Wichtige auf einen Blick:

  • Nach Möglichkeit Schrank zu zweit aufbauen
  • Bei Montage alleine: Korpus auf den Boden legen
  • Vorsichtiges Aufrichten des Schrankes nach Montage der Bodenplatte, Seitenwand und Rückwand
  • Schwebetüren exakt in Schienen einsetzen
  • Drehtüren an Scharnieren nachjustieren
  • Die Türen erst loslassen, wenn diese fest verschraubt sind
  • Kippen vermeiden: Metallwinkel auf der Oberseite garantieren sicheren Stand
  • Abbau in umgekehrter Reihenfolge

Bildquellen (v.o.n.u.):
© "New Wardrobe" by Tristan Ferne is licensed under CC-BY 2.0
© "Basement Ikea" by Adam Selwood is licensed under CC BY 2.0
© "Basement Office - Doors Closed" by Adam Selwood is licensed under CC BY-SA 2.0
© "Kleiderschrank in statu nascendi" by noniq is licensed under CC BY-SA 2.0

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