Bewegungsspiele für Kinder

Be­we­gungs­spie­le für Kin­der

Nach ei­nem lan­gen Schul­tag mit vie­lem Sit­zen tut Be­we­gung rich­tig gut. Aber ein­fach nur so drau­ßen rum­lau­fen oder wie im­mer Fan­gen spie­len ist doch auf Dau­er lang­wei­lig. Ein kla­rer Fall für un­se­re sechs lus­ti­gen Be­we­gungs­spie­le für Kin­der! Die­se bie­ten Un­ter­hal­tung und Be­schäf­ti­gung drau­ßen und drin­nen, för­dern den Be­we­gungs­ab­lauf und kön­nen so­wohl mit we­ni­gen Teil­neh­mern als auch in grö­ße­ren Grup­pen in An­griff ge­nom­men wer­den.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Blät­ter-Staub­sau­ger

Ochs am Berg

Die Hau­fen

Feu­er, Was­ser, Sturm und Blitz

Berg­stei­gen

Die Schlan­ge

Be­we­gungs­spiel 1: Blät­ter-Staub­sau­ger (drau­ßen)

Hilfs­mit­tel, die für das Spiel „Blät­ter-Staub­sau­ger“ be­nö­tigt wer­den, sind Stroh­hal­me und Blät­ter. Die­ses Out­door-Spiel eig­net sich be­son­ders im Herbst, da in die­ser Jah­res­zeit na­tur­ge­mäß be­son­ders vie­le Blät­ter von den Bäu­men fal­len.

Zwei Mädchen laufen über eine WieseZiel für die Kin­der ist es, so vie­le Blät­ter wie mög­lich zu ei­nem vor­her fest­ge­leg­ten Platz zu trans­por­tie­ren – und zwar nur mit­hil­fe ei­nes Stroh­halms. Ein­fach ein Blatt su­chen, mit dem Stroh­halm an­sau­gen und schnell zum Platz lau­fen, da­mit es zwi­schen­zeit­lich nicht run­ter­fällt.

Die Hän­de dür­fen hier­bei nur zum Fest­hal­ten des Stroh­halms ver­wen­det wer­den. Sie­ger ist das Kind, das in der vor­ge­ge­be­nen Zeit die meis­ten Blät­ter si­chern konn­te.

Die­ses Spiel för­dert ne­ben der Be­we­gung be­son­ders die Ge­schick­lich­keit der Kin­der. Wer zu schnell an die Sa­che her­an­geht, ver­liert al­le Blät­ter und kann wie­der von vor­ne an­fan­gen. Hier gilt es erst ein­mal, die rich­ti­ge Ge­schwin­dig­keit und Tech­nik her­aus­zu­fin­den!

Hin­weis:
Bei schlech­tem Wet­ter kann das Spiel auch für zu Hau­se um­funk­tio­niert wer­den, mit Pa­pier- an­statt Baum­blät­tern. Na­tür­lich soll­te in die­sem Fall ge­nug Platz in der Woh­nung vor­han­den sein. Auch Stol­per­fal­len sind tun­lichst zu be­sei­ti­gen, da es schon ein­mal et­was „wild“ zu­ge­hen kann.

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Be­we­gungs­spiel 2: Ochs am Berg (drau­ßen)

Das Spiel „Ochs am Berg“ setzt zu­nächst ein recht­ecki­ges Spiel­feld vor­aus, wel­ches auf ei­ner Sei­te am bes­ten durch ei­ne Wand, ei­ne Mau­er, ei­nen Zaun oder ei­ne ge­mal­te Li­nie auf dem Bo­den ab­ge­grenzt ist.

Mädchen spinkst über eine MauerEin Kind, der „Ochs“, stellt sich nun mit den Au­gen nach vor­ne ge­rich­tet auf die ei­ne Sei­te des Spiel­fel­des (wenn es ei­ne Ab­tren­nung gibt, ge­nau vor die­ser). Die an­de­ren Kin­der ste­hen im Ab­stand von min­des­tens 10 Me­tern auf der an­de­ren Sei­te des mar­kier­ten Be­reichs. Ziel ei­nes je­den Kin­des ist es nun, als Ers­tes die an­de­re Spiel­feld­sei­te zu er­rei­chen.

Der „Ochs“ ver­sucht, dies zu ver­hin­dern. Wäh­rend sich die Kin­der in sei­ne Rich­tung be­we­gen, ruft die­ser da­zu laut „Eins, zwei, drei, vier, Ochs am Berg!“ und dreht sich um, so­bald das Wort „Berg“ aus­ge­spro­chen ist. Ge­nau in dem Mo­ment dür­fen sich die an­de­ren Kin­der nicht mehr wei­ter be­we­gen. Je­der, der es den­noch macht und da­bei er­wischt wird, muss wie­der von vor­ne an­fan­gen und zur Start­li­nie zu­rück­keh­ren. Das Kind, das als Ers­tes die an­de­re Sei­te er­reicht, darf neu­er Ochs sein.

„Ochs am Berg“ hilft da­bei, die Ge­duld der Kin­der zu för­dern. Denn wer ein­fach dar­auf los­rennt und es kaum er­war­ten kann, zum Ziel zu ge­lan­gen, ver­liert! Dies ist eins der Be­we­gungs­spie­le für drau­ßen mit Kin­dern, das ge­nau­es Auf­pas­sen for­dert!

Un­ser Tipp:
Es wird be­son­ders span­nend, wenn man der Satz „Eins, zwei, drei, vier, Ochs am Berg!“ in un­ter­schied­li­chem Tem­po aus­ge­spro­chen wird (z.B. 2 Wör­ter schnell nach­ein­an­der, dann ei­ne lan­ge Pau­se und die wei­te­ren Wör­ter wie­der schnell) und sich die mit­spie­len­den Kin­der nicht ge­nau auf den Spiel­stopp ein­stel­len kön­nen.

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Be­we­gungs­spiel 3: Die Hau­fen (drau­ßen)

Die­ser Vor­schlag kann auch in die Ka­te­go­rie Spiel­ide­en für Grup­pen ein­ge­ord­net wer­den. Da­mit das Spiel rich­tig Spaß macht, soll­ten sich min­des­tens 15 Teil­neh­mer zu­sam­men­fin­den.

Vier Freundinnen Arm in ArmUnd so funk­tio­niert es: Zu­nächst wird ein Spiel­lei­ter be­stimmt, al­le an­de­ren Kin­der lau­fen an­schlie­ßend um­her. Der Spiel­lei­ter ruft nun ei­ne be­lie­bi­ge Zahl, wel­che die Grö­ße der Grup­pe zeigt, in der sich die an­de­ren zu­sam­men­fin­den soll­ten. Wird bei­spiels­wei­se die Zahl drei aus­ge­ru­fen, setzt sich ei­ne Grup­pe idea­ler­wei­se aus drei Kin­dern zu­sam­men. Grup­pen wer­den ge­bil­det, in­dem sich die Mit­glie­der an den Hän­den hal­ten oder um­ar­men.

Sind in ei­ner Grup­pe z. B. erst zwei Kin­der, gilt es, nach ei­nem drit­ten Mit­glied Aus­schau zu hal­ten. An­ders­her­um muss sich bei ei­ner Grup­pe mit vier Kin­dern der Letz­te, der sich ein­ge­fun­den hat, nach ei­ner an­de­ren Mög­lich­keit um­schau­en. Teil­neh­mer, die sich kei­nem Team in der pas­sen­den Grö­ße an­schlie­ßen konn­ten, schei­den lei­der aus.

Sind die Kin­der sich noch re­la­tiv fremd, eig­net sich „Die Hau­fen“ her­vor­ra­gend als Ken­nen­lern­spiel und för­dert so das Ge­mein­schafts­ge­fühl, z. B. auf ei­nem Kin­der­fest.

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Be­we­gungs­spiel 4: Feu­er, Was­ser, Sturm und Blitz (drin­nen)

„Feu­er, Was­ser, Sturm und Blitz“ er­for­dert ei­ne ho­he Auf­merk­sam­keit, gu­te Re­ak­tio­nen und sorgt nicht zu­letzt dank des wit­zi­gen Spiel­kon­zep­tes für vie­le La­cher.

Und so funk­tio­niert es: Zu­nächst wird ein Spiel­lei­ter be­stimmt, al­le an­de­ren ver­tei­len sich und blei­ben stän­dig in Be­we­gung. Der Spiel­lei­ter gibt nun nach Be­lie­ben die Kom­man­dos Feu­er, Was­ser, Sturm oder Blitz. Die Mit­spie­ler müs­sen je nach ge­nann­tem Be­griff ei­ne be­stimm­te Hal­tung ein­neh­men.

Bei Feu­er le­gen sich al­le flach auf den Bauch, bei Was­ser steigt je­der auf ei­nen ho­hen Ge­gen­stand (z. B. ei­nen Stuhl oder ein So­fa), bei Sturm hält sich je­der an ei­nem fes­ten Ge­gen­stand fest und bei Blitz kni­en sich al­le auf den Bo­den und ma­chen sich so klein wie mög­lich.

Der lang­sams­te Spie­ler ei­ner je­den Run­de schei­det aus, bis am En­de nur noch ein Sie­ger üb­rig ist. Bei klei­ne­ren Kin­dern, die even­tu­ell noch nicht gut da­mit um­ge­hen kön­nen, dass nur ein Kind ge­winnt, kann man ei­ne Va­ri­an­te oh­ne Sie­ger spie­len. Hier­für ist ein­fach je­weils der lang­sams­te Spie­ler der neue Spiel­lei­ter, der die Be­grif­fe vor­gibt.

Un­ser Tipp:
Die­ses Spiel eig­net sich bei gu­tem Wet­ter auch für's Freie. Bit­te be­ach­ten Sie nur, dass die Klei­dung da­bei ggf. dre­ckig wer­den kann und dem Nach­wuchs des­we­gen nicht die neu­es­ten Sa­chen an­zie­hen soll­ten!

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Be­we­gungs­spiel 5: Berg­stei­gen (drin­nen)

Für die­ses In­door-Spiel be­nö­tigt man le­dig­lich ein Wür­fel und ei­ne Trep­pe mit min­des­tens 10 Stu­fen. „Berg­stei­gen“ kann nicht nur in Woh­nun­gen mit Trep­pen, son­dern auch in Trep­pen­häu­sern ge­spielt wer­den (das Ein­ver­ständ­nis der Nach­barn na­tür­lich vor­aus­ge­setzt).Holztreppe im Hausflur

Ziel des Spie­les ist es nun, als Ers­ter oben auf der Trep­pe an­zu­kom­men; hier­zu wür­feln al­le Kin­der ab­wech­selnd je­weils ein­mal. Der­je­ni­ge mit der höchs­ten Zahl darf auf der Trep­pe so vie­le Stu­fen auf­stei­gen, wie Au­gen auf sei­nem Wür­fel sind.

Um das Spiel et­was zu ver­län­gern und span­nen­der zu ge­stal­ten, kön­nen die Spiel­re­geln et­was ver­fei­nert bzw. krea­ti­ver ge­stal­tet wer­den. Tref­fen sich z.B. zwei Spie­ler auf der glei­chen Stu­fe, wür­feln die­se bei­den er­neut. Wer nun die klei­ne­re Zahl wür­felt, muss wie­der von un­ten auf die ur­sprüng­li­che Po­si­ti­on zu­rück­keh­ren.

Eben­so kön­nen be­stimm­te Stu­fen als Ak­ti­ons­fel­der an­legt wer­den – z. B. er­neut wür­feln, drei Fel­der zu­rück, Fra­gen be­ant­wor­ten, die ein Spiel­lei­ter stellt oder auch ei­ne Pan­to­mi­ne vor­ma­chen, die die an­de­ren Kin­der er­ra­ten müs­sen.

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Be­we­gungs­spiel 6: Die Schlan­ge (drin­nen)

Dies ist eins der Be­we­gungs­spie­le mit Kin­dern für drin­nen, die das Grup­pen­ge­fühl und den Zu­sam­men­halt stär­ken. Denn die Mit­spie­ler müs­sen zu­sam­men ver­su­chen, ei­ne Schlan­ge zu bil­den und sich so fort­zu­be­we­gen. Hier­für le­gen sie sich hin­ter­ein­an­der auf den Bauch und um­grei­fen mit den Hän­den die Knö­chel des Vor­der­manns.

Das an­schlie­ßen­de Fort­be­we­gen durch Krie­chen ist gar nicht so ein­fach. Ei­ner robbt vor­wärts und zieht da­bei eben­falls sei­ne Bei­ne nach, der Hin­ter­mann muss ver­su­chen hin­ter­her­zu­kom­men und das Bein da­bei nicht los­zu­las­sen. Er­schwe­rend kommt hin­zu, dass die Schlan­ge da­bei na­tür­lich ganz blei­ben soll­te und nicht in meh­re­re Tei­le aus­ein­an­der­fal­len darf.

Un­ser Tipp:
Las­sen Sie doch ein­fach meh­re­re Schlan­gen in ei­nem Ren­nen ge­gen­ein­an­der an­tre­ten! Vor­aus­set­zung hier­für ist nur, dass ge­nü­gend Mit­spie­ler vor­han­den sind. Durch die­se Va­ri­an­te be­kommt das Spiel au­ßer­dem ein Ziel, und die Ge­fahr, dass das ein­fa­che Rum­krie­chen nach ei­ner ge­wis­sen Zeit zu lang­wei­lig wird, be­steht nicht.

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Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© eli­as­fal­la / pixabay.com
© Rai­ner Sturm / PI­XELIO
© S. Hof­schla­e­ger / PI­XELIO
© Sa­bi­ne Mey­er / PI­XELIO
© "stair­light" by Erich Fer­di­nand is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0