Rasen düngen Anleitung und Tipps für homogenes Gras

Rasen düngen

Rasen düngenEine Düngung versorgt den Rasen mit wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Diese fördern das Wachstum, gewährleisten eine gesunde Grünfärbung und erhöhen die Robustheit der Pflanzen. Die Anreicherung Ihrer Wiese ist zwar nicht derart wichtig wie etwa das Rasen sprengen in heißen Sommern, aber eine gewisse Regelmäßigkeit sollte gerade bei stark beanspruchten Grünflächen bestehen. Wir erklären in dieser Anleitung, wann, wie oft, womit und wie Sie Ihren Rasen düngen sollten. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, durch welche Maßnahmen Sie Ihre Grünfläche optimal vorbereiten.

Nicht jeder Rasen benötigt eine Düngung

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass nicht jeder Rasen gedüngt werden muss. Ist Ihr Gras sattgrün, dicht gewachsen und frei von kahlen Stellen, können Sie davon ausgehen, dass eine ausreichende Nährstoffzufuhr vorhanden ist. Im Gegenteil: Die Graspflanze nimmt immer nur so viele Zusatzstoffe auf, wie sie wirklich benötigt. Düngen Sie trotzdem, versickert das Mittel ungenutzt in der Erde und verschmutzt das Grundwasser.

Einen Hinweis, ob eine Düngung tatsächlich notwendig ist, liefert – neben einem gesunden Aussehen – auch die Beanspruchung des Rasens. Wird dieser zum Beispiel überwiegend zum Spielen oder Sport machen genutzt, ist eine Düngung wie auch ein Nachsäen des Rasens oft unumgänglich. Die Graspflanzen schaffen es in diesem Fall meist nicht sich aus eigener Kraft sich zu regenerieren und benötigen mehr Nährstoffe.

Rasen düngen im Frühjahr und Herbst

Gras düngen im Frühjahr und HerbstGrundsätzlich gilt: Ihren Rasen düngen Sie im Frühjahr und Herbst am besten. Die erste Düngung sollte stets zu Beginn des Gräserwachstums (Anfang März) vorgenommen werden. Eine weitere Düngung ist bei einer wenig strapazierten Grünfläche erst wieder vor Eintritt des Winters notwendig, sodass die Gräser eine letzte Stärkung für die harten Monate erhalten; hierfür bietet sich der Oktober an.

Bei stark beanspruchten Gräsern empfiehlt es sich eine zusätzliche Düngung im Sommer. Achten Sie allerdings darauf, dass Sie nicht bei zu großer Hitze das Gras düngen. Denn bei hohen Temperaturen und Sonne wirken Düngerrückstände wie eine Lupe; durch die verstärkte Sonneneinstrahlung verbrennen die Grashalme und werden irreparabel beschädigt.

Unser Tipp:
Der beste Zeitpunkt, um Ihren Rasen zu düngen, ist in den Abendstunden. So geben Sie den Gräsern die Möglichkeit, über Nacht die Nährstoffe aufzunehmen. Gerade bei der Anwendung von Flüssigdünger verdunstet das Mittel tagsüber zu schnell!

Organisch oder mineralisch? Das richtige Düngemittel wählen

Bei der Wahl des Düngemittels sollten Sie sich zunächst an der Jahreszeit orientieren. Bau- und Fachmärkte bieten spezielle Düngemittel an, die sich darauf konzentrieren, was dem Rasen in welcher Periode fehlt. So beinhalten Standarddünger für Frühjahr und Sommer z. B. einen ausgewogenen Mineralienmix, während Herbstdünger reich an Kalium sind, das die Pflanzen auf den kalten Winter vorbereitet.

Düngemittel lassen sich grob in zwei Gruppen aufteilen: organische und mineralische Dünger. Um Ihnen einen ersten Überblick zu verschaffen, gehen wir kurz auf die Vor- und Nachteile beider Varianten ein:

Mineralische Dünger für schnelle Wirkung

Mineraldünger sind reich an Stickstoff, Phosphor sowie Kalium und können als Granulat, Pulver oder Flüssigdünger erstanden werden. Anorganische Dünger wirken in der Regel umgehend und eignen sich aus diesem Grund dazu, Mangelerscheinungen an Grünflächen zeitnah auszugleichen. Aber auch als Langzeitdüngemittel sind Mineraldünger erhältlich. Ein typischer Vertreter dieser Gattung ist Blaukorn, der zum Düngen von Rasen als Granulat einfach in der Handhabung und vergleichsweise günstig ist.

Nachteile einer Mineraldüngung sind – bei großzügiger Anwendung – zum einen die Gefahr der Überdüngung des Bodens, unter der das Bodenleben und die Bodenstruktur leiden. Zum anderen gelangt der Stickstoff, der nicht mehr vom Boden aufgenommen werden kann, als Nitrat ins Grundwasser.Biologisch Rasen düngen mit Hornmehl

Organische Dünger mit schonendem Langzeiteffekt

Organische Dünger enthalten vor allem Stickstoff. Sie bestehen entweder aus pflanzlichen Abfällen oder tierischen Produkten. Der bekannteste pflanzliche Dünger ist Kompost – Hornspäne und Hormehl sind häufig genutzte tierische Mittel. Bei Letzteren handelt es sich um zerkleinertes Horn von Tieren.

Biologische Dünger wirken – verglichen mit anorganischen Düngern – nicht so schnell, aber dafür lange. Die Minerale liegen nämlich in gebundener Form vor und müssen erst von Mikroorganismen im Boden zerkleinert werden. Aus diesem Grund düngen Sie den Rasen mit Hornspänen am besten im Frühjahr, damit das Grün während des gesamten Sommers ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Eine Gefahr der Überdüngung besteht nicht, da es sich hier um einen biologischen Dünger handelt.

Unser Tipp: 
Wenn Sie genau wissen möchten, womit Sie am besten Ihr Rasen düngen, bietet sich die Durchführung einer Bodenanalyse an; Komplettsets dafür können Sie im Fachhandel kaufen. Anschließend entnehmen Sie lediglich an einigen Stellen Ihrer Rasenfläche Bodenproben und schicken diese in ein Labor ein. Die Analyse gibt Auskunft darüber, welche Nährstoffzusammensetzung das optimale Düngemittel für Ihren Rasen aufweisen sollte.

Mähen und Vertikutieren zur Vorbereitung des Grüns

Um das Gras richtig zu düngen, können Sie es durch einige Pflegemaßnahmen vorbereiten – und so dafür sorgen, dass der Dünger perfekt vom Boden aufgenommen werden kann. Dies ist nicht zwingend notwendig, sorgt allerdings häufig für ein besseres Ergebnis.

Zunächst sollten Sie zunächst auf Normalhöhe den Rasen mähen (Experten empfehlen eine Höhe von vier Zentimetern). Durch das kurze Gras kann der Dünger seine Wirkung im direkten Kontakt mit dem Boden besser entfalten. Vertikutieren Sie Ihre Grünfläche im Anschluss noch, beseitigen Sie alle abgestorbenen Gräser, Moose und den Rasenfilz. Durch die nachfolgende Düngung schließen sich kleinere Löcher ganz von selbst.

Den Rasen richtig düngen

Achten Sie bei der Verteilung des Düngers stets auf Gleichmäßigkeit. Wenn Sie mit Blaukorn Ihren Rasen richtig düngen möchten, empfiehlt es sich deshalb, im Garten einen Streuwagen zu benutzen. Mit diesem fahren Sie erst in Längs- und dann in Querrichtung über Ihre Grünfläche, um den Dünger gleichmäßig aufzutragen.

Flüssigdünger mit Gießkanne ausbringenSollten Sie Flüssigdünger verwenden, mischen Sie diesen einfach im angegebenen Verhältnis mit Wasser, und verteilen Sie die Flüssigkeit auf Ihrer Grünfläche mit einer Gießkanne. Wenn Sie über eine Bewässerungsanlage für Ihre Rasenfläche verfügen, können Sie das Düngemittel gleich in den Wasserfluss mit einbinden.

Wässern Sie in der Zeit nach der Düngung immer ausreichend. So kann das Düngemittel optimal vom Boden aufgenommen werden. Genauso sollten Sie den Rasen ein bis zwei Mal in der Woche mähen, aber nicht unmittelbar nach der Düngung. Ansonsten besteht die Gefahr, dass insbesondere Granulat direkt wieder aufgenommen wird oder sich ungünstig verteilt.

Unser Tipp:
Ihren Rasen düngen Sie am besten vor einem angekündigten und länger anhaltendem Regen. So sparen Sie sich Zeit und Kosten für die Bewässerung, nachdem Sie das Düngemittel aufgetragen haben.

Studenten helfen bei der Gartenpflege

Wenn Sie unter Berücksichtigung unserer Tipps Ihren Rasen düngen, können Sie sich schon bald wieder über eine gesunde Wiese freuen. Alternativ zur Eigenarbeit bietet Sie sich aber auch Hilfe von außen an. Studenten sind z. B. im Vergleich zu oftmals teuren Gärtnern eine attraktive Möglichkeit, Aufgaben auf dem Grundstück abzugeben und gleichzeitig Kosten zu sparen.

Hört sich interessant an? Dann geben Sie noch heute kostenlos eine Anzeige über die Studentenvermittlung JOBRUF auf, und kommen Sie schon kurze Zeit später in Kontakt mit interessierten Helfern mit grünem Daumen.  Natürlich können die Studenten auch andere Gartenarbeiten übernehmen – und z. B. Ihre Hecke schneiden.

Jetzt kostenlos Anzeige aufgeben

 

Bildquellen (v.o.n.u):
© Photoman / pixabay.com
© anja_ferstl0 / pixabay.com
© von Dr. Eugen Lehle (eigene Arbeit http://bodenlabor.de) [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (bearbeitet)
© NicoLeHe / PIXELIO

JOBRUF - Studentenvermittlung © 2016 - Alle Rechte vorbehalten
JOBRUF - Studentenvermittlung bewertet mit 4,6 von 5 auf Grundlage von 2557 eKomi-Bewertungen.
Impressum | Presse | Datenschutz | AGB | Vermittlungsbedingungen
Wir verwenden Cookies, um Ihre Benutzererfahrung zu optimieren. Durch die Nutzung der Seite stimmen Sie unserer Cookie-Richtlinie zu. Ok