Ra­sen dün­gen

Rasen düngenEi­ne Dün­gung ver­sorgt den Ra­sen mit wich­ti­gen Nähr­stof­fen wie Stick­stoff, Phos­phor und Ka­li­um. Die­se för­dern das Wachs­tum, ge­währ­leis­ten ei­ne ge­sun­de Grün­fär­bung und er­hö­hen die Ro­bust­heit der Pflan­zen. Die An­rei­che­rung Ih­rer Wie­se ist zwar nicht der­art wich­tig wie et­wa das Ra­sen spren­gen in hei­ßen Som­mern, aber ei­ne ge­wis­se Re­gel­mä­ßig­keit soll­te ge­ra­de bei stark be­an­spruch­ten Grün­flä­chen be­ste­hen. Wir er­klä­ren in die­ser An­lei­tung, wann, wie oft, wo­mit und wie Sie Ih­ren Ra­sen dün­gen soll­ten. Dar­über hin­aus zei­gen wir Ih­nen, durch wel­che Maß­nah­men Sie Ih­re Grün­flä­che op­ti­mal vor­be­rei­ten.

Die mit * ge­kenn­zeich­ne­ten Links sind sog. Af­fi­lia­te-Links - die­se ver­wei­sen auf Pro­duk­te bei Ama­zon. Falls Sie ein Pro­dukt dort kau­fen, er­hal­ten wir ei­ne klei­ne Pro­vi­si­on. Für Sie ent­ste­hen zu kei­nem Zeit­punkt zu­sätz­li­che Kos­ten!

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Dün­gung not­wen­dig?

Im Früh­jahr und Herbst dün­gen

Das rich­ti­ge Dün­ge­mit­tel

Mä­hen und Ver­ti­ku­tie­ren als Vor­be­rei­tung

Rich­tig dün­gen

Gar­ten­hil­fe von JOB­RUF

Nicht je­der Ra­sen be­nö­tigt ei­ne Dün­gung

Zu­nächst ist es wich­tig zu wis­sen, dass nicht je­der Ra­sen ge­düngt wer­den muss. Ist Ihr Gras satt­grün, dicht ge­wach­sen und frei von kah­len Stel­len, kön­nen Sie da­von aus­ge­hen, dass ei­ne aus­rei­chen­de Nähr­stoff­zu­fuhr vor­han­den ist. Im Ge­gen­teil: Die Gras­pflan­ze nimmt im­mer nur so vie­le Zu­satz­stof­fe auf, wie sie wirk­lich be­nö­tigt. Dün­gen Sie trotz­dem, ver­si­ckert das Mit­tel un­ge­nutzt in der Er­de und ver­schmutzt das Grund­was­ser.

Ei­nen Hin­weis, ob ei­ne Dün­gung tat­säch­lich not­wen­dig ist, lie­fert – ne­ben ei­nem ge­sun­den Aus­se­hen – auch die Be­an­spru­chung des Ra­sens. Wird die­ser zum Bei­spiel über­wie­gend zum Spie­len oder Sport ma­chen ge­nutzt, ist ei­ne Dün­gung wie auch ein Nach­sä­en des Ra­sens oft un­um­gäng­lich. Die Gras­pflan­zen schaf­fen es in die­sem Fall meist nicht sich aus ei­ge­ner Kraft zu re­ge­ne­rie­ren und be­nö­ti­gen mehr Nähr­stof­fe.

Nach oben

Ra­sen dün­gen im Früh­jahr und Herbst

Gras düngen im Frühjahr und HerbstGrund­sätz­lich gilt: Ih­ren Ra­sen dün­gen Sie im Früh­jahr und Herbst am bes­ten. Die ers­te Dün­gung soll­te stets zu Be­ginn des Grä­ser­wachs­tums (An­fang März) vor­ge­nom­men wer­den. Ei­ne wei­te­re Dün­gung ist bei ei­ner we­nig stra­pa­zier­ten Grün­flä­che erst wie­der vor Ein­tritt des Win­ters not­wen­dig, so­dass die Grä­ser ei­ne letz­te Stär­kung für die har­ten Mo­na­te er­hal­ten; hier­für bie­tet sich der Ok­to­ber an.

Bei stark be­an­spruch­ten Grä­sern emp­fiehlt es sich ei­ne zu­sätz­li­che Dün­gung im Som­mer. Ach­ten Sie al­ler­dings dar­auf, dass Sie nicht bei zu gro­ßer Hit­ze das Gras dün­gen. Denn bei ho­hen Tem­pe­ra­tu­ren und Son­ne wir­ken Dün­ger­rück­stän­de wie ei­ne Lu­pe; durch die ver­stärk­te Son­nen­ein­strah­lung ver­bren­nen die Gras­hal­me und wer­den ir­re­pa­ra­bel be­schä­digt.

Un­ser Tipp:
Der bes­te Zeit­punkt, um Ih­ren Ra­sen zu dün­gen, ist in den Abend­stun­den. So ge­ben Sie den Grä­sern die Mög­lich­keit, über Nacht die Nähr­stof­fe auf­zu­neh­men. Ge­ra­de bei der An­wen­dung von Flüs­sig­dün­ger ver­duns­tet das Mit­tel tags­über zu schnell!

Nach oben

Or­ga­nisch oder mi­ne­ra­lisch? Das rich­ti­ge Dün­ge­mit­tel wäh­len

Bei der Wahl des Dün­ge­mit­tels soll­ten Sie sich zu­nächst an der Jah­res­zeit ori­en­tie­ren. Bau- und Fach­märk­te bie­ten spe­zi­el­le Dün­ge­mit­tel an, die sich dar­auf kon­zen­trie­ren, was dem Ra­sen in wel­cher Pe­ri­ode fehlt. So be­inhal­ten Stan­dard­dün­ger für Früh­jahr und Som­mer z. B. ei­nen aus­ge­wo­ge­nen Mi­ne­ra­li­en­mix, wäh­rend Herbst­dün­ger reich an Ka­li­um sind, das die Pflan­zen auf den kal­ten Win­ter vor­be­rei­tet.

Dün­ge­mit­tel las­sen sich grob in zwei Grup­pen auf­tei­len: or­ga­ni­sche und mi­ne­ra­li­sche Dün­ger. Um Ih­nen ei­nen ers­ten Über­blick zu ver­schaf­fen, ge­hen wir kurz auf die Vor- und Nach­tei­le bei­der Va­ri­an­ten ein:

Mi­ne­ra­li­sche Dün­ger für schnel­le Wir­kung

Mi­ne­ral­dün­ger sind reich an Stick­stoff, Phos­phor so­wie Ka­li­um und kön­nen als Gra­nu­lat, Pul­ver oder Flüs­sig­dün­ger er­stan­den wer­den. An­or­ga­ni­sche Dün­ger wir­ken in der Re­gel um­ge­hend und eig­nen sich aus die­sem Grund da­zu, Man­gel­er­schei­nun­gen an Grün­flä­chen zeit­nah aus­zu­glei­chen. Aber auch als Lang­zeit­dün­ge­mit­tel sind Mi­ne­ral­dün­ger er­hält­lich. Ein ty­pi­scher Ver­tre­ter die­ser Gat­tung ist Blau­korn*, der zum Dün­gen von Ra­sen als Gra­nu­lat ein­fach in der Hand­ha­bung und ver­gleichs­wei­se güns­tig ist.

Nach­tei­le ei­ner Mi­ne­ral­dün­gung sind – bei groß­zü­gi­ger An­wen­dung – zum ei­nen die Ge­fahr der Über­dün­gung des Bo­dens, un­ter der das Bo­den­le­ben und die Bo­den­struk­tur lei­den. Zum an­de­ren ge­langt der Stick­stoff, der nicht mehr vom Bo­den auf­ge­nom­men wer­den kann, als Ni­trat ins Grund­was­ser.Biologisch Rasen düngen mit Hornmehl

Or­ga­ni­sche Dün­ger mit scho­nen­dem Lang­zei­tef­fekt

Or­ga­ni­sche Dün­ger ent­hal­ten vor al­lem Stick­stoff. Sie be­ste­hen ent­we­der aus pflanz­li­chen Ab­fäl­len oder tie­ri­schen Pro­duk­ten. Der be­kann­tes­te pflanz­li­che Dün­ger ist Kom­post – Horn­spä­ne* und Horn­mehl* sind häu­fig ge­nutz­te tie­ri­sche Mit­tel. Bei Letz­te­ren han­delt es sich um zer­klei­ner­tes Horn von Tie­ren.

Bio­lo­gi­sche Dün­ger wir­ken – ver­gli­chen mit an­or­ga­ni­schen Dün­gern – nicht so schnell, aber da­für lan­ge. Die Mi­ne­ra­le lie­gen näm­lich in ge­bun­de­ner Form vor und müs­sen erst von Mi­kro­or­ga­nis­men im Bo­den zer­klei­nert wer­den. Aus die­sem Grund dün­gen Sie den Ra­sen mit Horn­spä­nen am bes­ten im Früh­jahr, da­mit das Grün wäh­rend des ge­sam­ten Som­mers aus­rei­chend mit Nähr­stof­fen ver­sorgt wird. Ei­ne Ge­fahr der Über­dün­gung be­steht nicht, da es sich hier um ei­nen bio­lo­gi­schen Dün­ger han­delt.

Un­ser Tipp: 
Wenn Sie ge­nau wis­sen möch­ten, wo­mit Sie am bes­ten Ihr Ra­sen dün­gen, bie­tet sich die Durch­füh­rung ei­ner Bo­den­ana­ly­se an; Kom­plett­sets zur pH-Bo­den­ana­ly­se fin­den Sie bei Ama­zon*. An­schlie­ßend ent­neh­men Sie le­dig­lich an ei­ni­gen Stel­len Ih­rer Ra­sen­flä­che Bo­den­pro­ben und schi­cken die­se in ein La­bor ein. Die Ana­ly­se gibt Aus­kunft dar­über, wel­che Nähr­stoff­zu­sam­men­set­zung das op­ti­ma­le Dün­ge­mit­tel für Ih­ren Ra­sen auf­wei­sen soll­te.

Nach oben

Mä­hen und Ver­ti­ku­tie­ren zur Vor­be­rei­tung des Grüns

Um das Gras rich­tig zu dün­gen, kön­nen Sie es durch ei­ni­ge Pfle­ge­maß­nah­men vor­be­rei­ten – und so da­für sor­gen, dass der Dün­ger per­fekt vom Bo­den auf­ge­nom­men wer­den kann. Dies ist nicht zwin­gend not­wen­dig, sorgt al­ler­dings häu­fig für ein bes­se­res Er­geb­nis.

Zu­nächst soll­ten Sie zu­nächst auf Nor­mal­hö­he den Ra­sen mä­hen (Ex­per­ten emp­feh­len ei­ne Hö­he von vier Zen­ti­me­tern). Durch das kur­ze Gras kann der Dün­ger sei­ne Wir­kung im di­rek­ten Kon­takt mit dem Bo­den bes­ser ent­fal­ten. Ver­ti­ku­tie­ren Sie Ih­re Grün­flä­che im An­schluss noch, be­sei­ti­gen Sie al­le ab­ge­stor­be­nen Grä­ser, Moo­se und den Ra­sen­filz. Durch die nach­fol­gen­de Dün­gung schlie­ßen sich klei­ne­re Lö­cher ganz von selbst.

Nach oben

Den Ra­sen rich­tig dün­gen

Ach­ten Sie bei der Ver­tei­lung des Dün­gers stets auf Gleich­mä­ßig­keit. Wenn Sie mit Blau­korn Ih­ren Ra­sen rich­tig dün­gen möch­ten, emp­fiehlt es sich des­halb, im Gar­ten ei­nen Streu­wa­gen* zu be­nut­zen. Mit die­sem fah­ren Sie erst in Längs- und dann in Quer­rich­tung über Ih­re Grün­flä­che, um den Dün­ger gleich­mä­ßig auf­zu­tra­gen.

Flüssigdünger mit Gießkanne ausbringenSoll­ten Sie Flüs­sig­dün­ger ver­wen­den, mi­schen Sie die­sen ein­fach im an­ge­ge­be­nen Ver­hält­nis mit Was­ser, und ver­tei­len Sie die Flüs­sig­keit auf Ih­rer Grün­flä­che mit ei­ner Gieß­kan­ne*. Wenn Sie über ei­ne Be­wäs­se­rungs­an­la­ge für Ih­re Ra­sen­flä­che ver­fü­gen, kön­nen Sie das Dün­ge­mit­tel gleich in den Was­ser­fluss mit ein­bin­den.

Wäs­sern Sie in der Zeit nach der Dün­gung im­mer aus­rei­chend. So kann das Dün­ge­mit­tel op­ti­mal vom Bo­den auf­ge­nom­men wer­den. Ge­nau­so soll­ten Sie den Ra­sen ein bis zwei Mal in der Wo­che mä­hen, aber nicht un­mit­tel­bar nach der Dün­gung. An­sons­ten be­steht die Ge­fahr, dass ins­be­son­de­re Gra­nu­lat di­rekt wie­der auf­ge­nom­men wird oder sich un­güns­tig ver­teilt.

Un­ser Tipp:
Ih­ren Ra­sen dün­gen Sie am bes­ten vor ei­nem an­ge­kün­dig­ten und län­ger an­hal­ten­dem Re­gen. So spa­ren Sie sich Zeit und Kos­ten für die Be­wäs­se­rung, nach­dem Sie das Dün­ge­mit­tel auf­ge­tra­gen ha­ben.

Nach oben

Stu­den­ten hel­fen bei der Gar­ten­pfle­ge

Wenn Sie un­ter Be­rück­sich­ti­gung un­se­rer Tipps Ih­ren Ra­sen dün­gen, kön­nen Sie sich schon bald wie­der über ei­ne ge­sun­de Wie­se freu­en. Al­ter­na­tiv zur Ei­gen­ar­beit bie­tet Sie sich aber auch Hil­fe von au­ßen an. Stu­den­ten sind z. B. im Ver­gleich zu oft­mals teu­ren Gärt­nern ei­ne at­trak­ti­ve Mög­lich­keit, Auf­ga­ben auf dem Grund­stück ab­zu­ge­ben und gleich­zei­tig Kos­ten zu spa­ren.

Hört sich in­ter­es­sant an? Dann ge­ben Sie noch heu­te kos­ten­los ei­ne An­zei­ge über die Stu­den­ten­ver­mitt­lung JOB­RUF auf, und kom­men Sie schon kur­ze Zeit spä­ter in Kon­takt mit in­ter­es­sier­ten Hel­fern mit grü­nem Dau­men.  Na­tür­lich kön­nen die Stu­den­ten auch an­de­re Gar­ten­ar­bei­ten über­neh­men – und z. B. Ih­re He­cke schnei­den.

Jetzt Gar­ten­hil­fe fin­den

 

Bild­quel­len (v.o.n.u):
© Pho­to­man / pixabay.com
© an­ja_ferstl0 / pixabay.com
© von Dr. Eu­gen Leh­le (ei­ge­ne Ar­beit http://bo­den­la­bor.de) [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wi­ki­me­dia Com­mons (be­ar­bei­tet)
© Ni­co­Le­He / PI­XELIO