Rasen vertikutieren Anleitung für eine gesunde Wiese

Rasen vertikutieren

Rasen vertikutierenRichtig zu vertikutieren ist eine Wissenschaft für sich. Viele ambitionierte Hobbygärtner scheitern schon an der Auswahl eines Vertikutierers oder streichen spätestens dann die Segel, wenn es um die korrekte Anwendung des Geräts geht. Ohne die passende Anleitung ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass Ihre Grünfläche im Nachhinein eher einem Rübenacker als einem Fußballplatz gleicht. Um dies zu verhindern, erklären wir Ihnen, warum, wann und wie oft Sie am besten Ihren Rasen vertikutieren und geben Tipps zur richtigen Technik.

Vertikutieren der Wiese fördert die Nährstoffzufuhr

Über Sinn und Unsinn des Vertikutierens gibt es geteilte Meinungen. Befürworter führen an, dass eine gute Belüftung des Grüns unumgänglich für eine gesunde Wiese ist, Gegner sehen diese Maßnahme zur Gartenpflege dagegen als unnötige Sysiphusarbeit für Rasenenthusiasten.

Fakt ist, dass beim Vorgang des Vertikutierens der sogenannte Rasenfilz, welcher sich aus Mährückständen, Moos und Teilen anderer Beipflanzen bildet und sich direkt oberhalb der Grasnarbe ansiedelt, entfernt wird. Dieser nämlich entzieht dem Rasen wichtige Nährstoffe und verhindert so eine durchgängige Luft- und Wasserzufuhr, sodass die Gräser in ihrem Wachstum stark gehemmt sind.

Im Frühjahr und Herbst das Gras vertikutieren

Im Frühjahr – zu Beginn der Wachstumsphase – ist ein guter Zeitpunkt, um den Rasen zu vertikutieren. Das Grün ist vital, in der Regel ausreichend mit Nährstoffen versorgt, und die Belastung durch die Rasenpflege ist schon nach wenigen Wochen nicht mehr sichtbar. Darüber hinaus können Sie auch vor dem Winter vertikutieren, z.B. im Oktober.

Wann Sie den Rasen vertikutieren, sollten Sie auch von der Witterung abhängig machen. Achten Sie darauf, dass die Grünfläche zum Zeitpunkt der Rasenpflege nicht feucht ist und es auch keinen Frost mehr gibt. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass die Messer zu tief in den Boden eindringen und die Graswurzeln beschädigen.Gras im Frühjahr und Herbst vertikutieren

Häufigkeit abhängig vom Zustand des Grüns

Wie oft Sie Ihren Rasen vertikutieren sollten, hängt in erster Linie vom Zustand der Grünfläche ab. Eine gepflegte Wiese muss nur einmal im Jahr bearbeitet werden; dies tun Sie am besten zum Saisonstart im April.

Bei einem ungepflegten Rasen empfiehlt es sich, diesen zwei- bis dreimal während der Gartensaison zu vertikutieren – zu Beginn im Frühjahr, bei Bedarf noch einmal im Sommer (z. B. im August) und ein letztes Mal vor dem Winter im Oktober.

Im Folgejahr ist es dann auch bei einem ehemals ungepflegten Rasen ausreichend, wenn Sie einmal im Frühjahr die Wiese vertikutieren.

Passenden Vertikutierer wählen

Entscheiden Sie, bevor Sie sich in die Arbeit stürzen, welcher Vertikutierer für Sie infrage kommt. Dabei richtig sich die Auswahl des passenden Geräts nach der Größe Ihres Grundstückes und der Beschaffenheit des Bodens. Hier ein Überblick über die drei Varianten:

  • Elektrovertikutierer: Empfiehlt sich für kleinere Rasenflächen, die zudem leicht zugänglich sind. Wichtig ist hier nur, dass Sie stets auf das Stromkabel achten. Bitten Sie deswegen bei der Nutzung eine weitere Person, das Kabel hinter Ihnen zu halten!
  • Handvertikutiergerät: In der Anschaffung vergleichsweise günstig, bedarf jedoch zur Bedienung einiges an Muskelkraft. Eignet sich ebenfalls in erster Linie für kleine Grundstücke!
  • Benzin-Vertikutierer: Vor allem für größere Flächen und trockene Böden zu empfehlen. Das Gerät ist nämlich so schwer, dass die Messer auch bei schwierigem Geläuf in die Grasnarbe schneiden können. In der Anschaffung sind Benzin-Vertikutierer allerdings relativ teuer!

Unser Tipp:
Leihen Sie sich das Gerät für das erste Vertikutieren zunächst in einem Fachmarkt aus. Überlegen Sie genau, ob sich die Anschaffung gerade teurerer Modelle im individuellen Fall rentiert!

Mähen und Düngen zur Vorbereitung

Bevor Sie das Gras vertikutieren, können Sie zunächst den Rasen düngen. Somit wird die Grünfläche gut mit Nährstoffen versorgt und ausreichend auf die belastende Prozedur vorbereitet. Mähen Sie danach auf Normalhöhe (ca. 4 cm). Zwei Wochen später ist der grüne Teppich gut vorbereitet, und Sie können mit dem Vertikutieren beginnen.

Hierfür ist es wichtig, dass Sie erneut den Rasen mähen. Gartenexperten empfehlen eine Höhe von zwei bis vier Zentimetern, was meist der Einstellung der untersten Stufe eines herkömmlichen Rasenmähers entspricht. Sollte Ihnen der Rasen nach dem Mähen besonders trocken erscheinen, sprengen Sie ihn zunächst und warten mit dem Vertikutieren bis zum nächsten Tag.

Den Rasen richtig vertikutieren

Stellen Sie die Messer des Vertikutierers so ein, dass diese maximal 3 Millimeter in die Rasenoberfläche einritzen. Sollte der Rasen jedoch nach sehr vielen Jahren zum ersten Mal vertikutiert werden bzw. von sehr viel Moos und Unkraut durchzogen sein, darf der Einschnitt auch bis zu einem Zentimeter tief sein.Richtige Pflege nach dem Vertikutieren

Damit Sie Ihren Rasen richtig vertikutieren, ist es wichtig, dass Sie das Gerät nur in Längs- oder Querbahnen über Ihre Wiese führen. Bleiben Sie außerdem nicht auf der Stelle stehen, da dies eine massive Schädigung der Grasnarbe nach sich ziehen kann. Und drücken Sie beim Richtungswechsel den Führungsholm immer nach unten, sodass die Messer in der Luft hängen.

Pflege nach dem Vertikutieren

Arbeiten Sie mit einem Vertikutierer ohne Fangkorb, tragen Sie bitte den gelockerten Rasenfilz von der Rasenoberfläche ab. Zudem können Sie an kahleren Stellen direkt danach den Rasen nachsäen. Auf schweren Böden bietet es sich zugunsten einer Verbesserung des Lufthaushaltes an, darüber hinaus noch den Rasen zu sanden.

Die Wiese regeneriert sich nach dem Vertikutieren in der Regel sehr schnell (maximal innerhalb von zwei Wochen). Schonen Sie das Grün in dieser Zeit noch etwas; vermeiden Sie vor allem erhöhte Belastung durch sportliche Aktivitäten. Auch eine weitere Düngung kann die Erholung der Wiese unterstützen.

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Bildquellen (v.o.n.u):
© von Stehfun (Eigenes Werk) [GFDL, CC-BY-SA-3.0 oder CC BY 2.5], via Wikimedia Commons (bearbeitet)
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