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Aktualisiert: 11.05.2022

Rasen kalken

Ein erstes natürliches Anzeichen dafür, ob ein Kalken des Rasens sinnvoll ist, ist ein starker Moosbewuchs – denn das ist ein Indiz für übersäuerte Pflanzen. Die Gräser sind in diesem Fall nicht in der Lage, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen und zu verarbeiten. Die Aufbringung von Kalk kann die Grünfläche dabei unterstützen, den Säuregehalt zu neutralisieren. Wir erklären, welchen Aufschluss der pH-Wert über den Zustand des Grüns gibt und wann, womit und wie Sie dank unserer Anleitung Ihren Rasen richtig kalken. Bei JOBRUF finden Sie außerdem schnell und unkompliziert eine Gartenhilfe, die Sie bei der Rasenpflege unterstützt.

PH-Wert zeigt Zustand des Bodens

Testen Sie als Erstes den pH-Wert Ihres Bodens. Sie erhalten einen einfachen pH-Bodentest zu einem geringen Preis im Internet bei Amazon*. Denn erst ein zu niedriger Wert zeigt Ihnen tatsächlich an, ob eine Kalkung Ihrer Rasenfläche sinnvoll ist. Andernfalls reicht es aus, wenn Sie ganz herkömmlich – falls vorhanden – das Unkraut im Rasen bekämpfen.

Der pH-Wert eines gesunden Rasens sollte sich stets zwischen 5,5 und 7,0 bewegen. Die genauen Werte sind auch abhängig von der Bodenbeschaffenheit: Sandige Böden sollten einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 aufweisen, lehmige Böden hingegen zwischen 6,0 und 7,0. Das bedeutet: Wenn der pH-Wert Ihrer Grünfläche – unabhängig von der Bodenbeschaffenheit – unter 5,5 liegt, ist das Kalken sinnvoll. 

Übersteigt der pH-Wert die Höchstgrenze, ist der Boden basisch. Tragen Sie in diesem Fall keinen Kalk auf, da Sie so den pH-Wert noch weiter anheben – was dazu führen kann, dass das Gras abstirbt. Ein Hinweis für einen basischen Boden ist auch viel Klee auf der Grünfläche, den Sie nicht wie Moos im Rasen mit Kalk bekämpfen können.

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Im Herbst oder Frühjahr am besten die Wiese kalken

Ihren Rasen kalken Sie am besten im Herbst vor dem anstrengenden Winter oder alternativ im Frühjahr zur Stärkung für den heißen Sommer. Je nach pH-Wert des Bodens reicht es oft aus, alle zwei bis drei Jahre einmal im Jahr Ihre Wiese zu kalken. Wenn Sie in der Zwischenzeit beim Rasen mähen alles richtig machen, schaffen Sie gute Voraussetzungen, um das schnelle Nachwachsen von Moos zu verhindern. Buntes Herbstlaub auf einem sattgrünen Rasen

Im Herbst bester Zeitpunkt

Da Ihr Rasen gerade im Winter durch saure Niederschläge stark strapaziert wird und dadurch ein gesundes Gräserwachstum im Frühjahr beeinträchtigt werden kann, müssen Sie rechtzeitig vorbeugen. Aus diesem Grund ist es zum Ende der Gartensaison  besonders sinnvoll, den Rasen zu kalken, um diesen vor der kalten Jahreszeit noch einmal mit Nährstoffen zu versorgen. Wenn also das bunte Herbstlaub auf ihren Rasen fällt, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um ihren Rasen zu kalken.

Alternativ im Frühjahr nach dem Vertikutieren

Wenn Sie im Frühjahr Ihren Rasen vertikutieren, können Sie direkt danach kalken. Denn zu diesem Zeitpunkt kann der Kalk optimal einwirken, da das Unkraut beseitigt und der Untergrund belüftet ist. Lassen Sie dem Boden zunächst etwas Zeit, damit das Mittel auch einwirken kann.

Hinweis:
Ihren Rasen düngen Sie am besten erst nach der Einwirkzeit von bis zu vier Wochen! Denn wenn Sie die Reihenfolge erst Vertikutieren, dann Kalken und zum Schluss Düngen berücksichtigen, können Sie sich zum Ende des Frühlings über ein perfektes Grün freuen.

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Welchen Kalk Sie verwenden sollten

Naturkalk wird aus Kalkstein-, Dolomit- und Kreidelagerstätten gewonnen. Er neutralisiert durch die Aufbringung auf die Rasenfläche die Bodensäure – und hebt somit den pH-Wert an. Damit er als Düngekalk gut im Boden wirkt, wird dieser zerkleinert und zermahlen. In Abhängigkeit der Bodenbeschaffenheit und der Körnung wirkt das Mittel unterschiedlich schnell. Man unterscheidet zwischen drei Arten von Rasenkalk:

  • Kohlensaurer Kalk*: wird wohl am häufigsten eingesetzt und kann wegen seiner schonenden Wirkungsweise auf jeder Rasenfläche aufgebracht werden. Wirkt dabei zwar langsam, jedoch auch nachhaltig. Eine Überkalkung des Bodens ist mit kohlensaurem Kalk so gut wie ausgeschlossen.
  • Branntkalk (Ätzkalk)*: gewonnen aus der Brennung des kohlensauren Kalks, reagiert dieses Mittel direkt und sehr schnell im Boden. Aufgrund seiner ätzenden Wirkung und der daraus resultierenden Gefahr für Mensch und Tier sowie empfindlichen Pflanzenarten ist dieser Kalk allerdings in der Regel nicht für eine Ausbringung im Hausgarten zu empfehlen.
  • Mischkalk: eine Mischung aus kohlensaurem und Branntkalk. Beim Kauf sollten Sie jedoch auf die chemische Zusammensetzung achten, denn je mehr Ätzkalk in einer Mischung enthalten ist, desto vorsichtiger ist ein solcher Kalk anzuwenden.

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Richtige Dosierung für optimale Ergebnisse

Die Menge an Kalk, die aufgebracht werden sollte, richtet sich in erster Linie nach der Bodenbeschaffenheit. Am besten halten Sie sich direkt an die Dosierungsempfehlung auf der Verpackung. Grundsätzlich können Sie sich allerdings auch an folgenden Werten orientieren:

Rasen kalken: Dosierung bei verschiedener Bodenbeschaffenheit
BodenbeschaffenheitMerkmalKalkdosierung
Leichte Böden Sandig 6 bis 8 kg/100 m²
Mittelschwere Böden Sandig bis lehmig 8 bis 13 kg/100 m²
Schwere Böden Lehm-, tonhaltig 12 bis 18 kg/100 m²

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Wie Sie Ihren Rasen richtig kalken

Fein gemahlenes weißes Kalkpulver

Nachdem Sie den pH-Wert ermittelt und entschieden haben, welcher Kalk der richtige ist, können Sie loslegen. Rüsten Sie sich gut aus, denn Sie werden auf jeden Fall schmutzig. Auch sollten weder Ihre Augen noch Ihre Haut in Kontakt mit dem weißen Pulver kommen, da Kalk starke Reizungen und Schäden auslösen kann. Die richtige Kleidung schützt also auch ihre Gesundheit. Mit den richtigen Gartenhandschuhen*, einem langärmligen Sweatshirt und langer Hose sowie alten Schuhen sind Sie für diese Aufgabe bestens ausgestattet. 

Sie verfügen über einen besonders großzügigen Garten? Bei großen Flächen erleichtert ein Streuwagen* die Arbeit ungemein. Auf kleineren Flächen können Sie den Kalk auch per Hand aufbringen. Tragen Sie in diesem Fall aber unbedingt Handschuhe!

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