Ra­sen kal­ken

Ein ers­tes na­tür­li­ches An­zei­chen da­für, ob ein Kal­ken des Ra­sens sinn­voll ist, ist ein star­ker Moos­be­wuchs – denn das ist ein In­diz für über­säu­er­te Pflan­zen. Die Grä­ser sind in die­sem Fall nicht in der La­ge, aus­rei­chend Nähr­stof­fe auf­zu­neh­men und zu ver­ar­bei­ten. Die Auf­brin­gung von Kalk kann die Grün­flä­che da­bei un­ter­stüt­zen, den Säu­re­ge­halt zu neu­tra­li­sie­ren. Wir er­klä­ren, wel­chen Auf­schluss der pH-Wert über den Zu­stand des Grüns gibt und wann, wo­mit und wie Sie dank un­se­rer An­lei­tung Ih­ren Ra­sen rich­tig kal­ken. Bei JOB­RUF fin­den Sie au­ßer­dem schnell und un­kom­pli­ziert ei­ne Gar­ten­hil­fe, die Sie bei der Ra­sen­pfle­ge un­ter­stützt. 

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PH-Wert zeigt Zu­stand des Bo­dens

Tes­ten Sie als Ers­tes den pH-Wert Ih­res Bo­dens. Sie er­hal­ten ei­nen ein­fa­chen pH-Bo­den­test zu ei­nem ge­rin­gen Preis im In­ter­net bei Ama­zon*. Denn erst ein zu nied­ri­ger Wert zeigt Ih­nen tat­säch­lich an, ob ei­ne Kal­kung Ih­rer Ra­sen­flä­che sinn­voll ist. An­dern­falls reicht es aus, wenn Sie ganz her­kömm­lich – falls vor­han­den – das Un­kraut im Ra­sen be­kämp­fen.

Der pH-Wert ei­nes ge­sun­den Ra­sens soll­te sich stets zwi­schen 5,5 und 7,0 be­we­gen. Die ge­nau­en Wer­te sind auch ab­hän­gig von der Bo­den­be­schaf­fen­heit: San­di­ge Bö­den soll­ten ei­nen pH-Wert von 5,5 bis 6,5 auf­wei­sen, leh­mi­ge Bö­den hin­ge­gen zwi­schen 6,0 und 7,0. Das be­deu­tet: Wenn der pH-Wert Ih­rer Grün­flä­che – un­ab­hän­gig von der Bo­den­be­schaf­fen­heit – un­ter 5,5 liegt, ist das Kal­ken sinn­voll. 

Vor­sicht:
Über­steigt der pH-Wert die Höchst­gren­ze, ist der Bo­den ba­sisch. Tra­gen Sie in die­sem Fall kei­nen Kalk auf, da Sie so den pH-Wert noch wei­ter an­he­ben – was da­zu füh­ren kann, dass das Gras ab­stirbt. Ein Hin­weis für ei­nen ba­si­schen Bo­den ist auch viel Klee auf der Grün­flä­che, den Sie nicht wie Moos im Ra­sen mit Kalk be­kämp­fen kön­nen.

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Im Herbst oder Früh­jahr am bes­ten die Wie­se kal­ken

Ih­ren Ra­sen kal­ken Sie am bes­ten im Herbst vor dem an­stren­gen­den Win­ter oder al­ter­na­tiv im Früh­jahr zur Stär­kung für den hei­ßen Som­mer. Je nach pH-Wert des Bo­dens reicht es oft aus, al­le zwei bis drei Jah­re ein­mal im Jahr Ih­re Wie­se zu kal­ken. Wenn Sie in der Zwi­schen­zeit beim Ra­sen mä­hen al­les rich­tig ma­chen, schaf­fen Sie gu­te Vor­aus­set­zun­gen, um das schnel­le Nach­wach­sen von Moos zu ver­hin­dern. Buntes Herbstlaub auf einem sattgrünen Rasen

Im Herbst bes­ter Zeit­punkt

Da Ihr Ra­sen ge­ra­de im Win­ter durch sau­re Nie­der­schlä­ge stark stra­pa­ziert wird und da­durch ein ge­sun­des Grä­ser­wachs­tum im Früh­jahr be­ein­träch­tigt wer­den kann, müs­sen Sie recht­zei­tig vor­beu­gen. Aus die­sem Grund ist es zum En­de der Gar­ten­sai­son  be­son­ders sinn­voll, den Ra­sen zu kal­ken, um die­sen vor der kal­ten Jah­res­zeit noch ein­mal mit Nähr­stof­fen zu ver­sor­gen. Wenn al­so das bun­te Herbst­laub auf ih­ren Ra­sen fällt, ist der idea­le Zeit­punkt ge­kom­men, um ih­ren Ra­sen zu kal­ken.

Al­ter­na­tiv im Früh­jahr nach dem Ver­ti­ku­tie­ren

Wenn Sie im Früh­jahr Ih­ren Ra­sen ver­ti­ku­tie­ren, kön­nen Sie di­rekt da­nach kal­ken. Denn zu die­sem Zeit­punkt kann der Kalk op­ti­mal ein­wir­ken, da das Un­kraut be­sei­tigt und der Un­ter­grund be­lüf­tet ist. Las­sen Sie dem Bo­den zu­nächst et­was Zeit, da­mit das Mit­tel auch ein­wir­ken kann.

Hin­weis:
Ih­ren Ra­sen dün­gen Sie am bes­ten erst nach der Ein­wirk­zeit von bis zu vier Wo­chen! Denn wenn Sie die Rei­hen­fol­ge erst Ver­ti­ku­tie­ren, dann Kal­ken und zum Schluss Dün­gen be­rück­sich­ti­gen, kön­nen Sie sich zum En­de des Früh­lings über ein per­fek­tes Grün freu­en.

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Las­sen Sie sich bei der Gar­ten­pfle­ge von Stu­den­ten hel­fen

Studentische Gartenhilfe bei JOBRUF findenWenn Ih­nen die­se Ar­beit zu müh­se­lig oder schmut­zig ist, kön­nen Sie bei der Stu­den­ten­ver­mitt­lung JOB­RUF tat­kräf­ti­ge Hel­fer fin­den, die ne­ben dem Kal­ken der Wie­se auch vie­le an­de­re Auf­ga­ben im Gar­ten über­neh­men – und das zu fai­ren Kon­di­tio­nen! Ge­ben Sie jetzt kos­ten­los ei­ne An­zei­ge auf, und Sie er­hal­ten in der Re­gel schon kur­ze Zeit spä­ter Rück­mel­dun­gen von Stu­den­ten mit Gar­ten­er­fah­rung.

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Wel­chen Kalk Sie ver­wen­den soll­ten

Na­tur­kalk wird aus Kalk­stein-, Do­lo­mit- und Krei­del­ager­stät­ten ge­won­nen. Er neu­tra­li­siert durch die Auf­brin­gung auf die Ra­sen­flä­che die Bo­den­säu­re – und hebt so­mit den pH-Wert an. Da­mit er als Dün­ge­kalk gut im Bo­den wirkt, wird die­ser zer­klei­nert und zer­mah­len. In Ab­hän­gig­keit der Bo­den­be­schaf­fen­heit und der Kör­nung wirkt das Mit­tel un­ter­schied­lich schnell. Man un­ter­schei­det zwi­schen drei Ar­ten von Ra­sen­kalk:

  • Koh­len­sau­rer Kalk*: wird wohl am häu­figs­ten ein­ge­setzt und kann we­gen sei­ner scho­nen­den Wir­kungs­wei­se auf je­der Ra­sen­flä­che auf­ge­bracht wer­den. Wirkt da­bei zwar lang­sam, je­doch auch nach­hal­tig. Ei­ne Über­kal­kung des Bo­dens ist mit koh­len­sau­rem Kalk so gut wie aus­ge­schlos­sen.
  • Brannt­kalk (Ätz­kalk)*: ge­won­nen aus der Bren­nung des koh­len­sau­ren Kalks, re­agiert die­ses Mit­tel di­rekt und sehr schnell im Bo­den. Auf­grund sei­ner ät­zen­den Wir­kung und der dar­aus re­sul­tie­ren­den Ge­fahr für Mensch und Tier so­wie emp­find­li­chen Pflan­zen­ar­ten ist die­ser Kalk al­ler­dings in der Re­gel nicht für ei­ne Aus­brin­gung im Haus­gar­ten zu emp­feh­len.
  • Misch­kalk: ei­ne Mi­schung aus koh­len­sau­rem und Brannt­kalk. Beim Kauf soll­ten Sie je­doch auf die che­mi­sche Zu­sam­men­set­zung ach­ten, denn je mehr Ätz­kalk in ei­ner Mi­schung ent­hal­ten ist, des­to vor­sich­ti­ger ist ein sol­cher Kalk an­zu­wen­den.

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Rich­ti­ge Do­sie­rung für op­ti­ma­le Er­geb­nis­se

Die Men­ge an Kalk, die auf­ge­bracht wer­den soll­te, rich­tet sich in ers­ter Li­nie nach der Bo­den­be­schaf­fen­heit. Am bes­ten hal­ten Sie sich di­rekt an die Do­sie­rungs­emp­feh­lung auf der Ver­pa­ckung. Grund­sätz­lich kön­nen Sie sich al­ler­dings auch an fol­gen­den Wer­ten ori­en­tie­ren:

Ra­sen kal­ken: Do­sie­rung bei ver­schie­de­ner Bo­den­be­schaf­fen­heit
Bo­den­be­schaf­fen­heit Merk­mal Kalk­do­sie­rung
Leich­te Bö­den San­dig 6 bis 8 kg/100 m²
Mit­tel­schwe­re Bö­den San­dig bis leh­mig 8 bis 13 kg/100 m²
Schwe­re Bö­den Lehm-, ton­hal­tig 12 bis 18 kg/100 m²

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Wie Sie Ih­ren Ra­sen rich­tig kal­ken

Fein gemahlenes weißes Kalkpulver

Nach­dem Sie den pH-Wert er­mit­telt und ent­schie­den ha­ben, wel­cher Kalk der rich­ti­ge ist, kön­nen Sie los­le­gen. Rüs­ten Sie sich gut aus, denn Sie wer­den auf je­den Fall schmut­zig. Auch soll­ten we­der Ih­re Au­gen noch Ih­re Haut in Kon­takt mit dem wei­ßen Pul­ver kom­men, da Kalk star­ke Rei­zun­gen und Schä­den aus­lö­sen kann. Die rich­ti­ge Klei­dung schützt al­so auch ih­re Ge­sund­heit. Mit den rich­ti­gen Gar­ten­hand­schu­hen*, ei­nem lan­gärm­li­gen Sweat­shirt und lan­ger Ho­se so­wie al­ten Schu­hen sind Sie für die­se Auf­ga­be bes­tens aus­ge­stat­tet. 

Sie ver­fü­gen über ei­nen be­son­ders groß­zü­gi­gen Gar­ten? Bei gro­ßen Flä­chen er­leich­tert ein Streu­wa­gen* die Ar­beit un­ge­mein. Auf klei­ne­ren Flä­chen kön­nen Sie den Kalk auch per Hand auf­brin­gen. Tra­gen Sie in die­sem Fall aber un­be­dingt Hand­schu­he!

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Bild­quel­len (v.o.n.u.):
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