Mädchen lernt am Schreibtisch

Haus­auf­ga­ben ma­chen

In vie­len Fa­mi­li­en kommt es oft zum Streit, wenn die Schü­ler nach­mit­tags die un­lieb­sa­men Haus­auf­ga­ben ma­chen sol­len – ins­be­son­de­re dann, wenn Ihr Kind schlech­te No­ten mit nach Hau­se bringt. Ihr Kind fühlt sich un­ter Druck ge­setzt und Sie selbst sind ge­stresst, weil Sie al­les rich­tig ma­chen möch­ten.

Er­fah­ren Sie in un­se­rem Text, mit wel­chen Tipps Haus­auf­ga­ben leicht ge­macht wer­den.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Wich­tig­keit der Haus­auf­ga­ben

Bes­ten Zeit­punkt wäh­len (1)

Kind nicht be­drän­gen (2)

We­cker hilft zur Kon­trol­le (3)

Er­folgs­er­leb­nis­se und Lob mo­ti­vie­ren (4)

Dro­hun­gen sind ta­bu (5)

Nach­hil­fe­leh­rer von JOB­RUF

War­um sind Haus­auf­ga­ben so wich­tig?

Schü­ler sein ist heut­zu­ta­ge stres­si­ger denn je. In Zei­ten von Ganz­tags­be­treu­ung, Schul­stress und stän­di­gem Zeit­druck ist es vie­len El­tern nicht ver­ständ­lich, wenn ih­re Kin­der be­reits in der Grund­schu­le nach ei­nem lan­gen Schul­tag auch noch Un­men­gen an Haus­auf­ga­ben or­ga­ni­sie­ren müs­sen.Familie am gedeckten Tisch

Da­bei sind die Auf­ga­ben ge­ra­de für schwä­che­re Schü­ler von be­son­de­rer Be­deu­tung. Sie wie­der­ho­len mit Hil­fe der Schul­auf­ga­ben wich­ti­gen Lern­stoff und üben ihn da­durch ein. Je nach Lern­typ kann schon das hand­schrift­li­che Schrei­ben der Auf­ga­ben beim Er­ler­nen des In­hal­tes hel­fen.

Al­ler­dings soll­te das Er­le­di­gen der täg­li­chen Auf­ga­ben nicht in Dau­er­stress aus­ar­ten. In der Re­gel ach­ten die Leh­rer dar­auf, dass nicht zu vie­le Übun­gen für zu Hau­se auf­ge­ge­ben wer­den und Stress so­mit größ­ten­teils ver­mie­den wird. Soll­te es je­doch re­gel­mä­ßig vor­kom­men, dass Ihr Kind nach der Schu­le noch bis weit in den Abend hin­ein an sei­nen Schul­auf­ga­ben sitzt, su­chen Sie bes­ser das Ge­spräch mit dem Klas­sen­leh­rer.

Für ein gu­tes Er­le­di­gen der Schul­auf­ga­ben oh­ne Stress ha­ben wir ei­ni­ge Tipps für Sie zu­sam­men­ge­stellt.

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Tipp 1: Ge­mein­sam den bes­ten Zeit­punkt wäh­len

Las­sen Sie Ihr Kind nach der Schu­le am Bes­ten erst ein­mal an­kom­men, vom Tag er­zäh­len, et­was es­sen, um dann nach ei­ner kur­zen Ru­he­pau­se zu star­ten. Die Schul­auf­ga­ben am Nach­mit­tag soll­ten für Ihr Kind ge­nau­so da­zu ge­hö­ren wie et­wa das täg­li­che Zäh­ne put­zen oder Es­sen. Las­sen Sie die Haus­auf­ga­ben zur Rou­ti­ne wer­den!

Ach­ten Sie je­doch dar­auf, dass Ihr Kind nicht erst am Abend mit sei­nen Schul­ar­bei­ten an­fängt. Es ist dann mü­de und kann sich in der Re­gel nicht mehr auf die Ar­beit kon­zen­trie­ren. So­mit ver­feh­len die Haus­auf­ga­ben dann auch Ih­ren päd­ago­gi­schen Nut­zen. Der Druck, dass die Auf­ga­ben am nächs­ten Tag er­le­digt sein müs­sen, schwächt die Leis­tungs­be­reit­schaft Ih­res Kin­des zu­sätz­lich.Schreibtisch mit Kinderzimmer

Be­ach­ten Sie au­ßer­dem, dass nicht al­le Ar­bei­ten am nächs­ten Tag er­le­digt sein müs­sen. Manch­mal reicht es aus, die Haus­ar­bei­ten erst ei­ni­ge Ta­ge spä­ter zu er­le­di­gen. Set­zen Sie in Ab­spra­che mit Ih­rem Kind und dem rich­ti­gen Zeit­ma­nage­ment für Schü­ler Prio­ri­tä­ten und ver­la­gern Sie auf kei­nen Fall aus­ste­hen­de Haus­auf­ga­ben in die Fe­ri­en und nur aus­nahms­wei­se auf das Wo­chen­en­de.

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Tipp 2: Be­drän­gen Sie Ihr Kind nicht mit Hil­fe

Ob­wohl vie­le El­tern den­ken, dass es hilf­reich ist, da­bei zu sit­zen, wäh­rend Ihr Kind in Ru­he die Haus­auf­ga­ben ma­chen möch­te, löst dies oft­mals Stress in Ih­rem Kind aus. Sei­en Sie des­halb ger­ne in Reich­wei­te, falls Ihr Kind Ih­re Un­ter­stüt­zung be­nö­tigt, zei­gen Sie ihm aber gleich­zei­tig, dass Sie ihm zu­trau­en, sich selbst­stän­dig zu or­ga­ni­sie­ren.

Viel­leicht ha­ben Sie ja auch äl­te­re Kin­der, die eben­so ih­re Haus­auf­ga­ben z. B. fürs Gym­na­si­um oder Re­al­schu­le ma­chen müs­sen. Mit äl­te­ren Ge­schwis­tern am Tisch hat Ihr Kind gleich ei­nen ad­äqua­ten An­sprech­part­ner. Denn oft­mals ken­nen die­se die Lehr­bü­cher und sind noch um ei­ni­ges nä­her am Schul­ge­sche­hen dran als Sie selbst.

Hin­weis:
Ach­ten Sie im­mer auf ei­ne ru­hi­ge Um­ge­bung oh­ne Stör­ge­räu­sche von Haus­halts­ge­rä­ten, Smart­pho­ne-Ter­ror oder Stra­ßen­lärm. Ins­be­son­de­re leicht ab­lenk­ba­re Kin­der mit Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­men pro­fi­tie­ren von ei­nem ru­hi­gen Um­feld.

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Tipp 3: Ein We­cker hilft zur Kon­trol­le

Da­mit Ihr Kind ein noch bes­se­res Ge­fühl da­für be­kommt, wie es sich selbst am bes­ten or­ga­ni­siert und auch Sie ei­ne Kon­trol­le dar­über ha­ben, wie lan­ge die Haus­auf­ga­ben dau­ern, brin­gen Sie ih­rem Kind bei, sich ei­nen We­cker für die je­wei­li­ge Auf­ga­be zu stel­len. Hier­bei gilt: Nicht län­ger als 30 Min. pro Fach an ei­ner wei­ter­füh­ren­den Schu­le wie et­wa der Re­al­schu­le, max. 15 Min. Schul­auf­ga­ben pro Fach an der Grund­schu­le!Mädchen schreibt an einem Tisch

Ach­ten Sie au­ßer­dem ge­ra­de bei ei­nem Grund­schul­kind dar­auf, dass es kur­ze Pau­sen zwi­schen den Auf­ga­ben ein­legt, um et­was zu trin­ken oder sich ei­nen klei­nen En­er­gie­schub durch fri­sches Obst holt.

Soll­te Ihr Kind deut­lich län­ger Auf­ga­ben ma­chen müs­sen, ra­ten wir Ih­nen, sich zu­nächst bei an­de­ren El­tern der Klas­se zu er­kun­di­gen, wie lan­ge ih­re Kin­der an den Schul­ar­bei­ten sit­zen, um dann ge­mein­schaft­lich ein Ge­spräch mit dem Leh­rer zu su­chen. Viel­leicht liegt der Feh­ler im Ver­ständ­nis der Auf­ga­ben­stel­lung oder aber die Lehr­kraft gibt deut­lich mehr auf, als sinn­voll ist.

Soll­ten die Klas­sen­ka­me­ra­den im Ge­gen­satz zu Ih­rem Kind kei­ne Schwie­rig­kei­ten mit den Schul­ar­bei­ten ha­ben, könn­te dies even­tu­ell auf ei­ne Lern­schwä­che Ih­res Kin­des hin­wei­sen. Su­chen Sie auch in die­sem Fall drin­gend das Ge­spräch mit dem Leh­rer.

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Tipp 4: Er­folgs­er­leb­nis­se und Lob mo­ti­vie­ren

Be­spre­chen Sie viel­leicht schon beim Mit­tag­es­sen die Rei­hen­fol­ge der Schul­auf­ga­ben, wenn Ihr Kind noch zu jung ist, um sich selbst zu struk­tu­rie­ren. Nach den ers­ten Wo­chen hat es mit Si­cher­heit al­lei­ne den Dreh raus. Da­mit Ihr Kind di­rekt zu Be­ginn der täg­li­chen Haus­auf­ga­ben ein Er­folgs­er­leb­nis hat, soll­te es im­mer mit ei­nem Fach be­gin­nen, dass ihm leicht fällt.

Auch wenn Ihr Kind die Auf­ga­ben selbst­stän­dig lö­sen soll, heißt das nicht, dass Sie am En­de oder zwi­schen­durch nicht mal nach­schau­en kön­nen, wie weit Ihr Kind al­lei­ne schon ge­kom­men ist bzw. was es schon ge­schafft hat.

Un­ser Tipp:
An­er­ken­nen­de Wor­te für kniff­li­ge Haus­auf­ga­ben sind ei­ne zu­sätz­li­che Mo­ti­va­ti­on. Auch ein Lob, z. B. dass Sie stolz dar­auf sind, wie gut Ihr Kind sich kon­zen­triert, weckt Freu­de und spornt an.

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Tipp 5: Dro­hun­gen sind ta­bu

Junge arbeitet am SchreibtischUm lang­fris­tig ein po­si­ti­ves Ge­fühl zu ent­wi­ckeln und um wei­te­ren Schul­stress bei Kin­dern zu ver­mei­den, ach­ten Sie als El­tern dar­auf, dass Sie die Schul­ar­bei­ten nie als Druck­mit­tel oder Be­stra­fung ein­set­zen.

Sät­ze wie „Wenn du dei­ne Auf­ga­ben nicht machst, darfst du nicht …“ oder „Erst wenn dei­ne Auf­ga­ben ge­macht sind …“ sind schnell ge­sagt, hem­men je­doch je­de Ei­gen­mo­ti­va­ti­on Ih­res Kin­des, sich frei­wil­lig an die Schul­ar­bei­ten zu set­zen.

Ar­bei­ten Sie lie­ber kon­se­quent dar­auf hin, dass die Ar­bei­ten mit un­se­ren Tipps zur ab­so­lu­ten Rou­ti­ne für Ihr Kind wer­den und sich so­mit lang­wie­ri­ge Dis­kus­sio­nen dar­um er­üb­ri­gen.

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Stu­den­ti­sche Nach­hil­fe­leh­rer bei JOB­RUF fin­den

Wenn Ihr Kind Un­ter­stüt­zung be­nö­tigt und Sie die­se nicht täg­lich von Ih­nen ge­währ­leis­tet wer­den kann, ver­trau­en Sie auf er­fah­re­ne Stu­den­ten von JOB­RUF zur Be­treu­ung. Ge­ben Sie noch heu­te kos­ten­los ei­ne An­zei­ge auf, und fin­den Sie schon kurz dar­auf ei­nen ge­dul­di­gen stu­den­ti­schen Nach­hil­fe­leh­rer!

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Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© "Ho­me­work" by John Ben­son is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "Din­ner Set­up" by Paul Schultz is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "Mi­cha­el's New Teen Room" by Me­lis­sa Do­ro­quez is li­cen­s­ed un­der CC BY-SA 2.0
© "M does ho­me­work in april sun" by Jo­lan­te van Hemert is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "Ho­me­work" by Jo­han Bryg­ga­re is li­cen­s­ed un­der CC BY-SA 2.0