Schulstress bei Kindern Leistungsdruck und Überforderung abbauen

Schulstress bei Kindern

Schulstress bei Kindern

Schulstress bei Kindern ist heutzutage leider oft an der Tagesordnung. Straffe Lehrpläne und hoher Leistungsdruck machen vielen Kindern an Grundschule, Gymnasium und Co. zu schaffen. Als Eltern können Sie zwar nicht allen Stress von Ihrem Kind fernhalten, wohl jedoch für den nötigen Ausgleich sorgen. In unseren Tipps erfahren Sie, wie Sie tun können, um Spannungen abzubauen.

Ursachen oft im schulischen Umfeld

Schulstress bei KindernDie häufigsten Ursachen für Schulstress sind Leistungsdruck und soziale Probleme. Wenn eine Klausur nach der anderen geschrieben wird, Ihr Kind jeden Tag Unmengen von Hausaufgaben machen muss und der Lerndruck mit jeder Klassenstufe wächst, bleiben viele Schüler dabei seelisch auf der Strecke.

Besonders anfällig sind Jugendliche – nicht zuletzt auch geschuldet durch die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre – in der Oberstufe kurz vor dem Abitur. Auch die Angst vor dem Sitzenbleiben kann ein Grund von Stress sein.

Stress in der Schule kann auch durch die Erwartungen der Eltern an das eigene Kind entstehen. Von Eltern gesetzte, teils auch nachvollziehbare Ziele, wie nach der Grundschule das Gymnasium zu besuchen oder das Abitur mit einem bestimmten Schnitt zu bestehen, sind nur realistisch, wenn die schulischen Leistungen dementsprechend ausfallen. Ist das Kind nicht in der Lage, gute Noten nach Hause zu bringen, reagieren viele Eltern mit Druck. Dieser führt dann schließlich zu einer Überforderung in der Schule.

Beispiele für soziale Probleme, die Stress auslösen können, sind Mobbing in der Schule, Gewalt oder Probleme mit Drogen. Hierbei sind Mitschüler aus der eigene Klasse oft nicht ganz unbeteiligt.

Symptome für Schulstress bei Kindern erkennen

Als Eltern erkennen Sie sehr schnell, wenn Ihr Kind Probleme mit Leistungsdruck in der Schule oder Mitschülern hat. Beobachten Sie dazu einfach das Verhalten Ihres Kindes, wenn es nachmittags nach Hause kommt. Folgende Indizien sprechen dafür, dass Ihr Kind unter Stress steht:

Hinzu kommen bei Schulstress sehr häufig auch körperliche Symptome:

  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Kopf- und Bauchschmerzen
  • Essstörungen wie Appetitlosigkeit oder Heißhungerattacken

Suchen Sie zeitnah das Gespräch

Wenn Sie Symptome einer Überforderung bei Kindern feststellen, suchen Sie umgehend das Gespräch – vor allem dann, wenn sich oben genannte Anzeichen über einen längeren Zeitraum zeigen. Finden Sie heraus, ob es sich tatsächlich um lernstressbedingte Ursachen handelt oder ob Probleme mit Mitschülern der Auslöser sind.

Falls Ihr Kind Opfer von Schikanen ist, wenden Sie sich sofort an den Klassenlehrer oder den Schulleiter. Als Eltern können Sie, wenn nicht durch eigene Erwartungen verursacht, bedingt direkt auf den Leistungsdruck an der Schule Einfluss nehmen.

Kind malt FrauAllerdings können Sie zu Hause dafür sorgen, dass Ihr Kind souveräner und entspannter mit den Anforderungen und Problemen in der Schule umgeht:

Fördern Sie aktive Entspannung

Planen Sie regelmäßig aktiv Phasen der Entspannung für Ihr Kind, z. B. wenn es nachmittags von der Schule nach Hause kommt oder vor dem Zubettgehen. Lesen, Musik hören, Malen oder Gesellschaftsspiele eignen sich hervorragend zum Abschalten.

Vermeiden Sie während dieser „Entspannungsinseln“ die Beschäftigung Ihres Kindes mit Computerspielen und insbesondere dem Smartphone. Die damit verbundenen Reize sorgen für Unruhe und helfen nicht dabei, Schulstress zu bewältigen.

Schaffen Sie ein stabiles soziales Umfeld

Ihr Kind benötigt ein stabiles und intaktes Umfeld, in dem es aufwachsen kann. Harmonie im Elternhaus gibt Kraft und Rückhalt. Signalisieren Sie darüber hinaus immer, dass Sie bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Denn wenn eine gute Vertrauensbasis geschaffen ist, präsentieren Sie sich als Bezugsperson und werden direkt um Rat gefragt – zumindest bis zur Pubertät.

Unser Tipp:
Fördern Sie zudem auch gute Freundschaften mit Mitschülern, und unterstützen Sie so Ihr Kind auf seinem Weg durch die Schulzeit. Denn Freunde an der Schule dienen bei Problemen mit Mitschülern als Rückhalt vor Ort – dort, wo Sie als Eltern nicht dabei sein können.

Motivieren Sie Ihr Kind zum Sport

Um Schulstress zu vermeiden, ist Freizeitausgleich sehr wichtig. Schaffen Sie genügend Zeit für Aktivitäten neben der Schule. Verzichten Sie dabei allerdings auf einen strikten Plan. Denn wer neben der Schule noch von einem Termin zum anderen hetzt, kann nicht wirklich entspannen.

Motivieren Sie Ihr Kind zu Bewegung – das schafft einen körperlichen Ausgleich zum Stress in der Schule. Auch Sportarten wie Boxen, Kampfkunst oder Radfahren bauen Aggression ab und machen die Seele frei. Am schönsten ist es natürlich, wenn Sie mit Ihrem Kind gemeinsam Sport treiben.

Achten Sie auf eine gesunde Ernährung

Familie frühstücktViele körperliche Anzeichen von Stress können auch durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung gelindert werden.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind viel Gemüse und Obst sowie ballaststoffreiche Lebensmittel konsumiert. Am besten bereiten Sie das Pausenbrot für Ihr Kind selbst zu und haben ein Auge darauf, dass es auch aufgegessen wird.

Viel trinken ist ebenso wichtig, damit Ihr Kind Schulstress abbauen kann – Heranwachsende bis zu einem Alter von zehn Jahren sollten etwa ein Liter täglich Flüssigkeit zu sich nehmen, Jugendliche ab zehn einen halben Liter mehr.

Sorgen Sie für ausreichend Schlaf

Ebenso wichtig für Ihr Kind ist ausreichend Schlaf. Sorgen Sie für feste Einschlafzeiten und auch eine ausreichende Vorbereitung auf das Zubettgehen. Heißt: Wenn Ihr Kind häufig Probleme beim Einschlafen hat, versuchen Sie bewusst ab zwei Stunden vor dem Zubettgehen Unruhequellen wie aufregende Filme oder eine intensive Nutzung des Smartphones zu vermeiden.

Insgesamt empfiehlt sich eine Schlafdauer zehn bis zwölf Stunden bei Kindern und acht bis neun Stunden bei Jugendlichen.

Letzter Ausweg: Schulwechsel

Wenn Sie keinen weiteren Ausweg sehen, ziehen Sie in besonders schweren Fällen von Schulstress auch einen Schulwechsel in Betracht. Vor allem bei extremem Mobbing ist dies oft die einzige wirksame Methode, die seelische Belastung Ihres Kindes zu lindern. Aber auch bei Überforderung und zu hohem Lerndruck kann ein Wechsel auf eine andere Schulform für mehr Entspannung sorgen.

Dieser Schritt sollte allerdings gut überlegt sein und vorher mit den Klassenlehrern Ihres Kindes besprochen werden. Denn oftmals geht ein Schulwechsel nicht nur mit dem Verlust unangenehmer Mitschüler einher, sondern auch guter Freunde.

Wägen Sie also ab, ob eine so radikale Veränderung des Lernumfeldes für Ihr Kind das Richtige ist, und beziehen Sie es auf jeden Fall in die Entscheidungsfindung mit ein.

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Bildquellen (v.o.n.u.):
© "First Day of School" by Ian D. Keating is licenced under CC BY 2.0
© "Moment of silence" by sacks08 is licenced under CC BY 2.0
© "Drawing" by Simone Ramella is licenced under CC BY 2.0
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