Konzentrationschwäche bei Kindern

Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che bei Kin­dern

Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che bei Kin­dern ist ein Phä­no­men, das be­son­ders oft zu Be­ginn der Schul­zeit auf­tritt – die Fä­hig­keit, sich zu fo­kus­sie­ren, ist noch nicht sehr aus­ge­bil­det und muss sich nach und nach ent­wi­ckeln. Wir in­for­mie­ren über mög­li­che Ur­sa­chen und er­klä­ren, wel­che Sym­pto­me auf ei­ne Kon­zen­tra­ti­ons­stö­rung hin­wei­sen. Dar­über hin­aus ver­ra­ten wir, was Sie El­tern tun kön­nen, um die die Auf­merk­sam­keit Ih­res Kin­des zu för­dern.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Ur­sa­chen über­wie­gend psy­chi­scher Na­tur

Sym­pto­me

Pro­fes­sio­nel­le Hil­fe sinn­voll

Ord­nung hal­ten

Stör­fak­to­ren eli­mi­nie­ren

Bei der Or­ga­ni­sa­ti­on hel­fen

Op­ti­ma­le Ar­beits­zeit wäh­len

Re­gel­mä­ßi­ge Pau­sen pla­nen

Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen in den All­tag ein­bau­en

Nach­hil­fe­leh­rer von JOB­RUF

Ur­sa­chen über­wie­gend psy­chi­scher Na­tur

Junge mit nachdenklicher MieneDie Grün­de für ei­ne Lern- und Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che bei Kin­dern sind viel­fäl­tig. Zum ei­nen kön­nen kör­per­li­che Ur­sa­chen wie zum Bei­spiel ei­ne Phos­phat­emp­find­lich­keit, be­stimm­te All­er­gi­en wie Heu­schnup­fen und Haus­stau­ball­er­gie oder auch Blut­hoch­druck ei­ne Rol­le spie­len.

Oft übt aber auch der in­di­vi­du­el­le Le­bens­wan­del ei­nen ne­ga­ti­ven Ein­fluss aus: Schlaf­man­gel, ei­ne un­aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung oder zu we­nig Be­we­gung kön­nen ei­ne ge­rin­ge­re Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit be­din­gen.

Die häu­figs­ten Ur­sa­chen für ei­ne Kon­zen­tra­ti­ons­stö­rung sind je­doch psy­chi­scher Na­tur. Bei­spie­le hier­für sind Über­las­tung durch Schul­stress oder Pro­ble­me mit Mit­schü­lern bis hin zu Mob­bing. Auch Leis­tungs­druck im pri­va­ten Be­reich – et­wa Frei­zeit­stress durch zu vie­le Hob­bys oder ei­ne Über­for­de­rung durch die El­tern – kann ver­min­der­te Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit be­wir­ken. Ge­nau­so üb­ri­gens wie AD(H)S bei Kin­dern.

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Sym­pto­me ei­ner Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che bei Kin­dern

Grund­sätz­lich hat je­der Mensch gu­te und schlech­te Ta­ge. Vie­le kön­nen sich bei­spiels­wei­se nach­mit­tags di­rekt nach der Schu­le schlecht kon­zen­trie­ren, was noch lan­ge kein Grund zur Sor­ge ist. Erst wenn die Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che bei Kin­dern über ei­ne län­ge­re Pe­ri­ode zu be­ob­ach­ten ist oder sich zu ver­schie­de­nen Ta­ges­zei­ten zeigt, soll­ten Sie hell­hö­rig wer­den.

Ty­pi­sche Sym­pto­me, auf die Sie als El­tern ach­ten soll­ten, sind:

  • Leich­te Ab­lenk­bar­keit
  • Ver­gess­lich­keit
  • Zer­streut­heit („Tag­träu­men“)
  • Un­auf­merk­sam­keit
  • Sehr kur­ze Kon­zen­tra­ti­ons­span­nen
  • Mo­ti­va­ti­ons­pro­ble­me

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Pro­fes­sio­nel­le Hil­fe zur Ab­gren­zung sinn­voll

Arzt untersucht KindFalls Sie die An­zei­chen über ei­nen län­ge­ren Zeit­raum be­ob­ach­ten kön­nen, ho­len Sie si­cher­heits­hal­ber den Rat ei­nes Arz­tes oder Psy­cho­lo­gen ein. Durch stan­dar­di­sier­te Tests kann fest­ge­stellt wer­den, ob die Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che z. B. ein Sym­ptom ei­ner Auf­merk­sam­keits­de­fi­zit­stö­rung ist. Hier ist in man­chen Fäl­len sinn­voll, zu­sätz­lich mit Me­di­ka­men­ten die Pro­ble­me zu be­han­deln.

Wird da­ge­gen ei­ne psy­chi­sche Über­las­tung als Grund für die Kon­zen­tra­ti­ons­stö­rung bei Kin­dern aus­ge­macht, kann ei­ne The­ra­pie ei­nes Kin­der­psy­cho­lo­gen zu­min­dest auf lan­ge Sicht dem Pro­blem auf den Grund ge­hen.

Un­ab­hän­gig von Ur­sa­che und The­ra­pie­emp­feh­lung kön­nen Sie als El­tern ganz ein­fach zu Hau­se et­was für die Kon­zen­tra­ti­on Ih­res Kin­des tun. Und zwar wie folgt:

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Hal­ten Sie Ord­nung am Ar­beits­platz

Sor­gen Sie für ei­nen sau­be­ren und ge­ord­ne­ten Ar­beits­platz, was Ih­rem Kind hilft, sich auf die Lern­in­hal­te zu fo­kus­sie­ren. Ein un­or­dent­li­cher Schreib­tisch kann ein gro­ßer Ab­len­kungs­reiz sein.

Bin­den Sie Ihr Kind ak­tiv in das Ord­nung hal­ten ein. Ma­ni­fes­tie­ren Sie zum Bei­spiel das Auf­räu­men als ers­ten Schritt der Haus­auf­ga­ben. So lernt es schritt­wei­se, vor dem täg­li­chen Ler­nen erst ein­mal Din­ge zu sor­tie­ren, was wie­der­um die Kon­zen­tra­ti­on schult.Sorgen Sie für einen ordentlichen Arbeitsplatz

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Eli­mi­nie­ren Sie Stör­fak­to­ren

Auch die Lern­um­ge­bung ist aus­schlag­ge­bend. Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihr Kind beim Ler­nen nicht durch Ge­räu­sche von Fern­se­her, Ra­dio oder Nach­rich­ten­tö­nen des Han­dys ab­ge­lenkt wird. Ver­schie­ben Sie auch ge­räusch­in­ten­si­ve Haus­halt­s­tä­tig­kei­ten wie das Staub­sau­gen, Spü­len oder Wa­schen auf spä­ter.

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Hel­fen Sie bei der Or­ga­ni­sa­ti­on

Das Or­ga­ni­sie­ren der zu er­le­di­gen­den Haus­auf­ga­ben muss im Lau­fe des Schul­le­bens erst er­lernt wer­den. Hel­fen Sie Ih­rem Kind da­bei, die Schul­ar­bei­ten in ei­ne sinn­vol­le Rei­hen­fol­ge zu brin­gen: Din­ge, die für mor­gen er­le­digt sein müs­sen, soll­ten um­ge­hend be­ar­bei­tet wer­den. Haus­auf­ga­ben für die nächs­te Wo­che kön­nen even­tu­ell auch in den nächs­ten Ta­gen er­le­digt wer­den, wenn heu­te noch zu viel zu tun ist. Von die­sem Zeit­ma­nage­ment wird Ihr Kind noch Jah­re spä­ter pro­fi­tie­ren.

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Wäh­len Sie ei­ne op­ti­ma­le Ar­beits­zeit

Fin­den Sie die bes­te Ar­beits­zeit Ih­res Kin­des her­aus. Vor al­lem Grund­schul­kin­der sind in den frü­hen Nach­mit­tags­stun­den un­kon­zen­triert und er­mü­den schnell. Ent­wi­ckeln Sie ein Ge­spür da­für, wann Ihr Kind wie­der kon­zen­triert ar­bei­ten kann – und pla­nen Sie für die­se Ta­ges­zeit auch die Haus­auf­ga­ben ein. So ver­hin­dern Sie Über­be­las­tung und dar­aus re­sul­tie­ren­de Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me bei Schul­kin­dern.

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Einkaufszettel einprägen statt aufschreibenPla­nen Sie re­gel­mä­ßi­ge Pau­sen

Bei äl­te­ren Kin­dern ist es zu­dem wich­tig, dass beim in­ten­si­ven Ler­nen für Klas­sen­ar­bei­ten und Klau­su­ren re­gel­mä­ßi­ge Pau­sen ein­ge­legt wer­den. Ach­ten Sie dar­auf, dass et­wa al­le ein bis zwei Stun­den ei­ne kur­ze Un­ter­bre­chung statt­fin­det, in der Ihr Kind bei­spiels­wei­se et­was fri­sche Luft schnappt oder ei­nen ge­sun­den Snack isst. Nach ei­ner kur­zen Pau­se ist die Kon­zen­tra­ti­ons­fä­hig­keit wie­der merk­lich bes­ser.

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Bau­en Sie Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen in den All­tag ein

Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen kön­nen Sie auch au­ßer­halb des Schul­all­ta­ges mit Ih­rem Kind zu­sam­men ma­chen. So kann es Ih­nen zum Bei­spiel beim Wo­chen­ein­kauf be­hilf­lich sein, in­dem es den Ein­kaufs­zet­tel aus­wen­dig lernt oder Sie beim Zu­sam­men­rech­nen der Prei­se un­ter­stützt.

Wich­tig ist, dass Sie hier­bei kei­nen Druck auf­bau­en und das Gan­ze spie­le­risch – und für Ihr Kind nicht un­mit­tel­bar mit der­ver­knüpft – in Ihr täg­li­ches Le­ben ein­bau­en. So kön­nen Sie der Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che bei Schul­kin­dern durch Übun­gen und Spie­le ent­ge­gen­wir­ken.

Un­ser Tipp:
We­cken Sie in Ih­rem Kind das In­ter­es­se an Lern­in­hal­ten. Denn je in­ter­es­san­ter und un­ter­halt­sa­mer der Stoff ist, des­to leich­ter fällt es, sich dar­auf zu kon­zen­trie­ren. Füh­ren Sie bei­spiels­wei­se ein­fach Ex­pe­ri­men­te durch, um phy­si­ka­li­sche Ge­set­ze zu ver­deut­li­chen. Ein Be­such im Zoo kann das Pau­ken für die Bio­lo­gie­ar­beit mit Pra­xis­be­zug be­rei­chern.

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Nach­hil­fe bei JOB­RUF fin­den

Ein­zel­be­treu­ung ist ge­ra­de bei Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che wich­tig, da die Auf­merk­sam­keit des Schü­lers im­mer wie­der auf den Lern­in­halt zu­rück­ge­führt wer­den muss. Wenn Sie sel­ber kei­ne Zeit ha­ben und Un­ter­stüt­zung be­nö­ti­gen, kön­nen Sie bei JOB­RUF stu­den­ti­sche Nach­hil­fe­leh­rer für na­he­zu al­le Schul­fä­cher oder auch die all­ge­mei­ne Haus­auf­ga­ben­be­treu­ung fin­den.
 

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Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© "Fo­cus" by John Mor­gan is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
© "con­cen­tra­ti­on" by Pe­tras Gagl­las is li­cen­ced un­der CC BY-SA 2.0 (be­ar­bei­tet)
© "Doc­tor Aunt" by Eden, Ja­ni­ne and Jim is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "05062014 ED Goes Back to School 15" by US De­part­ment of Edu­ca­ti­on is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
© "Ver­lo­re­ner Ein­kaufs­zet­tel" by Chris­ti­an Sp­an­na­gel is li­cen­ced un­der CC BY-SA 2.0 (be­ar­bei­tet)