Schlechte Noten

Schlech­te No­ten in der Schu­le

Egal, ob Ihr Kind noch die Grund­schu­le oder schon ei­ne wei­ter­füh­ren­de Schu­le wie et­wa die Haupt-, Re­al­schu­le oder das Gym­na­si­um be­sucht – schlech­te No­ten sind im­mer ein Streit­punkt in der Fa­mi­lie und nicht zu­letzt für das Kind mit viel Angst und Druck ver­bun­den. Wir er­klä­ren, wann ei­ne Be­no­tung wirk­lich schlecht ist, ge­hen auf Grün­de für schu­li­sche De­fi­zi­te ein und ge­ben Tipps, was Sie als El­tern tun kön­nen.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Wann ist ei­ne No­te schlecht?

Über­for­de­rung (Grund 1)

Un­ter­for­de­rung (Grund 2)

Lern­schwä­che (Grund 3)

Pu­ber­tät (Grund 4)

Fa­mi­liä­re Pro­ble­me (Grund 5)

Psy­chi­sche Pro­ble­me (Grund 6)

Mob­bing (Grund 7)

Prü­fungs­angst (Grund 8)

Nach­hil­fe­leh­rer von JOB­RUF

Zu­sam­men­fas­sung

Nach oben

Drei als neue Fünf - oder wann ist ei­ne No­te wirk­lich schlecht?Schlechtes Zeugnis

Per De­fi­ni­ti­on sind ei­ne Fünf (man­gel­haft) und Sechs (un­ge­nü­gend) schlech­te No­ten. Sit­zen blei­ben kön­nen Schü­ler nur, wenn die­se No­ten auf dem Zeug­nis auf­tau­chen. In der Ober­stu­fe wer­den No­ten in Punk­ten dar­ge­stellt. Von ei­ner nicht aus­rei­chen­den Leis­tung spricht man dann, wenn 5 Punk­te (ent­spricht ei­ner Vier mi­nus als De­fi­zit) oder we­ni­ger auf dem Zeug­nis oder in ei­ner Klau­sur er­reicht wer­den.

In der Pra­xis sieht es je­doch ganz an­ders aus: Das mög­li­che Me­di­zin­stu­di­um des 10-jäh­ri­gen Kin­des schon im Hin­ter­kopf und die schlech­ten Kar­rie­re­chan­cen für Nicht-Aka­de­mi­ker vor Au­gen schril­len bei vie­len El­tern schon bei ei­ner Drei (noch mal zum Ver­ständ­nis: Be­frie­di­gend!) die Alarm­glo­cken.

Was sich auf den ers­ten Blick nach ge­sun­der Leis­tungs­för­de­rung an­hört, ent­puppt sich bei ge­naue­rem Hin­se­hen als Spiel mit dem Feu­er. Wer sein Kind näm­lich zu im­mer bes­se­ren Leis­tun­gen an­treibt, über­for­dert es und nimmt ihm da­mit jeg­li­chen Spaß an der Schu­le. Die Fol­ge sind dann Un­si­cher­heit und ein wirk­lich schlech­tes Zeug­nis.

Un­ser Tipp:
Ihr Kind bringt ein­ma­lig in der Klas­sen­ar­beit oder Klau­sur ei­ne Fünf oder Sechs mit nach Hau­se, die bis­he­ri­gen Leis­tun­gen wa­ren aber kon­stant sehr gut bis be­frie­di­gend? Dann kön­nen Sie dies als ein­ma­li­gen Aus­rut­scher ver­bu­chen. Selbst­ver­ständ­lich soll­ten Sie aber na­tür­lich wei­ter­hin die Leis­tung im Au­ge be­hal­ten.

Nach oben

Grund 1: Über­for­de­rung in der Schu­le

Wo­mit wir auch schon beim ers­ten Grund für schlech­te No­ten wä­ren, und das trotz Ler­nen: Über­for­de­rung.

In Re­gel­schu­len ist es so, dass für je­de Klas­sen­stu­fe der Lern­stoff und das Lern­ziel vor­ge­ge­ben wer­den. Ent­spre­chen die Leis­tun­gen Ih­res Kin­des al­so nicht de­nen der üb­ri­gen Klas­sen­ge­mein­schaft, kann dies zu Pro­ble­men füh­ren.

Denn je­der Mensch hat sein ei­ge­nes Tem­po. So kann es sein, dass Ihr Kind in der drit­ten Klas­se mit ei­ner Re­chen­auf­ga­be über­for­dert ist, die ein an­de­rer Klas­sen­ka­me­rad je­doch mit links löst. Das führt schnell zur Frus­tra­ti­on und zu noch grö­ße­rer Un­lust an der Schu­le bzw. dem je­wei­li­gen Fach. Zu­sätz­li­cher Druck von au­ßen und Ih­nen als El­tern trägt nicht zur Bes­se­rung bei, son­dern de­mo­ti­viert Kin­der häu­fig noch mehr.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Be­spre­chen Sie ge­mein­sam mit dem Leh­rer, ob die ge­wähl­te Schul­form die rich­ti­ge für Ihr Kind ist oder ei­ne Ver­set­zung an ei­ne an­de­re Schu­le oder die Wie­der­ho­lung der Jahr­gangs­stu­fe die schu­li­schen Leis­tun­gen ver­bes­sern könn­ten.

Nach oben

Grund 2: Un­ter­for­de­rung in der Schu­le

Gelangweilter JungeIhr Kind hat die Zu­sam­men­hän­ge längst er­fasst, wäh­rend die Mit­schü­ler noch an der Auf­ga­be ver­zwei­feln. Die an­de­ren grü­beln, und Ihr Kind lang­weilt sich, weil es kei­ne neue Her­aus­for­de­rung be­kommt.

Ei­ne Un­ter­for­de­rung zu er­ken­nen ist um ei­ni­ges schwie­ri­ger als die Über­for­de­rung. Denn ob­wohl Ihr Kind al­les ver­steht, kann es trotz­dem ein schlech­tes Zeug­nis mit nach Hau­se brin­gen. Häu­fig hat es längst mit dem je­wei­li­gen Fach oder der Schu­le ge­ne­rell ab­ge­schlos­sen und wei­gert sich aus rei­ner Lan­ge­wei­le, Vo­ka­beln zu ler­nen oder die Auf­ga­ben rich­tig durch­zu­le­sen.

Um das Pro­blem zu er­ken­nen, ist hier be­son­de­re Auf­merk­sam­keit des Leh­rers, aber auch sei­tens der El­tern not­wen­dig. Kin­der ver­ste­cken näm­lich oft für ei­ne der­ar­ti­ge Be­ga­bung, weil sie nicht als Wich­tig­tu­er wahr­ge­nom­men wer­den wol­len.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Spre­chen Sie viel mit Ih­rem Kind. Fra­gen Sie, wie es im Un­ter­richt mit­kommt, wenn es ei­ne No­te er­hält, die Sie nicht nach­voll­zie­hen kön­nen. Kin­der sind meist sehr ehr­lich und kön­nen ganz klar for­mu­lie­ren, war­um sie der Un­ter­richt bei­spiels­wei­se lang­weilt oder dass sie sich schä­men, weil sie schnel­ler sind als der Rest der Klas­se.

Nach oben

Grund 3: Schlech­tes Zeug­nis durch Lern­schwä­che(n)

Ob ei­ne Lern­schwä­che vor­liegt, kann in den meis­ten Fäl­len tat­säch­lich erst in der Schu­le fest­ge­stellt wer­den, da erst der Un­ter­richt Pro­ble­me Ih­res Kin­des zu Ta­ge för­dert. Ers­te An­zei­chen kön­nen hier tat­säch­lich schlech­te Schul­no­ten sein.

Klas­si­sche Lern­schwä­chen sind die Le­se- & Recht­schreib­schwä­che bzw. Leg­as­the­nie und die Re­chen­schwä­che bzw. Dys­kal­ku­lie. Aber auch ei­ne star­ke Kon­zen­tra­ti­ons­schwä­che und AD(H)S bei Kin­dern kön­nen durch­aus die Schul­leis­tun­gen be­ein­träch­ti­gen. Kin­der kön­nen hier nur schwer dem Un­ter­richt fol­gen.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Oft wer­den Sie bei ei­ner ver­mu­te­ten Be­ein­träch­ti­gung durch die Leh­rer Ih­res Kin­des an­ge­spro­chen. Die Sym­pto­me kön­nen aber auch Sie als El­tern er­ken­nen, wenn Sie ge­mein­sam mit Ih­rem Kind ler­nen oder die Haus­auf­ga­ben ma­chen.

Be­legt wer­den soll­te der Ver­dacht im­mer durch ei­ne pro­fes­sio­nel­le Dia­gno­se – meist durch ei­nen Kin­der­psy­cho­lo­gen oder Arzt. Je nach Aus­prä­gung kann nach ei­ner po­si­ti­ven Dia­gno­se ei­ne in­di­vi­du­el­le Lern­för­de­rung fol­gen. Die­se kann die Lern­schwä­che zwar nicht im­mer aus­the­ra­pie­ren, je­doch den Um­gang da­mit er­leich­tern und so ei­ne „nor­ma­le“ Schul­lauf­bahn er­mög­li­chen.

Nach oben

Jugendlicher versteckt sich unter KapuzeGrund 4: Pu­ber­tät und schlech­te No­ten

Er­in­nern Sie sich viel­leicht noch an Ih­re ei­ge­ne Schul­zeit und ins­be­son­de­re an Ih­re Zeit als Teen­ager? Schu­le war Ih­nen da­mals be­stimmt ge­nau­so egal und un­wich­tig wie Ih­rem ei­ge­nen Kind heu­te.

Ge­ra­de wäh­rend der Pu­ber­tät tre­ten schlech­te No­ten in der 6., 7., 8., 9. und 10. Klas­se auf dem Gym­na­si­um, der Haupt- oder Re­al­schu­le häu­fi­ger auf als noch in der 1. bis 4. Klas­se in der Grund­schu­le, da die Lern­be­reit­schaft je nach Stim­mung Ih­res Kin­des gleich null sein wird.

Sie müs­sen ver­ste­hen ler­nen – und teil­wei­se lei­der auch ak­zep­tie­ren –, dass das In­ter­es­se ak­tu­ell eher bei so wich­ti­gen Fra­gen wie et­wa „Was zie­he ich an?“, „Wie kom­me ich gut bei den an­de­ren an?“ oder aber „Was ist ge­ra­de in?“ liegt und nicht „Wie schaf­fe ich es, in der nächs­ten Klau­sur ei­ne Eins zu schrei­ben?“.

Zum Glück dau­ert die­se hei­ße Pha­se der Pu­ber­tät bei den meis­ten Schü­lern nicht län­ger als bis zum En­de der 10. Klas­se, so­dass sich der Hor­mon­spie­gel Ih­res Kin­des oft zum Be­ginn der Qua­li­fi­ka­ti­on zum Ab­itur wie­der auf ein nor­ma­les Le­vel ein­ge­pen­delt ha­ben soll­te – und ein schlech­tes Schul­zeug­nis der Ver­gan­gen­heit an­ge­hö­ren soll­te.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Mo­ti­vie­ren Sie Ihr Kind den­noch zum Ler­nen. Set­zen Sie ihm Gren­zen, wenn es über die Strän­ge schlägt und schlech­te No­ten mit nach Hau­se bringt. Kon­trol­lie­ren Sie bei­spiels­wei­se auch wei­ter­hin die Haus­auf­ga­ben und ver­ein­ba­ren Sie in Ab­spra­che mit Ih­rem Kind – trotz aku­ter Null-Bock-Ein­stel­lung – fes­te Lern­zei­ten.

Un­ser Tipp:
Be­su­chen Sie beim El­tern­sprech­tag die Leh­rer, de­ren Fä­cher be­trof­fen sind, und ver­su­chen das Ver­hal­ten Ih­res Kin­des zu recht­fer­ti­gen. Er­fra­gen Sie di­rekt Mög­lich­kei­ten, wie Ihr Kind die No­ten auch au­ßer­halb von Klas­sen­ar­bei­ten ver­bes­sern kann.

Nach oben

Grund 5: Fa­mi­liä­re Pro­ble­me

Mie­se Stim­mung zu Hau­se kann sich un­ter Um­stän­den auch auf das Schul- und Lern­ver­hal­ten des Kin­des aus­wir­ken. Egal wie sehr Sie ver­su­chen, Ihr Kind von Ih­ren Pro­ble­men fern­zu­hal­ten, es be­kommt lei­der viel zu oft mit, wenn et­was nicht gut läuft und trägt die häus­li­chen Kon­flik­te mit sich rum. Und eben­die­se Ge­dan­ken kön­nen zu schlech­ten No­ten in der Schu­le füh­ren, weil sich Ihr Kind nicht mehr un­ein­ge­schränkt auf den Schul­un­ter­richt kon­zen­trie­ren kann.

Junge auf SchaukelOft den­ken Kin­der, sie wür­den ei­ne Mit­schuld – wenn nicht so­gar die Schuld – an der häus­li­chen Si­tua­ti­on tra­gen und sind da­durch stän­dig mit Ih­ren Ge­dan­ken wo­an­ders, nur eben nicht im Eng­lisch- oder Bioun­ter­richt. Ein Leis­tungs­ab­fall ist prak­tisch vor­pro­gram­miert und trifft beim Leh­rer auf Ver­ständ­nis­lo­sig­keit, wenn kei­ne In­for­ma­ti­on über Ih­re fa­mi­liä­re Si­tua­ti­on er­folgt.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Wenn die Si­tua­ti­on zu Hau­se sich auf die Leis­tung Ih­res Kin­des aus­wirkt, fas­sen Sie Mut und ver­trau­en sich dem Leh­rer Ih­res Kin­des an. Viel öf­ter als Sie viel­leicht den­ken, tref­fen Sie hier auf Ver­ständ­nis.

Au­ßer­dem ist es wich­tig für Ihr Kind, wenn Sie trotz der Schwie­rig­kei­ten wei­ter­hin kon­stan­te Ab­läu­fe zu Hau­se schaf­fen – und sich z. B. nach dem Es­sen oder in der Zeit vor dem zu Bett ge­hen noch ein­mal mit Ih­rem Kind hin­set­zen, die Haus­auf­ga­ben kon­trol­lie­ren und die Schul­ta­sche für den nächs­ten Tag ge­mein­sam pa­cken.

Spre­chen Sie auch vor Ih­rem Kind die Pro­ble­me of­fen aus, und ma­chen Sie klar, dass es selbst ab­so­lut kei­ne Schuld dar­an trägt. Ge­ben Sie Ih­rem Kind ein­fach ein gu­tes Ge­fühl. Denn ein schlech­tes Zeug­nis ist noch lan­ge kein Welt­un­ter­gang.

Hin­weis:
Nicht nur Tren­nun­gen be­ein­träch­ti­gen schu­li­sche Leis­tun­gen. Auch Ar­beits­lo­sig­keit oder ernst­haf­te Er­kran­kun­gen der El­tern set­zen Kin­der so un­ter Druck, dass an Kon­zen­tra­ti­on in der Schu­le nicht mehr zu den­ken ist.

Nach oben

Grund 6: Psy­chi­sche Pro­ble­me

Ge­ra­de fa­mi­liä­re Pro­ble­me kön­nen ernst­haf­te psy­chi­sche Er­kran­kun­gen. Aber auch oh­ne für Sie gleich er­kenn­ba­ren Aus­lö­ser tre­ten De­pres­sio­nen bei Kin­dern und Ju­gend­li­chen im­mer häu­fi­ger auf. Durch die­se Er­kran­kung ist es Schü­lern nicht mehr mög­lich, sich zu 100 Pro­zent auf den Un­ter­richt ein­zu­las­sen – häu­fig sind das Re­sul­tat schlech­te No­ten.

Aus ei­ner De­pres­si­on kann sich mit­un­ter so­gar ei­ne re­gel­rech­te Schul­angst ent­wi­ckeln. Be­trof­fe­ne Kin­der und Ju­gend­li­che ge­ra­ten hier­bei in Pa­nik, so­bald Sie den Klas­sen­raum bzw. das Schul­ge­bäu­de oder -ge­län­de be­tre­ten. Mit ra­sen­dem Puls und schwit­zen­den Hän­den lässt das Kind den Un­ter­richt über sich er­ge­hen und sehnt sich je­de Se­kun­de nach dem er­lö­sen­den Schul­gong.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Psy­chi­sche Pro­ble­me zu er­ken­nen ist oft schwer, da sich vie­le Kin­der Ih­ren El­tern ge­gen­über ver­schlie­ßen. Wenn Ihr Kind al­so im­mer recht of­fen im Um­gang mit Ih­nen war und sich nun mehr und mehr zu­rück­zieht, viel­leicht so­gar so­zia­le Kon­tak­te zu Gleich­alt­ri­gen ver­sucht zu mei­den, soll­ten Sie hell­hö­rig wer­den und drin­gend ein of­fe­nes Ge­spräch su­chen.
Soll­te sich Ihr Ver­dacht er­här­ten, be­nö­tigt Ihr Kind pro­fes­sio­nel­le Un­ter­stüt­zung, et­wa durch ei­nen The­ra­peu­ten. In­for­mie­ren Sie dar­über au­ßer­dem auch die Leh­rer Ih­res Kin­des, da­mit sie um die spe­zi­el­le Si­tua­ti­on wis­sen und ent­spre­chend re­agie­ren kön­nen.

Nach oben

Grund 7: Mob­bing in der Schu­le

Mob­bing in der Schu­le kann vie­le Ge­sich­ter ha­ben und führt nicht sel­ten zu schlech­ten Schul­no­ten, denn die be­trof­fe­nen Kin­der ge­hen mit ei­nem stän­di­gen Un­wohl­sein oder so­gar rich­ti­ger Angst zur Schu­le.

Junge mobbt MitschülerNe­ben kör­per­li­chen An­grif­fen durch Mit­schü­ler ist das Kind beim Mob­bing auch oft psy­chi­schen At­ta­cken aus­ge­setzt. Bei­spie­le hier­für sind et­wa Ge­rüch­te, die heut­zu­ta­ge ger­ne in So­zia­len Me­di­en ver­brei­tet wer­den, oder ei­ne Aus­gren­zung aus der Klas­sen­ge­mein­schaft.
Grün­de, war­um aus­ge­rech­net Ihr Kind zum Mob­bing-Op­fer wird, kön­nen wir lei­der nicht klar be­nen­nen. Manch­mal ist es tat­säch­lich ein­fach nur der Neid ei­nes stär­ke­ren Mit­schü­lers auf et­wa Mar­ken­klei­dung oder die Be­liebt­heit Ih­res Kin­des in der Klas­se. Oft wer­den neue Schü­ler in der auch nicht rich­tig auf­ge­nom­men.

Wich­tig ist, dass Sie als El­tern An­zei­chen er­ken­nen. Leh­rer ist dies nicht im­mer mög­lich, da Mob­bing oft sehr sub­til von­stat­ten geht. Wenn Ihr Kind al­so im­mer wie­der be­tont, dass es nicht zur Schu­le oder nur noch zur Schu­le ge­fah­ren wer­den will, da es auf dem Schul­weg schon ers­te An­grif­fe fürch­tet, kann das na­tür­lich auch an ei­ner aku­ten Un­lust lie­gen. Je­doch kön­nen Sie nur in ei­nem Ge­spräch her­aus­fin­den, was mit Ih­rem Kind los ist.

Wei­te­re Si­gna­le sind au­ßer­dem Schlaf­stö­run­gen, ein ra­san­ter Ab­fall der Schul­leis­tun­gen oder ex­tre­mer Rück­zug – ins­be­son­de­re dann, wenn Ih­nen Ihr Kind kei­ne schlüs­si­ge Er­klä­rung für all das ge­ben kann.

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Ha­ben Sie den Ver­dacht, dass Ihr Kind ge­mobbt wird, zö­gern Sie nicht und be­zie­hen Sie auch die Leh­rer oder gar die El­tern der Tä­ter mit ein, um ei­ne Lö­sung zu fin­den. Bei be­son­ders schwe­ren Fäl­len ver­spricht nur ein Klas­sen- oder gar Schul­wech­sel Bes­se­rung.

Vor­sicht:
Un­ter­schät­zen Sie Mob­bing kei­nes­falls. Das Selbst­be­wusst­sein von Kin­dern wird bei an­dau­ern­der Dif­fa­mie­rung mehr und mehr zer­stört – mit weit­rei­chen­den Fol­gen bis hin zum Sui­zid­ver­such.

Nach oben

Grund 8: Prü­fungs­angst

Ihr Kind ist für je­de Klas­sen­ar­beit oder Klau­sur gut vor­be­rei­tet, Sie selbst ha­ben die Lern­in­hal­te vor­her noch ein­mal ab­fra­gen und Ihr Kind bringt trotz Ler­nen schlech­te No­ten nach Hau­se? Dann kann es sein, dass es un­ter Prü­fungs­angst lei­det. Der Blut­druck steigt, die Hän­de schwit­zen, das Herz rast – die Furcht hat vie­le Sym­pto­me.

Wenn Ihr Kind vor je­der Prü­fung der­art un­ter Stress steht, ist es schlicht­weg nicht mög­lich, sich auf die Auf­ga­ben zu kon­zen­trie­ren und das vor­han­de­ne Wis­sen ab­zu­ru­fen. Wie frus­trie­rend muss es sein, die Ant­wor­ten im Nor­mal­zu­stand zu wis­sen, aber je­des Mal ei­ne schlech­te No­te zu be­kom­men, weil die Prü­fung selbst in den Sand ge­setzt wird?

Das kön­nen Sie als El­tern tun: Ge­hen Sie sen­si­bel mit die­sem The­ma um, und su­chen Sie zu al­ler­erst das Ge­spräch mit dem Leh­rer. In der Re­gel wer­den Leh­rer näm­lich wäh­rend Ih­rer Aus­bil­dung ge­nau auf sol­che Fäl­le vor­be­rei­tet und wis­sen Ih­rem Kind zu hel­fen.

Wenn das nicht aus­rei­chen soll­te, kön­nen Sie in Ab­spra­che mit dem Leh­rer auch wei­te­re pro­fes­sio­nel­le Hil­fe, z. B. die ei­nes Psy­cho­lo­gen, zu Ra­te zie­hen.

Nach oben

Nach­hil­fe von JOB­RUF hilft bei schlech­ten No­ten

Soll­ten der Leh­rer oder auch Sie als El­tern ei­ne be­stimm­tes Pro­blem bei Ih­rem Kind er­ken­nen, den­ken Sie dar­über nach, be­glei­tend und er­klä­rend zum Schul­un­ter­richt ei­ne qua­li­fi­zier­te Nach­hil­fe für ein- bis mehr­ma­li­ge Be­su­che in der Wo­che für zu Hau­se zu su­chen. Denn nur so kön­nen sich lang­fris­tig die No­ten Ih­res Kin­des lang­fris­tig ver­bes­sern.

Fin­den Sie bei JOB­RUF ei­ne stu­den­ti­sche Nach­hil­fe­lehr­kraft ganz aus Ih­rer Nä­he. So er­spa­ren Sie sich und Ih­rem Kind lan­ge An­fahrts­we­ge. Über­zeu­gen Sie sich selbst von un­se­rem Por­tal und schal­ten Sie noch heu­te ei­ne kos­ten­lo­se An­zei­ge!

Jetzt kos­ten­los An­zei­ge auf­ge­ben

Nach oben


Die wich­tigs­ten In­fos in der Zu­sam­men­fas­sung:

  • Nur 5 (man­gel­haft) und 6 (un­ge­nü­gend) sind wirk­lich schlech­te No­ten
  • Bei kon­stant gu­ter Leis­tung ein­ma­li­gen Aus­rut­scher nicht über­be­wer­ten
  • Durch Ge­spräch mit Leh­rern und Kind Über- oder Un­ter­for­de­rung auf den Grund ge­hen
  • Sym­pto­me ei­ner Lern­schwä­che er­ken­nen
  • In der Pu­ber­tät Gren­zen set­zen, aber auch Ver­ständ­nis zei­gen
  • Ge­mein­sa­me Ri­tua­le und of­fe­ne Ge­sprä­che hel­fen bei fa­mi­liä­ren Pro­ble­men
  • Bei psy­chi­schen Pro­ble­men des Kin­des pro­fes­sio­nel­le Hil­fe su­chen (z. B. durch ei­nen The­ra­peu­ten)
  • Mob­bing nicht un­ter­schät­zen; Schul­wech­sel in Er­wä­gung zie­hen
  • Durch Nach­hil­fe von Stu­den­ten für lang­fris­ti­ge Ver­bes­se­rung sor­gen

Bild­quel­len (v.o.n.u.):

© "English Class" by Vil­la­no­va Prep is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "Zeug­nis / Schul­zeug­nis" by Dirk Vor­der­stra­ße is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
© "Bo­red" by Tra­vis Isaacs is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "#056 Ti­no @ Ra­mos Me­jia, 29 de ju­lio" by Ni­colás Zabo Za­mo­r­a­no is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "i'm thin­king of bet­ter things to do with my ti­me" by Da­vid K is li­cen­s­ed un­der CC BY-SA 2.0 (si­ze chan­ged)
© "Bul­ly" by Tho­mas Ri­cker is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0