Adresse ummelden Hilfreiche Tipps für die Ummeldung der Wohnung

Adresse ummelden

Adresse ummelden bei Umzug mit FristEin innerörtlicher Wohnungswechsel bedeutet zwar im Vergleich zu einem Umzug in eine andere Stadt in der Regel weniger Stress, Ihre Adresse ummelden müssen Sie allerdings trotzdem. Damit der Gang zum Einwohnermeldeamt nicht in einer Bürokratie-Endlosschleife mündet, erfahren Sie hier die wichtigsten Infos zur Frist, den richtigen Unterlagen, Kosten und sonstigen Regelungen.

Frist verschwitzt? Keine Panik!

Gemäß Meldegesetz muss man innerhalb einer Woche nach Umzug die Wohnung ummelden, in einigen Gemeinden ist eine zweiwöchige Frist üblich. Zuspätkommern und notorischen Bürokratieverweigerern drohen laut Gesetz drakonische Strafen, was übrigens auch für das Kfz ummelden gilt.

Aber keine Sorge: In den seltensten Fällen wird Ihnen eine Sachbearbeiterin einen Strick aus einer einige Tage später vorgenommen Ummeldung drehen – und Sie zwar nicht ohne einen mahnenden Blick, dafür aber bußgeldfrei und mit der neuen Adresse auf Ihren Dokumenten nach Hause gehen lassen.

Persönliche Ummeldung nicht immer Pflicht

Der klassische Weg der Ummeldung ist, dass Sie persönlich beim Einwohnermeldeamt erscheinen, Ihre Unterlagen einreichen und die neue Anschrift direkt in den Personalausweis bzw. Reisepass eingetragen wird.

Wer innerhalb der gegebenen Frist nicht die Adresse ummelden kann, hat alternativ die Möglichkeit, eine andere Person zu bevollmächtigen. In der Regel ist eine Standard-Vollmacht ausreichend; in den Bundesländern Hessen und Bayern müssen Sie diese beglaubigen zu lassen. Der Bevollmächtigte kann dann durch Vorlage des eigenen Personalausweises Ihre Dokumente ummelden. Teilweise ist auch eine postalische Adressänderung möglich, z.B. vielerorts in Bayern.

Personalausweis und Co. – Mit diesen Unterlagen die Wohnung ummelden

Wer nicht die nötigen Dokumente für die Ummeldung mitbringt, kann sich schon bald auf ein erneutes Wiedersehen mit dem Sachbearbeiter freuen – inklusive der entsprechenden Wartezeiten. Deswegen hier eine Auflistung der Unterlagen, die Sie benötigen, wenn Sie ordnungsgemäß Ihre Wohnung ummelden möchten:

  • gültige Personalausweise oder Reisepässe aller umzumeldenden Personen (bei Volljährigkeit können Sie auch direkt alle anderen Familienmitglieder in Ihrem Haushalt ummelden)
  • ggf. Ummeldeschein des zuständigen Amtes (wird von vielen Ämtern als Download angeboten)
  • ggf. Einzugsbestätigung des Wohnungsgebers; in der Regel reicht der Miet- oder Kaufvertrag
  • ggf. schriftliche Vollmacht und Personalausweis oder Reisepass des Umzumeldenden (wenn Sie nicht persönlich den Wohnort ummelden können)
  • ggf. Fahrzeugschein und -brief bzw. Zulassungsbescheinigung (Teil 1 und 2); oft können Sie Ihre Fahrzeugpapiere direkt zusammen mit der Adresse ummelden

Beim Wohnung ummelden Wartezeiten vermeidenWelche Unterlagen zum Ummelden der Adresse verlangt werden, kann unter Umständen in verschiedenen Ämtern variieren (in manchen Gemeinden wird z.B. die Einzugsbestätigung des Vermieters oder dessen Namen und Anschrift benötigt, in anderen wiederum nicht). Deswegen sollten Sie sich im Vorhinein informieren, welche Dokumente Sie in Ihrem Fall benötigen. So sparen Sie sich einen unnötigen zweiten Behördengang.

Durch Terminvereinbarung Wartezeiten vermeiden

Viele Meldeämter sind gerade an typischen Umzugsdaten am Ende bzw. Anfang eines Monats stark frequentiert – gerade in Großstädten sind häufig mehrstündige Wartezeiten die Folge. Auf der sicheren Seite sind Umziehende, die im Vorhinein einen Termin vereinbaren. Das spart viel Zeit, die im Endeffekt sinnvoller investiert werden kann, z.B. in die Einrichtung der neuen Wohnung.

 Hinweis:
Besonders große Unternehmen gewähren Mitarbeitern nicht selten einen extra Tag Urlaub für Behördengänge. Diese Regelung wurde zwar in vielen Firmen mittlerweile aus der Betriebsvereinbarung gestrichen, ein Anruf in der Personalabteilung lohnt sich aber in jedem Fall.

Adresse ummelden in der Regel ohne Kosten

Adresse ummelden mit Vollmacht möglichWenn Sie bei Umzug Ihre Adresse ummelden möchten, fallen in der Regel keinerlei Kosten für Sie an; Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel und so kann es vorkommen, dass just Ihr zuständiges Einwohnermeldeamt Gebühren veranschlagt.

Nehmen Sie aus diesem Grund etwas Bargeld oder Ihre Bankkarte mit, falls wider Erwarten Kosten für das Ummelden der Wohnung veranschlagt werden, Sie die Adressänderung auch in Ihren Fahrzeugpapieren vornehmen lassen möchten oder beim Behördengang merken, dass Ihr Personalausweis abgelaufen ist.

Keine Abmeldung mehr notwendig

Das Einwohnermeldeamt nimmt auch automatisch die Abmeldung der alten Wohnung vor. Ausnahmen stellen nur der Umzug ins Ausland sowie die Aufgabe eines Zweit- bzw. Erstwohnsitzes bei nicht gleichzeitiger Anmeldung einer neuen Wohnung dar. In diesen beiden Fällen ist eine Abmeldung der alten Wohnung beim entsprechenden Einwohnermeldeamt nötig.

 

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