Speed-Reading Lernen, schnell zu lesen

Speed-Reading

Speed-ReadingWährend der Studienzeit musst du oftmals sehr viele Texte lesen und dir enorme Mengen von Wissen aneignen. Die Speed-Reading-Technik kann dir mit der richtigen Anleitung helfen, die benötigte Lesezeit deutlich zu reduzieren. Während ein durchschnittlicher Leser etwa 250 - 300 Wörter pro Minute lesen kann, erreichen geübte Schnellleser teilweise Werte von 800 - 1500 Wörtern – Profis schaffen es sogar, innerhalb eine Stunde einen dicken Roman komplett durchzulesen.

Der Trick ist, dass im Gegensatz zum normalen Leseverhalten nur ein kleiner Teil der vorhandenen Buchstaben scharf erfasst wird. Das Auge nimmt vielmehr das Wort als Buchstabenbild war und verarbeitet die Information zusammen mit den anderen Begriffen zu einer aussagekräftigen Gesamtinformation.

Schnell zu lesen kann jeder lernen. Allerdings benötigst du regelmäßige Übung, um deine Lesegeschwindigkeit zu erhöhen. In unseren Tipps erfährst du in drei Schritten, wie du dir diese praktische Lesetechnik für das Studium antrainierst.

1. Schritt: Günstige Voraussetzungen schaffen

Zunächst einmal solltest du günstige Voraussetzungen schaffen. Ausreichend Schlaf, genügend Bewegung sorgen ebenso wie eine ausgewogene gesunde Ernährung für ein fittes Gehirn – Speed-Reading ist Hochleistungssport für deine grauen Zellen.

Überhaupt ist regelmäßiges Gehirnjogging eine weitere wichtige Voraussetzung, um entscheidende Fortschritte zu machen. Löse zum Beispiel im Alltag ein Kreuzworträtsel unter Zeitdruck oder ermittle in einem Text die Häufigkeit eines bestimmten Buchstaben durch Abzählen. Ideal ist es, wenn das Gehirnjogging bereits mit Wörtern und Buchstaben zu tun hat. Sudoku sind beispielsweise nicht ganz so gut zum Trainieren geeignet, da sie sich mit Zahlen beschäftigen.

Weiterhin solltest du eine angenehme Atmosphäre schaffen, um schnelles Lesen zu üben. Sitze aufrecht und bequem, wähle eine passende Beleuchtung und halte den Text in einem Abstand von circa 50 Zentimetern von deinen Augen entfernt, um das Lesen so angenehm wie möglich zu gestalten. Sorge auch durch konsequentes Zeitmanagement dafür, dass du dich nicht während des Lesens mit anderen Gedanken herumplagen musst.

Hinweis:
Das Layout sowie die verwendete Schriftart haben ebenfalls einen großen Einfluss darauf, wie zügig ein Text gelesen werden kann. Buchstaben mit Serifen (kleine Endstriche an den Buchstaben, ugs. auch „Füßchen“) werden grundsätzlich deutlicher vom Auge erkannt als Handschriften oder stark verschnörkelte Schriftbilder.

2. Schritt: Gewohntes Leseverhalten bewusst abtrainieren

Nun geht es konkret ans Werk. Ideal, um Speed-Reading zu lernen, sind zu Beginn Texte von ca. 400 - 800 Wörtern. Setze dir ein Zeitlimit, um dich zur Konzentration zu zwingen. Dies kannst du am besten trainieren, indem du typische Eigenschaften des normalen Lesens bewusst unterdrückst – und somit im Umkehrschluss Grundlagen der Technik Schnelles lesen anwendest. Diese Impulse gilt es zu unterdrücken:

  • Vokalisieren des Textes: Die meisten Menschen sprechen einige Buchstaben leise vor oder denken sich die Aussprache des Wortes im Kopf.
  • Wörter beim Lesen fixieren: Einige Wörter und Wendungen sind orthografisch so komplex, dass sie dem Auge als visuelle Anker dienen. Du „stolperst“ beim Lesen quasi über diese Wörter und wirst dadurch ausgebremst. Lies anstelle dessen einfach weiter und du wirst merken, dass du auch ohne diesen Anker als Hilfe den Inhalt des Textes verstehen kannst.
  • Zurückspringen zu schwierigen Wörtern: Oft springt das Auge gerade zu längeren Wörtern oder schwierigen Fremdwörtern zurück, um sich zu vergewissern, dass der Inhalt erfasst wurde. Doch dieser Rücksprung bremst die Lesegeschwindigkeit. Treibe dich dazu an, weiterzulesen, wenn du merkst, dass du an einem bestimmten Begriff verweilst.
  • Begrenztes Blickfeld: Beim gewohnten Lesen hält sich das Auge fest an die Grenzen eines Wortes. Übe gezielt, das Blickfeld zu erweitern, so dass du mehrere Worte gleichzeitig erfassen kannst. Diese müssen nicht scharf gesehen werden – es genügt, wenn du sie kurz „anleuchtest“ und ihren Inhalt speicherst.

Unser Tipp:
Nimm einen Finger oder einen Stift als Hilfestellung, um dich zu orientieren, an welchem Punkt dein Auge gerade liest. Außerdem vermeidest du dadurch, dass du die Zeile verlierst.

3. Schritt: Gezielte Speed-Reading-Methoden schulen

Wenn die Grundübungen sicher sitzen, kannst du zur nächsten Stufe übergehen: Anhand von verschiedenen Methoden trainierst du nun das Erkennen von Wörtern in Ihrem Kontext.

Für Anfänger besonders geeignet ist die Zick-Zack-Methode. Die Lesegeschwindigkeit wird erhöht, und du liest zwei Zeilen von links nach rechts und die dritte von rechts nach links. Versuche hierbei, weniger die Buchstaben zu Wörtern zusammenzusetzen, als vielmehr, die einzelnen Wörter als Ganzes zu verfassen. Das hört sich schwieriger an, als es wirklich ist. Am Anfang ist diese Art des Lesens nur etwas gewöhnungsbedürftig.Schnell lesen im Studium

Ähnlich funktioniert die vertikale Wellenbewegung-Methode. Wie der Name bereits sagt, bewegen sich hierbei die Augen beim Schnell-Lesen in einer gleichbleibenden Welle nach links und rechts den Mittelteil des Textes entlang. Diese Technik ist äußerst beliebt und schult sowohl das Vorwärts- als auch das Rückwärtslesen sowie das horizontale und vertikale periphere Sehvermögen.

Nachdem du durch eine der Methoden zentrale Aussagen des Textes isolieren konntest, kannst du zum Auswendiglernen die Loci-Methode anwenden.

Schnell lesen im Studium: lange Texte, kurzer Sinn

An der Uni musst du dich oft mit besonders langen Texten auseinandersetzen. Endlose Skripte und unzählige Mengen an Fachliteratur wollen besonders vor Prüfungen durchgearbeitet werden.

Gerade für das Speed-Reading von extrem langen Texten ist für Studierende die Methode des Scimmings zu empfehlen: Hierbei wird der gesamte Text zunächst in einem hohen Tempo mit den Augen überflogen, um dadurch den wichtigsten Teil ausfindig zu machen. Hast du diesen gefunden, liest du ihn mit einer der oben genannten Techniken – und kannst so wertvolle Zeit im Studium sparen.

Geht es hingegen um das genaue Erfassen von Details eines für das Studium zentralen Textes, solltest du der SQ3R-Methode den Vorzug geben. Speed-Reading verhilft dagegen eher zu einem allgemeineren Textverstehen.

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