Liebeskummer im StudiumLie­bes­kum­mer im Stu­di­um

Für ei­ne Tren­nung im Stu­di­um gibt es vie­le Grün­de: Un­ter­schied­li­che Zu­kunfts­per­spek­ti­ven, ei­ne lan­ge Fern­be­zie­hung oder ein­fach viel zu we­nig Zeit für die Lie­be im Se­mes­ter. Wenn du selbst noch nicht un­glück­lich ver­liebt warst, dann aber mit Si­cher­heit Freun­de von dir und du durf­test als Schul­ter zum Aus­heu­len die­nen.

Es ist ein Ge­fühl, als wür­de die Welt un­ter­ge­hen. Ein Ge­fühl, das dich voll und ganz ein­nimmt und von in­nen zer­frisst. Wie du es den­noch schaf­fen kannst, Lie­bes­kum­mer im Stu­di­um zu über­win­den, er­fährst du di­rekt von uns.

5 Pha­sen des Herz­schmer­zes

Lie­bes­kum­mer läuft in der Re­gel, egal ob jung oder alt, im­mer nach dem glei­chen Mus­ter ab. Viel­leicht er­kennst auch du dich ak­tu­ell in ei­ner die­ser Pha­sen wie­der:

  • Pha­se 1 Vor­ah­nung: In den al­ler­meis­ten Be­zie­hun­gen kommt das Lie­besaus nicht plötz­lich und voll­kom­men un­er­war­tet, son­dern bahnt sich schon lan­ge im Vor­feld an. Wenn du zum ers­ten Mal spürst, dass et­was nicht stimmt, be­ginnt der Lie­bes­kum­mer.
  • Pha­se 2 Läh­mung: Dein Part­ner hat sich ein Herz ge­fasst, Mut be­wie­sen und aus­ge­spro­chen, was ihr bei­de schon län­ger wuss­tet: Es ist aus! Du fühlst dich auf ein­mal wie ge­lähmt. Die­ser Zu­stand von Schwä­che und Be­nom­men­heit hält auch noch die nächs­ten Ta­ge, viel­leicht so­gar Wo­chen an.
  • Pha­se 3 Hoff­nung: Als Nächs­tes tritt so ei­ne Art von Hoff­nung ein. Denn ganz viel­leicht gibt es ja doch noch ein Zu­rück! Da­für musst du dei­ne/n Ex nur voll und ganz von dir über­zeu­gen. All dei­ne Freun­de ra­ten dir drin­gend da­von ab, aber ver­bis­sen ver­suchst du ei­nen Weg zu­rück in die Be­zie­hung zu er­zwin­gen.
  • Pha­se 4 Wut: Es gibt kein gro­ßes Lie­bes­come­back! Du bist wü­tend, dass er/sie euch kei­ne zwei­te Chan­ce mehr ge­ben möch­te. Auch wenn du es jetzt viel­leicht nicht glaubst, aber dei­ne Wut ist ein gu­tes Ven­til, lang­sam aber si­cher mit eu­rer Be­zie­hung ab­zu­schlie­ßen.
  • Pha­se 5 Ak­zep­tanz: Du hast dich da­mit ab­ge­fun­den, dass ihr kein Paar mehr seid. Du er­in­nerst dich noch im­mer an die vie­len schö­nen Mo­men­te, die ihr ge­mein­sam hat­tet, aber die Grün­de für eu­re Tren­nung sind dir eben­so be­wusst. End­lich ak­zep­tierst du, dass ei­ne ge­mein­sa­me Zu­kunft we­nig Po­ten­ti­al ge­habt hät­te.

Frau unglücklich im BettZwi­schen Vor­ah­nung und Ak­zep­tanz kön­nen oft Wo­chen bis Mo­na­te lie­gen, in de­nen nicht nur du selbst un­ter dei­nem Lie­bes­kum­mer lei­dest, son­dern auch die Leis­tun­gen in dei­nem Stu­di­um. Da du dich nur schlecht auf wich­ti­ge In­hal­te kon­zen­trie­ren kannst und du den Kopf nicht frei hast, um zu ler­nen, kön­nen dei­ne No­ten schnel­ler ab­sin­ken, als du viel­leicht denkst.

Da­mit sich dein Herz mög­lichst schnell wie­der von eu­rer Tren­nung er­ho­len und du dich auch wie­der auf an­de­re wich­ti­ge Din­ge in dei­nem Le­ben kon­zen­trie­ren kannst, gibt es ei­ni­ges, das du da­für tun kannst – und na­tür­lich auch an­de­res, das du un­be­dingt ver­mei­den soll­test:

Tipp 1: Lie­bes­kum­mer aus­ku­rie­ren

Bei Lie­bes­kum­mer zei­gen sich sehr ähn­li­che Sym­pto­me wie et­wa bei ei­nem grip­pa­len In­fekt. Schlaf­lo­sig­keit, Schwä­che­ge­fühl und Kopf­schmer­zen tre­ten nicht sel­ten auf und soll­ten nach Mög­lich­keit für ein paar Ta­ge im Bett aus­ku­riert wer­den.

Wenn du je­doch uni­ver­si­tä­re Ver­pflich­tun­gen hast oder gar wich­ti­ge Klau­su­ren an­ste­hen, musst du dei­ne klei­ne Aus­zeit et­was ver­schie­ben. Stu­die­ren mit Lie­bes­kum­mer kann aber auch ei­ne gu­te Ab­len­kung von eu­rer Tren­nung sein.

So­bald kei­ne wich­ti­gen Ter­mi­ne mehr an­ste­hen, gön­ne dei­nem Kör­per und Geist et­was Ru­he, um zu rea­li­sie­ren, was pas­siert ist und die Tren­nung bes­ser ver­ar­bei­ten zu kön­nen.

Vor­sicht:
Da­zu ge­hört auch, sich nicht von ei­ner Be­zie­hung gleich in die nächs­te zu stür­zen. Denn meist sind die al­ten Ge­füh­le noch nicht ver­ar­bei­tet und füh­ren dann zu Pro­ble­men mit dei­ner neu­en Lie­be.

Tipp 2: Tren­nungs­schmerz nicht mit dir al­lei­ne aus­ma­chen

Ge­ra­de Män­ner ten­die­ren da­zu, Lie­bes­kum­mer eher mit sich selbst aus­zu­ma­chen. Wenn du dei­ne Ängs­te, Hoff­nun­gen und mit­un­ter auch Selbst­zwei­fel nach eu­rer Tren­nung je­doch mit dir ver­trau­ten Per­so­nen wie et­wa Freun­den oder Mit­be­woh­nern teilst, kommst du viel schnel­ler dar­über hin­weg.

Erinnerungen in einer KisteDenn nie­mand kennt dich so gut wie sie und weiß, wo­mit man dich wie­der auf­bau­en kann. Ver­bin­de eu­re Ge­sprä­che doch ein­fach mit ei­nem Koch­abend in der WG. Am En­de wirst du ei­nen gu­te Zeit ha­ben und stärkst zeit­gleich eu­ren WG-Zu­sam­men­halt.

Tipp 3: Weg mit Er­in­ne­rungs­stü­cken

In dei­nem WG-Zim­mer er­in­nert dich al­les an dei­ne/n Ex. Hier hängt ein Fo­to von euch, dort liegt dein liebs­ter Ku­schel­pull­over. Für den An­fang ist es rat­sam, al­le Er­in­ne­rungs­stü­cke erst ein­mal in ei­ne Kis­te zu le­gen und die­se dann am bes­ten bei ei­nem dei­ner Mit­be­woh­ner un­ter­zu­stel­len. Al­ter­na­tiv kannst du na­tür­lich auch Freun­de bit­ten, die Kis­te für dich auf­zu­be­wah­ren, bis da­hin ist der Weg nur et­was län­ger.

Erst wenn du dei­nen Lie­bes­kum­mer im Stu­di­um tat­säch­lich über­wun­den hast, kannst du die Kis­te als Er­in­ne­rungs­stück an die ver­gan­ge­ne Zeit zu­rück­ho­len.

Un­ser Tipp:
Die Kis­te soll­te nicht grö­ßer sein als ein Schuh­kar­ton. Las­se dir beim Pa­cken viel­leicht hel­fen. So kannst du di­rekt dar­über spre­chen, wenn der Kum­mer dich wie­der über­kommt.

Tipp 4: Dein WG-Zim­mer um­ge­stal­ten

Wäh­rend du die Fo­tos ab­hängst, kannst du gleich ein biss­chen fri­schen Wind in dei­ne Bu­de brin­gen, in­dem du statt­des­sen an­de­re Bil­der auf­hängst, dei­ne Mö­bel um­stellst und dir viel­leicht neu­es Bett­zeug gönnst.

Die­ses Pro­jekt lenkt nicht nur her­vor­ra­gend vom Lie­bes­kum­mer ab, son­dern lässt dich dei­ne ei­ge­nen vier Wän­de ganz neu er­le­ben – so als hät­te es ihn oder sie hier nie ge­ge­ben.

Viel­leicht kannst du dei­ne Mit­be­woh­ner so­gar zu ei­nem neu­en An­strich mo­ti­vie­ren, in ir­gend­ei­ner Far­be, die knallt und glück­lich macht.

Tipp 5: Tref­fen mit dem/der Ex ver­mei­den

Es ist sehr wich­tig, dass du in den ers­ten Ta­gen und Wo­chen nach der Tren­nung den Kon­takt zum ihm/ihr nicht suchst, d. h., auch die Or­te und Plät­ze mei­dest, wo er/sie sein könn­te.

Schwie­rig wird es im­mer dann, wenn ihr die glei­chen Vor­le­sun­gen, Se­mi­na­re oder Lern­grup­pen be­sucht und du die­se auf kei­nen Fall schwän­zen kannst. Such dir wäh­rend die­ser Ver­an­stal­tun­gen ei­nen Platz, der Sicht- und Blick­kon­takt zwi­schen euch bei­den un­mög­lich macht. Wenn es gar nicht an­ders geht, musst du dei­ne Lern­grup­pe wech­seln.

Kei­ne Al­ter­na­ti­ve ist es üb­ri­gens, das Stu­di­um ab­zu­bre­chen we­gen dei­nes Lie­bes­kum­mers. Denn der Schmerz wird über kurz oder lang ver­ge­hen.

Un­ser Tipp:
Trefft im Zwei­fels­fall ge­mein­sa­me Ab­spra­chen via SMS oder Whats­App, z. B. wenn Ihr bei­de zur glei­chen WG-Par­ty ein­ge­la­den seid und euch nicht be­geg­nen möch­tet. Ver­ein­bart, euch ab­zu­wech­seln – du gehst die­ses Mal hin und dein/e Ex beim nächs­ten Mal!

Tipp 6: Nicht in Al­ko­hol flie­hen

Der ein­fachs­te Weg, dem Lie­bes­kum­mer kurz­zei­tig zu ent­kom­men, ist si­cher­lich die Flucht in Al­ko­hol und Dro­gen – ge­ra­de dann, wenn ei­ne Uni-Par­ty nach der nächs­ten an­steht. Der Rausch­zu­stand be­täubt dei­nen Schmerz al­ler­dings nur für we­ni­ge Stun­den und der Ka­ter am nächs­ten Mor­gen schlägt gleich dop­pelt zu­rück: Ne­ben dei­nem Herz­schmerz plagt dich dann auch noch ein ganz üb­ler Kopf­schmerz.Leere Flaschen und ein erschöpfter Mann am Schreibtisch

Tipp 7: Neue Her­aus­for­de­rung su­chen

Ei­ne su­per Ab­len­kung bei Lie­bes­kum­mer ist ein neu­es sport­li­ches Hob­by. Sport macht den Kopf frei und ganz ne­ben­bei auch noch fit und ge­sund. Check hier­für ein­fach mal die viel­sei­ti­gen An­ge­bo­te des Hoch­schul­sports und ent­schei­de dich für et­was, was du schon im­mer mal ma­chen woll­test. Und wer weiß, viel­leicht triffst du da­bei so­gar dei­ne neue Lie­be?!

Wenn du eher nicht so der sport­li­che Typ bist, kann auch schon ei­ne neue Fri­sur oder neue Klei­dung ei­ne Ver­än­de­rung für dich her­bei­füh­ren. Mit der Ver­än­de­rung schlägst du ein neu­es Ka­pi­tel in dei­nem Le­ben auf und lässt ein an­de­res – näm­lich das mit dei­ner ver­flos­se­nen Lie­be – hin­ter dir.

Stu­den­ten­job bei JOB­RUF fin­den

Eu­re Tren­nung liegt jetzt schon ein paar Ta­ge zu­rück und du suchst nach ei­ner wei­te­ren Ab­len­kung für dei­nen Lie­bes­kum­mer? Dann mel­de dich noch heu­te kos­ten­los bei JOB­RUF an und fin­de in ei­nem neu­en Ne­ben­job ei­ne neue Auf­ga­be! Po­si­ti­ver Ne­ben­ef­fekt: Du kommst nicht nur auf an­de­re Ge­dan­ken, son­dern ver­dienst da­bei auch noch Koh­le!

Jetzt pas­sen­de Stu­den­ten­jobs fin­den

Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© Kyle Broad/uns­plash.com
© "Rest" by J m is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "the box & bal­loon." by tan­ji­la ah­med is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
© "Al­co­hol" by John Loo is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0