Aktualisiert: 12.07.2023
Umzug mit Hund
Ein Umzug mit Hund ist verglichen mit einem Wohnungswechsel mit Katzen und Kleintieren zwar relativ einfach, allerdings gilt auch hier als oberste Maxime „Stress vermeiden!“. Dies gilt nicht nur für den Hund selbst, sondern vor allem für den Halter. Hunde spüren die Anspannung Ihres Besitzers, die sich dann auch auf den Vierbeiner überträgt. Damit Sie Ihren Umzug stressfrei meistern, geben wir Ihnen hier hilfreiche Tipps für die Planung, Durchführung und Eingewöhnung an die Hand.
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Eingewöhnung und Organisatorisches
Umziehen mit Hund richtig vorbereiten
Bereits einige Wochen vor dem Umziehen mit Hund können Sie Ihren Vierbeiner auf den bevorstehenden Wohnortwechsel vorbereiten. Nehmen Sie ihn so oft es geht in die neue Wohnung mit, damit er sich an die Umgebung und Gerüche gewöhnen kann. Hunde sind Gewohnheitstiere und müssen behutsam und ohne Stress an neue Situationen herangeführt werden.
Mittendrin statt nur dabei
Lassen Sie Ihren Hund an Vorbereitungsarbeiten teilhaben. Schließen Sie ihn beispielsweise beim Packen der Umzugskartons mit ein. Eine Hundedecke* in sicherem Abstand, auf dem er Sie entspannt bei der Arbeit beobachten kann, ist ideal. Geben Sie ihm auch Zeit, sich an herumstehende Umzugskartons zu gewöhnen und lassen Sie ihn in dieser Zeit nicht allzu lange alleine, um unerwünschtes Verhalten (Kartons zerreißen, Möbel anknabbern etc.) unterbinden zu können. Besonders wichtig ist diese Eingewöhnung bei einem Umzug mit blindem Hund oder einem Blindenführhund, da diese sich an die neue Wohnsituation gewöhnen müssen, um sich zuverlässig zurechtzufinden.
Tipp:
Teilen Sie Ihrem Hund einen erhöhten Platz zu (Sofa, Sessel etc.), von dem aus er die ganze Lage überblicken kann. So partizipiert das Tier aktiv am Umzug, ohne zu stören.
Bereiten Sie ein neues Heim
Auch in der neuen Wohnung können Sie schon alles auf die Ankunft des Vierbeiners vorbereiten. Richten Sie einige Tage vor dem Umzug mit Hund bereits den Schlafplatz ein. Stellen Sie den Wassernapf und den Fressnapf an seine neue Stelle, sodass der Hund beim Betreten der neuen Wohnung alles Gewohnte wieder vorfindet. Wenn Sie hierfür alte Näpfe und bereits verwendete Schlafdecken verwenden, verbreitet sich für den Hund auch im neuen Heim „Nestgeruch“, was die Eingewöhnung zusätzlich erleichtert.
Gefahren beim Umzug für den Hund vermeiden
Wenngleich es wichtig ist, Ihren Hund möglichst stressfrei in die Vorbereitungen einzubinden, so stehen Ihre Sicherheit und die des Vierbeiners natürlich im Vordergrund. So sollte das Tier grundsätzlich nicht in einem Raum anwesend sein, wo bereits Renovierungsarbeiten stattfinden. Farbe, Lösungsmittel und Werkzeuge sind gefährlich und der Kontakt mit diesen sollte tunlichst vermieden werden.
Besondere Vorsicht gilt auch beim Umgang mit Zimmerpflanzen. Auch wenn der Hund Ihre Flora sonst in Ruhe lässt, kann diese – etwa durch Umstellen oder Verpacken für den anstehenden Transport – im Zuge Ihres Umzugs wieder ganz neues Interesse wecken. Was sich zunächst harmlos anhört, kann vor allem für Ihr Tier weitreichende Folgen haben. Denn die allermeisten Zimmerpflanzen sind für Hunde hochgiftig.
Tipp:
Stellen Sie Zimmerpflanzen auf einen Tisch oder eine Kommode, damit Ihr Hund diese nicht erreichen kann – und somit keinen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt ist!
Eine Kiste nur für ihn
Bewahren Sie alle wichtigen Utensilien Ihres Hundes in einem Extrakarton auf, den Sie entsprechend beschriften. So haben Sie auch am Umzugstag selbst schnellen Zugriff auf Impfpass, Spielzeug oder Futter. Schreiben Sie sich außerdem für den Fall der Fälle die Telefonnummern des bisherigen Tierarztes und die Kontaktdaten eines Veterinärs an Ihrem neuen Wohnort auf, falls beim Umzug mit Hunden trotz guter Vorbereitung doch etwas passiert.
Am Umzugstag ruhig bleiben und Zeit nehmen
Der eigentliche Umzugstag ist die stressigste Phase beim Umziehen mit Hund – nicht nur für Sie. Hier gilt vor allem Eines: Ruhe bewahren! Versuchen Sie deswegen, gewohnte Abläufe beizubehalten, z. B. indem Sie trotz der bevorstehenden Arbeit die gewohnten Gassizeiten einigermaßen einhalten. Optimal wäre es, wenn Sie oder einer Ihrer Möbelpacker während der akuten Ein- und Ausladephase mit dem Hund eine Runde geht. So bekommt er den größten Stress überhaupt nicht mit.
Ansonsten ist es wichtig, dass der Hund nicht im Weg steht, wenn Umzugskartons und schwere Möbel getragen werden. Bringen Sie das Tier in ein separates Zimmer oder schicken Sie es für diese Zeit ins Körbchen*, das Sie dann zu allerletzt in den Umzugswagen packen.
Bei längerer Fahrt zwischen altem und neuem Wohnort sollten Sie spätestens alle 2-3 Stunden eine größere Pause einlegen, bei denen der Hund sich die Beine vertreten kann. Versorgen Sie ihn auch regelmäßig mit Wasser, um eine Dehydrierung zu verhindern.
Nach dem Umzug mit Hund: Zeit für die Eingewöhnung und Organisatorisches
Ist der Umzugstag vorbei, ist es wichtig, dass Sie im Interesse Ihres Vierbeiners so schnell wie möglich wieder zur „alten Tagesordnung“ zurückkehren. Halten Sie sich an die gewohnten Gassizeiten und lassen Sie den Hund sein neues Heim in Ruhe erkunden. Wichtig ist, dass Sie nun ausreichend Zeit gemeinsam verbringen. Optimal wären natürlich ein paar freie Tage, in denen Sie sich intensiv mit Ihrem Hund beschäftigen. Auch das Alleinbleiben in der neuen Wohnung muss mitunter noch einmal geübt werden.
Denken Sie auch an die weiteren Formalitäten, die es am neuen Wohnort zu erledigen gibt. So sollten Sie umgehend den Hund bei der Hundesteuer ummelden. Für Hunde, für die eine Haltererlaubnis ausgestellt werden muss, sollte auch dieser Amtsgang unmittelbar nach dem Umzug mit Hund erfolgen, um unangenehme Abmahnungen zu vermeiden.
Als soziales Tier ist der Hund in der Regel ein angenehmer Begleiter – auch beim Umzug. Achten Sie auch in stressigen Zeiten auf ein souveränes und konsequentes Auftreten als „Rudelführer“. Wenn Sie Ihrem Tier zudem während dieser Zeit genügend Aufmerksamkeit und Zuwendung schenken und die gewohnten Rituale beibehalten, gestaltet sich das Umziehen mit Hunden zumeist unkompliziert.
Tipp:
Gönnen Sie sich und Ihrem Hund auch während der Umzugswochen ab und zu eine „Auszeit zu zweit“! Das stärkt die Bindung und vermeidet Stress.
Stress vermeiden: Umzugshelfer von JOBRUF buchen
Tiere bedeuten beim Wohnungswechsel ein erhöhtes Stresspotenzial für Sie, Ihre Helfer und natürlich auch für das Tier. Da Sie Ihren Hund am besten kennen, widmen Sie sich am besten vollständig ihm. Tragearbeiten können dann immer noch Ihre Freunde oder auch studentische Umzugshelfer übernehmen – letztere können Sie zu fairen Konditionen bereits ab 10 €/Std. bei JOBRUF buchen.
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