Umzug mit Katzen Tipps für einen sensiblen Umgang mit Ihrem Tier

Umzug mit Katzen

Umzug mit KatzenEin Umzug mit Katzen bedeutet ohne die richtigen Tipps in erster Linie großen Stress für Ihre Samtpfote – und damit auch für Sie. Niemand kann bei allem Stress am Umzugstag ein Haustier gebrauchen, das sich mit aufgestellten Nackenhaaren mit aller Kraft an die alte Bleibe krallt. Deswegen erklären wir Ihnen, wie Sie Ihre Mieze auf den Wohnungswechsel am besten vorbereiten, wie Sie den Umzugstag entspannt gestalten und wie Sie nach dem Umziehen Ihre Katze an die neue Umgebung gewöhnen.

1. Wichtige Schritte vor dem Umziehen mit Katzen

Manche Katzen reagieren sehr empfindlich auf eine Veränderung im Umfeld. Dennoch gibt es einfache Tricks, mit denen Sie es dem Tier – und auch Ihnen – so leicht wie möglich machen können. Schließlich leidet der liebevolle Besitzer mit seinem Haustier, sobald er sieht, dass es unter der Umzugssituation leidet. Grundsätzlich sollte die Katze nicht zu vielen Veränderungen auf einmal ausgesetzt sein. Wenn diese nach und nach vonstattengehen, verringern Sie beim Umziehen mit Katzen den Stress für das Tier.

An die Transportbox gewöhnen

Viele Katzen reagieren panisch auf Transportboxen und würden diese niemals freiwillig betreten, sondern nur mit viel Geschrei und einigen Kratzern – natürlich auf Ihrer Haut. Wenn die Box also erst am Tag des Umzugs zum Einsatz kommt, werden Sie in manchen Fällen erhebliche Probleme haben, Ihre Katze sicher zu transportieren.

Umziehen mit KatzenPlatzieren Sie die Transportbox schon Wochen vor dem Umzug mit geöffneter Tür an den liebsten Schlafplätzen Ihrer Katze. Richten Sie die Transportbox mit einer weichen Decke ein und lassen Sie Ihrem Haustier ausreichend Zeit, die Box von außen wie von innen zu beschnuppern. Nach einiger Zeit wird Ihr Haustier wie selbstverständlich die Box betreten und darin schlafen. Versuchen Sie dann ruhig, das Törchen zu schließen und im nächsten Schritt durch die Wohnung zu tragen. Achten Sie außerdem auf eine ausreichende Größe bei der Wahl der Transportbox für den nötigen Komfort. So haben bei einem Umzug mit Katzen auch Freigänger ein kleines Gefühl von Freiheit.

Erste Probefahrt im PKW

Sobald sich Ihre Katze mit der Transportbox angefreundet hat, sollten Sie das Tier auch an Autofahrten gewöhnen. Besonders wichtig ist dies bei einem Umzug mit Katze und langer Fahrt ins neue Zuhause. Gehen Sie dabei so vor, dass Sie zu Beginn nur sehr kurze Strecken (einmal die Straße rauf und runter) fahren und die Distanz dann langsam steigern. Damit Sie nicht sinnlos durch die Gegend fahren, verbinden Sie diese Fahrten am besten mit Erledigungen wie z.B. dem Wocheneinkauf. Ihre Katze kann während des Einkaufs ruhig alleine in der Transportbox im PKW zurückbleiben.

Beruhigungsmittel für einen friedlichen Umzug

Für manche Katzen ist bereits der Gang zum Tierarzt schon ein echtes Martyrium, wie soll dann bloß ein Umzug mit Katze sein? Gehört Ihre Katzen zu diesen seltenen Fällen, ist es wichtig, Ihren Tierarzt zu Rate zu ziehen. Dieser hat die Möglichkeit, die Situation fachmännischen einzuschätzen und – wenn nötig – ein Beruhigungsmittel für den großen Umzugstag zu verschreiben. Dieses wird meist einfach über das Fressen verabreicht. Es wirkt über Stunden und lässt das Tier sanft in der Transportbox schlafen, während Sie Ihren Wohnungswechsel stemmen. Grundsätzlich ist auch bei einem Umzug mit Katzen mit langer Fahrt ein Beruhigungsmittel zu empfehlen. Auch Tiere, die an die Transportbox gewöhnt sind, werden in der Regel nach einigen Stunden unruhig und urinieren in die Box.

Die neue Wohnung im Vorfeld beschnuppern

Eingewöhnung für Katzen äußerst wichtigIhr neues Zuhause liegt in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft? Das ist ganz wunderbar – jedenfalls beim Umziehen mit Katzen. Wenn Ihnen die Wohnung schon vor dem Umzug zugänglich ist, wäre es ratsam, wenn Sie Ihre Katze so oft wie möglich einfach mitnehmen, sobald Sie etwas in Ihrer neuen Bleibe zu erledigen haben. Transportieren Sie Ihr Tier dazu in der Box oder einfach unter dem Arm und lassen der Katze dann Zeit, die Räume selbstständig zu erkunden und Oberflächen zu beschnuppern. Drängen Sie Ihre Katze nicht, die Transportbox zu verlassen. Alles sollte hier mit der nötigen Ruhe und Vorsicht geschehen. Der Orts- wie auch der Geruchssinn ist bei Katzen sehr stark ausgeprägt und lassen es somit zu, dass sich Ihre Katze erinnert und direkt nach dem Umzug ohne weiteres Zutun ein kleinwenig heimisch fühlt.

2. Der Umzugstag: Gönnen Sie Ihrer Katze Ruhe

Am Umzugstag können Sie Ihrem Haustier leider nicht jeden Stress ersparen, aber Sie können die Belastung – auch zu diesem Zeitpunkt – zum Wohle des Tiers möglichst gering halten. Optimal wäre es deshalb, wenn Sie Ihre Katze bei einer vertrauten Person unterbringen. Wichtig ist, dass die Katze noch vor dem ersten Trubel abgeholt wird bzw. zu der Person gebracht werden kann. Ist das nicht möglich, kann eine kurzfristige Unterbringung des Tieres in einer Katzenpension sinnvoll sein. Die Tagespreise der Tierpensionen variieren hier je nach Region und Komfort. Manche Tagessätze starten aber bereits bei 9€ (Stand 2016).Beim Umzug der Katze Ruhe gönnen

Wenn Sie wiederum keine der beiden Möglichkeiten durchführen möchten oder können, bringen Sie Ihre Katze am besten in einem separaten Raum mit dem Fressnapf und dem Katzenklo unter. Hat sie auch Zugang zu Spielzeug und Kratzbaum, ist das eine willkommene Ablenkung, wodurch sie mitunter vom Umzugsgeschehen kaum etwas bemerkt und nur minimal belastet wird.

Das eigentliche Umziehen mit Katze sollte deshalb entweder direkt morgens stattfinden – mit der Option auf einen eigenen Raum an diesem besonderen Tag im neuen Zuhause – oder am Abend, wenn die Arbeiten der Spedition oder der studentischen Umzugshelfer vollständig abgeschlossen sind. Die erste Variante bietet sich in der Regel allerdings nur an, wenn die Wohnorte nicht allzu weit voneinander entfernt sind und die Katze schon im Vorfeld die Möglichkeit hatte, die neuen Räumlichkeiten zu erkunden.

3. So erleichtern Sie nach dem Umzug der Katze die Eingewöhnung

Machen Sie sich stets bewusst: In einer fremden Umgebung sind Sie der einzige Bezug für Ihre Katze. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie trotz der Veränderung sehr ausgeglichen auf Ihr Tier wirken, was selbstverständlich auch für einen Umzug mit Hund oder anderen Haustieren gilt.

Eingewöhnung durch gewohnte Gerüche erleichternVerhaltensauffälligkeiten Ihrer Katze wie z.B. urinieren oder Durchfall können natürliche Reaktionen auf einen Wohnungswechsel sein. Dies ist ein Zeichen für Angst. Ihr Haustier muss sich erst an die zu Beginn scheinbar so bedrohliche Umgebung gewöhnen. Gestehen Sie Ihrem Tier deshalb solch ein Verhalten zu und reagieren Sie nicht verärgert, sondern mit Verständnis. Ihre Souveränität und Freude über den Umzug haben einen deutlichen Einfluss auf Ihre Katze und erleichtern dem Tier eine schnelle Eingewöhnung.

Denken Sie außerdem daran, das Katzenklo nach dem Umzug nicht direkt zu reinigen. Gewohnte Gerüche – auch der des eigenen Urins – dienen Ihrer Katze in der neuen Umgebung als Orientierung.

Freigänger zuerst in der Wohnung haltenBei einem Umzug mit einer Katze, die Freigänger ist, ist es wichtig, dass Sie Ihr Tier zu Beginn in der Wohnung halten. Wie lange hängt dabei von Ihrem Tier ab. Erst wenn es sich sicher in der neuen Bleibe bewegt und keinerlei Verhaltensauffälligkeiten mehr aufweist, sollten Sie Ihre Katze vor die Tür lassen. Dies kann ungefähr 4 bis 12 Wochen dauern. Nur in diesem Fall nämlich würde sich die Katze zurück nach Hause – in sichere Gefilde – flüchten, wenn sie sich draußen bedroht fühlt. Stellen Sie deshalb sicher, dass stets jemand zuhause ist, wenn die Katze am Anfang die Gegend erkundet.

Aber egal, ob Wohnungskatze oder Freigänger – bei einem Umzug mit Katzen ist eine sorgfältige und genaue Planung in jedem Fall sehr wichtig.

 

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