Hainbuchenhecke pflanzen Tipps und Anleitung für Hobbygärtner

Hainbuchenhecke pflanzen

Hainbuchenhecke pflanzen

Die winterfeste Hainbuchenpflanze ist nicht nur als einzelne Pflanze ein schöner Anblick, sondern kann auch auf Grund Ihrer pflegeleichten und windbeständigen Beschaffenheit als Heckenpflanze verwendet werden. Hier erhalten Sie von uns eine umfassende Anleitung, wann Sie die Hainbuchenhecke anlegen sollten sowie wichtige Tipps zum optimalen Standort und guter Pflege.

Was Sie über die Hainbuchenhecke wissen sollten

Schaufel an einem ErdlochDie Hainbuche (carpinus betulus) auch Weißbuche, Hagebuche oder Hornbaum genannt, gehört zur Gattung der Hainbuchen aus der Familie der Birkengewächse und wächst als mittelgroßer, laubabwerfender Baum oder als Strauch in Europa. Sie ist nicht nur wie die Ligusterhecke oder die Thujahecke schnellwachsend, pflegeleicht und ein hervorragender Nistplatz für Vögel, sondern behält auch einige Blätter den Winter über bei sich.

Im Sommer sind die eierförmigen geriffelten Blätter tiefgrün, vier bis zehn Zentimeter lang und zwei bis vier Zentimeter breit. Die Herbstverfärbung geht von leuchtend gelb bis hin zu einem trockenen braun. Der Sichtschutz aus einer robusten, windfesten und dicht verzweigten Hecke vor den Nachbarn ist Ihnen auch im Winter sicher.

Frühjahr oder Herbst ist beste Pflanzzeit

Wann Sie die Hainbuchenhecke pflanzen sollten, gibt Ihnen die Natur anhand der Vegetationszeit vor. Pflanzen Sie die Hainbuchenecke im Frühjahr oder im Herbst. Genau genommen Anfang März bis Ende Mai und von Mitte Oktober bis Mitte November.

Alle anderen Monate eignen sich nicht als Pflanzzeit für die Hainbuchenhecke auf Grund des Wetters und der dadurch gegebenen Bodenbeschaffenheit.

Hinweis:
Die Hainbuche kann im Notfall auch außerhalb der Vegetationszeit gepflanzt werden. In diesem Fall spricht man von Containerpflanzen, die in Kübeln bereits erste Wurzeln geschlagen haben und keine Wurzelmasse beim Ausstechen verlieren, womit auch kein Rückschnitt vor der Pflanzung notwendig ist.

Abstand zum Nachbarsgrundstück beachten

Den zukünftigen Standort Ihrer Hecke sollten Sie sorgfältig auswählen. Nicht nur, damit die Hainbuchenpflanze prächtig gedeihen kann, sondern auch um einen eventuellen Nachbarschaftsstreit wegen Bodenschäden, Mangel an Tageslicht oder Laubabfall vorzubeugen.

Gerade das Thema Grenzabstand liegt in der Hand des jeweiligen Landes und ist nicht immer gesetzlich vorgeschrieben. Damit der Ärger beim Hainbuchenhecke setzen nicht vorprogrammiert ist, sollten Sie sich am besten bei Ihrer Gemeindeverwaltung erkundigen, wie die Vorschriften sind.

Grundsätzlich gilt folgende Faustregel: bei Hecken die über zwei Meter wachsen sollte ein Mindestabstand von 50 Zentimetern zur Grundstücksgrenze eingehalten werden.

So pflanzen Sie die Hecke richtig

Bevor Sie mit dem Pflanzen der Hainbuchenhecke beginnen, sollten Sie folgendes beachten: der zukünftige Standort sollte aus einem festen und tiefgründigen Boden bestehen. Die richtige Tiefe des Pflanzloches können Sie ganz einfach bestimmen.

Hierbei ist darauf zu achten, dass die Pflanze doppelt so tief eingepflanzt wird, wie der Wurzelballen groß ist. So hat die Hainbuche die Möglichkeit Ihre Herzwurzeln, tiefreichend im Boden zu verankern, was vor allem zur Windfestigkeit beiträgt.

Straßenzug mit HeckeUm eine gerade Linie beim Pflanzen zu erreichen, spannen Sie am besten eine Schnur, anhand derer Sie sich orientieren können. Wie viele Pflanzen pro Meter Sie pflanzen, hängt natürlich davon ab, wie dicht die Hainbuchenhecke werden soll. Da die kleinen Pflanzen allerdings zu Beginn zwar senkrecht wachsen aber im Alter in die Horizontale abschwenken, empfehlen wir als Abstand zwischen den einzelnen Hainbuchenpflanzen 50 cm. Je breiter die Hecke werden soll, desto näher setzt man die Pflanzlöcher.

Kürzen Sie die Wurzeln ein, damit sie sich anschließend in der Erde stärker verzweigen können. Achten Sie darauf, die feinen Faserwurzeln nicht zu beschädigen. Diese benötigen die Zöglinge für eine bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme, z. B. bei der Düngung. Vergewissern Sie sich beim Einlass in die Erde durch Hin- und Herrütteln, dass die Wurzeln vollständigen Kontakt mit der Erde haben, um Hohlräume zu vermeiden, in denen die Wurzeln vertrocknen könnten.

Anschließend den Erdaushub, der für eine gute Heckenpflege am besten sandig, lehmig oder humusartig sein sollte, mit Kompost mischen und die Pflanzlöcher damit auffüllen. Treten Sie die Erde noch vorsichtig fest, formen Sie noch einen Gießrand um den Wurzelbereich und wässern Sie die Pflanzen gründlich. Gerade bei lehmigen Böden sollte nach einigen Stunden nochmals gewässert werden.

Unser Tipp:
Binden Sie die Jungpflänzchen nach dem Pflanzen an einem Pfahl fest, damit die zarten, neu gebildeten Wurzeln bei Wind nicht gleich wieder abreißen. Diese Hilfestellung bietet sich natürlich auch für Hainbuchenpflanzen an, die gerade erst umgepflanzt wurden.

Hainbuche umpflanzen

Elektrische HeckenschereEs kann viele Gründe geben, warum man eine bereits eingepflanzte Pflanze oder Hecke noch einmal umpflanzen muss. Damit das Umpflanzen der Hainbuchenhecke gelingt, sollten Sie diese im Frühling vor dem ersten Austrieb oder im Herbst, wenn nicht mehr so viele Blätter hängen, ausgraben. Aber auf keinen Fall im Winter, denn der gefrorene Boden verhindert eine Neuverwurzelung.

Achten Sie darauf, so wenig Fadenwurzeln wie möglich zu beschädigen. Gerade diese sind für die Versorgung der Blattmasse verantwortlich. Wenn durch die Beschädigung das Gleichgewicht zwischen der Wurzelmasse und der Blattmasse entsteht, werden die vorher gebildeten Triebe nicht mehr ausreichen versorgt und sterben ab.

Also muss als Erstes die Hecke zurückgeschnitten werden. Anschließend stechen Sie dort, wo man das Ende des Wurzelballens vermutet, rundherum so tief wie möglich mit dem Spaten in die Erde. Dann kann man den Wurzelballen mit Sorgfalt aus dem Boden hebeln und in das entsprechend große Pflanzloch hinablassen, die Erde auffüllen, festdrücken und gießen.

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Hainbuchenhecke pflanzen – Alle wichtigen Tipps auf einen Blick:

  • Im Frühjahr oder Herbst pflanzen
  • Geeigneten Standort auswählen
  • Abstand zum Nachbargrundstück einhalten
  • Genügend Abstand zwischen den Pflanzen lassen
  • Pflanzfloch mit humusartiger Erde auffüllen
  • Fadenwurzeln möglichst nicht beschädigen

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