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Aktualisiert: 11.09.2020

Hainbuchenhecke schneiden

Eine Hainbuche treibt stark aus. Aus diesem Grund benötigt sie für ein schönes, gleichmäßiges Wachstum regelmäßige Pflege. Erfahren Sie in unserer Anleitung, wann und wie oft Sie Ihre Hainbuchenhecke richtig schneiden – egal, ob es sich um eine jüngere oder eine ältere Pflanze handelt. Darüber hinaus geben wir Tipps zur optimalen Vorgehensweise.

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Junge Hainbuchen oft kürzen

Eine junge Hainbuchenhecke kürzen Sie am besten zum ersten Mal bereits kurz nach der Pflanzung. Dann ist das Gewächs zwar noch klein und hat nur einen Haupttrieb sowie wenige Seitentriebe, aber ein Rückschnitt zu diesem Zeitpunkt fördert das Wachstum extrem. Konzentrieren Sie sich auf das Kürzen der Triebe, die sehr nach oben oder außen wachsen.

Stutzen Sie die Pflanze bis zu einem Alter von zwei bis drei Jahren ruhig bis zu sechs Mal im Jahr. Gehen Sie dabei nach dem Prinzip vor: lieber öfter und wenig stark zurückschneiden, anstatt selten, dafür dann aber zu viel.

Kürzen Sie zu selten, wächst die Pflanze zwar schnell hoch, aber nicht dicht. Das Ergebnis ist ein Gewächs, das nur oben und außen dicht verzweigt, dafür unten und innen kahl ist – unschöne Löcher entstehen. Ein regelmäßiger Schnitt führt hingegen in Zusammenhang mit einer Düngung zu einem buschigen Wachstum.

Ideale Zeitpunkte gibt es für diese Verschönerungsschnitte nicht – vertrauen Sie einfach Ihrem Bauchgefühl.

Achtung:
Laut Bundesnaturschutzgesetz §39 Abs. 3 sind zwischen dem 1. März und 30. September keine Radikalschnitte erlaubt, sondern lediglich Pflege- und Formschnitte. Grund hierfür sind brütende Vögel, die sich in der Pflanze einnisten können. Seien Sie während dieser Zeit beim Rückschnitt der Hainbuchenhecke besonders vorsichtig.

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Ältere Hainbuchenhecke zweimal im Jahr zurückschneiden

Hat die Pflanze erst einmal eine gewisse Höhe erreicht und ist ausreichend verzweigt, können Sie die Schnittfrequenz auf zwei Mal pro Jahr zurückfahren. Möchten Sie eine ältere Hainbuchenhecke schneiden, empfehlen sich folgende Zeitpunkte:

  • Erster Schnitt im Frühling (Ende Februar/Anfang März): Mit dem Austrieb nach der kalten Jahreszeit ist es Zeit für den Erstschnitt. Hierbei wird die Hecke in Form gebracht. Vorteil im Vergleich zum oftmals empfohlenen ersten Kürzen Ende Mai/Anfang Juni: Der Rückschnitt ist leichter, da die Triebe noch nicht ausgebildet sind, und es brüten noch keine Vögel in der Pflanze.
  • Zweiter Schnitt im Sommer (Juni bis August; Schnitt Johanni): Mit diesem zweiten Schnitt verhindern Sie ein unschönes und wildes Auswuchern der Zweige. Der Schnitt sollte nicht erst im Herbst im Oktober oder November erfolgen, damit die Pflanze bis zum Winter ausreichend Möglichkeit hat, die Schnittwunden wieder zu verschließen – und somit keine Frostschäden entstehen.

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So schneiden Sie Ihre Hecke richtig

Mit der Heckenschere schneidenSchneiden Sie nach der Pflanzung alle längeren unverzweigten Spitzen der Hainbuchenhecke mit einer scharfen Rosenschere* radikal zurück, mindestens um die Hälfte. Dies führt zur besseren Verzweigung der Triebe – ein dichteres Wachstum ist die Folge.

Kürzen Sie die Äste bei späteren Schnitten maximal bis zum zweiten oder dritten Auge vom Triebansatz. Schneiden Sie dabei niemals bis zum ersten Auge zurück, weil sich so keine neuen Triebe mehr bilden könnten. Ausnahme sind Triebe, die nach innen wachsen oder sich kreuzen – diese können Sie getrost bis zum Ansatz abschneiden. Kürzen Sie auch den Haupttrieb, und zwar bis auf ca. 15 Zentimeter über den letzten Seitentrieben.

Hinweis:
Genauso wie Liguster vertragen Hainbuchenhecken Schatten sehr gut. Aus diesem Grund können Sie die Pflanze oben und unten ruhig gleich breit zurückschneiden. Ein konischer Schnitt (oben etwas schmaler) empfiehlt sich nur bei Gewächsen, die viel Licht benötigen – z. B. Thuja-Hecken.

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