Rasen richtig lüften Tipps und Anleitung zum Aerifizieren

Rasen lüften

Rasen lüften

Ein harter Winter mit Schnee und Frost oder ein Sommer mit viel wildem Spielen auf dem Rasen gehen nicht spurlos an Ihrer Grünfläche vorbei. In dieser Zeit wird sie besonders stark beansprucht und benötigt deshalb die richtige Pflege, um weiterhin in einem kräftigen und gesunden Grün strahlen zu können. Neben vielen anderen Pflegemaßnahmen sollten Sie deshalb regelmäßig Ihren Rasen selbst aerifizieren, sodass die Graswurzeln wieder ausreichend mit Wasser und Sauerstoff versorgt werden können.

In unserer Anleitung erfahren Sie, wie oft und wann Sie Ihren Rasen lüften sollten. Außerdem erklären wir, welche Geräte die passenden sind.

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Wie oft aerifizieren

Wann lüften

Richtige Geräte

Anleitung in 5 Schritten

Gartenhelfer von JOBRUF

Zusammenfassung

Wie oft den Rasen aerifizieren?

Landhaus mit großem RasenBei einer Rasenfläche, die nur sporadisch betreten wird, lässt sich die Frage – Rasen lüften: ja oder nein? – ganz klar mit „Nein“ beantworten. Durch die seltene Nutzung wird der Bodengrund nicht derart verdichtet, dass man ihn auflockern müsste.

Wird Ihr Rasen allerdings sehr viel genutzt, weil z. B. Ihre Kinder oder Enkelkinder darauf spielen, sollten Sie ihn laut Gartenexperten ein bis zwei Mal im Jahr lüften. Denn bei intensiver Nutzung verdichtet sich der Boden oberhalb der Grasnarbe. Es lagern sich Mährückstände, Moos oder andere Pflanzenteile ab.

Der sogenannte Rasenfilz entsteht – dieser verhindert, dass der Boden ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden kann. Das Aerifizieren des Rasens beugt dem vor und sichert so eine ausreichende Nährstoffzufuhr.

Wann den Rasen lüften? Der richtige Zeitpunkt

Im Februar oder März können Sie hierzulande in der Regel mit dem letzten Frost rechnen, sodass im Frühjahr der ideale Zeitpunkt zum Belüften Ihres Grüns ist.

Wenn Sie Ihren Rasen in den kommenden Monaten viel nutzen, empfehlen wir Ihnen den Vorgang im Sommer oder Herbst zu wiederholen.

Zum Vergleich: Fußball- und Golfplätze werden alle sechs bis acht Wochen entlüftet, damit sie auch bei extremer Nutzung in einem satten Grün strahlen.

Richtige Geräte zur Rasenbelüftung: Grabegabel, Nagelschuhe und Co.

Auch wenn der Name im Fachhandel etwas anderes suggeriert: Mit einer Lüfterwalze können Sie nicht Ihren Rasen lüften. Sie ist vielmehr ein Bestandteil eines Vertikutierers.

Geräte zur Rasenbelüftung können Handgeräte oder mechanische Aeratoren sowie spezielle Schuhe sein. Diese unterscheiden sich lediglich in der Handhabung.

Handgerät vs. mechanischer Aerator

Komposthaufen

Egal ob Sie sich für ein Handgerät oder einen mechanischen Aerator entscheiden, dass Prinzip ist das gleiche, mit den hohlen Stacheln des Geräts, auch Spoons genannt, stanzen Sie in gleichmäßigen Abständen etwa 9 cm tiefe und 2 bis 3 cm breite Erdlöcher aus Ihrem Rasen, sodass die Grasnarbe durchbrochen und Ihr Boden wieder aufgelockert wird. Ihrem Boden wird so im wahrsten Sinne des Wortes Luft gemacht.

Die Arbeit mit einem Handgerät ist dabei natürlich wesentlich anstrengender als mit dem mechanischen Gerät, welches dafür aber in der Anschaffung sehr viel teurer ist. Manche Baumärkte oder Gartencenter verleihen deshalb auch die Geräte, weil Sie anderes als z. B. ein Rasenmäher nur sehr selten genutzt werden müssen.

Nagelschuhe als günstige Alternative

Eine günstige Alternative zu einem Aerator sind spezielle Schuhe zum Rasen lüften. An der Sohle der sogenannten Rasenbelüfter-Sandale sind große Nägel angebracht, mit denen Sie kleine Löcher in den Boden stechen, indem Sie sich die Sandale unter Ihren Gartenschuh schnallen und einfach über Ihre Rasenfläche laufen. Die Löcher sind dann natürlich wesentlich kleiner als bei einem Aerator und die Erde wird auch nur verdrängt und nicht ausgestanzt, aber dennoch wird die Grasnarbe durchbrochen und der Boden belüftet.

Unser Tipp:
Rasenbelüfter-Sandalen, eine mechanischer Aerator oder das Handgeräte zum Aerifizieren sind Ihnen zu teuer? Mit einer Grabegabel können Sie ebenfalls per Hand Ihren Rasen lüften, indem Sie mit den Zacken in regelmäßigen Abständen Löcher in den Boden stechen. Auch wenn Sie die Erde bei dieser Methode nicht ausstanzen, sondern nur verdrängen, erzielen Sie am Ende denselben Effekt.

Rasen richtig lüften: Anleitung in 5 Schritten

Wenn Sie Ihren Rasen richtig entlüften möchten, müssen Sie ihn zunächst dafür vorbereiten und dürfen auch nicht die Arbeitsschritte danach vernachlässigen. Wir zeigen Ihnen Schritt-für-Schritt, wie Sie das beste Ergebnis für Ihre Grünfläche erzielen:

Schritt 1: Rasen mähen

Vor dem Aerifizieren sollten Sie zunächst Ihren Rasen mähen, um nach dem Winter von Frost geschädigte oder aber im Sommer vertrocknete Gräser abzutragen. Den anfallenden Grünschnitt entsorgen Sie am besten in der Biotonne oder verwenden Ihn im eigenen Garten zum Mulchen des Rasens oder Düngen.

Schritt 2: Rasen vertikutieren

Der Winter geht nicht spurlos an Ihrer Grünfläche vorbei, Rasenfilz sowie kahle oder braune Stellen sind die Regel. Beugen Sie dem vor, indem Sie nun Ihren Rasen vertikutieren. Danach ist er optimal für eine Rasenbelüftung vorbereitet.

Schritt 3: Rasen lüften

Ganz gleich, ob Sie Ihren Rasen von Hand aerifizieren oder mit einem Gerät, laufen Sie nun in gleichmäßigen Bahnen – eine vor und die nächste zurück – über Ihre Grünfläche. Ungefähr 200 Löcher sollten Sie dabei pro Quadratmeter ausstanzen.

Schritt 4: Erde abtragen

Sand im Rasen

Wenn Sie ein Handgerät oder einen mechanischen Aerator mit hohlen Spoons benutzen, die kein Auffangbehältnis für die ausgestanzte Erde haben, tragen Sie diese nun als nächstes von Ihrer Rasenfläche ab. Eine Entsorgung auf Ihrem Kompost ist dabei besonders ökologisch.

Schritt 5: Rasen sanden

Das Rasen lüften und sanden wird grundsätzlich in einem Atemzug genannt, da der eine Arbeitsschritt den anderen bedingt. Damit das Wasser möglichst tief in den Boden eindringen und eine einwandfreie Nährstoffversorgung so wieder sichergestellt werden kann, sollten Sie zuletzt Sand in gleichmäßigen Bahnen auf Ihrer Grünfläche auftragen und mit einem Besen in die Löcher einarbeiten.

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Sie selbst trauen sich nicht zu, Ihren Rasen richtig aerifizieren zu können oder haben Angst den Zeitpunkt aus Zeitmangel zu verpassen? Dann sind erfahrene Studenten von JOBRUF eine günstige Alternative zu professionellen Gärtnern!

 

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Zusammenfassung:

  • Nur bei starker Beanspruchung
  • Rasen aerifizieren1 bis 2 Mal im Jahr ausreichend
  • Rasen lüften am besten im Frühjahr und Spätsommer/Herbst
  • Spezielle Geräte verwenden (Nagelschuhe, Grabegabel, Aerator o. ä.)
  • Vorab Rasen mähen und vertikutieren
  • Nach dem Belüften Rasen unbedingt sanden

Bildquellen (v.o.n.u.):
© "Lawn care tool" by allispossible.org.uk is licenced under CC BY 2.0
© Jesse Roberts / unsplash.com
© "Kompost mit Rosenblättern" by Maja Dumat is licenced under CC BY 2.0
© "starr-150325-0408-Euphorbia_peplus-habit_in_lawn-Residences_Sand_Island-Midway_Atoll" by Forest and Kim Starr is licenced under CC BY 2.0

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