Aktualisiert: 05.04.2023
Klee im Rasen entfernen
Bei Klee fällt einem meist Folgendes ein: 4 Blätter, Glücksbringer, Schornsteinfeger und Silvester. Haben Sie selbst aber dieses grüne, mehrblättrige Unkraut in Ihrem Garten, sind Sie darüber wahrscheinlich eher unglücklich anstatt glücklich. Weniger aufgrund des Aussehens, sondern eher durch das Konkurrenzverhalten mit anderen Pflanzen – vor allem den Rasenpflanzen, die von dem Gewächs sehr leicht verdrängt werden. Wir zeigen Ihnen deswegen, wie Sie Klee im Rasen entfernen und auch vorbeugen. Bei Bedarf finden Sie bei JOBRUF schnell und unkompliziert eine studentische Gartenhilfe, die diese Arbeit für Sie übernimmt.
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Zunächst Kleesorte identifizieren
Bevor Sie den Klee im Rasen vernichten, sollten Sie bedenken, dass es von diesem Gewächs verschiedene Sorten gibt. Manche Sorten sind leicht entfernbar, andere weniger leicht.
Am meisten verbreitet ist hierzulande der Weißklee, den man an seinen weißen bis rosafarbenen Blüten erkennt. Dieser lockt Bienen an und stellt deswegen – vor allem für Kinder – eine gesundheitliche Gefahr dar – nämlich wenn die Kleinen barfuß über die Wiese laufen. Dieser weiße Klee lässt sich beispielsweise leicht entfernen, z. B. durch Vertikutieren. Roter, gelber oder Hopfenklee ist hingegeben deutlich hartnäckiger und wird am besten – wie gleich noch genauer beschrieben – per Hand herausgerissen.
Dem Boden zur Vorbeugung Nährstoffe zufügen
Klee im Rasen ist ein Anzeichen von Nährstoffmangel, insbesondere Stickstoffmangel. Da Klee hiermit allerdings kein großes Problem hat, kann es sich in dem geschwächten Rasen breit machen. Damit es gar nicht so weit kommt, dass Sie Klee im Rasen bekämpfen müssen und sich dieser gar nicht so weit verbreitet bzw. erst gar nicht wächst, empfiehlt sich die Anwendung von Stickstoff. Düngen Sie den Rasen dazu mit Hornmehl*. Dieses Mittel enthält viel Stickstoff und kein Phosphat, das das Unkraut noch mehr stärken würde.
Ein Rasen wird zudem durch Wassermangel und zu hohen Temperaturen bzw. zu starker Sonneneinstrahlung geschwächt, was wiederum das Wachstum des Klees fördern würde. Aus diesem Grund ist es wichtig, regelmäßig den Rasen zu sprengen, um diesen zusätzlich zu stärken.
Möglichkeit 1: Kleine Flächen Klee im Rasen mit Dunkelheit bekämpfen
Eher ein Geheimtipp unter den Hobbygärtnern ist das Vernichten von Klee im Rasen durch Bodenfolie* oder dunkle Plastikfolie. Diese Technik kann bei kleinen befallenen Stellen aber sehr hilfreich sein. Spannen Sie die Folie einfach über die betroffenen Bereiche, und warten Sie bis zu vier Wochen ab. Beseitigen Sie die Bespannung nach dieser Zeit wieder – und Sie werden sehen, dass sich der Klee in der Zwischenzeit zurückgezogen hat bzw. schon komplett eingegangen ist.
Hinweis:
Keine Sorge! Ihr Gras wird durch diese Maßnahme zwar auch in Mitleidenschaft gezogen, wächst nach kurzer Erholungszeit aber wie gewohnt weiter – und das ohne Unkraut.
Möglichkeit 2: Ausstechen hilft zur dauerhaften Entfernung
Wenn Sie bei der Abdeckmethode doch zu viel Angst um Ihr schönes Grün haben, gibt es auch eine andere Möglichkeit, den Klee dauerhaft aus dem Rasen zu entfernen: nämlich durch Ausstechen. Wichtig ist dabei, dass Sie das entsprechende Stück so tief ausstechen, dass auch die Wurzel mit herausgerissen wird. Schauen Sie sich dafür die Erde in dem entfernten Stück an, um zu prüfen, ob die Pflanze wirklich samt Wurzel beseitigt wurde. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie noch etwas tiefer ausstechen. Ansonsten ist diese Arbeit völlig umsonst, und Sie müssen nach einer gewissen Zeit wieder von vorne anfangen. Diese Variante bietet sich an, wenn Sie roten Klee in Ihrem Rasen bekämpfen müssen. Denn dieser lässt sich in der Regel auf anderen Wegen nicht bzw. nur sehr schwer beseitigen.
Sicherlich möchten Sie Ihren Rasen nach dem Ausstechen nicht einfach so mit großen Löchern zurücklassen. Sie können deswegen an diesen Stellen Rasen nachsäen oder sich im Baumarkt bzw. Gartencenter Fertigrasen besorgen, den Sie in die Löcher einsetzen können.
Möglichkeit 3: Durch Vertikutieren große Flächen (Weiß-)Klee im Rasen vernichten
Liegt bereits ein großflächiger Befall des relativ harmlosen Weißklees vor, kann das Rasen vertikutieren weiterhelfen. Diese Maßnahme zur Gartenpflege hat zwei Vorteile: Zum einen kann der Rasen durch den Schnitt an seiner Oberfläche besser atmen und Sauerstoff aufnehmen. Zum anderen wird der Klee durch den Einschnitt geschädigt und dadurch geschwächt. Das alles führt dazu, dass der Rasen immer mehr das Unkraut verdrängt und Sie sich schon bald wieder über einen kleefreien Rasen freuen.
Die verbleibenden kahlen Stellen können Sie mit etwas Rasenerde* und Samen* wieder auffüllen. Damit der Rasen nach diesem Eingriff insgesamt wieder schön und gleichmäßig wächst, sollten Sie ihn düngen und anschließend regelmäßig (ein- bis zweimal pro Woche) mähen.
Tipp:
Achten Sie, wenn Sie den Rasen mähen, darauf, dass Sie nicht zu kurz schneiden. Denn je kürzer das Gras, desto mehr Licht bekommt das Unkraut und kann dementsprechend besser wachsen. Experten empfehlen eine Mähhöhe von vier Zentimetern.
Möglichkeit 4: Auch einfache Hausmittel helfen
Sie suchen ein Hausmittel, um den Klee im Rasen natürlich zu entfernen, ganz ohne Chemie und ohne Gift? Dann bekämpfen Sie das Unkraut doch ganz biologisch mit kochendem Wasser! Einfach über die betroffenen Stellen gießen, trocknen lassen und schon sterben die Pflanzen ab.
Oftmals ist auch zu lesen, dass sich der Klee nur mit Essig und Salz vernichten lässt. Diese Methode sollten Sie allerdings nur im Notfall oder bei ganz kleinen Stellen anwenden. Denn wenn die Mittel einsickern, könnten neben dem Unkraut auch anderen Pflanzen und Tiere gefährdet werden.
Hinweis:
Laut Pflanzenschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist der Einsatz von Essig und Salz auf gepflasterten bzw. versiegelten Flächen verboten, da dort kein biologischer Abbau möglich ist und das Oberflächenwasser nicht versickern kann.
Möglichkeit 5: Klee im Rasen entfernen mit Chemie
Klee im Rasen entfernen können Sie auch mit Chemie. Online finden Sie den passenden Unkrautvernichter*, der das ungewollte Unkraut zielsicher bekämpft. Auch hier müssen Sie wieder keine Angst um Ihre Grünfläche haben. Wenn Sie das richtige Mittel wählen, bleibt Ihre geliebte Wiese davon unbeeinträchtigt. Das liegt daran, dass die Wirkstoffe in solchen Unkrautvernichtern nur zweikeimblättrigen Pflanzen angreifen, wozu z. B. Klee gehört. Gräser sind einkeimblättrig und somit nicht in Gefahr.
Damit der Unkrautvernichter schnell wirken kann, ist es ratsam, ihn ohne große Umschweife direkt großflächig anzuwenden. Dafür empfiehlt es sich sogar, den Rasen vor dem Auftragen nicht zu mähen. Das Mittel kann so auf einer großen Oberfläche von den Blättern aufgenommen werden. Das Motto "viel hilft viel" gilt hier allerdings nur bedingt. Halten Sie auf jeden Fall das richtige Mischungsverhältnis mit Wasser ein, welches auf der Packung angegeben ist.
Außerdem sollten Sie darauf achten, dass der Vernichter nicht direkt wieder von den Blättern abgespült wird. Um ihm etwas Zeit zum Wirken zu geben, sollten Sie also einen Tag wählen, an dem für die nächsten Stunden kein Regen mehr gemeldet ist und im Anschluss die Grünfläche nicht direkt wässern.
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