Aktualisiert: 11.05.2022
Löwenzahn im Rasen bekämpfen
Manche Leute freuen sich über Löwenzahn: Kinder laufen gerne mit den „Pusteblumen“ über die Wiese und Hobbyköche nutzen Blätter und Blüten für leckere Köstlichkeiten. Anders sieht es bei vielen Gartenbesitzern aus. Den meisten ist das Unkraut mit den gelben Blüten im eigenen Garten einfach nur ein Dorn im Auge. Weil die Pflanze anpassungsfähig und anspruchslos ist und schnell in immer größeren Mengen auftritt, kann man sie nur schwer in Schach halten.
Wir zeigen Ihnen im Folgenden drei Möglichkeiten, wie Sie den Löwenzahn im Rasen bekämpfen können – und das Unkraut dauerhaft loswerden. Wenn Sie diese Arbeit nicht alleine erledigen möchten, finden Sie bei JOBRUF eine studentische Gartenhilfe.
Weitere Verbreitung verhindern
Zum Leidwesen vieler Gartenbesitzer verbreitet sich Löwenzahn sehr schnell. Die Samen werden z. B. durch den Wind oder durch Schuhe, mit denen man über die Wiese läuft, verteilt. Einmal verbreitet, konkurriert Löwenzahn mit Ihrem Rasen um Wasser und Nährstoffe – genau wie andere im Garten eher unerwünschte Pflanzen wie Klee und Moos.
Als erste Maßnahme gegen Löwenzahn sollte die Samenbildung und somit eine weitere Verbreitung verhindert werden. Schneiden Sie deswegen die Blütenköpfe ab. Denn ohne Blüte kann es nicht zu einem weiteren Aussamen kommen. Um Bienen und anderen Insekten allerdings die Möglichkeit zu geben, noch den Nektar aus den gelben Blüten zu sammeln, sollten Sie mit dem Abschneiden bis nach dem Verblühen warten.
Werfen Sie die abgeschnittenen Blüten nicht auf dem Kompost! Die Schnittreste gehören in eine Tüte und dann auf den Restmüll. Andernfalls können sich Samen auf dem Kompost verteilen und somit zu einer erneuten Verbreitung führen.
Möglichkeit 1: Pflanzen mit Wurzel ausstechen
Wer kennt es nicht? Sie versuchen den Löwenzahn im Rasen zu entfernen, indem Sie ihn einfach rausziehen, und schon kurze Zeit später sprießen die Pflanzen wieder? Das liegt an den Wurzeln, die tief – bis zu einen, manchmal sogar bis zu zwei Metern – in die Erde hineinwachsen. Bei dem Versuch, die Pflanze auszuziehen, reißt die Wurzel zwar ab, bleibt zum größten – nicht sichtbaren – Teil aber in der Erde zurück. Dies wiederum führt dazu, dass das hartnäckige Unkraut schnell wieder nachwächst.
Wenn Sie also dauerhaft den Löwenzahn im Rasen beseitigen wollen, hilft nur eins: Die Pflanze muss samt Wurzeln ausgestochen werden. Hierfür können Sie einen speziellen Unkraut- bzw. Löwenzahnstecher* verwenden. Hierbei handelt es sich um ein Gerät – optisch eine Mischung aus Schuhlöffel und schmaler Schaufel, manchmal seitlich mit metallenen Zähnen –, mit dem man neben der Pflanze in den Boden sticht.
Mit leichten Bewegungen und Drehungen lockern Sie die Wurzel aus der Erde und können diese komplett herausziehen. Manche Geräte besitzen einen langen Stiel, sodass Sie sich bei der Arbeit noch nicht mal bücken müssen.
Möglichkeit 2: Chemisch Löwenzahn im Rasen entfernen
Ihnen ist das Ausstechen zu mühsam und deswegen wollen Sie den Löwenzahn im Rasen vernichten mit chemischen Mitteln; hierfür gibt es passende Rasenunkraut-Vernichter*. Da die Wirkstoffe nur zweikeimblättrige Pflanzen angreifen (hierzu gehört der Löwenzahn), bleibt der einkeimblättrige Rasen hiervon unberührt.
Warten Sie mit Ihrem Vorhaben auf jeden Fall so lange, bis die Pflanzen groß sind und somit eine entsprechende Angriffsfläche bieten. Deswegen sollten Sie vorher nicht den Rasen mähen. Wählen Sie zudem einen Tag, an dem für die nächsten Stunden kein Regen mehr gemeldet ist, um dem Vernichter etwas Zeit zum Einwirken zu geben. Im Anschluss sollten Sie also auch nicht Ihren Rasen sprengen.
Flüssige Unkrautvernichter können mit einer Gießkanne* oder einer Rückenspritze* aufgetragen werden. Verteilen Sie das Mittel möglichst nur auf den betroffenen Stellen, z. B. indem Sie direkt in die Blattrosette spritzen. Es sind auch spezielle Spritzmittel gegen Löwenzahn im Rasen erhältlich, die gleichzeitig auch das Gras düngen.
Achtung:
Beachten Sie immer, dass chemische Unkrautvernichter auch umliegenden Pflanzen schaden oder in das Grundwasser gelangen können. Manche Pflanzen sind oft auch schon resistent gegen solche Gifte. Informieren Sie sich vor dem Einsatz von chemischen Mitteln immer genauestens im Baumarkt oder Gartencenter!
Möglichkeit 3: Mit Hausmitteln Löwenzahn im Rasen beseitigen
Sie wollen den Löwenzahn im Rasen lieber biologisch bekämpfen? Natürlich kennen Hobbygärtner auch hierfür eine Lösung, die sich in jedem Haushalt finden lässt: Salz und Essig.
Aber beim Einsatz dieser Hausmittel ist Vorsicht geboten! Essig und Salz sind sehr aggressiv und nicht sehr umweltschonend. Sie gelangen in die Kanalisation und stören so die Mikroorganismen, die für die Wasseraufbereitung in den Klärwerken zuständig sind. Setzen Sie sie also gegen Löwenzahn im Rasen ein, dürfen Sie nur sehr sparsam und gezielt arbeiten.
Hierfür geben oder träufeln Sie etwas von den Hausmitteln direkt in die Blattrosette. Gießen Sie nun noch ein wenig Wasser darüber, werden Sie feststellen, dass das Unkraut nach einigen Tagen abgestorben ist.
Achtung:
Der Einsatz von Essig und Salz auf gepflasterten bzw. versiegelten Flächen ist laut Pflanzenschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland verboten – dort ist kein biologischer Abbau möglich und das Oberflächenwasser kann nicht versickern.
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Bildquellen (v.o.n.u.):
© Marija M. / unsplash.com
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