Nachhilfe-Vertrag Inhalte, Kündigung und Muster

Nachhilfe Vertrag

Nachhilfe-Vertrag

Mit einem Vertrag für Nachhilfe werden Sie überwiegend in Instituten konfrontiert, aber auch privat macht das Dokument Sinn. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Abschluss achten, wie Sie wieder kündigen und was drin stehen sollte und darf. Darüber hinaus geben wir Ihnen ein Vertragsmuster an die Hand, das Sie für den privaten Nachhilfeunterricht verwenden können.

Erfolg nicht garantiert

Feste Termine vereinbarenNachhilfe-Verträge sind in der Regel Dienstverträge. Heißt, dass kein Lernerfolg garantiert wird (z. B. schlechte Noten zu verbessern oder das Sitzen bleiben zu verhindern), sondern das Institut bzw. die private Lehrkraft dem Schüler lediglich das Unterrichten schuldet. Durch diese Vertragsart soll verhindert werden, dass sich Lehrer Regressansprüchen gegenübersehen, die aus verpassten Lernzielen resultieren.

Der Nachhilfeschüler verpflichtet sich im Gegenzug, am Unterricht zu den vereinbarten Zeiten teilzunehmen und in Absprache mit der Lehrkraft die Stunden vorzubereiten.

Vertrag mit kurzer Laufzeit abschließen

Institute versprechen zum Einstieg günstige Preise für die Nachhilfe – die allerdings nur gelten, wenn ein langfristiger Vertrag (in der Regel mit 24-monatiger Laufzeit) abgeschlossen wird.

Testen Sie lieber stattdessen erst einmal, ob die Nachhilfe beim entsprechenden Institut Erfolg verspricht, indem Sie einen Vertrag für den Nachhilfeunterricht mit kürzerer Laufzeit abschließen. Bedenken Sie außerdem, dass es durchaus sein kann, dass Ihr Kind nach einer gewissen Zeit gar keine Nachhilfe mehr benötigt wird – und Sie so unnötige Ausgaben verbuchen müssten.

Lesen Sie sich zudem genau die Allgemeinen Geschäfts- und Vertragsbedingungen des jeweiligen Anbieters durch.

Hinweis:
Klauseln, die beinhalten, dass auch die Ferien durchbezahlt werden, obwohl überhaupt kein Unterricht stattfindet, sind ungültig. Selbst eine geringere Vergütung darf das Nachhilfeinstitut während der schulfreien Zeit nicht verlangen.

Nachhilfe-Vertrag kündigen

Sie können Ihren Nachhilfe-Vertrag nur ordentlich kündigen, wenn dieser unbefristet ausgestellt wurden. Die monatlichen Kündigungsfristen richten sich nach der Art der Entlohnung. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Kündigung in schriftlicher Form fristgemäß dem Vertragspartner zugeht.

Vertrag unterschreibenBezahlen Sie den Nachhilfeunterricht monatlich, können Sie bis 15. eines Monats zum Ende desselben Monats kündigen. Erhält der Nachhilfelehrer pro Termin die Entlohnung, ist die Vertragskündigung an jedem Tag des Monats zum Ablauf des Folgetags möglich.
Eine Ausnahme bilden Verträge mit einer enthaltenen Mindestlaufzeit. Hier entnehmen Sie die Kündigungsfristen in der Regel den Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Einen befristeten Nachhilfe-Vertrag können Sie nur dann vorzeitig kündigen, wenn ein Vertragsbruch der anderen Partei vorliegt. Beispiele hierfür sind z. B. die mangelnde Qualifikation des Lehrers oder eine Abweichung von der vereinbarten Gruppengröße. Bei außerordentlichen Kündigungen entfällt die Kündigungsfrist (Quelle: anwaltsregister.de).

Vertrag auch für private Nachhilfe sinnvoll

In den häufigsten Fällen wird für die private Nachhilfe kein Vertrag mit der Lehrkraft abgeschlossen, sondern nur eine mündliche Absprache getroffen. Mündliche Absprachen bringen es allerdings naturgemäß mit sich, dass sie unterschiedlich interpretierbar sind. Im Streitfall können Sie sich mit einer schriftlichen Vereinbarung auf getroffene Vereinbarungen stützen. Auch verschaffen Angaben wie der wöchentliche Umfang der Nachhilfe dem Unterricht klare Strukturen.

Ein Vertrag für den Nachhilfeunterricht sollte folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Nachhilfelehrers
  • Name und Anschrift des Schülers bzw. Sorgeberechtigten
  • Beginn und Umfang der Nachhilfe
  • Vorgehen bei unentschuldigtem Verpassen des Unterrichts
  • Höhe des Stundenlohns
  • Pflichten des Lehrers und Schülers
  • Auskunft und Schweigepflicht
  • Kündigungsfristen
  • Abweichende Vereinbarungen

Unser Tipp:
Auch wenn Sie die Nachhilfe steuerlich absetzen möchten (was allerdings nur in Ausnahmefällen möglich ist), ist ein schriftlicher Kontrakt über die Vereinbarungen nicht schaden. Dieser kann als Beleg beim Finanzamt eingereicht werden.

Mustervertrag zum Ausdrucken

Um Ihnen etwas Arbeit bei der Erstellung des Dokumentes abzunehmen, stellen wir Ihnen gerne unser Muster zur Verfügung. Einfach zwei Mal ausdrucken, an den vorgesehenen Stellen ausfüllen, selbst unterschreiben und anschließend den Vertrag durch den Nachhilfelehrer unterschreiben lassen. Ein Exemplar behalten Sie selbst und eins händigen Sie der Lehrkraft aus:

Vertragsmuster Nachhilfe

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