Spartipps für Studenten und Berufseinsteiger

Du verdienst Geld mit einem Studentenjob? Oder freust dich als Berufseinsteiger über dein erstes eigenes Gehalt? In beiden Fällen gilt: Wenn du mit deinem Geld clever umgehst, hast du mehr davon: Wir haben Spartipps für Studenten und Berufseinsteiger, mit denen sich im Alltag einfach Geld sparen lässt. 

Studentenrabatte im Alltag einsetzen

Voller Kinosaal - Studentenrabatte gibt es nicht nur im KinoKnapp drei Millionen Menschen sind an den Hochschulen Deutschlands eingeschrieben und obwohl sie noch nicht zu den wichtigsten Wirtschaftsmotoren gehören, sind sie für Unternehmen von Bedeutung. Studenten von heute sind die zahlungskräftigen Kunden von morgen. Deshalb bieten viele Dienstleister und Händler Studentenrabatte an.

Hier eine Reihe von Beispielen, wo Sparpotenzial auf dich wartet:

  • beim Eintritt ins Museum
  • bei der Buchung von Flügen und Bahntickets
  • in Kinos
  • bei Veranstaltungstickets
  • beim Dönerladen deines Vertrauens
  • beim Friseur
  • bei Großkonzernen wie Apple, Telekom und Co.

Das Preisschild sagt nichts über mögliche Rabatte aus? Sei mutig und frage aktiv nach. Nicht jeder Rabatt ist ausgeschrieben, wird dir aber letztlich doch gewährt.

Unser Tipp:
Bist du häufig mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und nutzt die Bahn? Alle Studenten unter 27 Jahren haben die Möglichkeit, eine Studi-Bahncard zu erwerben. Hiermit sparst du bei jeder künftigen Fahrt Geld. Solche Angebote lohnen sich in der Regel nur, wenn du häufig unterwegs bist.

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Koche selbst und verzichte auf den Pizza-Service

Frau kocht für sich selbst und schneidet BasilikumZugegeben, nach einer langen Vorlesung und zusätzlichem Stress im Job ist die Pizza vom Italiener Balsam für die Seele. Genauso bequem ist es, ab und an den Lieferdienst in Anspruch zu nehmen oder ein Fertiggericht in die Mikrowelle zu schieben. Doch je häufiger du selbst kochst, desto günstiger kommst du in der Regel davon. Grundnahrungsmittel sind im Einkauf für dich deutlich preiswerter als Convenience-Produkte. Ein weiterer Vorteil: Auf diese Weise isst du oftmals auch noch gesünder – denn du verzichtest auf Zusatzstoffe und kannst Fett- und Salzgehalt besser selber dosieren. 

Lebst du in einer WG, koche gemeinsam mit den anderen. Das ist günstiger und macht mehr Spaß, als wenn jeder sein eigenes Süppchen braut. Ihr könnt euch auch die Kosten für den Einkauf teilen und einen Plan erstellen, wer wann am besten shoppen geht. Gemeinsam am WG-Tisch isst du nicht einsam und gibst trotzdem nicht so viel Geld fürs Restaurant aus. Wenn du noch auf der Suche nach einem besonderen Rezept bist, probiere es doch einmal mit unserem Rezept für Vietnamesische Herbstrollen.

Wer rund ums Essen Geld sparen möchte, kann dabei auch noch etwas Gutes tun und Lebensmittel vor der Mülltonne retten. Restaurants, Supermärkten und Hotels in deiner Nähe bieten oftmals günstige Lebensmitteldeals. Finden kannst du sie zum Beispiel mit einer der zahlreichen Apps gegen Food Waste. Die Angebote kommen zustande, weil die Läden am Ende des Tages häufig Lebensmittel übrig haben – die aber in der Regel noch vollkommen einwandfrei genießbar sind.

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Jobbe zeitweise mehr als sonst

Grundsätzlich kannst du, auch unabhängig davon, ob du BAföG beziehst, arbeiten gehen. Dein Gehalt wird ab einer gewissen Grenze aber angerechnet. Dein Freibetrag liegt bei 330 Euro monatlich. Brutto hast du die Möglichkeit, bis zu 520 Euro pro Monat zu verdienen, Werbungskostenpauschale und Sozialabgaben sind hier schon eingerechnet.

Studium, Job und Freizeit unter einen Hut zu bekommen ist nicht immer einfach. Trotzdem gibt es immer wieder Zeiten, in denen du mehr Freizeit zur Verfügung hast. Nutze etwa die Semesterferien, um einen kurzfristigen Job anzunehmen und dir etwas auf die hohe Kante zu legen. Solche kurzfristigen Beschäftigungen haben den Vorteil, dass du dich nach Ablauf der Zeit wieder auf dein Studium konzentrieren kannst.

Ist der Job nicht spezifisch aufs Studium ausgelegt, sind vor allem Berufe in der Gastronomie, im Lager oder in Büros beliebt. Auch Lieferdienste bekommen oft Unterstützung von engagierten Studierenden. Besonders viel Potenzial ist außerdem bei Festivals oder lokalen Feierlichkeiten geboten. So hast du zur Weihnachtszeit beispielsweise die Möglichkeit, auf dem Weihnachtsmarkt deiner Stadt an fast jeder Bude zu arbeiten. Die Nachfrage nach spontanen Hilfskräften ist groß und du kannst den finanziellen Zuschuss gut gebrauchen.

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Gib nicht unnötig Geld aus

Wer sich seine Finanzen einmal ganz genau anschaut, der findet oft noch Potenzial, wo sich Geld sparen lässt: Du bist Student und BAföG-Empfänger? Dann kannst du dich zum Beispiel vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Allein in sechs Semestern sparst du 630 Euro. Das lohnt sich wirklich.

Auch bei deiner Bank kannst du Geld sparen. Es gibt kaum ein Finanzunternehmen, das keinen Studierenden-Tarif im Angebot hat. Meist kannst du dir damit die Kontoführungsgebühren sparen und erhältst manchmal sogar noch eine Willkommensprämie. Vergleiche gründlich, um das beste Angebot für dich zu finden.

Eine regelrechte Kostenfalle sind Versicherungen, die du eigentlich gar nicht brauchst. Hast du beim letzten Handykauf eine Diebstahlversicherung abgeschlossen? Wurde dir im Elektrofachmarkt eine „Plus-Garantie“ aufgeschwatzt? Auf solche Ausgaben kannst du getrost verzichten, oft ist für dich in der Praxis kein Mehrwert gegeben.

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Shoppe gebraucht und nachhaltig

Innenraum eines großen Gebrauchtwarenladens mit Möbeln und KleidungDas Thema Nachhaltigkeit wird für drei von vier Deutsche immer wichtiger. Du kannst etwas für die Umwelt tun und gleichzeitig deinen Geldbeutel schonen. Das funktioniert, indem du gebraucht shoppst. Anstatt dein Laptop teuer direkt beim Hersteller zu kaufen, greife zu einem Refurbished-Produkt.

Bist du auf der Suche nach neuen Klamotten? Mit Second Hand Mode sparst du viel Geld und kannst dir öfter etwas leisten. Das funktioniert natürlich auch umgekehrt. Anstatt deine alten Klamotten wegzuwerfen, verkaufe sie bei einem Flohmarkt vor Ort oder auf den einschlägigen Online-Plattformen weiter. Auch Möbel für die erste eigene Wohnung kannst du günstig gebraucht kaufen.

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Weitere Sparmöglichkeiten entdecken

Spätestens durch die digitale Vernetzung gibt es jede Menge Deals und Sparmöglichkeiten im Internet. Nutze beispielsweise Cashback-Angebote, um beim Kauf eines bestimmten Produkts Geld zurückzubekommen.

Schau dir auch an, welche speziellen Rabatte es für Studierende beispielsweise im Bereich Mobilfunk gibt. Hier kannst du dir in der Regel tolle Angebote sichern. Viele große Unternehmen haben spezielle Optionen für Studierende im Portfolio, anfangen von günstigeren Handytarifen bis hin zum Studi-Döner für weniger Geld. Frage bei deinen erfahrenen Kommilitonen danach oder gehe selbst auf die Suche nach den besten Tipps und Tricks.

Kennst du bereits die Campus-Tüte? Du kannst sie als Erstsemester oder etablierter Studi bestellen und erhältst ein buntes Sammelsurium an Produktproben, Leckereien und Shampoos. Eine tolle Möglichkeit, um deinen Kühlschrank aufzustocken.

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Zusammenfassung

  • Studenten-Rabatte findest du in zahlreichen Bereichen: Ob Kulturveranstaltung, Friseur oder Elektronik. Nicht immer sind Studenten-Rabatte ausgewiesen, werden aber dennoch gewährt. Es kann sich lohnen, gezielt danach zu fragen.
  • Lieferdienst, Restaurant & Co gehen ins Geld – Wer selber kocht, isst meist nicht nur günstiger, sondern auch gesünder.
  • Ein regelmäßiger Studentenjob bringt dir gutes Geld. Besonders lohnen kann es sich außerdem, in den Semesterferien mehr zu arbeiten und etwas Geld beiseite zu legen. Hierzu bietet sich zum Beispiel die kurzfristige Beschäftigung an. Auch Werkstudeten können phasenweise mehr arbeiten.
  • Verschaffe dir einen Überblick über deine Ausgaben und identifiziere Sparpotenziale: Brauchst du wirklich alle Versicherungen? Kannst du dich u.U. vom Rundfunkbeitrag befreien lassen?
  • Ob Mode, Möbel oder Elektronik: Gebrauchtes shoppen ist günstiger und nachhaltiger.
  • Interessante Deals und Sonderangebote gibt es immer wieder. Frage deine Kommilitonen und Kollegen nach Spartipps für Studenten und Berufseinsteiger – oder mach dich im Internet selbst auf die Suche. Prüfe genau, welches Angebot sich für dich persönlich lohnt. 

Bildquellen (v.o.n.u.):
© Austin Distel / Unsplash
© Krists Luhaers / Unsplash
© Tina Dawson / Unsplash
© Robinson Greig / Unsplash

Veröffentlicht am: 22.02.2024
Überarbeitet am: 22.02.2024