Freiwillige Krankenversicherung für Studenten Versicherungsschutz für ältere Studierende

Freiwillige Krankenversicherung für Studenten

Freiwillige Krankenversicherung für StudentenDie freiwillige Krankenversicherung für Studenten über 30 ist eine günstige Alternative zur oft teuren privaten Versicherung. Gerade wenn das Studium also ein bisschen länger dauert, ist es wichtig, sich rechtzeitig vor Ablauf der studentischen Versicherung umfassend zu informieren. Im Folgenden erklären wir, ab wann die freiwillige Krankenkasse greift, wie hoch die Beiträge für Studierende ausfallen und welchen Einfluss das Einkommen ausübt.

Für Studierende ab 30 und nach dem 14. Fachsemester

Ende des 14. Fachsemesters – spätestens allerdings mit Vollendung des 30. Lebensjahres – endet die studentische Pflichtversicherung mit ihrem vergünstigten Tarif. Als Fachsemester zählen die im Hauptfach absolvierten Semester.

Voraussetzung für die Aufnahme in die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung für Studenten ist, dass entweder in den letzten 12 Monaten durchgängig oder in den vergangenen fünf Jahren 24 Monate zusammengerechnet eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse nachgewiesen werden kann. Außerdem muss die Anmeldung bei der freiwilligen Versicherung spätestens drei Monate nach Ablauf der studentischen Pflichtversicherung erfolgen.

Wer die Versicherungszeiten nicht nachweisen kann – sollte nur in den allerwenigsten Fällen vorkommen – oder die Frist versäumt, muss sich privat versichern; dies geht gewöhnlich mit deutlich höheren Beiträgen einher.

Kurz vor dem Examen? Übergangstarif in Anspruch nehmen

Übergangstarif bei freiwilliger KrankenversicherungDie freiwillige Krankenversicherung bietet für Studierende, die noch maximal sechs Monate bis zum Abschluss benötigen, die Möglichkeit eines sog. Übergangstarifs. In diesem Fall zahlen Studenten über 30 bzw. nach dem 14. Semester für die gesetzliche Krankenversicherung 96,58 € und für die Pflegeversicherung entweder 24,57 € (kinderlos) oder 22,21 € (mit Kindern) im Monat – allerdings nur, wenn ein Einkommen von 945 €/Brutto nicht überschritten wird. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag, der – abhängig vom Versicherer – zwischen 7 und 10 € schwankt (alle Angaben Stand 2016).

Bei einem höheren Verdienst beträgt der Beitragssatz im Übergangstarif 10,22 % in der Krankenversicherung sowie 2,6 % bzw. 2,35 % in der Pflegeversicherung (Stand 2016); gemessen an einem fiktiven Bruttoeinkommen von 1.400 €/Monat sind das 143,08 € in der Krankenversicherung und – bei Kinderlosigkeit – 36,40 € in der Pflegeversicherung zzgl. des kassenindividuellen Zusatzbeitrages.

Hinweis:
Eine festgelegte Einkommensgrenze – wie beispielsweise bei der beitragsfreien Familienversicherung für Studenten  – gibt es nicht. Allerdings stellt sich die Frage, ob ab einem gewissen Verdienst und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand (> 20 Std./Woche während des Semesters) das Werkstudentenprivileg noch Anwendung findet – und statt der studentischen Versicherung nicht die Angestelltenversicherung greift.

Höherer Beitrag nach Übergangstarif

Wenn die Abschlussarbeit doch mehr Zeit in Anspruch nimmt als erwartet oder der Antrag auf Verschiebung beim Prüfungsamt zur Routine anstatt zur Ausnahme wird, greift der sechsmonatige Übergangstarif oft nicht mehr – einhergehend mit einem höheren Beitrag für die freiwillige Krankenversicherung für Studenten.

Der Beitragssatz für die Krankenversicherung steigt auf 14 % des Bruttoeinkommens (bis zu einem Einkommen von 945 €/Monat sind dies pauschal 132,30 € im Monat) zzgl. des kassenindividuellen Zusatzbeitrags; die Höhe der Pflegeversicherungssätze verändern sich im Vergleich zum Übergangstarif nicht (Stand 2016). Für Mehrarbeiter fallen die Tarife dementsprechend höher aus.

Unser Tipp:
Gerade für Vieljobber lohnt es sich, die Tarife der freiwilligen Krankenversicherung mit den Beiträgen der privaten Anbieter zu vergleichen. Es ist nämlich durchaus möglich, dass für Studenten, die viel arbeiten, im Endeffekt die private Krankenversicherung im Studium billiger ist.

Freiwillige Krankenversicherung für Studenten in Steuererklärung angeben

Gerade bei Ausübung eines Midijobs als Student kann es sein, dass die jährliche Einkommensgrenze des steuerfreien Betrages für Studenten überschritten wird (Stand 2016 sind dies 8.472 €). In solchen Fällen macht es Sinn, die Ausgaben für die freiwillige Krankenversicherung als Student in der Steuererklärung anzugeben. Die Eintragung muss dann im Formular im Bereich Sonderausgaben erfolgen. Zusätzlich sollte die Anlage AV ausgefüllt werden, welche allgemein zur Eintragung von Versicherungsbeiträgen dient.

Ferner ist es notwendig, neben den ausgefüllten Formularen weitere Unterlagen einzureichen. Dazu zählt der Beitragsbescheid der Krankenversicherung, der in der Regel ein Mal jährlich versendet wird. Sollte man den Bescheid nicht erhalten haben, sollte unbedingt nachgefragt werden. Denn ohne Bescheinigung können die Kosten für die freiwillige Krankenversicherung für Studenten nicht abgesetzt werden.

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Die freiwillige Krankenversicherung im Studium eröffnet die Möglichkeit, im Rahmen der Werkstudentenregelung nebenbei zu arbeiten – und das ganz ohne Verdienstgrenzen. Solltest du noch auf der Suche nach einem passenden Studentenjob sein, findest du bei JOBRUF zahlreiche interessante Angebote – in Unternehmen und Privathaushalten gleichermaßen. Die Nutzung unseres Portals ist natürlich von der Anmeldung über die Bewerbung bis hin zur Übernahme einer Tätigkeit vollkommen kostenlos! Melde dich jetzt an und profitiere von unserem großen Arbeitgeberpool.

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Freiwillige Krankenversicherung für Studierende auf einen Blick:

  • Freiwillige Krankenversicherung für Studenten ab 30 oder dem 14. Fachsemester
  • Günstiger Übergangstarif für Fast-Absolventen
  • Pauschaler Beitragssatz bis zu einem Verdienst von 945 €, danach abhängig vom Einkommen
  • Ab 8.472 € Jahresverdienst Kosten für die Versicherung steuerlich absetzbar

 

Bildquellen (v.o.n.u.):
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