Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­den­ten

Private Krankenversicherung für StudentenDie pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­den­ten ist auf den ers­ten Blick sehr at­trak­tiv. Ver­si­cher­te kön­nen sich ihr Leis­tungs­pa­ket sel­ber zu­sam­men­stel­len und ha­ben zu­sätz­li­che Op­tio­nen wie die Be­hand­lung durch ei­nen Chef­arzt im Zu­ge ei­nes Kran­ken­haus­auf­ent­halts und hö­he­re Zu­schüs­se bei Zahn­arzt­be­hand­lun­gen. Trotz­dem bie­tet sich ei­ne pri­va­te Kran­ken­kas­se für Stu­den­ten nur un­ter be­stimm­ten Vor­aus­set­zun­gen an, auf die wir in un­se­ren Tipps ger­ne ein­ge­hen möch­ten.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Teil­bei­trag bei Bei­hil­fe­an­spruch der El­tern

Wann ist Wech­sel in ge­setzlli­che Kas­se mög­lich?

Al­ter­na­ti­ve für Ü30er

Kei­ne Ein­kom­mens­gren­zen

Zu­sam­men­fas­sung

El­tern mit Bei­hil­fe­an­spruch: Stu­dent zahlt Teil­bei­trag

Grund­sätz­lich ist die pri­va­te Ver­si­che­rung zu Stu­di­en­be­ginn nur dann mög­lich, wenn ein El­tern­teil be­reits pri­vat ver­si­chert ist. Das be­deu­tet al­ler­dings nicht, dass sich die­se Va­ri­an­te für Stu­die­ren­de im­mer emp­fiehlt.

Vor al­lem aus fi­nan­zi­el­len Ge­sichts­punk­ten lohnt sich ei­ne pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung näm­lich nur, wenn El­tern Bei­hil­fe­an­spruch ha­ben (z. B. Be­am­te). Die Bei­trags­hö­he für Stu­den­ten ist in die­sem Fall ver­gleichs­wei­se ge­ring, da le­dig­lich der An­teil, der nicht von der Bei­hil­fe ab­ge­deckt wird (in der Re­gel 20 % des re­gu­lä­ren Ta­rifs), über­nom­men wer­den muss. So ist es mög­lich, die Zu­satz­leis­tun­gen der pri­va­ten An­bie­ter in An­spruch neh­men, oh­ne dass im Ver­gleich zur ge­setz­li­chen stu­den­ti­schen Pflicht­ver­si­che­rung ekla­tant hö­he­re Kos­ten an­fal­len.

Al­ler­dings soll­te ei­ne Ent­schei­dung für oder ge­gen ei­ne pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung auch im­mer von der Stu­di­en­pla­nung ab­hän­gig ge­macht wer­den. Denn der Bei­hil­fe­an­spruch ist an das Kin­der­geld für Stu­den­ten ge­kop­pelt, wel­ches ab 25 nicht mehr aus­ge­zahlt wird (ei­ne Ver­län­ge­rung ist bei Ab­sol­vie­rung ei­nes Frei­wil­li­gen So­zia­len Jah­res, Bun­des­frei­wil­li­gen­diens­tes oder Wehr­diens­tes mög­lich). An­schlie­ßend muss man sich selbst ver­si­chern.

Hin­weis:
Wer sich pri­vat ver­si­chern möch­te, be­nö­tigt ein sog. Be­frei­ungs­an­trag für das Stu­di­um von der ge­setz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung. Die­ser kann bei je­der zu­ge­las­se­nen ge­setz­li­chen Kran­ken­kas­se ein­ge­reicht wer­den. Die Be­frei­ung von der Ver­si­che­rungs­pflicht muss dann in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach Stu­di­en­be­ginn der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung vor­ge­legt wer­den.

Wech­sel in die ge­setz­li­che Kas­se bei vor­über­ge­hen­der Ex­ma­tri­ku­la­ti­on

Stu­den­ten, die sich für die pri­va­te Ver­si­che­rung ent­schie­den ha­ben, sind über das ge­sam­te Stu­di­um an die­se ge­bun­den. Was al­so zum Stu­di­en­be­ginn als güns­ti­ge Ver­si­che­rungs­mög­lich­keit er­scheint, kann – so­bald die Bei­hil­fe weg­fällt – we­sent­lich teu­rer als ihr ge­setz­li­ches Pen­dant wer­den.

Ei­ne Mög­lich­keit des Wech­sels für Stu­den­ten von der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung in die ge­setz­li­che be­steht bei ei­ner vor­über­ge­hen­den Ex­ma­tri­ku­la­ti­on von min­des­tens vier Wo­chen; dies ist z. B. oft in der Über­gangs­zeit zwi­schen Ba­che­lor- und Mas­ter-Stu­di­en­gang der Fall. Die­se Op­ti­on ist ge­ra­de für Stu­die­ren­de, die noch über die Bei­hil­fe ih­rer El­tern ver­si­chert sind und in ab­seh­ba­rer Zeit durch die Voll­endung des 25. Le­bens­jah­res sich voll pri­vat ver­si­chern müs­sen, ei­ne Über­le­gung wert.

Für Ü30er ei­ne Al­ter­na­ti­ve zur frei­wil­li­gen ge­setz­li­chen Ver­si­che­rung

Im Al­ter von 30 oder al­ter­na­tiv nach Voll­endung des 14. Fach­se­mes­ters en­det die Mit­glied­schaft in der stu­den­ti­schen Pflicht­ver­si­che­rung. Vie­le Stu­den­ten neh­men an­schlie­ßend – so­fern das Stu­di­um noch an­dau­ert – die Ta­ri­fe der ge­setz­li­chen frei­wil­li­ge Kran­ken­ver­si­che­rung.Private Krankenversicherung während und nach dem Studium

Zu die­sem Zeit­punkt ist ein Wech­sel in die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­den­ten eben­falls mög­lich. Über 30 kön­nen die Bei­trä­ge un­ter Um­stän­den güns­ti­ger aus­fal­len als die der frei­wil­li­gen Kas­se – ein Ver­gleich emp­fiehlt sich auf je­den Fall. Oft lohnt sich der Wech­sel für Stu­den­ten, die in ei­nem re­la­tiv gro­ßem Um­fang selbst­stän­dig tä­tig sind (zum Bei­spiel über ei­nen Ge­wer­be­schein Ein­kom­men er­zie­len).

Die pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung nach dem Stu­di­um nur noch ge­nutzt wer­den, wenn in ei­nem An­ge­stell­ten­ver­hält­nis das Ein­kom­men über 59.400 € brut­to (Stand 2018) im Jahr liegt oder ei­ne selbst­stän­di­ge Tä­tig­keit als Haupt­be­ruf auf­ge­nom­men wird.

Hin­weis:
Die Bei­trä­ge für die pri­va­te stu­den­ti­sche Kran­ken­ver­si­che­rung va­ri­ie­ren je nach An­bie­ter und ge­wähl­tem Ta­rif bzw. Leis­tungs­pa­ket. Wer Zu­satz­leis­tun­gen in An­spruch neh­men möch­te, zahlt hö­he­re Ta­ri­fe als Stu­den­ten, die im Grund­ta­rif ver­si­chert sind. In Letz­te­rem sind die Leis­tun­gen ver­gleich­bar mit de­nen der ge­setz­li­chen Kas­sen.

Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­den­ten oh­ne Ein­kom­mens­gren­zen

Im Ge­gen­satz zur ge­setz­li­chen Fa­mi­li­en­ver­si­che­rung gibt es in der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­den­ten kei­ne Ein­kom­mens­gren­zen. Vor­aus­set­zung ist le­dig­lich, dass der Stu­den­ten­job wäh­rend des Se­mes­ters max. in ei­nem Um­fang von 20 Std./Wo­che aus­ge­übt wird; in den Se­mes­ter­fe­ri­en kann, z. B. im Zu­ge ei­nes kurz­fris­ti­gen Mi­ni­jobs, auch mehr ge­ar­bei­tet wer­den.

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Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung für Stu­die­ren­de im Über­blick:

  • Mit­ver­si­che­rung über El­tern mit Bei­hil­fe­an­spruch bis 25 mög­lich
  • Be­frei­ungs­an­trag von der ge­setz­li­chen Kas­se bis drei Mo­na­te nach Stu­di­en­be­ginn ein­ho­len
  • Wech­sel in die ge­setz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung nur bei vor­über­ge­hen­der Ex­ma­tri­ku­la­ti­on
  • Für Stu­den­ten über 30 oft güns­ti­ger als die frei­wil­li­ge ge­setz­li­che Ver­si­che­rung

 

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