Halteverbot für den Umzug So beantragen Sie das Parkverbot

Halteverbot für den UmzugHalteverbotsschilder

Der Transporter parkt direkt vor Ihrer Haustüre – und Sie tragen Möbel, Kartons und Elektrogeräte von Ihrer Wohnung in das Fahrzeug. So sollte es sein, doch leider ist dies in den meisten Fällen – und vor allem bei einem Umzug in größere Städte – nur durch ein entsprechendes Halteverbot für den Umzug möglich. Wir erklären, wo und wie Sie den Parkplatz vor Ihrer Wohnung richtig sperren und warum es oft sinnvoll ist, ein Unternehmen mit dem Einrichten der Halteverbotszone zu beauftragen.

Parkverbot nur mit Ausnahmegenehmigung

Für die Aufstellung von Halteverbotsschildern benötigen Sie eine entsprechende Ausnahmegenehmigung. Diese können Sie sich beim zuständigen Straßenverkehrsamt, dem Ortsamt oder dem Landratsamt einholen.

Im besten Falle erhalten Sie nach Antragsprüfung eine „Straßenverkehrsbehördliche Anordnung“ und ein Aufstellungsprotokoll. Der Erhalt dieser Unterlagen bedeutet somit, dass Ihr Antrag genehmigt wurde. Sie sind nun berechtigt, für Ihren Umzug amtliche Verkehrsschilder aufzustellen – entweder in Eigenregie durch Ausleihen der entsprechenden Schilder oder durch Beauftragung einer Fachfirma.

Im Antrag müssen Sie folgende Daten angeben:

  • Vor- und Nachname
  • Telefonnummer für Rückfragen
  • Grund der Absperrung
  • Ort der Absperrung
  • Datum der Absperrung
  • Zeitraum der Absperrung
  • Größe der Absperrung (entsprechende Länge des Umzugswagens + ca. vier bis fünf Meter zum Rangieren des Fahrzeuges und Be- und Entladen)
  • Wenn bereits bekannt: Kfz-Kennzeichen und zulässiges Gesamtgewicht des Umzugswagens

Unser Tipp:
Geben Sie beim Zeitraum der Absperrung lieber eine zu große Zeitspanne an, um nachher nicht unnötig in Zeitdruck zu geraten. Die Angabe einer früheren Anfangszeit räumt Ihnen zudem Möglichkeiten ein, etwas gegen mögliche Falschparker zu unternehmen. Beachten Sie außerdem, dass in Wohngebieten Absperrungen vor 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends oft nicht genehmigt werden.

Antrag mindestens sieben Tage vor dem Umzug stellen

Damit Ihr Antrag auf Halteverbot während des Umzugs rechtzeitig bearbeitet werden kann, sollten Sie dieses früh genug anmelden. Es gibt zwar keine bestimmte Frist, aber spätestens sieben Tage vor dem Umzugstag sollte das Parkverbot beantragt werden – durch eine längere Vorlaufzeit verhindern Sie Stress, falls etwas schiefgeht.Kalender

Beachten Sie immer, dass die entsprechenden Schilder 72 – in Hamburg sogar 96 – Stunden vor Umzugsbeginn aufgestellt werden müssen. Somit geben Sie Nachbarn die Möglichkeit, sich frühzeitig um eine andere Parkmöglichkeit während des Verbotes zu kümmern.

Kosten für Halteverbot unterschiedlich

Die Kosten für ein Halteverbot für den Umzug und die entsprechende Genehmigung fallen von Stadt zu Stadt unterschiedlich hoch aus und richten sich nach der Größe und Dauer der Verbotszone und den Gebühren für das Ausleihen der Verkehrsschilder.

Im Regelfall müssen Sie zwischen 20 bis 125 Euro einrechnen. Unter folgenden Links sehen Sie die Kosten in fünf großen Städten:

Keine Absperrungen ohne GenehmigungImprovisierte Absperrung

Nicht zu empfehlen ist das eigenmächtige Absperren von Parkverbotszonen durch Aufstellen von Mülltonnen, Stühlen, Bänken oder Tischen oder die Benutzung von Bändern und Leinen. Sollten anderen Verkehrsteilnehmern dadurch – etwa durch umfallende Gegenstände – Schäden entstehen, haften Sie als Verursacher in vollem Umfang.

Ebenso greift die Polizei bei solchen selbstkonstruierten Absperrungen gerne ein und verhängt ein Verwarnungs- oder Bußgeld. In diesen Fällen sparen Sie durch Ihr eigenes Park- bzw. Halteverbot bei Ihrem Umzug kein Geld, sondern tappen schnurstracks in die Kostenfalle.

Ein weiterer Nachteil bei dem Versuch, den Parkplatz beim Umzug auf diese Weise zu reservieren, ist, dass andere Verkehrsteilnehmer Ihre selbst aufgestellten, nicht offiziellen Hindernisse einfach abbauen bzw. zur Seite schieben und den Parkraum für sich selbst nutzen dürfen.

Hinweis:
Eine Sondergenehmigung für den Umzug verschafft Ihnen die Möglichkeit, Fahrzeuge, die trotzdem im Halteverbot parken, der Polizei zu melden.

Einfache und doppelseitige Halteverbotszonen

Genehmigungen für ein Halteverbot während des Umzugs können für fast jede Straße ausgestellt werden – auch für solche, in denen in der Regel kein Verkehr herrscht, z. B. in Fußgängerzonen. Allerdings wird hierbei unterschieden, ob die Sperrung für eine oder beide Straßenseiten gilt.

Auto an einem AbschleppkranDie einfache Halteverbotszone – durch zwei Schilder gekennzeichnet – sperrt eine Straßenseite bis zu 15 Metern ab. Ein solches Parkverbot ist ein bis zwei Tage gültig. Die doppelseitige Halteverbotszone sperrt hingegen mit vier Schildern beide Straßenseiten ab. Diese wird durch die Polizei angeordnet und findet in der Regel bei sehr schmalen Straßen Verwendung.

Parkverbotszone selber einrichten

Sie haben die Möglichkeit, die Parkverbotszone selbstständig einzurichten – vorausgesetzt, Sie haben bereits die entsprechende Genehmigung erhalten. Selbstverständlich muss am Ende der Gültigkeitsdauer der Abbau auch wieder durch Sie oder Ihre Umzugshelfer erfolgen. Beim Einrichten gibt es aber einiges zu beachten:

Die abgesperrte Zone muss immer durch zwei Schilder gekennzeichnet sein – jeweils eins am Anfang und eins am Ende und zwar in 2 Metern Höhe über einem Gehweg und 2,20 Meter über einem Radweg. Als Schilder werden dabei nur solche akzeptiert, die den amtlichen Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Diese können Sie gebührenpflichtig bei entsprechenden Institutionen in der jeweiligen Stadt ausleihen.

Wichtig ist, dass auf der Vorderseite klar das Datum samt Anfangs- und Enduhrzeit erkennbar ist und die Schilder sicher und fachmännisch aufgestellt werden. Beschilderungen oder Parkuhren, die sich in der Verbotszone befinden, müssen abgedeckt werden.
In einigen Fällen müssen Sie zusätzliche Schilder aufstellen. Beispielsweise das Verkehrszeichen 283-30 StVO (HV-Mitte), wenn Ihr Halteverbot länger als 15 Meter ist oder das Zusatzschild 1052-37 StVO, wenn sich die Verbotszone auf einem Seitenstreifen befindet.

Füllen Sie nun das Aufstellungsprotokoll aus, welches Ihnen mit der Genehmigung zugesendet wurde, indem Sie den Zeitpunkt der Aufstellung und die Fahrzeuge notieren, die sich zu diesem Zeitpunkt in der abgesperrten Zone befinden.

Hinweis:
Sind Sie mit dem Be- bzw. Entladen des Umzugswagens schneller fertig als gedacht und somit auch die Verbotszone zu lange beantragt, können Sie den Parkplatz frühzeitig wieder für andere Autofahrer freigeben. Decken Sie hierfür einfach die Verkehrsschilder z. B. mit einem Müllbeutel ab.

Bildquellen (v.o.n.u.):
© "Die Schilder stehn schon" by Sonja Pieper is licensed under CC BY-SA 2.0
© Andreas Hermsdorf/PIXELIO
© "but what is it?" by Erich Ferdinand is licensed under CC BY 2.0
© gabriele Planthaber/PIXELIO

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