Unglücklich im Studium 6 grundlegende Fragen, die du dir stellen solltest

Unglücklich im StudiumUnglücklich im Studium

Klausuren vorbei, Entspannungsmodus an. Für diejenigen, die unglücklich im Studium sind, ist das nicht so ohne Weiteres möglich. Denn Unsicherheit lässt nicht die Erholung zu, die jetzt so bitter nötig wäre. Wir verraten dir, über welche grundsätzlichen Fragen du dir fernab vom Unistress stellen solltest, um für das neue Semester Motivation zu finden – oder vielleicht doch einen kompletten Neuanfang zu wagen.

Frage 1: Was habe ich erreicht in den letzten Semestern?

Seite mit FormelnNimm dir zunächst einmal Zeit, über deinen bisherigen Studienverlauf nachzudenken. Bei den vielen Kursen, Seminaren und Vorlesungen, die du besonders im Bachelor-Studium absolvieren musst, ist es nicht ungewöhnlich, den Überblick zu verlieren.

Passt dein Studienverlauf zu deinen Vorstellungen? Welches Fach bremst dich aus? Was fiel dir besonders schwer? Wenn du dir diese Fragen beantwortest, schaffst du dir gleichzeitig ein Bewusstsein darüber, wo deine Schwachpunkte sind und welche Dinge du in den kommenden Semestern in den Griff bekommen musst.

Auch Eigenlob stinkt nicht, sondern ist eine legitime Art und Weise, deine Leistungen der zurückliegenden Semester vor dir selbst anzuerkennen. Belohne dich mit etwas ganz Besonderem – beispielsweise etwas, was du während des Semesters nicht machen konntest, weil dir die Zeit fehlte.

Wenn du allerdings mithilfe deines persönlichen Resümees zum Schluss kommen solltest, dass etwas gewaltig schief läuft im Studium, ist es an der Zeit, genauere Ursachenforschung zu betreiben.

Frage 2: Bin ich generell mit meinem Studium unzufrieden?

Oftmals entpuppt sich das Fach, für das man sich schon in der Schulzeit interessierte und auch zu Beginn des Studiums noch Feuer und Flamme war, als enttäuschend. Lehrinhalte und Themen sind viel trockener und eintöniger, als du dir das vorgestellt hast. Diese Desillusionierung erleben vor allem viele, die ihr Hobby zum Beruf machen möchten.

Du hast immer gerne Klavier gespielt, doch das Musikstudium ist der Horror? Rechnen war schon immer dein Ding, aber mit den abgehobenen Gleichungen des Mathematikstudiums kannst du nichts anfangen? Dann solltest du dich ernsthaft fragen, ob es denn wirklich das ist, was du dein Leben lang beruflich machen möchtest.

Wir reden nicht von ein paar nervigen Vorlesungen. Jedes Fach hat Teilgebiete, die einen nicht ganz so brennend interessieren. Wenn du aber bemerkst, dass die Begeisterung einfach so gar nicht mehr lodert, ist es an der Zeit, die Reißleine zu ziehen. Reflektiere genau, ob es sich nur um ein momentanes Tief handelt oder du generell unzufrieden mit deinem Studium bist.

Hinweis:
Ein später Studienwechsel oder gar Studienabbruch ist besser, als dreißig Jahre lang in einer Branche zu arbeiten, von der man sich gedanklich bereits im Studium verabschiedet hat. Denn nur wenn du voll und ganz hinter deinem Studium stehst, wirst du in Zukunft auch erfolgreich und zufrieden sein.  Hilfreiche Infos über verschiedene Studiengänge findest du auf dem Portal das-richtige-studieren.de.

Frage 3: Habe ich mein berufliches Ziel noch vor Augen?

Das Studium ist letztendlich nur ein Mittel zum Zweck. Es geht nicht darum, jahrelang zu pauken und dich durch schnöde Seminare zu quälen nur um des Lernens Willen. Entscheidend ist, was du danach damit anfangen möchtest.

Viele Studienabbrecher berichten davon, dass Sie einfach irgendwas angefangen haben, weil sie nicht wussten, was sie sonst hätten studieren sollen. Wenn du kein Ziel vor Augen hast, wirst du früher oder später garantiert unglücklich mit deinem Studium.

Literatur in einer BibliothekMache dir klar, wo du in fünf Jahren stehen willst. Wenn du ein klares Ziel hast, stecke dir Etappen ab (Bachelor-Abschluss, Klausur XY bestehen). Kämpfe dich von einem Etappenziel zum nächsten, und verliere den Blick für die Zeit nach deinem Abschluss nicht aus den Augen. Denn die beste Motivation ist die, die du dir selbst schaffst.

Frage 4: Studiere ich überhaupt gerne?

Du brütest schon wieder wochenlang über deiner Hausausarbeit? Und die wissenschaftlichen Schinken, die du als Quellen verwenden musst, würdest du am liebsten an die Wand werfen?

Dann frage dich doch einmal, ob das Studieren generell zu dir passt. Denn die akademische Auseinandersetzung mit Inhalten ist nicht jedermanns Sache – unabhängig davon, ob du dich für die grundlegende Thematik deines Studiengangs interessierst oder nicht.

Muss es auch nicht sein: Vielleicht gibt es ja eine Berufsausbildung mit ähnlichen Inhalten, die besser zu dir passt. Ist dies der Fall, macht es vielleicht Sinn, ernsthaft über einen Wechsel nachzudenken.

Frage 5: Kann ich mein Studium optimieren?

Wenn es sich bei deinem momentanen Unwohlsein eher um ein Kurzzeit-Down handelt, denke darüber nach, wie du den Absprung schaffst. Was genau macht dich im Studium unglücklich? Ist es wirklich das Fach oder eher die ganze Organisation? Nervt dich eine Vorlesung oder eher eine bestimmter Dozent? Diese Fragen sind besonders wichtig, um etwas verändern zu können.

Im Großen und Ganzen musst du selbst dafür sorgen, dass dein Studium wieder Spaß macht. Zur Not kannst du auch die Uni wechseln, wenn dir bestimmte Dinge, die nicht unmittelbar mit deiner Fachrichtung zu tun haben, an deiner jetzigen Hochschule einfach stinken.

Unbeliebte oder langweilige Vorlesungen lassen sich vielleicht durch angenehmere ersetzen oder zumindest in entsprechend guter Gesellschaft leichter ertragen. Suche dir Lerngruppen zur Prüfungsvorbereitung von Klausuren, die dir besonders Sorge bereiten.

Frage 6: Stehen Studium und Freizeit im richtigen Verhältnis?

Oftmals sorgen auch andere Faktoren dafür, dass du unzufrieden im Studium bist. Diese müssen nicht zwangsläufig mit der Uni selbst zu tun haben: Eine knappe Kasse, Heimweh oder wenig Zeit für die Beziehung belasten die Psyche vieler Studenten zusätzlich.Luftmatratze im Schwimmbad

Das alles schafft Stress für dich und lässt dich deine aktuelle Situation vielleicht schwärzer sehen, als sie wirklich ist. Versuche, eine Balance zwischen Studium und Freizeit zu finden, die dich erfüllt. Vergleiche dich nicht mit anderen und träume nicht vom großen Geldsegen. Für Karriereeifer und das Managergehalt ist nach dem Abschluss noch mehr als genug Zeit.

Versuche es zum Beispiel mit verschiedenen Entspannungsmethoden, um einfach mal einen Moment innezuhalten und durchzuatmen, wenn dir alles zu viel wird. Denn nur wenn du privat im Gleichgewicht bist, hast du optimale Voraussetzungen, um im Studium alles zu geben.

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Bildquellen (v.o.n.u.):
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