Un­glück­lich im Stu­di­um

Klau­su­ren vor­bei, Ent­span­nungs­mo­dus an. Für die­je­ni­gen, die un­glück­lich im Stu­di­um sind, ist das nicht so oh­ne Wei­te­res mög­lich. Denn Un­si­cher­heit lässt nicht die Er­ho­lung zu, die jetzt so bit­ter nö­tig wä­re. Wir ver­ra­ten dir, über wel­che grund­sätz­li­chen Fra­gen du dir fern­ab vom Unis­t­ress stel­len soll­test, um für das neue Se­mes­ter Mo­ti­va­ti­on zu fin­den – oder viel­leicht doch ei­nen kom­plet­ten Neu­an­fang zu wa­gen.

Fra­ge 1: Was ha­be ich er­reicht in den letz­ten Se­mes­tern?

Seite mit FormelnNimm dir zu­nächst ein­mal Zeit, über dei­nen bis­he­ri­gen Stu­di­en­ver­lauf nach­zu­den­ken. Bei den vie­len Kur­sen, Se­mi­na­ren und Vor­le­sun­gen, die du be­son­ders im Ba­che­lor-Stu­di­um ab­sol­vie­ren musst, ist es nicht un­ge­wöhn­lich, den Über­blick zu ver­lie­ren.

Passt dein Stu­di­en­ver­lauf zu dei­nen Vor­stel­lun­gen? Wel­ches Fach bremst dich aus? Was fiel dir be­son­ders schwer? Wenn du dir die­se Fra­gen be­ant­wor­test, schaffst du dir gleich­zei­tig ein Be­wusst­sein dar­über, wo dei­ne Schwach­punk­te sind und wel­che Din­ge du in den kom­men­den Se­mes­tern in den Griff be­kom­men musst.

Auch Ei­gen­lob stinkt nicht, son­dern ist ei­ne le­gi­ti­me Art und Wei­se, dei­ne Leis­tun­gen der zu­rück­lie­gen­den Se­mes­ter vor dir selbst an­zu­er­ken­nen. Be­loh­ne dich mit et­was ganz Be­son­de­rem – bei­spiels­wei­se et­was, was du wäh­rend des Se­mes­ters nicht ma­chen konn­test, weil dir die Zeit fehl­te.

Wenn du al­ler­dings mit­hil­fe dei­nes per­sön­li­chen Re­sü­mees zum Schluss kom­men soll­test, dass et­was ge­wal­tig schief läuft im Stu­di­um, ist es an der Zeit, ge­naue­re Ur­sa­chen­for­schung zu be­trei­ben.

Fra­ge 2: Bin ich ge­ne­rell mit mei­nem Stu­di­um un­zu­frie­den?

Oft­mals ent­puppt sich das Fach, für das man sich schon in der Schul­zeit in­ter­es­sier­te und auch zu Be­ginn des Stu­di­ums noch Feu­er und Flam­me war, als ent­täu­schend. Lehr­in­hal­te und The­men sind viel tro­cke­ner und ein­tö­ni­ger, als du dir das vor­ge­stellt hast. Die­se Des­il­lu­sio­nie­rung er­le­ben vor al­lem vie­le, die ihr Hob­by zum Be­ruf ma­chen möch­ten.

Du hast im­mer ger­ne Kla­vier ge­spielt, doch das Mu­sik­stu­di­um ist der Hor­ror? Rech­nen war schon im­mer dein Ding, aber mit den ab­ge­ho­be­nen Glei­chun­gen des Ma­the­ma­tik­stu­di­ums kannst du nichts an­fan­gen? Dann soll­test du dich ernst­haft fra­gen, ob es denn wirk­lich das ist, was du dein Le­ben lang be­ruf­lich ma­chen möch­test.

Wir re­den nicht von ein paar ner­vi­gen Vor­le­sun­gen. Je­des Fach hat Teil­ge­bie­te, die ei­nen nicht ganz so bren­nend in­ter­es­sie­ren. Wenn du aber be­merkst, dass die Be­geis­te­rung ein­fach so gar nicht mehr lo­dert, ist es an der Zeit, die Reiß­lei­ne zu zie­hen. Re­flek­tie­re ge­nau, ob es sich nur um ein mo­men­ta­nes Tief han­delt oder du ge­ne­rell un­zu­frie­den mit dei­nem Stu­di­um bist.

Hin­weis:
Ein spä­ter Stu­di­en­wech­sel oder gar Stu­di­en­ab­bruch ist bes­ser, als drei­ßig Jah­re lang in ei­ner Bran­che zu ar­bei­ten, von der man sich ge­dank­lich be­reits im Stu­di­um ver­ab­schie­det hat. Denn nur wenn du voll und ganz hin­ter dei­nem Stu­di­um stehst, wirst du in Zu­kunft auch er­folg­reich und zu­frie­den sein.  Hilf­rei­che In­fos über ver­schie­de­ne Stu­di­en­gän­ge fin­dest du auf dem Por­tal das-rich­ti­ge-stu­die­ren.de.

Fra­ge 3: Ha­be ich mein be­ruf­li­ches Ziel noch vor Au­gen?

Das Stu­di­um ist letzt­end­lich nur ein Mit­tel zum Zweck. Es geht nicht dar­um, jah­re­lang zu pau­ken und dich durch schnö­de Se­mi­na­re zu quä­len nur um des Ler­nens Wil­len. Ent­schei­dend ist, was du da­nach da­mit an­fan­gen möch­test.

Vie­le Stu­di­en­ab­bre­cher be­rich­ten da­von, dass Sie ein­fach ir­gend­was an­ge­fan­gen ha­ben, weil sie nicht wuss­ten, was sie sonst hät­ten stu­die­ren sol­len. Wenn du kein Ziel vor Au­gen hast, wirst du frü­her oder spä­ter ga­ran­tiert un­glück­lich mit dei­nem Stu­di­um.

Literatur in einer BibliothekMa­che dir klar, wo du in fünf Jah­ren ste­hen willst. Wenn du ein kla­res Ziel hast, ste­cke dir Etap­pen ab (Ba­che­lor-Ab­schluss, Klau­sur XY be­ste­hen). Kämp­fe dich von ei­nem Etap­pen­ziel zum nächs­ten, und ver­lie­re den Blick für die Zeit nach dei­nem Ab­schluss nicht aus den Au­gen. Denn die bes­te Mo­ti­va­ti­on ist die, die du dir selbst schaffst.

Fra­ge 4: Stu­die­re ich über­haupt ger­ne?

Du brü­test schon wie­der wo­chen­lang über dei­ner Haus­aus­ar­beit? Und die wis­sen­schaft­li­chen Schin­ken, die du als Quel­len ver­wen­den musst, wür­dest du am liebs­ten an die Wand wer­fen?

Dann fra­ge dich doch ein­mal, ob das Stu­die­ren ge­ne­rell zu dir passt. Denn die aka­de­mi­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit In­hal­ten ist nicht je­der­manns Sa­che – un­ab­hän­gig da­von, ob du dich für die grund­le­gen­de The­ma­tik dei­nes Stu­di­en­gangs in­ter­es­sierst oder nicht.

Muss es auch nicht sein: Viel­leicht gibt es ja ei­ne Be­rufs­aus­bil­dung mit ähn­li­chen In­hal­ten, die bes­ser zu dir passt. Ist dies der Fall, macht es viel­leicht Sinn, ernst­haft über ei­nen Wech­sel nach­zu­den­ken.

Fra­ge 5: Kann ich mein Stu­di­um op­ti­mie­ren?

Wenn es sich bei dei­nem mo­men­ta­nen Un­wohl­sein eher um ein Kurz­zeit-Down han­delt, den­ke dar­über nach, wie du den Ab­sprung schaffst. Was ge­nau macht dich im Stu­di­um un­glück­lich? Ist es wirk­lich das Fach oder eher die gan­ze Or­ga­ni­sa­ti­on? Nervt dich ei­ne Vor­le­sung oder eher ei­ne be­stimm­ter Do­zent? Die­se Fra­gen sind be­son­ders wich­tig, um et­was ver­än­dern zu kön­nen.

Im Gro­ßen und Gan­zen musst du selbst da­für sor­gen, dass dein Stu­di­um wie­der Spaß macht. Zur Not kannst du auch die Uni wech­seln, wenn dir be­stimm­te Din­ge, die nicht un­mit­tel­bar mit dei­ner Fach­rich­tung zu tun ha­ben, an dei­ner jet­zi­gen Hoch­schu­le ein­fach stin­ken.

Un­be­lieb­te oder lang­wei­li­ge Vor­le­sun­gen las­sen sich viel­leicht durch an­ge­neh­me­re er­set­zen oder zu­min­dest in ent­spre­chend gu­ter Ge­sell­schaft leich­ter er­tra­gen. Su­che dir Lern­grup­pen zur Prü­fungs­vor­be­rei­tung von Klau­su­ren, die dir be­son­ders Sor­ge be­rei­ten.

Fra­ge 6: Ste­hen Stu­di­um und Frei­zeit im rich­ti­gen Ver­hält­nis?

Oft­mals sor­gen auch an­de­re Fak­to­ren da­für, dass du un­zu­frie­den im Stu­di­um bist. Die­se müs­sen nicht zwangs­läu­fig mit der Uni selbst zu tun ha­ben: Ei­ne knap­pe Kas­se, Heim­weh oder we­nig Zeit für die Be­zie­hung be­las­ten die Psy­che vie­ler Stu­den­ten zu­sätz­lich.Luftmatratze im Schwimmbad

Das al­les schafft Stress für dich und lässt dich dei­ne ak­tu­el­le Si­tua­ti­on viel­leicht schwär­zer se­hen, als sie wirk­lich ist. Ver­su­che, ei­ne Ba­lan­ce zwi­schen Stu­di­um und Frei­zeit zu fin­den, die dich er­füllt. Ver­glei­che dich nicht mit an­de­ren und träu­me nicht vom gro­ßen Geld­se­gen. Für Kar­rie­re­ei­fer und das Ma­na­ger­ge­halt ist nach dem Ab­schluss noch mehr als ge­nug Zeit.

Ver­su­che es zum Bei­spiel mit ver­schie­de­nen Ent­span­nungs­me­tho­den, um ein­fach mal ei­nen Mo­ment in­ne­zu­hal­ten und durch­zu­at­men, wenn dir al­les zu viel wird. Denn nur wenn du pri­vat im Gleich­ge­wicht bist, hast du op­ti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen, um im Stu­di­um al­les zu ge­ben.

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Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© "64/103: Fa­re­well We'll See You in Hell [II]" by Alex Bel­link is li­cen­s­ed un­der CC BY 2.0
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