Gefrierschrank transportieren Tiefkühlschrank tragen beim Umzug

Gefrierschrank transportieren

Gefrierschrank transportierenStatistisch gesehen muss die Hälfte der Deutschen bei einem Umzug einen Gefrierschrank transportieren. Aufgrund der Rekordmaße und technischen Besonderheiten dieses Riesen unter den Haushaltsgeräten ist dies – zusammen mit dem Waschmaschinentransport – regelrecht die Spezialdisziplin unter den Umzugsaufgaben. Wir erläutern in 3 einfachen Schritten, wie Sie problemlos und vor allem sicher einen Tiefkühlschrank transportieren.

Schritt 1: Tiefkühler vor dem Transportieren leeren und abtauen

Räumen Sie den Gefrierschrank zunächst komplett aus und tauen Sie das Gerät ab. Denn dieser Koloss bringt voll beladen häufig gute 200 kg auf die Waage – und ist dadurch nahezu unmöglich zu tragen. Außerdem sorgt austretendes Schmelzwasser für erhöhte die Rutschgefahr.

Schalten Sie zum Abtauen das Gerät aus und ziehen Sie den Netzstecker. Um das Tauwasser aufzunehmen, legen Sie Handtücher vor die geöffnete Türe des Gefrierschranks. Besonders praktisch sind Modelle mit Ablaufrinnen oder -ventilen; hier fangen Sie das Wasser einfach in einer Schale auf.Tiefkühler vor dem Transportieren abtauen

Den Tauprozess eines Tiefkühlschranks vor dem Transportieren können Sie beschleunigen, indem Sie einen Ventilator vor die geöffnete Tür stellen. So entsteht eine Luftzirkulation, die kalte Luft ab- und zimmerwarme Luft einströmen lässt. Bis sich ein Gefrierschrank vor dem Transport beim Umzug abtauen lässt, dauert es ca. 6 - 12 Stunden.

Von rabiateren Methoden wie dem Enteisen mit einem Fön, heißen Topf oder Dampfstrahler raten wir – zumindest im Falle eines Tiefkühlers – ab. Dadurch kann die Beschichtung im Inneren des Geräts oder sogar die Elektronik beschädigt werden.

Unser Tipp:
Schon Wochen vor dem Umzug kann mit dem Verzehr der eingefrorenen Lebensmittel begonnen werden, so dass am Umzugstag möglichst wenig übrig bleibt. Über nicht verzehrtes Gefriergut freuen sich Nachbarn und Freunde garantiert.

Schritt 2: Sicher den Gefrierschrank tragen mit Klebeband und Tragegurten

Am Umzugstag schließlich sollten Sie den Gefrierschrank transportieren, ohne dabei Schäden an Gerät und vor allem Helfern zu verursachen.

Mit Klebeband Türen und Netzkabel sichernFixieren Sie zunächst mit einem starken Klebeband (z.B. mit Gewebeband, auch Gaffa-Tape genannt) die Türen des Aggregats und befestigen Sie das Netzkabel an der Rückseite. So vermeiden Sie, dass während des Tragens das Kabel auf dem Boden schleift oder sich plötzlich die Tür des Gefrierschranks beim Umzug öffnet – und das Vorhaben somit zur gefährlichen Stolperpartie wird.

Tragen Sie das Gerät idealerweise zu zweit oder sogar zu dritt. Aufgrund der hohen Ausmaße raten wir dringend davon ab, den Gefrierschrank alleine zu tragen – Unfälle sind vorprogrammiert. Verwenden Sie darüber hinaus – insbesondere bei schweren Geräten – Tragegurte. So wird die Last gleichmäßig auf den Armen und Schultern verteilt. Mit den Händen sorgen Sie nun lediglich für zusätzliche Stabilität und verhindern ein seitliches Abkippen. Achten Sie stets darauf, das Gerät möglichst aufrecht zu tragen.

Achtung:
Auf Treppen besteht besonders für den Träger unten ein erhöhtes Unfallrisiko. Um nicht vom Gewicht des Elektrogroßgeräts rückwärts die Treppe hinunter gedrückt zu werden, sollte dieser stets das Körpergewicht gegen den Gefrierschrank stemmen und so für Gegendruck sorgen.

Schritt 3: Gefrierschrank transportieren und aufstellen

Eines vorneweg: Beides ist möglich – einen Gefrierschrank liegend oder stehend zu transportieren. Wenn Sie das Aggregat in einen Umzugswagen packen möchten, stellen Sie es idealerweise aufrecht. Ist das Fahrzeug nicht hoch genug, z.B. wenn Sie mit einem Kastenwagen oder PKW unterwegs ist, können Sie ausnahmsweise den Gefrierschrank liegend transportieren. Das Gerät darf jedoch unter keinen Umständen auf den Rücken gelegt werden. Ansonsten besteht die Gefahr der Beschädigung des Kühlgitters und der Kühlleitungen. Wir raten zu einer Lagerung auf der Seite.

Beim Tiefkühlschrank transportieren Kühlgitter schützenSchalten Sie sowohl nach dem liegenden als auch stehenden Transportieren den Tiefkühler auf keinen Fall gleich ein. Durch die Bewegung des Aggregats gelangt nämlich Schmiermittel in den Kühlkreislauf, das sich zunächst wieder setzen und in den Kompressor zurücklaufen muss.

Berücksichtigen Sie je nach Transportmethode und Baujahr des Gefrierschranks unterschiedliche Wartezeiten, bis das Gerät wieder eingeschaltet werden kann – das Gleiche gilt übrigens auch, wenn Sie einen Kühlschrank transportieren:

Gefrierschrank stehend transportieren mit kurzer Wartezeit

Können Sie den Gefrierschrank stehend transportieren, sparen Sie Wartezeit bis zur Inbetriebnahme. Diese beträgt in diesem Fall nur ca. 3 - 4 Stunden. Das gilt allerdings nur für Geräte neuerer Bauart. Bei alten Geräten kann die erforderliche Zeit bis zum Einschalten sogar 12 Stunden betragen.

Gefrierschrank liegend transportieren mit langer Ruhepause

Ist kein stehender Transport möglich und Sie müssen den Gefrierschrank liegend transportieren, sind längere Ruhezeiten erforderlich. Warten Sie bei einem neueren Gerät 12 Stunden; alte Modelle benötigen dagegen bis zum Wiedereinschalten mindestens 24 Stunden.

Unser Tipp:
Genaue Angaben über empfohlene Ruhezeiten vor der Inbetriebnahme entnehmen Sie in der Regel der Gebrauchsanweisung. Ist dort nichts vermerkt, schafft ein kurzer Anruf beim Hersteller Abhilfe.

Strom sparen durch die richtige Positionierung

Sparen Sie Strom, indem Sie den Gefrierschrank nach dem Tragen so aufstellen, dass dieser nicht direkt an Wärmequellen, wie z.B. dem Herd, Backofen oder der Spülmaschine, steht. Eine Faustformel besagt nämlich, dass pro Grad höhere Außentemperatur vier Prozent mehr Energie vonnöten ist.

Lassen Sie außerdem hinten etwas Platz zur Wand; ideal sind hier mindestens 10 cm Abstand. Je besser die Luft an der Rückseite des Geräts zirkulieren kann, desto weniger Strom verbraucht das Kühlaggregat.

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Neben einer guten Planung und dem entsprechenden Knowhow gehört zum Tiefkühler transportieren vor allem zuverlässige und belastbare Unterstützung. Beim Tragen des oftmals schweren Gerätes lauern Unfallgefahren nämlich hinter jeder Ecke.

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