Um­zug ins Aus­land

Ein Um­zug ins Aus­land ist ein gro­ßes Aben­teu­er. Wer hat nicht schon ein­mal da­von ge­träumt, die Zel­te ab­bre­chen und ins Un­ge­wis­se zu star­ten. Ne­ben al­ler Vor­freu­de soll­te man al­ler­dings nicht ver­ges­sen, sich gut auf den Aus­lands­um­zug vor­zu­be­rei­ten. Or­ga­ni­sa­to­ri­sche Din­ge wie un­ge­lieb­te Be­hör­den­gän­ge und die Woh­nungs­su­che ste­hen hier zwei­fels­oh­ne im Vor­der­grund, aber auch ei­ne Aus­ein­an­der­set­zung mit der neu­en Kul­tur soll­te nicht au­ßer Acht ge­las­sen wer­den. Da­mit die Ein­ge­wöh­nung rei­bungs­los ver­läuft, ha­ben wir die wich­tigs­ten Punk­te für Sie zu­sam­men­ge­fasst.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

In­for­ma­tio­nen sam­meln

Spra­che ler­nen

Ge­neh­mi­gun­gen und Vi­sa

Ver­si­che­run­gen und Do­ku­men­te

Woh­nungs­su­che im Aus­land

Um­zugs­gut trans­por­tie­ren

Schu­le für Ihr Kind aus­wäh­len

Um­zug ins Aus­land mit Haus­tie­ren

1. In­for­ma­tio­nen sam­meln, Do‘s and Dont‘s ken­nen

Wenn ein Um­zug ins Aus­land be­vor­steht, soll­ten Sie sich schon im Vor­feld aus­führ­lich über Ih­ren zu­künf­ti­gen Wohn­ort in­for­mie­ren.

An­de­re Län­der, an­de­re Sit­ten

Zie­hen Sie bei­spiels­wei­se in ein Land, in dem kul­tu­rell- oder re­li­gi­ons­be­dingt an­de­re Ver­hal­tens­wei­sen vor­aus­ge­setzt wer­den, ist ei­ne sorg­fäl­ti­ge Re­cher­che Ih­rer­seits noch vor Ih­rem Aus­lands­um­zug hilf­reich bis not­wen­dig.

Andere Länder, andere SittenHier kön­nen Rei­se­füh­rer oder Be­nimm-Bü­cher, z.B. der Aus­lands­knig­ge, sehr hilf­reich sein. Die­se sind oft schon für we­ni­ge Eu­ro er­hält­lich. So ler­nen Sie zum Bei­spiel, dass in den meis­ten ara­bi­schen Län­dern Al­ko­hol­kon­sum strikt un­ter­sagt ist oder die lin­ke Hand in In­di­en als un­sau­ber gilt.

Kli­ma­wan­del mal an­ders

Auch das Kli­ma kann in Ih­rem Ziel­land ein an­de­res sein. Rich­ten Sie Ih­re Gar­de­ro­be dar­auf ein, aber selbst­ver­ständ­lich nur un­ter Be­rück­sich­ti­gung der lan­des­ty­pi­schen Ver­hal­tens­wei­sen. Di­cke Win­ter­pull­over in Thai­land sind über­flüs­sig, wo­hin­ge­gen kur­ze Är­mel oder Shorts in Du­bai trotz hei­ßer Som­mer­mo­na­te kul­tu­rell be­dingt ab­so­lut ta­bu sind.

Ob­jek­ti­ve In­for­ma­ti­ons­quel­len ver­wen­den

Wei­te­re wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen über Ihr Ziel­land und all­ge­mein Wis­sens­wer­tes für den Um­zug ins Aus­land fin­den Sie z.B. auf den In­ter­net­sei­ten des Bun­des­ver­wal­tungs­amt (BVA) oder Aus­wär­ti­gen Am­tes. Hier kön­nen Sie sich über ar­beits-, steu­er- und so­zi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­che Re­ge­lun­gen und auch Ein­rei­se-, Auf­ent­halts- und Zoll­be­stim­mun­gen des Ziel­lan­des in­for­mie­ren.

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2. No com­pren­de?! Spra­che ler­nen

Sprach­li­che De­fi­zi­te er­schwe­ren die Ein­ge­wöh­nung. Nach Mög­lich­keit soll­ten Sie des­halb schon vor­her ei­nen Sprach­kurs be­le­gen oder pri­va­ten Sprach­un­ter­richt neh­men.

Flos­keln ler­nen

Vor dem Auslandsumzug Sprache lernenFür ei­nen leich­te­ren Start im neu­en Land rei­chen oft auch schon Flos­keln, wie bei­spiels­wei­se "Hal­lo, Tschüss, Dan­ke, Bit­te, Ich möch­te…, Wo ist…?". Ein­hei­mi­sche wer­den so mit Si­cher­heit Ihr Be­mü­hen er­ken­nen und in der Re­gel auch schät­zen – und es ge­lingt deut­lich ein­fa­cher, in der neu­en Um­ge­bung auch Kon­tak­te au­ßer­halb des ei­ge­nen Kul­tur­krei­ses zu knüp­fen.

Trotz­dem soll­ten Ihr En­ga­ge­ment hier nicht en­den, denn Sie wer­den se­hen: Je schnel­ler Sie die neue Spra­che spre­chen, des­to woh­ler wer­den Sie sich füh­len.

Sprach­kurs wird oft durch Ar­beit­ge­ber über­nom­men

Wenn Sie be­rufs­be­dingt ins Aus­land um­zie­hen müs­sen, kön­nen Sie auch di­rekt Ih­ren neu­en Ar­beit­ge­ber auf ei­nen even­tu­el­len Sprach­kurs für sich und Ih­re Fa­mi­lie an­spre­chen. Vie­le Ar­beit­ge­ber kom­men Ih­ren aus­län­di­schen Mit­ar­bei­tern hier ent­ge­gen und küm­mern sich um ein Sprach­trai­ning.

Die ei­gen­stän­di­ge Su­che nach ei­ner neu­en Ar­beits­stel­le im Aus­land wird durch aus­rei­chen­de Sprach­kennt­nis­se er­leich­tert. Ei­ni­ge Ar­beit­ge­ber set­zen die­se für die Job­ver­ga­be so­gar vor­aus.

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3. Ge­neh­mi­gun­gen und Vi­sa für den Aus­lands­um­zug

Als deut­scher Staats­bür­ger kön­nen Sie in­ner­halb der EU mit Ih­ren gül­ti­gen Aus­weis­pa­pie­ren (Per­so­nal­aus­weis oder Rei­se­pass) pro­blem­los in an­de­re EU-Staa­ten ein­rei­sen.

Bei ei­nem Auf­ent­halt in ei­nem EU-Mit­glied­staat von mehr als drei Mo­na­ten müs­sen Sie al­ler­dings ei­ne Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de be­an­tra­gen.

Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung be­an­tra­gen

In den meis­ten Län­dern be­an­tra­gen Sie Ih­re Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung im Rat­haus oder Po­li­zei­prä­si­di­um der je­wei­li­gen Stadt. Fol­gen­de Do­ku­men­te sind hier­für er­for­der­lich: die Ge­burts­ur­kun­de, ei­nen Wohn­ort-Nach­weis, Nach­wei­se über Ih­re fi­nan­zi­el­le Si­tua­ti­on, 2-4 Pass­fo­tos, ein po­li­zei­li­ches Füh­rungs­zeug­nis des Hei­mat­lan­des (nicht im­mer er­for­der­lich). Es kön­nen noch wei­te­re Do­ku­men­te not­wen­dig sein, die aber von Land zu Land un­ter­schied­lich sind.

Richtige Dokumente sind wichtigVi­sum für Um­zü­ge au­ßer­halb der EU

Bei ei­nem Aus­lands­um­zug in ei­nen Nicht-EU-Mit­glieds­staat ist es wich­tig, dass Sie früh­zei­tig ein Vi­sum be­an­tra­gen – ein Zeit­raum von zwei bis drei Mo­na­ten vor dem Um­zug soll­te hier aus­rei­chen. Wel­che Do­ku­men­te hier­für not­wen­dig sind, ist ab­hän­gig von dem Ziel­land.

Die ein­zel­nen Ziel­län­der stel­len hier un­ter­schied­li­che Be­din­gun­gen an die An­trags­stel­ler und un­ter­schei­den zwi­schen ei­nem Tou­ris­ten- und Ar­beits­vi­sum. Als In­for­ma­ti­ons­quel­le dient auch hier das Aus­wär­ti­ge Amt. Als deut­scher Staats­bür­ger er­hal­ten Sie hier zu je­dem Land die je­wei­li­gen Vi­s­a­be­stim­mun­gen.

Hoch­qua­li­fi­zier­ten wird die Ein­rei­se er­leich­tert

Wenn Sie auf­grund Ih­rer Qua­li­fi­ka­ti­on von ei­nem Ar­beit­ge­ber ins Aus­land ab­ge­wor­ben wer­den, weil in Ih­rem Ziel­land ein Man­gel an qua­li­fi­zier­ten Ar­beits­kräf­ten be­steht, sind die Ein­rei­se­be­stim­mun­gen für Sie in der Re­gel nicht so streng. Hier wird Sie Ihr zu­künf­ti­ger Ar­beit­ge­ber bei der Be­an­tra­gung un­ter­stüt­zen.

Eben­falls vom neu­en Un­ter­neh­men wird auch die Ar­beits­er­laub­nis für Sie bei der zu­stän­di­gen Be­hör­de be­an­tragt. Wel­che Un­ter­la­gen hier­für nö­tig sind, er­fah­ren Sie di­rekt beim Aus­wär­ti­gen Amt.

Im­mer beim Ein­woh­ner­mel­de­amt ab­mel­den

Wenn Sie Deutsch­land ver­las­sen, müs­sen Sie sich beim Ein­woh­ner­mel­de­amt Ih­rer Stadt ab­mel­den. Ei­nen Zweit­wohn­sitz in Deutsch­land an­zu­mel­den ist nicht mög­lich, da sich hier­für auch der Erst­wohn­sitz in der Bun­des­re­pu­blik be­fin­den muss.

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4. Ver­si­che­run­gen und Do­ku­men­te

Mit­nah­me der Kran­ken­ver­si­che­rung ab­hän­gig vom Rei­se­land

Vor dem Um­zug ins Aus­land soll­ten Sie sich bei Ih­rer Kran­ken­ver­si­che­rung er­kun­di­gen, ob der Ver­si­che­rungs­schutz für Sie auch au­ßer­halb Deutsch­lands gül­tig ist – oft ist dies bei ei­nem tem­po­rä­ren Aus­lands­auf­ent­halt der Fall. Auf der In­ter­net­sei­te der Deut­schen Ver­bin­dungs­stel­le Kran­ken­ver­si­che­rung Aus­land (DV­KA) wird zu­dem ei­ne Über­sicht zur Ver­fü­gung ge­stellt, wel­che Re­ge­lung für ein­zel­ne Staa­ten be­ste­hen.

Vor­her Ter­min beim Haus­arzt ver­ein­ba­ren

Beim Umzug ins Ausland Krankenversicherung behaltenIhr Haus­arzt kann Sie au­ßer­dem über even­tu­ell me­di­zi­ni­sche Be­son­der­hei­ten in Ih­rem zu­künf­ti­gen Hei­mat­land in­for­mie­ren. In an­de­ren Län­dern ist oft ein be­son­de­rer Impf­schutz not­wen­dig. In man­chen au­ßer­eu­ro­päi­schen Län­dern ist die­ser be­son­de­re Impf­schutz so­gar Vor­aus­set­zung, um ein Vi­sum be­an­tra­gen zu kön­nen. Bit­te be­ach­ten Sie bei Ih­rem Aus­lands­um­zug, dass Imp­fun­gen teil­wei­se meh­re­re Ter­mi­ne in An­spruch neh­men. Hier soll­ten Sie sich bei Ih­rem Haus­arzt bis zu ei­nem hal­ben Jahr im Vor­aus in­for­mie­ren.

Las­sen Sie sich am bes­ten dar­über hin­aus noch ein­mal kom­plett durch­che­cken. Auch ei­nen Be­such beim Zahn­arzt soll­ten Sie ein­pla­nen.

Bis­he­ri­ge Haft­plicht oft gül­tig, Kfz- und Haus­rat­ver­si­che­rung nicht

Gut ver­si­chert sein, und das mög­lichst auch im Aus­land, ist für vie­le Aus­wan­de­rer ein wich­ti­ges The­ma. Grund­sätz­lich gilt, dass es sich bei manch ei­ner Ver­si­che­rung lohnt, die­se zu be­hal­ten, so­fern der Aus­lands­auf­ent­halt nur tem­po­rär ist.

Der Schutz der Pri­vat­haft­pflicht­ver­si­che­rung z. B. greift bei di­ver­sen An­bie­tern bei ei­nem Auf­ent­halt von bis zu fünf Jah­ren auch im Aus­land. Wo­hin­ge­gen die Haus­rat- und KFZ-Ver­si­che­rung in Deutsch­land ge­kün­digt und im neu­en Land ab­ge­schlos­sen wer­den müs­sen, da das ver­si­cher­te Ob­jekt bei ei­nem Um­zug ins Aus­land weg­fällt. In der Re­gel ha­ben Ver­si­che­rer spe­zi­el­le Klau­seln im Ver­trag, die ei­ne früh­zei­ti­ge Kün­di­gung er­mög­li­chen.

Füh­rer­schein in EU-Län­dern gül­tig

Der deut­sche Füh­rer­schein ist in der ge­sam­ten EU gül­tig. Wenn Sie al­ler­dings au­ßer­halb der EU um­zie­hen, kann es un­ter Um­stän­den not­wen­dig sein, dass Sie ei­nen In­ter­na­tio­na­len Füh­rer­schein be­an­tra­gen.

In­for­ma­tio­nen, ob Sie ei­nen in­ter­na­tio­na­len Füh­rer­schein be­nö­ti­gen, er­hal­ten Sie bei den gro­ßen Au­to­mo­bil­clubs, den je­wei­li­gen Bot­schaf­ten und Kon­su­la­ten oder auch Rei­se­ver­an­stal­tern.

Wich­ti­ge Do­ku­men­te vor­her über­set­zen

Für ver­ein­fach­te Be­hör­den­gän­ge oder die Job­su­che ist es äu­ßerst sinn­voll, wich­ti­ge Do­ku­men­te wie et­wa die Ge­burts­ur­kun­de, Hei­rats­ur­kun­de oder den Be­hin­der­ten­aus­weis noch vor dem Um­zug ins Aus­land von ei­nem ver­ei­dig­ten Über­set­zer in die Lan­des­spra­che über­set­zen und an­schlie­ßend amt­lich be­glau­bi­gen zu las­sen.

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5. Woh­nungs­su­che im Aus­land

Das In­ter­net bie­tet heut­zu­ta­ge vie­le Mög­lich­kei­ten – und er­leich­tert die Woh­nungs­su­che un­ge­mein. So kön­nen Sie z. B. von Deutsch­land aus be­reits re­cher­chie­ren, in wel­cher Re­gi­on bzw. wel­chem Stadt­vier­tel Sie zu­künf­tig le­ben möch­ten.

Vie­le On­line-Im­mo­bi­li­en­bör­sen bie­ten auch di­rekt Aus­lands­im­mo­bi­li­en in Ih­rem Ka­ta­log an. Auch aus­län­di­sche Ta­ges­zei­tun­gen ver­öf­fent­li­chen mitt­ler­wei­le Ih­re Woh­nungs­an­non­cen im In­ter­net. So kön­nen Sie sich ei­nen Über­blick über Miet­prei­se und Grö­ßen der an­ge­bo­te­nen Woh­nun­gen ver­schaf­fen – und das schon, be­vor das Um­zie­hen ins Aus­land an­steht.

Urlaub erleichtert WohnungssucheUr­laub für Re­cher­che vor Ort

Wenn es Ih­nen mög­lich ist, kann ei­ne Ur­laubs­rei­se ins zu­künf­ti­ge Ziel­land vor der Aus­wan­de­rung sehr hilf­reich sein. Durch ei­ne In­ter­net­re­cher­che kön­nen Sie in­fra­ge kom­men­de Wohn­ge­gen­den vor­se­lek­tie­ren, um un­mit­tel­bar vor Ort ge­zielt die Um­ge­bung zu er­kun­den. Au­ßer­dem lässt sich so das Nütz­li­che mit dem An­ge­neh­men, näm­lich ei­nem Ur­laub mit dem Part­ner oder der Fa­mi­lie, ver­bin­den.

Fe­ri­en­woh­nung für den An­fang

Über­stür­zen Sie es al­ler­dings nicht und mie­ten Sie auf kei­nen Fall von Deutsch­land aus ei­ne Woh­nung. Hier könn­ten bö­se Über­ra­schun­gen auf Sie war­ten. Auch im Aus­land kann sich die Woh­nungs­su­che über meh­re­re Wo­chen hin­zie­hen. Für den Be­ginn lässt sich be­quem übers In­ter­net ei­ne voll­aus­ge­rich­te­te Fe­ri­en­im­mo­bi­li­en bu­chen.

Hin­weis:
Vie­le Ar­beit­ge­ber bie­ten ih­ren aus­län­di­schen Mit­ar­bei­tern für den An­fang ei­ne Fe­ri­en­woh­nung an, bis et­was Ge­eig­ne­tes ge­fun­den ist. Neh­men Sie die­se An­nehm­lich­keit dan­kend an. Sie wer­den froh sein über al­les, was sie im Vor­feld nicht selbst pla­nen müs­sen.

Know-how von orts­an­säs­si­gem Mak­ler nut­zen

Um sich auf dem frem­den Woh­nungs­markt zu­recht zu fin­den, soll­ten Sie sich in je­dem Fall di­rekt an ei­nen orts­an­säs­si­gen Mak­ler wen­den. Die­ser kennt die üb­li­chen Miet­prei­se für die je­wei­li­ge Re­gi­on und kann zu­dem Feh­ler oder Un­stim­mig­kei­ten im Miet­ver­trag er­ken­nen.

Zu­dem sind Mak­ler mit dem Miet­recht des Lan­des ver­traut und kön­nen Sie hier über Be­son­der­hei­ten auf­klä­ren. Auch in der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Ver­mie­tern soll­ten Sie für je­de Hil­fe dank­bar sein, so­fern Sie in der Lan­des­spra­che noch un­si­cher sind.

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6. Um­zugs­gut trans­por­tie­ren

Bei ei­nem Um­zug ins Aus­land steht man stets vor der Ent­schei­dung, ob die ei­ge­nen Mö­bel mit­ge­nom­men oder ver­kauft wer­den sol­len, um sich in ei­nem an­de­ren Land voll­kom­men neu ein­zu­rich­ten. Von die­ser Ent­schei­dung hän­gen im End­ef­fekt auch die zu kal­ku­lie­ren­den Kos­ten ab.

Oft be­steht auch die Mög­lich­keit, (teil­wei­se) mö­blier­te Woh­nun­gen im Aus­land an­zu­mie­ten, so­dass ei­ne ei­ge­ne Mit­nah­me des Haus­rats nicht zwin­gend er­for­der­lich ist.

Umziehen ins Ausland mit Zollkosten verbundenZöl­le be­ach­ten

Ent­schei­den Sie sich für die Mit­nah­me Ih­res Haus­rats, müs­sen Sie je nach Ein­rei­se­land mit Zoll­kos­ten rech­nen.

Die Ein­fuhr des Um­zugs­guts ist in­ner­halb der EU im­mer steu­er­frei. Bei Um­zug in ein Land au­ßer­halb EU fal­len da­ge­gen häu­fig Ge­büh­ren an. Aus­nah­men sind u.a. Nor­we­gen, Ka­na­da, Aus­tra­li­en, die Schweiz oder die USA – hier kön­nen Sie zoll­frei Ihr Ge­päck als Über­sied­lungs­gut de­kla­rie­ren. Am bes­ten ho­len Sie recht­zei­tig bei der Zoll­be­hör­de des Ziel­lan­des In­for­ma­tio­nen ein.

Prei­se von Spe­di­tio­nen vor­her ver­glei­chen

Ab­hän­gig da­von, ob Sie ei­nen Aus­lands­um­zug nach Über­see oder auf das na­he­ge­le­ge­ne Fest­land pla­nen, va­ri­ie­ren auch die Prei­se für Um­zugs­un­ter­neh­men. Wäh­rend der Trans­port Ih­res Um­zugs­guts auf dem Land­weg mit­hil­fe ei­nes LKWs pro­blem­los mög­lich ist, muss z.B. bei ei­ner in­ter­kon­ti­nen­ta­len Um­sied­lung ein gan­zer Con­tai­ner an­ge­mie­tet wer­den – na­tür­lich zu den ent­spre­chen­den Kos­ten.

Vor­sicht:
Die Prei­se wei­chen bei glei­chem Leis­tungs­spek­trum zwi­schen den Un­ter­neh­men teil­wei­se sehr ab. Ho­len Sie sich des­we­gen vor­her An­ge­bo­te ver­schie­de­ner Fir­men ein, um so ei­nen Über­blick zu er­hal­ten und sich für den rich­ti­gen An­bie­ter zu ent­schei­den.

Um­zugs­gut in Ku­bik­me­ter be­stim­men

Da­mit Um­zugs­un­ter­neh­men die Kos­ten rea­lis­tisch ein­schät­zen kön­nen, emp­fiehlt es sich, im Vor­hin­ein die Men­ge des Um­zugs­guts zu be­stim­men. Da­für ste­hen auf den In­ter­net­sei­ten vie­ler Spe­di­tio­nen On­line­rech­ner zur Ver­fü­gung.

Die Ku­bik­me­ter­zahl kön­nen Sie dann den Spe­di­tio­nen mit­tei­len und er­hal­ten so ei­ne Vor­stel­lung da­von, wie viel Geld Sie in­ves­tie­ren müs­sen. Auch wenn Sie in Ei­gen­re­gie um­zie­hen, hilft das Wis­sen über die Men­ge des Um­zugs­guts bei der Wahl des rich­ti­gen Con­tai­ners oder al­ter­na­tiv Trans­por­ters.Dienstleistungen variieren abhängig vom Anbieter

Das pas­sen­de Pa­ket wäh­len

Ach­ten Sie stets dar­auf, wel­che Dienst­leis­tung Sie von Ih­rer Spe­di­ti­on er­war­ten kön­nen. Man­che Spe­di­tio­nen z. B. bie­ten nur den Trans­port von Ha­fen zu Ha­fen an. An­de­re wie­der­um of­fe­rie­ren das Kom­plett­pa­ket und hel­fen Ih­nen vom Pa­cken der Um­zugs­kar­tons bis zur Er­le­di­gung al­ler Zoll­for­ma­li­tä­ten.

Über­le­gen Sie des Wei­te­ren auch, wel­che Leis­tun­gen Sie wirk­lich be­nö­ti­gen. Vie­le Ar­bei­ten – vor al­lem am bis­he­ri­gen Wohn­ort – las­sen sich auch mit Freun­den oder al­ter­na­tiv ei­ner stu­den­ti­schen Um­zugs­hil­fe be­werk­stel­li­gen. Das rich­ti­ge Pa­ket kann hier ent­schei­dend für ei­nen stress­frei­en und auch be­zahl­ba­ren Um­zug ins Aus­land oh­ne hor­ren­de Kos­ten sein.

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7. Die rich­ti­ge Schu­le für Ihr Kind

Wenn Sie als Fa­mi­lie aus­wan­dern und den Um­zug mit Kin­dern im schul­pflich­ti­gen Al­ter in An­griff neh­men, stel­len sich für Sie als El­tern auch im­mer ei­ni­ge Fra­gen: Auf wel­che Schu­le kann ich mein Kind zu­künf­tig schi­cken? Ist die schu­li­sche Aus­bil­dung im Aus­land mit dem deut­schen Schul­sys­tem zu ver­glei­chen? Ist mein Kind in der aus­län­di­schen Schu­le gut be­treut?

Deut­sche und in­ter­na­tio­na­le Schu­len im Aus­land

In vie­len Län­dern gibt es be­reits deut­sche Aus­land­schu­len oder schu­li­sche Ein­rich­tun­gen, die in pri­va­ter Trä­ger­schaft sind und das In­ter­na­tio­nal Bac­ca­lau­re­at (IB) an­bie­ten. Das in­ter­na­tio­na­le Ab­itur ist welt­weit als Hoch­schul­zu­gang an­er­kannt, so dass Sie sich in der Re­gel nach dem Um­zie­hen ins Aus­land kei­ne Sor­gen ma­chen müs­sen, dass die Schul­bil­dung Ih­res Nach­wuch­ses zu kurz kommt.

Wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen zu den un­ter­schied­li­chen Bil­dungs­sys­te­men und ei­ne Auf­lis­tung der Schu­len lie­fert auch hier das Aus­wär­ti­ge Amt mit der Zen­tral­stel­le für Aus­lands­schul­we­sen.Studentin vor einem Laptop

Bit­te be­ach­ten Sie stets, dass die­se Schu­len meist län­ge­re War­te­zei­ten ha­ben und oft ein hoch­prei­si­ges Schul­geld ver­langt wird. Au­ßer­dem müs­sen Sie da­mit rech­nen, dass Sie wei­te An­fahrts­we­ge auf sich neh­men müs­sen, wenn Sie nicht di­rekt in den Haupt­städ­ten des je­wei­li­gen Lan­des oder der Re­gi­on le­ben wer­den.

Haus­un­ter­richt als Al­ter­na­ti­ve

In Deutsch­land herrscht Schul­pflicht, wo­hin­ge­gen im Aus­land oft nur ei­ne Bil­dungs­pflicht be­steht, d.h., Kin­der kön­nen auch von Zu­hau­se aus un­ter­rich­tet wer­den. Ge­ra­de in Fäl­len, in de­nen die deut­schen oder in­ter­na­tio­na­len Schu­len weit vom Wohn­ort ent­fernt oder sehr teu­er sind, bie­tet sich das Ho­me­schoo­ling an.

Auch hier hat man sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten im­mer wei­ter ent­wi­ckelt. Fern­schu­len stel­len z.B. Lern­kon­zep­te und Übungs­auf­ga­ben ge­gen ei­ne Kurs­ge­bühr zur Ver­fü­gung, die Sie dann ge­mein­sam mit Ih­rem Kind er­ar­bei­ten kön­nen. Die Lö­sun­gen der Auf­ga­ben wer­den ein­ge­sen­det und von ei­ner Lehr­kraft be­no­tet. Am En­de ei­nes je­den Schul­jahrs er­hält Ihr Kind ein qua­li­fi­zier­tes und in Deutsch­land an­er­kann­tes Zeug­nis.

Der Haus­un­ter­richt hat vie­le Vor­tei­le. So ist zum Bei­spiel ei­ne freie Zeit­ein­tei­lung mög­lich, und Sie selbst wis­sen Ihr Kind stets gut ver­sorgt. Als Nach­teil ist je­doch das feh­len­de Er­ler­nen der neu­en Spra­che zu nen­nen. Ge­ra­de bei lan­gen Aus­lands­auf­ent­hal­ten (mehr als zwei Jah­re) ist dies aber meist un­ab­ding­bar, um im neu­en Land an­zu­kom­men.

Deutsch nicht ver­ler­nen

Wenn Sie sich nach dem Aus­lands­um­zug für ei­ne in­ter­na­tio­na­le Schu­le im Aus­land ent­schei­den, soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Ihr Kind auch wei­ter­hin Deutsch­un­ter­richt er­hält, so­dass es im Fal­le ei­ner Rück­wan­de­rung nach Deutsch­land naht­los an den Un­ter­richt an­knüp­fen kann.

Umziehen ins Ausland mit HaustierenBie­tet die Schu­le hier kei­ne aus­rei­chen­den Un­ter­richts­mög­lich­kei­ten, kön­nen Sie bei Fern­schu­len auch aus­schließ­lich die Deutsch­kur­se bu­chen, so­dass ihr Kind im schrift­li­chen Teil sei­ner Mut­ter­spra­che nicht ab­baut.

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8. Um­zug ins Aus­land mit Haus­tie­ren

In vie­len Län­dern gel­ten teil­wei­se stren­ge Ein­rei­se­be­stim­mun­gen für Tie­re. Be­son­de­re Imp­fun­gen oder ein Qua­ran­tä­ne-Auf­ent­halt kön­nen hier Vor­aus­set­zun­gen sein. Ei­ne aus­führ­li­che Aus­kunft zu den ge­son­der­ten Be­stim­mun­gen kann Ih­nen hier Ihr Tier­arzt ge­ben.

Am Um­zugs­tag selbst soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Ihr Tier si­cher trans­por­tiert wer­den kann. Ei­ne aus­rei­chend gro­ße Trans­port­box so­wie Was­ser und Nah­rung soll­ten Sie für Ihr Tier wäh­rend des Um­zugs ins Aus­land vor­be­rei­ten.

 

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