Um­zugs­kos­ten als haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen ab­set­zen

Wer pri­vat den Wohn­ort wech­selt, kann di­ver­se Um­zugs­kos­ten als haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen von der Steu­er ab­set­zen. Zwar kön­nen Auf­wen­dun­gen nicht im glei­chen Um­fang gel­tend ge­macht wer­den wie Wer­bungs­kos­ten bei ei­nem be­rufs­be­ding­ten Um­zug, al­ler­dings sind in ei­ni­gen Be­rei­chen um­fas­sen­de Rück­erstat­tun­gen durch den Fis­kus mög­lich.

Un­ser Tipp:
Un­ser Um­zugs­kos­ten­rech­ner zeigt, wie Sie mit ge­rin­gem Auf­wand und den rich­ti­gen Part­nern bei Ih­rem Woh­nungs­wech­sel bis zu 80 % der Kos­ten spa­ren.

Jetzt Um­zugs­kos­ten be­rech­nen

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Nur Lohn­kos­ten ab­setz­bar

20 Pro­zent gel­tend ma­chen

Lohn­kos­ten ge­trennt aus­wei­sen

Löh­ne für Mi­ni­job­ber an­er­kannt

Zu­sam­men­fas­sung

Nur Lohn­kos­ten ab­setz­bar

Umzugskosten als haushaltsnahe DienstleistungenAls haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen kön­nen Sie Lohn­kos­ten für Um­zugs­hel­fer, Rei­ni­gungs­kräf­te für die End­rei­ni­gung der al­ten Woh­nung so­wie Hand­wer­ker für klei­ne Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren und Aus­bes­se­run­gen, eben­falls im al­ten Zu­hau­se, gel­tend ma­chen. Die Tä­tig­kei­ten müs­sen durch ei­nen selbst­stän­di­gen Dienst­leis­ter durch­ge­führt wer­den und dür­fen nicht be­reits als Wer­bungs­kos­ten oder au­ßer­ge­wöhn­li­che Be­las­tun­gen ver­an­schlagt wor­den sein.

Nicht ab­setz­bar sind da­ge­gen An­fahrts­kos­ten, Ma­te­ri­al­kos­ten und Her­stel­lungs­kos­ten. Bei­spie­le hier­für sind z. B. Auf­wen­dun­gen für Um­zugs­kar­tons oder Ma­te­ri­al (Far­be, Ta­pe­ten etc.) für die Re­no­vie­rung der al­ten oder neu­en Woh­nung.

Nach oben

Pri­va­te Um­zugs­kos­ten zu 20 Pro­zent gel­tend ma­chen

Löh­ne für Hel­fer bzw. Spe­di­teu­re kön­nen in ei­ner Hö­he von 20 % bis zu ei­nem Ma­xi­mal­be­trag von 4.000 € di­rekt von der zu ent­rich­ten­den Ein­kom­mens­steu­er beim Um­zug als haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen ab­ge­zo­gen wer­den.

Auch 20 % der Lohn­kos­ten für Hand­wer­ker sind ab­zugs­fä­hig, al­ler­dings nur bis höchs­tens 1.200 €. Die Steu­er­er­mä­ßi­gung setzt vor­aus, dass die Ar­bei­ten in ei­nem en­gen zeit­li­chen Zu­sam­men­hang zum Woh­nungs­wech­sel ste­hen (al­le An­ga­ben Stand 2018).

Um­zugs­kos­ten kön­nen als haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen nur ein Mal pro Haus­halt gel­tend ge­macht, auch wenn zwei al­lein­ste­hen­de Per­so­nen z. B. in ei­ner WG zu­sam­men­le­ben.

Nach oben

Lohn­kos­ten auf Rech­nun­gen ge­trennt aus­wei­sen

Lohnkosten per Überweisung begleichenWenn Sie Ih­re Steu­er­er­klä­rung ein­rei­chen, müs­sen dem Fi­nanz­amt die Rech­nun­gen über die  Dienst­leis­tun­gen in Ver­bin­dung mit ih­rem pri­va­ten Um­zug vor­ge­legt wer­den. Es ist da­bei wich­tig, dass dort die Lohn­kos­ten ge­trennt aus­ge­wie­sen sind, um die­se klar von den sons­ti­gen Auf­wen­dun­gen ab­zu­gren­zen.

Dar­über hin­aus soll­ten Sie die Rech­nun­gen nach Mög­lich­keit nicht bar be­glei­chen und Über­wei­sungs­be­le­ge gut auf­be­wah­ren, in de­nen die Zah­lun­gen er­sicht­lich sind. Die Be­hör­de kann näm­lich im Nach­hin­ein noch die Vor­la­ge der ent­spre­chen­den Be­le­ge ver­lan­gen.

Nach oben

Auch Löh­ne für Mi­ni­job­ber wer­den an­er­kannt

Soll­ten die Hel­fer bzw. Hand­wer­ker kei­ne selbst­stän­dig Ge­wer­be­trei­ben­den sein und kei­ne Rech­nung stel­len kön­nen, be­steht ei­ne al­ter­na­ti­ve Mög­lich­keit der Ab­rech­nung, wel­che vor al­lem für Um­zie­hen­de in­ter­es­sant ist, die pri­vat Un­ter­stüt­zung en­ga­gie­ren.

Die­se kön­nen näm­lich auch als haus­halts­nah Be­schäf­tig­te bei der Mi­ni­job-Zen­tra­le an­ge­mel­det wer­den. Von der Mi­ni­job-Zen­tra­le wird am En­de des Steu­er­jah­res ei­ne Be­schei­ni­gung für das Fi­nanz­amt er­stellt, die mit der Steu­er­er­klä­rung ein­ge­reicht wer­den kann.

An­er­kannt wird auch bei die­ser Ab­rech­nungs­me­tho­de ein An­teil von 20 % der Lohn­kos­ten. Je­doch gilt bei Mi­ni­jobs ein Ma­xi­mal­be­trag von 510 € pro Jahr, den Sie bei ei­nem pri­va­ten Um­zug steu­er­lich ab­set­zen kön­nen (Stand 2018). Da­bei ist es un­er­heb­lich, ob es sich um Um­zugs­hel­fer-, Rei­ni­gungs- oder Hand­wer­ker­kos­ten han­delt.

Hö sich in­ter­es­sant an? Fin­den Sie bei JOB­RUF Stu­den­ten als pri­va­te Um­zugs­hel­fer, die Sie rund um den Woh­nungs­wech­sel tat­kräf­tig un­ter­stüt­zen – be­reits ab güns­ti­gen 10 €/Std.!

 

Jetzt kos­ten­lo­se An­fra­ge stel­len

Nach oben

Pri­va­ter Um­zug steu­er­lich ab­set­zen: Es kann sich loh­nen

Den Um­zugs­stress kann Ih­nen das Fi­nanz­amt lei­der nicht er­spa­ren. Wer­den ei­ni­ge Din­ge be­ach­tet, be­tei­ligt sich die Be­hör­de aber an den nicht we­ni­ger un­an­ge­neh­men Auf­wen­dun­gen. Hier kann man je nach Ein­zel­fall ei­ne nicht zu ver­ach­ten­de Sum­me der Um­zugs­kos­ten als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung ab­set­zen – Er­spar­nis­se, die Sie im Nach­hin­ein z.B. in die Ein­rich­tung und Re­no­vie­rung der neu­en Woh­nung in­ves­tie­ren kön­nen.

 

Bild­quel­len (v.o.n.u.):
© ge­r­alt / pixabay.com
© Ti­mo Klos­ter­mann / PI­XELIO