Sprinter fahren 7 Tipps für ungeübte Transporter-Fahrer

Sprinter fahren

Sprinter fahren

Einen Sprinter zu fahren ist bei privat organisierten Umzügen ein absolutes Muss. Von vielen gefürchtet ist das Bewegen größerer Vehikel allerdings bei Beachtung einiger wichtiger Dinge gar nicht so schwer. Wir haben 7 nützliche Tipps für Sie zusammengestellt, die verhindern, dass Ihre sorgfältige Umzugsplanung durch einen Crash den Bach runter geht.

Tipp 1: Führerschein prüfen

Egal, ob Sie einen Transporter kostenlos mieten oder sich an eine Autovermietung wenden: Ein gültiger Führerschein für die entsprechende Fahrzeugklasse ist unabdingbar.Transporter fahren nur mit gültigem Führerschein

Besitzer des alten Führerscheins der Klasse 3 sind fein raus: Sie dürfen alle Sprinter und LKWs bis zu einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen bewegen. Mit der neuen Führerscheinklasse B dürfen hingegen nur noch kleine Umzugswagen fahren bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Auch das Führen eines Transporters mit Anhänger ist nicht mehr erlaubt. Hierfür benötigen Sie die Fahrerlaubnis für die Klasse BE.

Für LKWs über 3,5 Tonnen sind die Führerscheinklassen mit dem Buchstaben C erforderlich. Das heißt, man muss zusätzlich zum normalen Autoführerschein eine gesonderte Fahrprüfung für einen klassischen Lastwagen gemacht haben.

Viele Autovermietungen fordern einen Altersnachweis. Meist muss man als Fahrer ein Mindestalter von 21 Jahren haben. Das Mindestalter bei LKW-Fahrern liegt sehr oft bei 25 Jahren.

Hinweis:
Das erlaubte Gewicht des Fahrzeuges ist inklusive Beladung zu verstehen! Bei einem bis unter die Decke vollgeladenen Sprinter kann es also sein, dass Sie diesen aufgrund der Gewichtsüberschreitung nicht mehr mit dem B-Führerschein bewegen dürfen. Deshalb lieber mehrere Touren einplanen als einen überladenen Sprinter zu fahren und dafür saftige Strafen in Kauf zu nehmen!

Tipp 2: Vorab Transporter fahren üben

Wenn Sie keine Übung darin haben, einen Transporter zu fahren, sollten Sie sich nicht gleich mit dem frisch gemieteten Fahrzeug in die Hektik des Stadtverkehrs begeben. Es ist ratsam, sich als Erstes auf einem Parkplatz oder in einem Bereich mit ruhiger Verkehrslage mit dem Fahrzeug vertraut zu machen.

Gewöhnen Sie sich zunächst an die ungewöhnlichen Bedingungen. Eine langsame und vorrausschauende Fahrweise ist bei einem so großen Fahrzeug noch wichtiger als beim eigenen PKW.

Mieten Sie, um im Falle der Fälle abgesichert zu sein, den Transporter immer mit Vollkaskoversicherung an. So zahlen Sie zwar ein paar Euro mehr für Ihren Umzugswagen, sind aber gegen alle Schäden am Wagen und an Dritten versichert.

Tipp 3: Längeren Bremsweg beachten

Ein Transporter verhält sich aufgrund seiner Größe und seines Gewichts anders als ein PKW. Das Anfahren dauert länger und ist je nach Schaltung ruckartiger als bei einem kleinen PKW. Kalkulieren Sie vor allem, wenn Sie sehr voll den Umzugswagen packen, den längeren Bremsweg mit ein.

Fahren eines Kleintransporters ohne RückspiegelHalten Sie immer genügend Abstand zum Vordermann. Auffahrunfälle mit Sprintern sind aufgrund des höheren Gewichtes wesentlich dramatischer als mit einem Kleinwagen.

Tipp 4: Vorsicht! Kein Rückspiegel

Gewöhnungsbedürftig ist auch, dass beim Fahren eines Kleintransporters der Rückspiegel fehlt. Es besteht nur die Möglichkeit, sich über die Seitenspiegel nach hinten zu orientieren. Beobachten Sie deshalb schon lange vor einem Spurwechsel, ob sich andere Fahrzeuge nähern.

Auch der tote Winkel ist bei einem solchen Fahrzeug wesentlich größer. Erst wenn Sie sich sicher sind, dass der Seitenbereich frei ist, können Sie sanft einlenken. Blinken ist natürlich ein absolutes Muss, um andere Verkehrsteilnehmer entsprechend über Ihr Vorhaben zu informieren!

Tipp 5: Kurven nicht schneiden

Aufgrund des großen Radstandes müssen Sie bei Kurvenfahrten darauf achten, den inneren Kurvenbereich nicht zu schneiden. Dies lässt sich durch großzügiges Einlenken vermeiden. Steuern Sie bei einer Rechtskurve das Fahrzeug kurz vor dem Abbiegen etwas nach links, um einen größeren Radius zum Abbiegen zu gewinnen. Entsprechend lenken Sie bei einer Linkskurve anfangs leicht nach rechts.

Nehmen Sie die Kurve langsam – notfalls im Schritttempo –, und überschauen Sie den Kurvenbereich großzügig, um kreuzende Fahrzeuge einzusehen.

Tipp 6: Fahrzeughöhe beachten

Fahrzeughöhe beachtenAchten Sie außerdem vor allem bei der Benutzung von Unterführungen und Tunneln auf die zulässige Durchfahrtshöhe, sonst kann das Fahrzeugdach ganz schnell an der Tunneldecke schrammen. In engen Straßen sollten Sie zudem auf Ihre Seitenspiegel achten.

Bevor Sie mit Ihrem Transporter fahren, können Sie die genauen Maße im Fahrzeugschein nachschauen. Dieser ist bei Mietwagen meistens im Handschuhfach hinterlegt. Unter der Ziffer 18 finden Sie die Länge des Umzugswagens, unter Ziffer 19 die Breite (allerdings ohne Spiegel!), unter Ziffer 20 die Gesamthöhe. Alle Angaben sind in Millimetern. Einige Autovermietungen geben zudem die Gesamtmaße gut sichtbar im Cockpit des Wagens an.

Tipp 7: Rangieren nur mit Einweiser

Sind Sie am Umzugsort angekommen, müssen Sie den Transporter natürlich sicher parken. Wir raten dringend davon ab, ohne Einweiser zu rangieren, wenn Sie ungeübt einen Umzugswagen fahren müssen. Bei LKW über 7,5 Tonnen wird dem Fahrer sogar grobe Fahrlässigkeit unterstellt, sollte es beim Rangieren ohne Einweiser zu einem Schaden kommen; die Versicherung stellt sich dann in der Regel quer.

Zum Einweisen positioniert sich der Helfer am besten seitlich hinter dem Fahrzeug. So kann der Fahrer diesen im Seitenspiegel beobachten. Gleichzeitig hat der Einweiser den Seitenbereich und die Rückseite des Fahrzeugs im Blick hat. Mit Handzeichen, die vorher abgestimmt werden, kann der Einweiser nun beim Rangieren helfen.

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