Klick-Laminat verlegen

Klick-La­mi­nat rich­tig ver­le­gen

La­mi­nat ist ein sehr be­lieb­ter Bo­den­be­lag: Er ist pfle­ge­leicht, stra­pa­zier­fä­hig und in vie­len De­signs und Struk­tu­ren er­hält­lich. Selbst Klick-La­mi­nat ver­le­gen ist mit den rich­ti­gen Tricks gar nicht schwer. In un­se­rer Schritt-für-Schritt-An­lei­tung er­klä­ren wir Ih­nen die rich­ti­ge Vor­ge­hens­wei­se – so­wohl für Bo­den­be­lag aus Vi­nyl als auch für je­des an­de­re Ma­te­ri­al.

Ab­ge­run­det durch ei­ne de­tail­lier­te Auf­lis­tung der be­nö­tig­ten Ma­te­ria­li­en und Werk­zeu­ge, sind die Ar­bei­ten auch für An­fän­ger ein­fach zu be­werk­stel­li­gen.

Schnell­na­vi­ga­ti­on

Pla­nung, Ma­te­ri­al und Werk­zeug

Rich­ti­ge La­ge­rung si­cher­stel­len

Un­ter­grund vor­be­rei­ten

Dampf­sper­re ver­le­gen (1)

Tritt­schall­däm­mung ver­le­gen (2)

Ver­le­ge­rich­tung fest­le­gen (3)

Ers­te Rei­he Klick-La­mi­nat ver­le­gen (4)

Pa­nee­le kür­zen (5)

Wei­te­re Rei­hen le­gen (6)

Letz­te Rei­he ver­le­gen (7)

So­ckel­leis­ten an­brin­gen (8)

Klick-La­mi­nat ver­le­gen im Vi­deo

Re­no­vie­rungs­hil­fe bei JOB­RUF bu­chen

Al­les Wich­ti­ge auf ei­nen Blick

Pla­nung, Ma­te­ri­al und Werk­zeug

Mann verlegt Klick-LaminatUm zu be­stim­men, wie vie­le Bah­nen Sie be­nö­ti­gen, mes­sen Sie zu­nächst die Flä­che aus, auf wel­cher Sie den neu­en Bo­den­be­lag aus­brei­ten möch­ten. Pla­nen Sie beim Kauf im­mer ca. 8 bis 10 % mehr Ma­te­ri­al ein, da­mit Sie et­was Spiel­raum ha­ben und bei zu gro­ßem Ver­schnitt nicht oh­ne Ma­te­ri­al da­ste­hen.

Wich­tig ist auch die Brei­te der ein­zel­nen Ele­men­te. Rech­nen Sie im Vor­feld aus, wie viel Platz Sie für das letz­te Pa­neel ha­ben. Soll­te dies nur fünf Zen­ti­me­ter oder we­ni­ger sein, müs­sen Sie be­reits die ers­te Bahn zu­schnei­den (wie un­ter Schritt 8 er­läu­tert).

Wenn Sie al­lei­ne ar­bei­ten, soll­ten Sie als zeit­li­chen Um­fang ei­ne Dau­er von ca. 25 Mi­nu­ten pro Qua­drat­me­ter ein­rech­nen. Ei­ne hel­fen­de Hand ist aber si­cher­lich nicht ver­kehrt – ei­ne stu­den­ti­sche Re­no­vie­rungs­hil­fe von JOB­RUF un­ter­stützt Sie zu güns­ti­gen Kon­di­tio­nen.

Sie be­nö­ti­gen fol­gen­des Werk­zeug und Ma­te­ri­al:

  • Zoll­stock
  • Richt­lat­te
  • Fließ­spach­tel oder selbst­ver­lau­fen­de Aus­gleichs­mas­se
  • Kle­be­band
  • Dampf­sper­re
  • Tritt­schall­däm­mung
  • Ab­stand­hal­ter (z. B. Holz­kei­le)
  • Sä­ge (Stich- oder Kreis­sä­ge) oder La­mi­natschnei­der
  • Win­kel
  • Blei­stift
  • Evtl. Ham­mer
  • Evtl. Schlag­klotz
  • Zug­ei­sen (auch Zie­hei­sen ge­nannt)
  • Cut­ter­mes­ser
  • Hand­sä­ge (z. B. Fuchs­schwanz- oder Geh­rungs­sä­ge)
  • Bohr­ma­schi­ne
  • Schrau­ben­dre­her oder Ak­ku­schrau­ber
  • Loch­sä­gen­auf­satz für Boh­rer
  • Par­kett­leim

Nach oben

Vor­ab rich­ti­ge La­ge­rung si­cher­stel­len

An­ders als bei ei­nem Tep­pich­bo­den oder PVC-Bo­den soll­te La­mi­nat min­des­tens 48 Stun­den un­aus­ge­packt und waa­ge­recht in dem Raum ge­la­gert wer­den, wo es auch ver­legt wer­den soll. Die Min­dest­tem­pe­ra­tur soll­te da­bei bei 18 Grad Cel­si­us und die Luft­feuch­tig­keit bei 50 bis 70 % lie­gen. So kön­nen sich die Pa­nee­le ak­kli­ma­ti­sie­ren und an die Raum­be­din­gun­gen an­pas­sen. Ein Ver­zie­hen beim spä­te­ren Ver­le­gen wird da­durch ver­hin­dert.

Be­hal­ten Sie die­se Raum­be­din­gun­gen auch ein paar Ta­ge bei, nach­dem der neue Bo­den liegt. Auf Lüf­ten soll­ten Sie dem­ent­spre­chend zu­nächst ver­zich­ten.

Ach­tung:
Nach der La­ge­rung soll­ten Sie das Ma­te­ri­al am Ver­le­ge­ort und bei Ta­ges­licht noch ein­mal ge­nau­es­tens auf Schä­den, Ma­ße und op­ti­sche Gleich­heit über­prü­fen. Nur un­ver­ar­bei­te­te Pa­nee­le kön­nen re­kla­miert wer­den.

Nach oben

Un­ter­grund vor­be­rei­ten

Ob­wohl La­mi­nat schwim­mend ver­legt wird und hier­für we­der an den Un­ter­bo­den ge­klebt, ge­na­gelt oder an­der­wei­tig be­fes­tigt wer­den muss, kann ein fal­scher Un­ter­grund gro­ße Schä­den ver­ur­sa­chen.Gefegter Boden

Um Klick-La­mi­nat rich­tig ver­le­gen zu kön­nen, muss der Un­ter­grund eben, fest, sau­ber und ab­so­lut tro­cken oh­ne jeg­li­che Rest­feuch­te sein. Auf Tep­pich­bo­den eig­net sich ei­ne Ver­le­gung dem­nach nicht. Bei Be­darf kön­nen Sie vor Be­ginn den Bo­den wi­schen.

Auch bei neu­em Es­trich ist Vor­sicht ge­bo­ten, da die­ser Rest­feuch­te auf­weist. Wel­cher Feuch­te­ge­halt nicht über­schrit­ten wer­den darf ist da­bei an­hän­gig von der Es­tri­ch­art, dem Be­lag und dem (Nicht-)Vor­han­den­sein ei­ner Fuß­bo­den­hei­zung. Nä­he­re In­fos hier­zu fin­den Sie auf die­ser Sei­te.

Ist der Bo­den un­eben, kann der ver­leg­te Bo­den­be­lag be­schä­digt wer­den, z. B. durch Auf­sprin­gen oder Bre­chen an der Nut-Fe­der-Ver­bin­dung (die Ver­bin­dung, bei de­nen die Bau­tei­le zu­sam­men­ge­steckt wer­den).

Bo­den­u­n­eben­hei­ten las­sen sich mit ei­ner Richt­lat­te über­prü­fen. An die­ser Richt­lat­te sind so­ge­nann­te Li­bel­len – mit Flüs­sig­keit oder Luft- bzw. Gas­bla­sen ge­füll­te, leicht ge­bo­ge­ne Kunst­stoff- oder Glas­röh­ren – an­ge­bracht. An die­sen sind Hö­hen­un­ter­schie­de gut er­kenn­bar. Liegt ei­ne Un­eben­heit von mehr als 3 mm auf 1 m vor, muss die­se mit Fließ­spach­tel oder ei­ner selbst­ver­lau­fen­den Aus­gleich­mas­se aus­ge­gli­chen wer­den.

Un­ser Tipp:
Ge­hen Sie im­mer auf Num­mer si­cher und las­sen Sie den Bo­den aus­rei­chend trock­nen. Soll­ten Sie un­si­cher sein, kön­nen Sie ei­ne Mes­sung mit ei­nem Feuch­tig­keits­mes­ser vor­neh­men.

Nach oben

Schritt 1: Dampf­sper­re ver­le­gen

Zum Schutz vor Feuch­tig­keit soll­ten Sie nun zu­nächst ei­ne Dampf­sper­re/Dampf­brem­se (er­hält­lich als Roll­wa­re oder Fo­lie) ver­le­gen – vor al­lem auf Es­trich­bö­den und ober­halb ei­ner Warm­was­ser-Fuß­bo­den­hei­zung.

Die Dampf­sper­re le­gen Sie in die Rich­tung aus, in die Sie spä­ter auch den Bo­den­be­lag le­gen. Ein­zel­ne Bah­nen sol­len sich da­bei um ca. 20 cm über­lap­pen und mit Kle­be­band an den Naht­stel­len ab­ge­dich­tet wer­den. An den Wän­den las­sen Sie die Fo­lie um ca. 10 cm nach oben über­ste­hen.

Nach oben

Schritt 2: Tritt­schall­däm­mung ver­le­gen

Da­mit Sie nicht je­des Mal hö­ren, wenn je­mand über den Fuß­bo­den läuft, ver­le­gen Sie als nächs­tes auf der Dampf­sper­re ei­ne Tritt­schall­däm­mung – ei­ne Schicht aus Kork, Filz oder PE-Schaum­fo­lie. Be­vor­zugt le­gen Sie die Tritt­schall­un­ter­la­ge im 90-Grad-Win­kel zu den La­mi­nat­pa­nee­len aus.

Ach­tung:
An­fal­len­der Ab­fall kann nicht ein­fach über den Haus­müll ent­sorgt wer­den. Prü­fen Sie vor­ab un­be­dingt, ob Sie La­mi­na­t­res­te, Res­te von Dampf­sper­re und Däm­mung nicht als Bau­schutt ent­sor­gen müs­sen.

Nach oben

Schritt 3: Ver­le­ge­rich­tung fest­le­gen

Be­vor Sie nun mit der ers­ten Rei­he be­gin­nen, über­le­gen Sie sich zu­nächst, in wel­che Rich­tung Sie das Vi­nyl-Klick-La­mi­nat ver­le­gen möch­ten:

  • Par­al­lel zum Licht­ein­fall: Die Rich­tung des Licht­ein­falls ist gleich­zei­tig die Rich­tung der Längs­sei­te der Bah­nen. So­mit wer­fen die Fu­gen we­ni­ger Schat­ten.

  • Ent­spre­chend der Raum­form: Durch die Art der Ver­le­gung kön­nen Räu­me ei­ne an­de­re Wir­kung be­kom­men. Quer ver­leg­te Bah­nen las­sen ei­nen schma­len Raum zum Bei­spiel brei­ter er­schei­nen.

  • Mus­ter: Ent­schei­den Sie sich hier für ei­ne wil­de Ver­le­gung oh­ne ein be­stimm­tes Mus­ter oder ei­ne ge­ord­ne­te Ver­le­gung mit Mus­ter. Da es in­ner­halb der ver­schie­de­nen Char­gen zu leich­ten farb­li­chen un­ter­schie­den kom­men kann, soll­ten Sie im­mer ab­wech­selnd aus je­der Ver­pa­ckung ver­wen­den. So wird ei­ne re­gel­mä­ßi­ge­re Ver­le­gung ge­währ­leis­tet.

  • Per­sön­li­cher Ge­schmack: Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Sie auch Ih­ren per­sön­li­chen Ge­schmack ent­schei­den las­sen, wie der Bo­den­be­lag lie­gen soll (z.B. dia­go­nal).

Un­ser Tipp:
Da­mit Sie sich ein bes­se­res Bild ma­chen kön­nen, emp­fiehlt es sich, ei­ne Skiz­ze an­zu­le­gen und sich die ver­schie­de­nen Ver­le­ge­rich­tun­gen ein­mal bild­lich dar­zu­stel­len. Oft­mals fällt ei­nem die Ent­schei­dung leich­ter, wenn man ein ge­naue­res Bild vor Au­gen hat. Be­ach­ten Sie bei Ih­rer Dar­stel­lung auch Tü­ren, Heiz­kör­per oder sons­ti­ge Mö­bel und de­ren Ein­fluss auf Ih­re Ent­schei­dung.

Nach oben

Schritt 4: Ers­te Rei­he Klick-La­mi­nat ver­le­gen

Nach­dem Sie sich für ei­ne Rich­tung ent­schie­den ha­ben, be­gin­nen Sie in ei­ner Ecke des Rau­mes mit dem Ver­le­gen. Wäh­len Sie am bes­ten die Ecke, die am wei­tes­ten von der Tür ent­fernt ist – da­mit be­steht die ge­rings­te Ge­fahr ei­ner mög­li­chen Be­schä­di­gung durch Drauf­tre­ten oder ähn­li­ches.Laminat mit Abstandshölzern

Le­gen Sie das Pa­neel längs mit der Fe­der­sei­te an die Wand. An die Stirn­sei­te wird nun das näch­te Ele­ment ein­ge­klickt. Wich­tig hier­bei ist ei­ne Ab­stands­fu­ge von 10 bis 15 mm zwi­schen Bo­den­be­lag und Wand – so­wohl an der Längs- als auch an der Stirn­sei­te – wel­che durch Ab­stand­hal­ter, z. B. Holz­kei­le, ein­ge­hal­ten wer­den kann. Die­se Ab­stands­fu­ge ist wich­tig, da La­mi­nat­bo­den sich bei un­ter­schied­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren aus­deh­nen bzw. zu­sam­men­zie­hen kann.

In den meis­ten Fäl­len passt ans En­de ei­ner Rei­he kein gan­zes Stück mehr, wes­we­gen die­ses ge­kürzt wer­den muss. Das letz­te Ele­ment soll­te – aus op­ti­schen und Sta­bi­li­täts­grün­den – min­des­tens 40 cm lang sein. Soll­te dies nicht der Fall sein und das letz­te Stück kür­zer wer­den, schnei­den Sie ge­ge­be­nen­falls auch das ers­te Pa­neel­stück schon zu.

Nach oben

Schritt 5: Pa­nee­le kür­zen

Um die Schnitt­stel­le zu mar­kie­ren, le­gen Sie das zu schnei­den­de Brett auf die an­de­ren der Rei­he, ent­spre­chend mit der Stirn­sei­te an die Wand. Le­gen Sie nun ei­nen Win­kel an der Nut­sei­te der be­reits ver­leg­ten Bahn an und zeich­nen Sie mit ei­nem Blei­stift die Schnitt­stel­le.

Schnei­den Sie nun an der mar­kier­ten Schnitt­stel­le mit ei­ner Sä­ge (Stich- oder Kreis­sä­ge) oder ei­nem La­mi­natschnei­der. Wich­tig hier­bei ist, dass die Ober­sei­te auch beim Zu­schnei­den oben liegt. Beim Zu­schnei­den emp­feh­len wir Ih­nen, ei­ne Schutz­bril­le zu tra­gen.

Nach oben

Schritt 6: Wei­te­re Rei­hen le­gen

Die nächs­te Rei­he be­gin­nen Sie ein­fach mit dem ab­ge­schnit­ten Rest­stück der ers­ten Rei­he und dem­ent­spre­chend ver­fah­ren Sie bei den wei­te­ren Rei­hen.

Das Klick-Sys­tem funk­tio­niert da­bei ganz ein­fach. Die Fe­der­sei­te set­zen Sie leicht schräg in die Nut­stel­le des Pa­neels der ers­ten Rei­he und drü­cken es mit leich­tem Druck nach un­ten, so­dass die­se in­ein­an­der ein­kli­cken. Die Fu­gen kön­nen Sie – falls er­for­der­lich – mit Ham­mer und Schlag­klotz schlie­ßen.

Ach­tung:
Bei ei­nem Raum, in dem ei­ne Flä­che von mehr als 8 m mit dem neu­en Bo­den­be­lag be­deckt wer­den soll, müs­sen Sie Deh­nungs­fu­gen ein­set­zen. Eben­falls ist die­se er­for­der­lich bei ei­ner raum­über­grei­fen­den Ver­le­gung. Die Deh­nungs­fu­ge soll­te da­bei ca. 2 cm breit sein und kann im Nach­hin­ein mit ei­ner Über­gangs­schie­ne ver­deckt wer­den.

Nach oben

Schritt 7: Letz­te Rei­he ver­le­gen

Wenn Sie den bis­he­ri­gen Tipps und Tricks zum Klick-La­mi­nat ver­le­gen fol­gen, wer­den Sie bald schon bei der letz­ten Rei­he an­kom­men.
Wahr­schein­lich ist nicht mehr ge­nü­gend Platz für ei­ne kom­plet­te Die­le, so­dass Sie die­se in der Län­ge zu­schnei­den müs­sen. Le­gen Sie hier­für das Pa­neel mit der Nut­sei­te zur Wand de­ckungs­gleich um 180 Grad ge­dreht auf das vor­letz­te. Mar­kie­ren Sie auf Hö­he der Nut­stel­le der vor­letz­ten Bahn die Schnitt­stel­le und schnei­den Sie das La­mi­nat zu.

Kli­cken Sie nun die zu­ge­schnit­te­nen Pa­nee­le ein. Soll­ten Sie auf­grund des ge­rin­gen Platz­an­ge­bo­tes Schwie­rig­kei­ten mit dem Ein­le­gen ha­ben, kön­nen Sie ein Zug­ei­sen zur Hil­fe neh­men und hier­mit die Stü­cke ein­sen­ken und an­zie­hen. Mit­hil­fe ei­nes Zug­ei­sens und des­sen gro­ßer An­la­ge­flä­che und He­bel­funk­ti­on las­sen sich die Bret­ter vor al­lem an schwie­ri­gen Stel­len, z. B. am En­de ei­nes Rau­mes, le­gen. Durch den Filz an der Un­ter­sei­te kommt es da­bei zu kei­ner­lei Be­schä­di­gun­gen.

Schnei­den Sie nun mit ei­nem Cut­ter­mes­ser die über­ste­hen­de Dampf­sperr­fo­lie in ei­ner Hö­he von ca. 3 cm ab.
Eben­falls ent­fer­nen Sie die Ab­stands­kei­le zwi­schen den Wän­den und dem Bo­den­be­lag.

Ach­tung:
Beim Ar­bei­ten mit ei­nem Zug­ei­sen müs­sen Sie vor­sich­tig vor­ge­hen. Das Werk­zeug aus Me­tall kann bei ei­nem Sturz Schä­den am Bo­den­be­lag ver­ur­sa­chen. Ge­ne­rell soll der Filz an der Un­ter­sei­te vor Be­schä­di­gun­gen schüt­zen.

Bodenleiste wird zugesägt

Nach oben

Schritt 8: So­ckel­leis­ten an­brin­gen

Als letz­ten Schritt brin­gen Sie die So­ckel­leis­ten/Fuß­leis­ten an. So­ckel­leis­ten las­sen die Deh­nungs­fu­ge und ggf. auch Ka­bel ver­schwin­den und bil­den so ei­nen sau­be­ren Ab­schluss zur Wand.

Mes­sen Sie zu­nächst an den Wän­den ab, wie lang die So­ckel­leis­ten sein dür­fen und schnei­den Sie die­se zu. Ver­su­chen Sie da­bei aus op­ti­schen aber auch ar­beits­tech­ni­schen Grün­den mög­lichst vie­le Leis­ten im Gan­zen an­zu­brin­gen.

Wie der Zu­schnitt er­folgt, rich­tet sich nach der Art der Leis­ten:

  • Mit Stoß­ver­bin­dern: Schnei­den Sie recht­wink­lig mit ei­ner Fuchs­schwanz­sä­ge. Zeich­nen Sie die Schnitt­stel­le vor­her mit ei­nem Win­kel an und le­gen Sie beim Schnei­den die Leis­te mit der Ober­sei­te nach un­ten.

  • Oh­ne Stoß­ver­bin­der: Schnei­den Sie auf Geh­rung, al­so in ei­nem pas­sen­den Win­kel. Be­nut­zen Sie da­zu ei­ne Hand­sä­ge (Fuchs­schwanz- oder Geh­rungs­sä­ge) und ei­ne Geh­rungs­schnei­de­la­de mit win­kel­ge­nau­en Füh­rungs­pins für die Sä­ge. Stel­len Sie für So­ckel­leis­ten in Räu­men mit Ecken im 90-Grad-Win­kel und sol­chen, die an Kan­ten en­den, je­weils ei­nen 45-Grad-Win­kel ein und schnei­den die Leis­te ent­spre­chend zu.

Brin­gen Sie nun die Hal­te­clips an. Die­se wer­den in ei­nem Ab­stand von 30 bis 50 cm an die Wand ge­schraubt. Zei­chen Sie da­für durch An­le­gen der Clips die Bohr­lö­cher an und boh­ren Sie mit ei­ner Bohr­ma­schi­ne Lö­cher mit der Stär­ke Ih­rer Dü­bel. Ste­cken Sie die Dü­bel in die Bohr­lö­cher und schrau­ben Sie die Hal­te­clips an (mit Schrau­ben­dre­her oder Ak­ku­schrau­ber). Ab­schlie­ßend set­zen Sie nun die Leis­ten auf die Hal­te­clips.

Tipp 1: Türzar­gen rich­tig kür­zen

Lei­der sind nicht al­le Räu­me ge­ra­de oder oh­ne ir­gend­wel­che be­son­de­ren Stel­len, die das Ver­le­gen des neu­en Bo­den­be­la­ges schwie­ri­ger ma­chen.

So kann ein Tür­be­reich beim Ver­le­gen stö­ren und muss des­we­gen um­gan­gen wer­den. Höl­zer­ne Türzar­gen kön­nen Sie ein­fach kür­zen. Le­gen Sie da­für ein Pa­neel mit der Ober­sei­te nach un­ten vor die Zar­ge, am bes­ten ver­wen­den Sie hier­für ein Rest­stück. Zeich­nen Sie nun ent­we­der die Schnitt­stel­le an oder sä­gen Sie di­rekt ent­lang des Pa­neels ein Stück Türzar­ge ab. Das zu le­gen­de Ele­ment lässt sich nun ein­fach un­ter die Zar­ge schie­ben.

Türzar­gen aus Stahl oder Me­tall kön­nen nicht so ein­fach ge­kürzt wer­den. Des­we­gen muss hier das Pa­ne­e­le­ment zu­ge­schnit­ten wer­den. Le­gen Sie hier­für das ent­spre­chen­de Ele­ment bün­dig an die Zar­ge an und zeich­nen Sie den be­nö­tig­ten Aus­schnitt an. Die­sen sä­gen Sie nun aus.Zugeschnittenes Laminat an Türzarge

Tipp 2: Lö­cher für Hei­zungs­roh­re ein­sä­gen

Eben­falls müs­sen Hei­zungs­roh­re um­gan­gen und de­men­spre­chend Lö­cher ge­bohrt wer­den.

Schnei­den Sie zu­nächst die Die­le auf die rich­ti­ge Län­ge zu und zeich­nen Sie dann die Aus­spa­rung an. Da­für schie­ben Sie das Pa­neel bis an das Hei­zungs­rohr und mar­kie­ren mit ei­nem Blei­stift die La­ge der Rohr­mit­te. Eben­so zeich­nen Sie ei­ne Mar­kie­rung durch seit­li­ches An­le­gen. Die­se bei­den Mar­kie­run­gen ver­bin­den Sie und er­hal­ten so die La­ge des Rohrs. Boh­ren Sie nun die Lö­cher mit­hil­fe ei­nes Loch­sä­gen­auf­sat­zes aus.

Zei­chen Sie nun ei­ne Mar­kie­rung von ei­nem Rand zum nächs­ten, die durch den Mit­tel­punkt der Bohr­lö­cher ver­läuft. Schnei­den Sie an die­ser Mar­kie­rung mit ei­ner Stich­sä­ge ent­lang. So er­hal­ten Sie zwei Tei­le, die Sie um das Hei­zungs­rohr her­um le­gen kön­nen. Tra­gen Sie vor dem Le­gen noch et­was Par­kett­leim auf die Schnitt­flä­chen auf.

Nach­dem Sie in ei­nem Raum das La­mi­nat kom­plett ver­legt ha­ben, kön­nen Sie mit an­de­ren Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten wie dem Ta­pe­zie­ren  oder Strei­chen von Rau­fa­ser­ta­pe­te fort­fah­ren.

Nach oben

Klick-La­mi­nat ver­le­gen im Vi­deo

Da man beim Ver­le­gen von Klick-La­mi­nat um­sich­tig ar­bei­ten muss und vie­les zu be­ach­ten ist, fin­den Sie in die­sem Vi­deo von Horn­bach noch ein­mal al­le Ar­beits­schrit­te auf ei­nen Blick dar­ge­stellt.

 

 

Nach oben

Re­no­vie­rungs­hil­fe bei JOB­RUF bu­chen

Sie trau­en sich die Ar­bei­ten nicht al­lei­ne zu oder be­nö­ti­gen noch tat­kräf­ti­ge Un­ter­stüt­zung? Stel­len Sie noch heu­te ei­ne kos­ten­lo­se An­fra­ge bei der JOB­RUF Stu­den­ten­ver­mitt­lung. Von stu­den­ti­schen Re­no­vie­rungs­hel­fern kön­nen Sie sich schnell und güns­tig Ihr neu­es La­mi­nat ver­le­gen las­sen.

 

Jetzt kos­ten­lo­se An­fra­ge stel­len

 

Al­les Wich­ti­ge auf ei­nen Blick:

  • Be­darf pla­nen und Werk­zeug be­reit­le­gen
  • Rich­ti­ge La­ge­rung zur Ak­kli­ma­ti­sie­rung
  • Un­ter­grund prü­fen und vor­be­rei­ten
  • Dampf­sper­re als Schutz vor Feuch­tig­keit ver­le­gen
  • Tritt­schall­däm­mung als Ge­räusch­däm­mer ver­le­gen
  • Ver­le­ge­rich­tung fest­le­gen (nach Licht­ein­fall, Raum­form, per­sön­li­chem Ge­schmack oder Mus­ter)
  • Beim Klick-La­mi­nat ver­le­gen Ab­stands­fu­ge be­ach­ten
  • La­mi­nat mit Sä­ge oder La­mi­natschnei­der kür­zen
  • So­ckel­leis­ten als Ab­schluss an­brin­gen
  • Türzar­gen und Hei­zungs­roh­re be­ach­ten


Bild­quel­len (v.o.n.u.):

© siam­pu­ra / pixabay.com
© "Par­quet 09" by Mi­quel C. is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
© "Par­ti­al Chip Epo­xy - Be­fo­re" by De­co­ra­ti­ve Con­cre­te King­dom is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
© "Par­quet 09" by Mi­quel C. is li­cen­ced un­der CC BY 2.0
© "Es kommt der Tag, da muss die Sä­ge sä­gen." von Ma­ik Meld is li­cen­ced un­der CC BY-SA 2.0 (chan­ged)
© "Jun 16, 2009 - Fi­nis­hed floor" by Ivo Jansch is li­cen­ced un­der CC BY-SA 2.0 (chan­ged)