Aktualisiert: 23.12.2024
Nach Köln ziehen
Sie spielen mit dem Gedanken, nach Köln zu ziehen, oder Ihr Umzug ist schon längst beschlossene Sache? Gute Idee! Denn „Kölle“ hat einiges zu bieten, nicht nur den Dom als weltbekanntes Wahrzeichen. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte für Zuziehende, in Köln liebevoll „Immis“ (abgeleitet von Immigranten) genannt. Wir haben wertvolle Tipps für Sie, von der Wahl des richtigen Viertels bis zu den richtigen Anlaufstellen für die Ummeldung. Und wenn Sie beim Umzug nach Köln noch tatkräftige Unterstützung brauchen, finden Sie bei JOBRUF schnell und unkompliziert studentische Umzugshelfer.
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Wohnen in Kölle
Köln hat insgesamt 86 Stadtteile, die zu 9 Stadtbezirken zusammengefasst sind. Natürlich gibt es dabei sowohl eher ruhige und als auch aktivere „Veedel“, die je nach Ihrer Lebenssituation mehr oder weniger geeignet sind:
- Familien: Familien, die nach Köln umziehen möchten, finden vor allem in den Stadtteilen Nippes, Sülz, Mülheim oder Blumenberg perfekte Lebensbedingungen mit vielen Grünflächen und einem guten Angebot an Kindertagesstätten und Schulen. Dort sind übrigens Die Heinzelmännchen von Köln* ein beliebtes Märchen. Besonders schön illustriert ist die Ausgabe vom NordSüd Verlag.
- Singles: In keinem anderen Stadtteil ist die Anzahl der Singles so hoch wie in Ehrenfeld. Zahlreiche Möglichkeiten auszugehen und hoher Flirtfaktor – optimale Voraussetzungen für alle einsamen Herzen. Für alleinstehende Neulinge in Köln empfehlen wir außerdem die zentralen Stadtteile Neustadt-Nord und -Süd. Diese umfassen zum Beispiel das Belgische Viertel und das Kwartier Latäng, die aufgrund ihrer Cafés, Clubs und Kneipen sehr beliebt sind.
- Studenten: Die Kölner Uni liegt im Stadtteil Lindenthal. Beliebt sind bei Studenten – trotz recht hoher Mieten – dementsprechend Lindenthal selbst und die nahen Stadtteile Sülz, Braunsfeld und auch Zollstock. Aber auch der rechtsrheinische Stadtteil Kalk ist – dank guter Verkehrsanbindung und (noch) relativ günstiger Mietpreise – immer mehr im Kommen.
- Für Paare: Möglichkeit zur Zweisamkeit, Abgeschiedenheit vom großen Trubel und lauschige Atmosphäre – all das trifft auf den Stadtteil Klettenberg mit dem Beethovenpark und äußerem Grüngürtel direkt in der Nähe. Optimal also für Paare, die gerne zusammen alt werden wollen.
Tipp:
Die Mieten sind in Köln zwar nicht ganz so horrend wie z. B. in München, allerdings immer noch vergleichsweise hoch. Informieren Sie sich im Vorfeld unbedingt über die aktuellen Mietpreise in den unterschiedlichen Stadtteilen. Überlegen Sie sich, bevor Sie sich für einen Stadtteil entscheiden, ob eine Bleibe dort für Sie auch finanzierbar ist.
Typisch Kölsch – Die Stadt kennenlernen
Die Einheimische lieben „ihr“ Köln. Viele Neulinge brauchen dagegen ein bisschen Zeit, bis sie den Charme der Stadt für sich entdeckt haben. Lassen Sie es ruhig langsam angehen. Unser Vorschlag: Nehmen Sie sich doch bereits vor Ihrem Umzug ein Wochenende Zeit, um die Stadt ein bisschen kennenlernen.
Schauen Sie sich bei dieser Gelegenheit zum einen die Wohnviertel an, die für Sie infrage kommen. Versuchen Sie auch, den typischen Flair der Domstadt auf sich wirken zu lassen. Dafür empfehlen wir z. B. einen Spaziergang am Rhein vom Ubierring bis zum Dom. Auf diesem Weg kommen Sie am Rheinaufhafen vorbei, sehen das Schokoladenmuseum und können später einen kleinen Abstecher in die Altstadt machen. Gönnen Sie sich zum Schluss noch ein Kölsch im Früh-Brauhaus direkt am Dom und lernen Sie dabei die berühmte Kölner Brauhauskultur kennen.
Wenn Sie im Februar oder März nach Köln ziehen, kann es sein, dass Sie gleich ein Highlight miterleben dürfen: den Karneval (unter Kölnern auch als fünfte Jahreszeit bekannt). Ab Weiberfastnacht bis Veilchendienstag befindet sich die gesamte Stadt im kompletten Ausnahmezustand – für jeden Neuankömmling ein besonderes Erlebnis.
Karneval wird überall gefeiert: In rustikalen Kneipen und in edlen Sitzungssälen, auf der Straße und in Privatwohnungen. Vielleicht dauert es ein wenig, bis Sie die Variante entdeckt haben, die am besten zu Ihnen passt. Oder Sie stellen fest, dass Sie doch eher die karnevalsfreien Zonen bevorzugen – auch damit sind Sie in Köln nicht allein. Und keine Angst: Nach den „jecken Tagen“ herrscht auch in der Domstadt wieder ganz normaler Alltag.
Zahlreiche weiter unterhaltsame Fakten rund um den Karneval und weitere Kuriositäten zur Domstadt sind im Buch "Unnützes Wissen Köln: 711 erstaunliche Fakten" von André und Mirela Stanly* nachzulesen.
Unterwegs mit Auto, Bahn und Fahrrad
Wenn Sie Ihren Umzug nach Köln mit dem Transporter bewerkstelligen und selbst fahren, werden Sie sich wahrscheinlich wundern, dass Sie bei vielen Straßen nicht links abbiegen können. Auch die vielen Einbahnstraßen können dazu führen, dass Sie Ihr Ziel nur sehr umständlich erreichen. Rechnen Sie aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zudem mit Staus und Verzögerungen.
Da der öffentliche Personenverkehr in der Stadt sehr gut vernetzt ist und man mit der S-Bahn, Stadtbahn oder Buslinien alle Anlaufpunkte schnell und bequem erreichen kann, können Sie Ihr Auto ruhig öfters einmal zu Hause stehen lassen. Damit sparen Sie sich nicht zuletzt die Parkplatzssuche. Alle genannten Verkehrsmittel können Sie dabei innerhalb des VRS (Verkehrsbund Rhein-Sieg) zu einheitlichen Preisen nutzen.
Köln ist eine vergleichsweise kompakte Großstadt. Die kurzen Wege bieten sich bestens dafür an, viel mit dem Fahrrad zu fahren. Von der Südstadt bis nach Nippes im Norden benötigen Sie z.B. nur etwa 20 Minuten. Ebenso schnell gelangen Sie mit dem Rad vom westlich gelegenen Ehrenfeld ins rechtsrheinische Deutz.
Zwar finden Sie gerade zentrumsnah nicht überall breite Fahrradwege, aber die Stadt ist auf einem guten Weg, durch beschilderte Radwege und spezielle Markierungen auf den Straßen fahrradfreundlicher zu werden. Ein Bike-and-Ride-Konzept bietet darüber hinaus Pendlern die Möglichkeit, bequem zwischen Rad, Bus und Bahn umzusteigen.
Schon gewusst?
Wohnen Sie in einem Bewohnerparkgebiet und verfügen über keinen eigenen privaten Parkplatz, können Sie sich einen Bewohnerparkausweis beantragen. Sie können ihr Auto dann zu günstigen Konditionen auf öffentlichen Parkplätzen abstellen.
Nach dem Umzug in Köln Anschluss finden
Obwohl ein Ortswechsel immer etwas Neues bedeutet und mit einigen Änderungen verbunden ist, wird Ihnen gerade in Köln die Eingewöhnungsphase nicht schwer fallen. Denn durch die Mentalität und die lockere Art der Rheinländer werden Sie sicherlich nicht lange alleine sein!
Zahlreiche Ausgehmöglichkeiten in der Rheinmetropole, z. B. in der Altstadt, dem Brüsseler Viertel, rund um die Ringe und auch dem Szeneviertel Ehrenfeld, laden dazu ein, nette Leute zu treffen und neue Freundschaften zu knüpfen. Ebenfalls bieten zahlreiche Onlineseiten die Gelegenheit, alteingesessene Kölner oder andere Zugezogene kennenzulernen und sich zu gemeinsamen Aktivitäten zu verabreden. Unterstützung bei der Verständigung mit alteingesessenen Kölnern leistet der Langenscheidt Lilliput Kölsch*.
Ämter und Behörden in der Rheinmetropole
Wenn Sie nach Köln ziehen, sollten Sie natürlich Ihre Adresse ummelden. Für die Änderung stehen Ihnen neun Kundenzentren mit dem jeweiligen Bezirksrathaus Ihrer Wahl zur Verfügung.
Ihr Kfz ummelden können Sie entweder zeitgleich mit Ihrer Anmeldung im Kundenzentrum Innenstadt oder bei der Kfz-Zulassungsstelle in Poll.
Falls Ihr Vierbeiner Sie in Ihre neue Heimat begleitet, müssen Sie auch Ihren Hund ummelden. Die Anmeldung zur Hundesteuer (Höhe in Köln: 156 Euro/Jahr für jeden gehaltenen Hund; Stand 2018) kann online oder schriftlich erfolgen; das passende Formular finden Sie hier.
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